23.04.08 17:06 Uhr
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ISS-Crew: Rückkehr war in Wirklichkeit ein Beinahe-Absturz

Wie die russische Raumfahrtbehörde nun öffentlich bekanntgab, wäre die Landung der 16. ISS Crew am Wochenende beinahe in einer Katastrophe geendet. Anders als üblich, wurde die Crew während des Abstiegs dem Achtfachen der Erdanziehung ausgesetzt.

Nach anonymen Angaben aus der russischen Missionsleitung, sei die Kapsel verkehrt herum eingetreten, die Luke voran. Dadurch war der Hitzeschild nutzlos und es kam zu Verbrennungsschäden an der Kapsel. Weltraumveteranin Peggy Whitson (NASA) erklärte, die Landung sei unerwartet dramatisch gewesen.

Offiziell werden auch in Russland weniger harte, aber doch ernste Bewertungen getroffen, Untersuchungen sind angelaufen. Dies ist der dritte Vorfall dieser Art in fünf Jahren.


WebReporter: EmperorsArm
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Absturz, Rückkehr, ISS, Crew, Wirklichkeit
Quelle: www.spiegel.de

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30 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.04.2008 17:00 Uhr von EmperorsArm
 
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Einmal mehr wird deutlich, dass Raumfahrt immer noch keine Routine ist. Die anonyme Quelle, kann aber kaum recht habe - ein Wiedereintritt ohne Wärmeschutz ist nicht möglich ( s. Columbia ), da wird wohl einiges aufgebauscht. Abgesehen davon: ein Glück sind sie heil wieder heruntergekommen.
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23.04.2008 17:20 Uhr von vostei
 
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Die NASA gibt sich cool warum?

Weil sie nach Fertigstellung der ISS und dem Ende der Shuttles bis zur Fertigstellung der Orion bemannt auf die russische Technik angewiesen sind.

Für die Sojus spricht, dass sie das relativ heil überstanden hat - gegen sie, dass es unmittelbar zweimal hintereinander passierte, dass die Navigation zum kontrollierten Wiedereintritt streikte - man wird nachbessern müssen...

Ich trauere heute noch der Hermes hinterher:
http://de.wikipedia.org/...(Raumf%C3%A4hre)

Die ESA sollte, finde ich, auch mal so langsam bemannt planen...
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23.04.2008 17:29 Uhr von EmperorsArm
 
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ESA plant bemannt: Die ESA plannt bereits bemannt. So gibt es erste Ansätze einer Kooperation zwischen Russland und ESa, Stichwort "Clipper". Allerdings wird dies wohl nur wieder eine Studie ( wie Hermes, Sänger, etc. ).
Weit realistischer, weil notwendig und inzwischen schon weit fortgeschritten, ist die Nutzung des ATV ( 1.-Start vor Kurzem ) als bemanntes Vehikel, zumindest als Rettungskapsel für die ISS. Da der Wiedereintritt das Schwierigste an der bemannten Raumfahrt ist, dürfte, wenn diese Hürde einmal genommen ist, die Aussicht auf wirklich bemannte Raumfahrt gut sein. Naja, man darf ja noch träumen. ;)
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23.04.2008 18:07 Uhr von CHR.BEST
 
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@vostei: Keine Sorge, der ATV-Jungfernflug war erfolgreich. Damit hat Europa sogar keinen kleinen Vorsprung vor den USA, die die Shuttels bald ausmustern müssen.
Der Hermes-Gleiter hätte nur an denselben Krankheiten gelitten wie das US-Shuttle (zu komplex, zu aufwendig -> zu teuer) und war ohnehin zu klein dimensioniert.

Das HTV (japanisches Transportmodul) wird 2009 erstmal starten, die Orion frühestens 2011. Wobei Orion dreimal soviel Nutzlast zur ISS liefern wird können, als das ATV, und - im Gegensatz zu ATV/HTV - von Anfang an wohl bemannt betrieben werden kann.

Darin haben die Amerikaner auch die meiste Erfahrung, bei der ESA ist das alles noch graue Theorie. Aber auch dort wird man nach und nach Sitze in den ATV schrauben.

Wahrscheinlich wird es in naher Zukunft eher "fliegende Unimogs" anstelle von Allrounder wie dem Shuttle geben.
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23.04.2008 18:34 Uhr von hrabo
 
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achso? Es war gar nicht geplant 400km vom Kurs abzukommen?
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23.04.2008 19:40 Uhr von EmperorsArm
 
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@Wuschel85: Das Delta Clipper Projekt der Amis ist tatsächlich beendet ( erfolgreich, da nur Technologiedemonstrator ), aber Kliper ( habs vorher falsch geschrieben ) ist soweit ich weiß noch am Laufen. Allerdings ist das ja wohl auch eher eine Machbarkeitsstudie.
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23.04.2008 21:13 Uhr von lordxxl
 
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Selbst im Weltraum bleibt russische Technik russische Technik.
Es will nicht so wie du es willst, ab und an braucht es Zuwendung durch einen Hammer und es sieht auch noch meistens bescheiden aus... aber am Ende funktioniert es doch noch wie es soll... und das dann auch noch ewig.
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23.04.2008 21:50 Uhr von medru
 
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warum die nasa sich zurückhält ?? vllt. liegt es daran, dass sojus zuverlässiger als die space-shuttles ist... und weil es das im moment der sicherste zur verfügung stehende zugang des menschen ins all ist....

"Das Sojus-Raumschiff ist seit 1967 im Einsatz und eines der sichersten Transportsysteme in der Erdumlaufbahn. Als Träger dient die Sojus-Rakete, die in der russischen Tradition, Raketen nach ihrer Hauptnutzlast zu benennen, ihren Namen erhielt."

ich meine ein system, dass sogar sicher auf der erde ankommt, wenn es falsch herum in die erdatmosphäre eintritt ist dem clipper deutlich überlegen... bei dem man wahrscheinlich auch jedesmal die kacheln zählen müsste, bevor man die evakuierung durchführen kann...

dennoch sollten die europäer langsam mal an einem eigenen "raumschiff" mit landefähigkeiten abeiten... ist ja eigentlich wirklich peinlich, dass die europäer heute noch nicht den stand der sowjet-technik von 1967 erreicht haben....
naja dafür waren unsere autos besser^^
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23.04.2008 22:14 Uhr von medru
 
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@Diesel: genau.... deswegen sprach ich ja auch von europa und nicht von der ESA... oder adrium.
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24.04.2008 08:18 Uhr von vostei
 
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Clipper: ähnlich der X-38 der NASA und Airforce - auch hier spielte die Finanzierung eine Rolle das Projekt zu stoppen - tja

wie lange hat die Entwicklung des ATV gedauert? Aber immerhin sind ja schon diverse Varianten geplant - von einer kleinen Kapsel für Fracht, die landefähig ist, bis zu einem Crew Return Vehicle - und darüber hinaus eine Exploration Transport Vehicle Variante, als Reisedampfer zu Mond und Mars...

Nun - ich denke mal, dass alles shuttleähnliche so ziemlich gestorben ist und man sich bei der Rückkehr zur Erde auf Kapseln zurückbesinnen wird, somit ist das ATV ein guter, wenn auch so wie jetzt, teuerer Ansatz.

Zur Sojus nochmal: sie ist bewährt, das ist aber auch alles und man sollte nicht denken, dass das ohne Opfer abging - die Routine ist es, die es zu durchbrechen gilt - der ganz normale Alltagsschlendrian darf nicht einkehren...
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24.04.2008 10:33 Uhr von Kingbee
 
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24.04.2008 10:45 Uhr von vostei
 
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@Kingbee: deshalb verwenden die US-Amerikaner wohl auch das russische RD 180 Triebwerk für ihre Atlas II Raketen...

*rolleyes*
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24.04.2008 10:46 Uhr von vostei
 
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für die Atlas III natürlich: die aktuelle...
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24.04.2008 11:04 Uhr von EmperorsArm
 
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@Kingbee: Wenn man keine Ahnung hat... Du weißt schon. ;)
Die russiche und amerikansiche Raumfahrt, ebenso die europäische haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. An den Fähigkeiten der Russen zu zweifeln, ist allerdings mehr als unklug. Wenn die Amis so toll sind, wieso haben sie dann zwei Shuttle verloren? Und zwar jedes Mal durch Fehler, die vermeidbar gewesen wären.
In Sachen Triebwerkstechnik gibt es nichts besseres als die der Russen. Die bauen nun einmal die besten und sind in vielen Gebieten den Europäern noch weit voraus ( weiß ich von DLR-Leuten, also aus erster Hand ). Auch in Sachen Raumstation ist auf die Erfahrung der Russen nicht zu verzichten, die sind da einfach die Experten - was auch der Grund ist, warum die Amis sie überhaupt an Bord der ISS geholt haben.
Was Raumfähren angeht: Die Russen haben bereits vor 20 Jahren eine vollkommen automatische Landung mit ihrer Fähre hingelegt - etwas woran z.B. in Europa noch intensiv entwickelt wird.
Natürlich gibt es in der russischen Weltraumfahrt ebenfalls Probleme, gerade auch die MIR hat ja einiges einstecken müssen, aber sie als Dilltanten hinzustellen passt wirklich nicht. Wenn die Amis kein Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer russischen Kollegen hätten, würden sie es nicht zulassen, dass diese ab 2010 ausschließlich für bemannte Flüge zur ISS zuständig sein werden, zusätzlich zu den Versorgungsflügen.
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24.04.2008 13:00 Uhr von steve5501
 
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24.04.2008 13:22 Uhr von EmperorsArm
 
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@steve5501: Genau, die Russen haben ihre Kenntnisse der Weltraumfahrt geklaut... deswegen waren die auch die ersten mit einem Satelliten im All und mit einem bemannten Orbitalflug. Is klar...
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24.04.2008 13:36 Uhr von steve5501
 
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24.04.2008 13:48 Uhr von EmperorsArm
 
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@steve5501: Sorry, aber Du hast wirklich keine Ahnung von Weltraumfahrt. Die Russen sind als erste im All gewesen, erst unbemannt, dann mit Lebewesen ( Hündin Laika ) und dann bemannt. Die Amerikaner haben jedes Mal das Nachsehen gehabt. Ihr bemannter Flug war lediglich ballistisch, also hochgeschossen und runtergefallen, während die Russen einen richtig Orbit geflogen haben, was weit komplexer und schwieriger ist. Bei der Mondlandung haben sie dann aufgetrumpft, dafür haben die Russen riesige Erfolge mit Raumstationen ( Thema Langzeitaufenthalt ). Ihre Triebwerkstechnologie ist im Westen unterreicht - was der Grund ist, warum der Westen die Triebwerke von den Russen kauft.
Die Amerikaner haben durch Nachlässigkeit zwei Shuttle verloren, sind also ebenfalls keineswegs perfekt.
Die Weltraumfahrt ist immer noch eine komplizierte Angelegenheit, Fehler und Unfälle passieren da. Den Russen ihr technisches Know-How abzusprechen, zeugt allerdings dann nur davon, dass man selbst keines hat. Und was Tschernobyl mit der Raumfahrt zu tun hat, möchte ich auch mal wissen. Aber vielleicht guckst Du mal lieber auf die Nuklearunfälle, die es im vergangen Jahrzehnt in Schweden, England und auch Deutschland gegeben hat...
Wie gesagt, die Russen sind nicht perfekt, aber weder schlechter noch besser als der Westen.
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24.04.2008 15:15 Uhr von CHR.BEST
 
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@steve5501: Was hatte es den Russen genutzt, das Shuttle zu kopieren? Jetzt steht es im Museum weil es - genau wie das amerikanische Gegenstück - zu teuer im Unterhalt ist.

Und womit sind die Russen heute erfolgreich? Genau, mit einer 40 Jahren alten, rein russischen Raketenkonstruktion.
Du darfst nicht vergessen, daß das russische Raumfahrtprogram - selbst zur Hochzeit des kalten Krieges - stets viel weniger Mittel zur Verfügung hatte als die NASA.
Was sie allerdings daraus gemacht hatten war bemerkenswert.

Bis heute gibt es praktisch nur zwei wirklich raumfahrende Nationen und das sind Amerikaner und Russen. Dazu benötigt man zuverlässige, robuste Apparate und Strategien, sonst wäre es unverantwortlich, Astronauten/Kosmonauten hochzuschicken. Dadurch, daß man immer nur einen einzigen Versuch hat, zwingt die Raumfahrt dazu, die benutzte Technik (egal ob alt oder neu) 100% zu beherrschen, um erfolgreich zu sein.

Und ob du nun mit einem VW-Käfer oder einem modernen PKW mit störanfälliger Elektronik dein Ziel erreichst spielt keine Rolle - Hauptsache du kommst sicher und wohlbehalten an. Von diesen technischen Dingen mal abgesehen ist ein VW-Käfer obendrein auch weitaus günstiger, was auch ein Vorteil alter Technik sein kann.
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24.04.2008 15:57 Uhr von stephanB1978
 
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russische technik: ist stabil ohne ende und bewaehrt. man denke nur mal an die mir und wie lange sie durch hielt ;-)
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24.04.2008 17:04 Uhr von Kintaroo
 
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hmm: die russen werden uns iwann noch alle killen xD
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24.04.2008 18:19 Uhr von Sev
 
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22 Kommentare und KEINEM fällt auf, daß es DER Hitzeschild heißt??? Man man man. Nur [edit, thekid] hier.

http://seveqs.wordpress.com/...
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24.04.2008 18:37 Uhr von EmperorsArm
 
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der Hitzeschild, das Verkehrsschild: Doch ist es, dass ist die zweite News, wo die Newschecker das "verbessert" haben. Nen Duden haben die wohl nicht... ;)
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24.04.2008 18:49 Uhr von medru
 
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hehe also rein oberflächlich betrachtet könnte man: die buran tatsächlich für eine kopie des space-shuttles halten...

aber es gibt doch recht große unterschiede...
http://de.wikipedia.org/...
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24.04.2008 18:54 Uhr von Sev
 
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Watt??? Jetzt hab ich das mit dem "Checker" auch verstanden (Wink an @thekid).

Sorry... Die CHECKER haben das korrigiert????? Man ist das peinlich! Auauauaua....

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