25.04.08 09:58 Uhr
 552
 

Uni Leipzig: Lenin kehrt zurück - Frisch renoviert für 300.000 Euro

Die Universität Leipzig erhält ihr Karl-Marx-Relief zurück, nachdem es aufgrund von Neubaumaßnahmen demontiert werden musste. Das sächsische Wissenschaftsministerium spendierte für Säuberung, Verfrachtung und neuen Betonsockel den respektablen Betrag von 300.000 Euro.

Einst zierte das 33 Tonnen schwere Ungetüm zu Ehren des Marxismus-Leninismus die Hauptpforte der Universität. In wenigen Tagen wird das bronzene Figurenensemble, in dessen Mitte eine Mixtur aus Marx und Lenin prunkt, vor der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät seinen neuen Platz finden.

Uni-Kanzler Frank Nolden, der sich dank Fürsprache aus der sächsischen Landespolitik an der Wiederkehr der Propagandakunst erfreuen darf, betrachtet die Wiedergeburt Lenins als Fingerzeig "in eine Richtung, die jetzt zeitgemäß ist". Unterdessen musste sich Uni-Rektor Franz Häuser bereits als "Walter Ulbrichts letzter Statthalter" titulieren lassen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Euro, Leipzig, 300, Uni, Lenin
Quelle: www.focus.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

documenta: Performance "Auschwitz on the beach" darf nicht stattfinden
Edinburgh: Architekt baut bewohnbaren Zauberwürfel mit verschiebbaren Decken
Generalsekretär von Muslim-Vereinigung: Terrorismus und Islam hängen zusammen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
25.04.2008 10:38 Uhr von NGen
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
im focus: wird die frage aufgeworfen ob dem osten ein ideologischer rollback drohe.
ich finds wirklich harmlos
Kommentar ansehen
25.04.2008 10:39 Uhr von JCR
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
" Unterdessen musste sich Uni-Rektor Franz Häuser bereits als "Walter Ulbrichts letzter Statthalter" titulieren lassen."

Hmm, von welchem übeaus seriösen Pressekonzern kann diese Bezeichnung wohl stammen? ;-)


Abgesehen davon war Marx einer der bedeutendsten Politphilosophen Deutschlands, und im Vergleich zu den Summen, die der Bundestag für zum Teil völlig sinnfreie Aktionen aufbringt, war die Restaurierung dieses Reliefs je relativ günstig.
Kommentar ansehen
25.04.2008 10:40 Uhr von Snaeng
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Geldverschwendung: Andenken schön und gut, aber die 300.000 Euro hätte man auch in etwas sinnvolleres stecken können, z. B. die Bildung.
Kommentar ansehen
25.04.2008 10:43 Uhr von Gegen alles
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
300.000 Euro: Naja, wenn man soviel Kohle nicht anderweitig besser gebrauchen könnte.
Kommentar ansehen
25.04.2008 11:02 Uhr von chartus
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
dieses Geld: ist in eine Form von Bildung geflossen.

Und zwar in Geschichtsbewahrung. Diese Bilderstürmerei die hier allenthalben Umtrieb hält, ist einfach nur ein Beweis das gewisse Individuen keinerlei Verhältnis zur Vergangenheit haben.

Abgesehen davon ist Geschichtsklitterung durch selbsterklärte "Richtigdenker" eher kontra Produktiv.
Kommentar ansehen
25.04.2008 11:33 Uhr von taps
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Also: Lenin kehrt ganz sicher nicht zurück. Der ist seit ein paar Wochen tot. In der Quelle ist von seinem Comeback die Rede. Das ist was anderes.
Allerdings hat Lenin nur oberflächlich was mit Marx zu tun.
Was tatsächlich zurückkehrt ist das Karl-Marx-Relief.

Wofür Nesselsitzer nicht kann ist die schlampige Quelle.
Das Relief hing nie über dem Haupteingang der Universität sondern am Alma-Mater-Hauptgebäude. Ostdeutschland befindet sich nicht im Jahr 2009 sondern wie der Rest der Welt im Jahr 2008. Das Relief trägt nicht den Namen "Karl Marx ..." sondern heiß schlicht "Aufbruch", ...
Und so ziehen sich noch weitere Fehler durch den Quellenartikel.
Von schlampiger Grammatik, falschen Wortstellungen und ausgelassenen Wörtern mal abgesehen.

Aber so ist das, wenn man nachts aus ´ner Leipziger Kneipe kommt und noch schnell einen Artikel schreiben muss. ;)
Kommentar ansehen
25.04.2008 16:15 Uhr von zargus
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Übrigens: gibt es im Zentrum des Erz-Konservatismus, der Stadt München eine Straße welche den Namen "Karl-Marx-Ring" trägt. Die haben bestimmt irgendwelche Ost-Nostalgiker umbenannt! :->

Es ist nun mal ein Stück Geschichte. Und diese sollte nicht ignoriert werden.
Kommentar ansehen
25.04.2008 16:49 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
*kopfschüttel*: Ich finde es bedenklich, dass in Zeiten leerer Kassen ein Symbol der kommunistischen Diktatur für 300.000€ saniert und noch öffentlich platziert wird.
Eine Verhöhnung aller Opfer der SED-Diktatur!

Was kommt als Nächstes? Straßen und Plätze bekommen die Namen von Adolf Hitler oder Hermann Göring wieder?
Kommentar ansehen
25.04.2008 20:54 Uhr von chartus
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
*mitschüttel*: und jede Kirche ist dann eine Verhöhnung der Opfer der Kirche?

Hat sich ja grad erst wieder ein Papst entschuldigt oder?

btw: es gibt noch genügend Strassen / Ort mit Namen diverserer "Grössen"... war nicht vor kurzen die Rede davon ob man in einer hübschen Deutschen Stadt Hitler langsam die Ehrenbürgerschaft aberkennen sollte?

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Kann die Menschheit 2140 in Rente gehen?
Leidet der amerikanische Präsident an Demenz?
130 km/h schneller als erlaubt - Autobahnpolizei blitzt Extrem-Raser


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?