24.04.08 11:10 Uhr
 2.945
 

Joachimsthal: Nach Demo der Bewohner - Triebtäter flüchtet aus dem Dorf

Ab sofort wohnt der Serien-Triebtäter Werner K. an einem geheimen Ort. In der Nähe wohnende Opfer und die Anwohner von Joachimsthal können wieder aufatmen.

Durch eine Gesetzeslücke wurde der mehrfach wegen Vergewaltigung Vorbestrafte Werner K. aus der Haft entlassen. Er zog nach der Entlassung in das kleine Joachimsthal, aber die Bewohner haben mit Demonstrationen und wüsten Beschimpfungen Werner K. dazu bewogen, diesen Ort wieder zu verlassen.

Werner K. wurde rund um die Uhr von Polizeibeamten überwacht. Nach einem Treffen mit dem Bürgermeister, Ärzten und der Polizei stimmte der Triebtäter zu, in ein Heim für betreutes Wohnen zu ziehen. Auch hier kann er überwacht werden.


WebReporter: Der_Macho
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Demo, Dorf, Bewohner, Trieb
Quelle: www.bild.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Hamburg: Oma verurteilt, die Enkelin in S-Bahn gewaltsam unter Rollator presste
USA: DNA-Test entlastet Unschuldigen nach 39 Jahren im Gefängnis
Uno-Bericht: Gefährlichste Orte für Frauen sind Lateinamerika und Karibik

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
24.04.2008 09:41 Uhr von Der_Macho
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hmmmm, ist irgendwie ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite eine Art Lynchjustiz die sich anbahnte, auf der anderen Seite möchte ich so eine Figur auch nicht neben mir wohnen haben.
Kommentar ansehen
24.04.2008 11:36 Uhr von willi_wurst
 
+20 | -4
 
ANZEIGEN
@autor: wieso lynchjustiz? die bewohner sind doch nur auf die strasse um ihren meinung über diesen dreckskerl zu äußern...
Kommentar ansehen
24.04.2008 11:44 Uhr von taps
 
+14 | -1
 
ANZEIGEN
Die Tatsache, dass der Straftäter nach Verbüßung seiner Haftstrafe nicht dauerhaft im Maßregelvollzug (Sicherungsverwahrung) gelandet ist, ist nicht auf eine Gesetzeslücke sondern viel mehr auf ein Versäumnis der Staatsanwaltschaft zurückzuführen. Diese hatte es schlicht versäumt oder für nicht wichtig befunden, in mindestens einem nach der Urteilsverkündung aufgeklärten weiteren Vergewaltigungsfall Anklage zu erheben. Als die Staatsanwaltschaft zehn Jahre später ihren Fehler bemerkte, erhob sie Anklage. Allerdings viel zu spät. Das Gericht lehnte die Eröffnung der Hauptverhandlung zwangsläufig ab, da es den Grundsatz der Zügigkeit des Verfahrens verletzt sah.

In der "Quelle" ist von einer Gesetzeslücke auch gar keine Rede.

In jedem Fall ist es eine Blamage für die deutsche Justitz.
Kommentar ansehen
24.04.2008 11:53 Uhr von Noseman
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
@ der Macho :Nein, kann man nicht. Denn was wäre das denn, wenn"in so einem Fall" stets noch irgend etwas möglich" wäre?

Das wäre dann keine Rechtsstaatlichkeit mehr. Und wo kein Rechtsstaat, da auch kein "richtiges" Gesetz, da auch keine "Gesetzeslücke"
Kommentar ansehen
24.04.2008 11:58 Uhr von taps
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
neee.

In dem Fall war der mutmaßliche Täter schon in Haft. Zum Glück.

Wenn er das aber nicht gewesen wäre, dann hätte das Strafverfahren 10 Jahre gebraucht, ehe auch nur Anklage erhoben worden wäre. Das heißt, daß der Tatverdächtige 10 Jahre in Untersuchungshaft gesessen hätte. Das wäre dann wirklich eine Gesetzeslücke.

Wenn wir uns an den Fall des mutmaßlichen Kinderschänders Marco W. erinnern, dann bestand der hauptsächliche (berechtigte) Kritikpunkt an der türkischen Justitz darin, daß Marco lange in Untersuchungshaft war und das Verfahren nicht mit der gebotenen Eile durchgeführt wurde.
Kommentar ansehen
24.04.2008 12:13 Uhr von Arciana
 
+7 | -2
 
ANZEIGEN
Joachimsthal Hab Familie in dem Dorf und wohne selber nur eine Stadt weiter. Kann total verstehen das die Bewohner in nicht in der Nachbarschaft haben wollen. Stellt euch mal vor er steht bei euch des Nachten vor der Tür und klingelt. *greulichschüttel*
Und das Heim wo er jetzt hinkommt, ist bestimmt bei uns in der Stadt, wir haben nämlich sowas. Ist mir dann auch unheimlich, weil der Abstecher ins Gebüsch vor oder nach dem Einkaufen fällt ihm bestimmt nicht schwer.
Leute die sowas machen, sollten nicht mehr frei rumlaufen können.
Kommentar ansehen
24.04.2008 12:17 Uhr von OliDerGrosse
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
seriöse Quellen: sagen nur das er zu gesprächen gefahren ist.

Aber das ist wieder mal Typisch Bild&Co , hauptsache dem Mopp was zufressen geben.

Und RTL scheut sich noch net mal davor kleine Kinder vor die Kamara zuzerren.
Kommentar ansehen
24.04.2008 12:19 Uhr von fruchteis
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
@taps: Soweit ich mich erinnern kann, ist die Gesetzeslücke ja mit der Einführung der Sicherheitsverwahrung inzwischen geschlossen worden, aber der genannte Täter konnte nicht rückwirkend damit bestraft werden, weil es rückwirkende Erhöhung einer Strafe, bei der das Urteil rechtskräftig ist, nicht möglich ist. Das ist zwar bedauerlich, aber nachträglich nicht zu ändern.

Das gibt allerdings Anwohnern noch lange nicht das Recht, jemanden zu terrorisieren, der die für ihn durch das Gericht vorgesehene Strafe abgesessen hat. Auch wenn es sich dabei um einen Vergewaltiger, Mörder oder Kinderschänder handelt. Es ist noch die Frage, wer den Bewohnern des Ortes mitgeteilt hat, welche Strafe der Mann abgesessen hat. Das ist aus Datenschutzgründen gar nicht gestattet.

Sicherlich ist es auch ungünstig gewesen, den Mann grade in einer kleinen Ortschaft anzusiedeln. Die Anonymität einer Großstadt oder die Heimaufnahme, wie nun vollzogen, sind da sicherlich besser geeignet. Wahrscheinlich waren die Beamten davon ausgegangen, dass sie ihn in einem kleineren Ort besser überwachen können. In einer Großstadt hätte er nach deren Ansicht wohl mehr Möglichkeiten gehabt, unerkannt wieder neue Straftaten zu begehen.
Kommentar ansehen
24.04.2008 12:40 Uhr von MpunktWpunkt
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Dann kann man es auch: Gesetzeslücke nennen, das man hier nicht mal ne Abstimmung machen kann ob irgendein User gesperrt werden sollte. Ich nenne ja keine Namen. Nicht wahr AggiZG.
mfg
Kommentar ansehen
24.04.2008 12:47 Uhr von taps
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@fruchteis: Jein. ;)

Der Maßregelvollzug (Sicherungsverwahung) kann auch nachträglich (also vor Haftentlassung) angeordnet werden. Dies sieht § 66b StGB vor.
Voraussetzung ist, daß nach der ursprünglichen Verurteilung weitere Tatsachen bekannt werden, die annehmen lassen, daß der Täter auch nach Verbüßung der Haftstrafe weiterhin gefährlich ist.
Eine Verurteilung wegen mindestens einer weiteren Vergewaltigung hätte den Fortbestand der Gefährlichkeit nahegelegt, da in diesem Fall eine TatSERIE zu erkennen gewesen wäre. Also ein triebhaftes/zwanghaftes, vom Täter nicht zu steuerndes Verhalten.
Nach Verbüßung der Haftstrafe wäre er also in den Maßregelvollzug überführt worden.
Dort hätte man klären können, ob der Täter tatsächlich noch gefährlich ist. Falls nicht, wäre er entlassen worden.
Für den Fall, daß von weiterer Gefährdung durch den Täter ausgegangen werden muß, wäre der Versuch unternommen worden, ihn mit den Mitteln der forensischen Psychiatrie auf den Weg der Besserung zu bringen.

Ob der Haftentlassene noch gefährlich ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Die Einwohner von Joachimsthal übrigens auch nicht.
Allerdings wurde durch die Untätigkeit der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit genommen, dies von Sachverständigen zu prüfen.

Die Hexenjagd und die durch Boulevardmedien geschürte Hysterie beschämen mich allerdings auch.
Hier wird in aller Öffentlichkeit auf einen Mann Jagd gemacht, der 22 Jahre für eine ihm nachgewiesene Tat gebüßt hat. Die Verurteilung für die möglicherweise ebenfalls begangenen Vergewaltigungen hätten das Strafmaß übrigens nicht erhöht. Das war wohl auch der Grund für die Untätigkeit der Staatsanwaltschaft.

Richtig ist, daß der Haftentlassene in einer Großstadt und in größerer Entfernung von seinem ehemaligen Wohnort nicht erkannt worden wäre. Das hysterische Vorgehen eines Teils der Joachimsthaler Bevölkerung erinnert mich an das Floriansprinzip:
Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus! Zünd andre an!
Kommentar ansehen
24.04.2008 13:03 Uhr von OliDerGrosse
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Mesantrop123: das würde man dann schwere Körperverletzung oder sogar Mord nennen.
Kommentar ansehen
24.04.2008 13:04 Uhr von vanni727
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
der mann soll sich schon während der haftstrafe gegen therapien gesträubt haben. außerdem hat er immer wieder bestritten (!), die ihm vorgeworfenen vergewaltigungen ausgeführt zu haben. das lässt einem die nackenhaare zu berge stehen, wenn ich sowas höre... wie kann es sein, dass er sich 1. keiner therapie unterziehen MUSS und 2. er frei rumlaufen darf, wenn selbst die gutachter usw. den herren weiterhin als gefährtlich einstufen?
in einem tv-bericht hab ich gehört, dass sowas in den niederlanden z. b. gar nicht möglich ist. dort sind therapien pflicht und wer sich nicht dran hält, der bleibt eben im knast.

selbst wenn sie den typen jetzt "verlagert" haben, löst es das problem dennoch nicht. denn wenn er erstmal anonym ist, kann er auch leichter evtl. wieder rückfällig werden, weil niemand mehr ein auge drauf hat.

was mich aber auch extrem ankotzt, ist die tatsache, dass so ein schwein wieder auf kosten der steuerzahler beschützt wird. wie so häufig bekommen die größten arschlöcher unterstützung und hilfe, aber die wirklichen opfer dürfen zusehen. wieso muss ich dem polizeischutz bezahlen? ich halte zwar auch nicht viel von selbstjustiz, aber bei dem typen wär mir das sowas von egal, wenn der ein paar aufs maul bekommt. soll er sich den schutz doch selber finanzieren!!!
Kommentar ansehen
24.04.2008 13:09 Uhr von OliDerGrosse
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
vanni727: "dass so ein schwein wieder auf kosten der steuerzahler beschützt wird."

wäre es dir lieber wenn einige familienväter wegen gemeindschaftlichen mord in den knast gehn ? hier wird nicht nur der täter geschützt sondern auch die bevölkerung vor ihrer eigenen dummheit
Kommentar ansehen
24.04.2008 13:26 Uhr von DirkKa
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Dementiert laut aktuellen Nachrichten ist dies eine Falschmeldung, der Triebtäter ist nach wie vor in dem Dorf und wird weiterhin überwacht.
Kommentar ansehen
24.04.2008 14:04 Uhr von JustMe27
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Das sind die nachteile einer: Demokratie ohne Todesstrafe. Ich habe auch keine Patentrezepte, was man mit diesem Kerl machen sollte, und ein Verfahrensfehler sollte kein Grund sein, einen Irren wie dieses Schwein freizulassen. Aber umbringen oder Eier ab sind auch keine Lösungen, sondern blinder und falscher Aktionismus.

Kann man denn eigentlich Bweährungsauflagen auch ändern? Ich würde ja schon einen Blick in die falsche Region als Widerrufsgrund nehmen.
Kommentar ansehen
24.04.2008 14:27 Uhr von divadrebew
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
BILD-Ente: Der Mann wohnt laut N24 noch immer in seiner Joachimsthaler Wohnung.
Kommentar ansehen
24.04.2008 14:31 Uhr von JustMe27
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Nachtrag: Ich sehe gerade, dass mein obiger Beitrag wirkt, als wäre er Pro Todesstrafe. Ich bin allerdings strikt dagegen, das war leicht ironisch gemeint.

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Pianist Justus Frantz trennt sich an Brotschneidemaschine Fingerkuppe ab
Auch nach Neuwahlen will FDP kein Jamaika-Bündnis
Hamburg: Oma verurteilt, die Enkelin in S-Bahn gewaltsam unter Rollator presste


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?