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Managergehälter: SPD will gesetzliche Regelungen

Die SPD-Vizechefin Andrea Nahles beabsichtigt, durch verschiedene Gesetzesänderungen die Höhe der Managergehälter zu begrenzen.

Demnach sollen Betriebe die gezahlten Gehälter und Abfindungen nicht mehr wie bisher in voller Höhe als Betriebsausgaben absetzen können. Gehälter über eine Million Euro könnten künftig nur noch zu 50 % steuerlich geltend gemacht werden.

Nach dem Willen der SPD soll die Gesetzesinitiative noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Ob der Koalitionspartner CDU den Änderungen zustimmt ist noch offen.


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WebReporter: mamuko
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Manager, Regel, Regelung, Managergehälter
Quelle: www.tagesschau.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2008 16:52 Uhr von mamuko
 
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Ich weiß ja, dass ich ein grenzenloser Pessimist bin, aber ob hier ein sich Besinnen auf alte Werte der Sozialdemokratie die Triebfeder ist, oder klingt mir da ein Hauch von Populismus mit?
Ein Blick in meine Kristallkugel verrät mir....da passiert nüscht!
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26.04.2008 17:13 Uhr von kathrinchen
 
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ich denke, die kristallkugel hat schon alles verraten. in einer globalisierten welt kann man nicht plötzlich ausscheren und managergehälter begrenzen. dann bekommt man keine topleute mehr. ich halte die gehälter zwar auch für maßlos überzogen, aber man kann sich ja nicht einfach vom rest der welt abkoppeln. ein manager, der hier nicht genug verdient, geht woanders hin.
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26.04.2008 18:37 Uhr von artefaktum
 
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@kathrinchen: "(....) aber man kann sich ja nicht einfach vom rest der welt abkoppeln. ein manager, der hier nicht genug verdient, geht woanders hin."

Es gibt tatsächlich noch Leute, die dieses Märchen glauben. In den USA beispielsweise verdienen Manager noch um einiges mehr als bei uns: Warum gehen dann unsere Manager nicht alle in die USA?

Das mit den Topleuten die man halten muss, ist ein PR-Märchen dieser Manager selbst. Wo sind sie denn, all die tollen deutschen Top-Manager im Ausland?
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26.04.2008 19:56 Uhr von CyG_Warrior
 
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Dagegen! Ich bin gegen eine Einmischung der Regierung, was die Höhe der Manager-Gehälter anbelangt.
Wenn ein Manager dafür sorgt, dass "sein" Unternehmen floriert, soll er/sie auch gut verdienen. Bedingung wäre natürlich, dass das nicht (wie so oft) zu Lasten der Arbeiter und Angestellten (Entlassungen, Lohndumping, Auslagerung in "Billig-Länder) geht.

ABER:
Eine Regelung, die verhindert das ein Manager eine Abfindung in Millionenhöhe erhält, OBWOHL er ein Unternehmen in Grund und Boden gewirtschaftet hat, DIE würde ich befürworten!

Besser noch: Die Manager/Vorstände mit einem kräftigen Teil ihres Privat-Vermögens bei Pleiten/Insolvenzen/Firmen-Schliessungen in die Verantwortung nehmen!
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26.04.2008 20:06 Uhr von artefaktum
 
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@CyG_Warrior: "Ich bin gegen eine Einmischung der Regierung, was die Höhe der Manager-Gehälter anbelangt."

Da bin ich ganz deiner Meinung. Was private Unternehmen zahlen, ist denen ihre Sache, da hat sich der Staat rauszuhalten. Wenn Unternehmen so dumm sind, und solche Millionengehälter zahlen, ist das der ihren Privatsache.
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26.04.2008 20:12 Uhr von meisterthomas
 
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Sozial-Kosmetik: einer ehemals sozialen Partei.
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26.04.2008 20:13 Uhr von mamuko
 
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Eigentlich hast Du recht @artefaktum ..nur wird das, was Deiner Meinung nach "Sache des Unternehmens ist" durch den Vorsteuerabzug "sozialisiert". Und damit wird es auch zu meiner Sache.
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27.04.2008 00:40 Uhr von menschenhasser
 
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was: interessiert es mich wenn eine firma ihren managern die kohle in arsch bläst, kostet mich keine steuern!
aber wehe politiker sollen ihre einnahmen aus ihren 6,7 und 8 jobs offenlegen und sich für ihren übermässigen verdienst verantworten! also liebe frau merkel und konsorten lieber mal an die eigene nase fassen denn politikergehälter werden vom volk bezahlt.
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27.04.2008 10:42 Uhr von gerndrin
 
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Frau Nahles hat natürlich Recht: Ich bin auch für die Begrenzung.
Und für eine Erweiterung.
Eine Erweiterung, dass die Politiker in Zukunft für dämliche Gesetze und Steuerverschwendung in Regreß genommen werden können...
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27.04.2008 11:40 Uhr von Tong
 
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Nette Idee: Die SPD will nicht die Höhe der Mangergehälter begrenzen. Sie will nur die Steuerliche Absetzbarkeit für Gehälter über 1.000.000 Euro reduzieren.

Das ist für mich durchaus diskutable. Aber wenn ich dann weiter lese was dort alles geplant ist, Berücksichtigung ob der Vorstand sich "nachhaltige Unternehmenswohl" einsetzt hat und für den Erhalt von Arbeitsplätzen eintritt. Als weiters Ziel wird Transparenz erwähnt. Dazu wolle die SPD vorschreiben, dass in den Aufsichtsräten künftig ausführlich begründet werden muss, warum ein Vorstand welche Bezüge erhält.

Das ist doch mal alles wieder Polit-Bürokraten Schwachsinn.Da stecken wieder so viele Klauseln und Fallstricke drin, dass hinterher kein Unternehmen ein Cent mehr berappen muss, aber zwei neue Ordner mit Bürokratischen Hemmnissen gefüllt werden.

Hallo SPD! Hier mein Vorschlag:

§ 1 Alle Vorstandsgehälter über 1.000.000 Euro sind nur noch zu 50% Steuerlich absetzbar.
Ende des Gesetzes!
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27.04.2008 14:49 Uhr von CHR.BEST
 
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@Tong: So isses. Ich habe es auch satt daß die politische Kaste Gesetze plant und gleich die Schlupflöcher dazu, nur weil sie keinen Arsch in der Hose haben um eine Entscheidung gegen die ein oder andere Lobbyistengruppe zu treffen.

Man muß sich mal vorstellen wieviel Geld das ist. Bei einem Einkommen von 1 Mio. € jährlich (etwa 50% kriegt das Finanzamt) bleibt noch 500.000 übrig was einem Netto-Monatsverdienst von 41.666 € entspricht.
Sehr viele Menschen haben ihr Leben lang hart gearbeitet und müssen trotzdem mit etwa 1/50 davon auskommen.

Die Manager tragen ja keinerlei finanzielles Risiko weil wenn sie durch eine Fehlinvestition (wie z. B. im Falle Crysler) Milliarden Euro zum Fenster rauswerfen grundsätzlich alle Verantwortung auf die Belegschaft abwälzen.

Diese Menschen müssen dann wieder malochen um die Fehler, die in der Chefetage gemacht wurden, auszubügeln. Dieses Unrecht muß endlich bekämpft werden - entweder per Gesetz oder die Menschen müssen aufhören, sich ausbeuten zu lassen und wieder viel mehr streiken.

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