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Ernst Glaeser: Ein vergessener Schriftsteller mit brüchiger Vita

"Der Mann hat episches Talent. Er hat auch einen leisen Humor. Möge er sein Talent von keinem Stoff und von keiner Doktrin auffressen lassen" - dies schrieb Kurt Tucholsky unter seinem Pseudonym Peter Panter im Jahr 1930 über Glaesers in jenem Jahr erschienenen Roman "Frieden".

Zu den Hauptwerken Ernst Glaesers zählt unter anderem der Roman "Jahrgang 1902" (1928), in dem er der Generation der Eltern die Schuld am Ersten Weltkrieg zuschreibt - dabei sollte Glaesers eigene Biografie in den folgenden Jahren tiefe Risse aufweisen.

Als KPD-Sympathisant zählte Glaeser zu den verfehmten Künstlern während der Nazizeit, er emigrierte. 1939 folgte die Kehrtwende, der Autor kehrte zurück nach Deutschland und wurde hierfür von anderen Literaten als "Dissident" kritisiert. Nach dem II. Weltkrieg blieben ihm deshalb auch weitere Erfolge versagt.


WebReporter: OscarWilde
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Schriftsteller, Schrift
Quelle: blog.zvab.com

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28.04.2008 13:54 Uhr von OscarWilde
 
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Bis dato habe ich mich noch nicht mit dem Werk Glaesers auseinandergesetzt. Der ausführliche und lesenswerte Bericht in der Quelle klingt allerdings sehr interessant und macht Lust aufs Weiterlesen.

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