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Ernährungsgewohnheiten der Mutter beeinflussen das Geschlecht des Kindes

In den meisten Industrieländern fällt seit Jahren der prozentuale Anteil von Jungen bei der Geburtenrate. Wissenschaftler aus Exeter und Oxford haben jetzt eine mögliche Erklärung gefunden: Die Menge der zugeführten Kalorien vor und während der Schwangerschaft wirkt sich auf das Geschlecht des Kindes aus.

Bei der Studie, an der 740 werdende Mütter teilnahmen, fanden Forscher heraus, dass 56 % der Frauen mit hoher Kalorienzufuhr Jungen bekamen, während bei den Frauen, die kurz vor oder während des ersten Drittels der Schwangerschaft eine kalorienarme Diät zu sich nahmen, die Jungen-Quote bei nur 45 % lag.

Dr. Fiona Mathews, Wissenschaftlerin an der Universität von Exeter, dazu: "Wenn [der Körper] einer Mutter viele Ressourcen hat, kann es Sinn machen, diese in die Produktion eines Sohnes zu investieren, da männliche Nachkommen mehr Enkel zeugen können als Töchter."


WebReporter: lordxxl
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Mutter, Ernährung, Geschlecht
Quelle: news.bbc.co.uk

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.04.2008 15:45 Uhr von lordxxl
 
+1 | -0
 
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Im Artikel steht weiterhin das dieses Phänomen schon bei wirbellosen Tieren sowie Pferden, Kühen und Hirscharten beobachtet wurde.
Rein statistisch gesehen macht es ja wirklich Sinn Jungen nur in guten Zeiten zu produzieren da rein fortpflanzungstechnisch (bitte nicht falsch verstehen) Mädchen einfach weniger wert sind und der Körper hier ein höheres Verlustrisiko eingehen kann.
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23.04.2008 16:28 Uhr von Chriz82
 
+2 | -3
 
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Frauen sind immer weniger wert steht schon im Koran geschrieben, und aber auch in der Bibel.

http://mitglied.lycos.de/...

bitte nich falsch verstehen. bei den dinosauriern warn ja alle weibchen, wie wir alle brav bei jurassic park gesehen haben g
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23.04.2008 16:34 Uhr von Raizm
 
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versteh ich nicht ganz wenn die befruchtete eizelle nun mal XY trägt,wirds ein junge und bei XX ein mädchen...Denn ich glaub kaum,dass so eine "umwandlung" innerhalb der schwangerschaft passiert...höchstens bei genetischen fehlern,wodurch hermaphroditen entstehen...

also könnten doch nur mechanismen während der befruchtung dafür sorgen,dass "weibliche spermien" isoliert und abgedrängt werden...
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23.04.2008 16:40 Uhr von Caletta
 
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Im ersten Drittel? Ich dachte das Gecshlecht wird dadurch bestimmt, ob die Spermazelle ein X oder ein Y Chromosom trägt.
Oder lagert der weibliche Körper noch was damit man sich noch umentscheiden kann?
Blödes Bildingssystem, jetzt bin ich verwirrt....

Zum kommentar des Autors, wieso sollen Frauen fortpflanzungstechnisch weniger wertvoll sein?
Bin selbst mann, aber es werden ja nicht umsonst die Männer geschickt um wilde Tiere zu jagen oder Krieg zu treiben, fotpflanzungstechnisch ist es nicht schlimm wenn die meisten dabei draufgehen, dann bleiben die "harten" übrig und ne HAndvoll Männer kann ne Menge Kinder Zeugen, eine Frau aber nur eins zur Zeit austragen.

Ist zwar fies aber damit müssen wir leben ;)
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23.04.2008 17:12 Uhr von The_Nothing
 
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Und ich hab gehofft, dass der Schwachsinn hier nicht auftaucht, als ich ihn auf anderen Portalen gelesen habe.

Muttern hat auf gut Deutsch gesagt NULL EINFLUSS auf das Geschlecht, da sie nur X-Chromosomen zu vergeben hat. Den entscheidenden Unterschied macht aber das Y-Chromosom, und das kommt (genetische Anomalien mal ausgenommen) IMMER vom Mann.

Wer finanziert denn bitte derart dämliche Studien?

Einziger Unterschied könnte sein, das männliche und weibliche Embryonen u.U. unterschiedliche Überlebenschancen haben in Abhängigkeit von der Ernährung der Mutter, das Geschlecht wird aber bei der Befruchtung festgelegt, je nachdem ob das Winner-Spermium ein X- und oder Y-Chromosom in die Eizelle trägt.

Die Damen und Herren Wissenschaftler sollten noch mal zur Schule gehen und ganz von vorne anfangen.
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23.04.2008 17:21 Uhr von lordxxl
 
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@The_Nothing: Ich muss jetzt leider für ein spaar Stunden mal weg. Wenn ich wiederkomme erklär ich dir wo dein Denkfehler liegt. Klar entscheiden NICHT die Gene der Mutter über das Geschlecht des Kindes, das geht nicht. Aber der Körper der Mutter kann es sehr wohl.
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23.04.2008 18:05 Uhr von Hugo Tobler
 
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An dieser Untersuchung kann etwas nicht stimmen.

Ich zitiere aus der News:
>>während bei den Frauen, die kurz vor oder während des ersten Drittels der Schwangerschaft eine kalorienarme Diät zu sich nahmen,<<

Obs ein Junge oder ein Mädchen wird, wird augenblicklich bei der Befruchtung des Ei´s mit dem Samen gergelt und nicht noch im ersten Drittel der Schwangerschaft.

Für wie blöd will uns die Wissenschaftlerin eigentlich halten?
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23.04.2008 20:14 Uhr von lordxxl
 
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So wieder da, jetzt die Erklärung: Ja, ihr habt alle recht
"Obs ein Junge oder ein Mädchen wird, wird augenblicklich bei der Befruchtung des Ei´s mit dem Samen gergelt"
Ihr vergesst aber eine wichtigen Punkt, was aber verständlich ist: Eine Schwangerschaft beginnt zwar mit der Befruchtung, endet aber nicht mit ihr. Einige werden es schon mal gehört haben, andere überrascht sein: Kein Frauenarzt sagt in den ersten 3 Monaten die Worte "Herzlichen Glückwunsch sie werden Mutter!" Die wenigsten Frauen bemerken die Schwangerschaft überhaupt so früh und selbst wenn rät jeder Arzt erst einmal abzuwarten da in diesem frühen Stadium noch gar nichts fix ist. In dieser frühen Pahse kann der Körper die Schwangerschaft so schnell beenden wie er sie begonnen hat und das oft ohne das die Frau es bemerkt. Ich kann hier keine Zahlen vorlegen aber ich schätze mal bei 9 von 10 Frauen bei der es eine Empfängnis gegeben hat kommt es zu einer bewussten Schwangerschaft, bei einer dieser 10 bricht die Schwangerschaft von sich aus ab und die Frau merkt es dann nicht einmal.
Somit kann der Körper der Frau auch noch NACH der Empfängnis indirekt das Geschlcht bestimmen: Ist der Körper grade nicht in der Lage einen Jungen zu produzieren, sollte es ein Mädchen werden aber wieder erwarten ist ein XY Paar enstanden kann der Körper die Schwangerschaft immer noch beenden.
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23.04.2008 20:40 Uhr von lordxxl
 
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@ Caletta (Erklärung der Wertigkeit): >Zum kommentar des Autors, wieso sollen Frauen fortpflanzungstechnisch weniger wertvoll sein?

Teilweise hast du dir die Antwort schon selbst gegeben, nur nicht zu Ende gedacht ;-)
Wie du sagst kann eine handvoll Männer theoretisch die Art erhalten. Anders gesagt eine überlebensfähige Population (je nach Tierart also Gruppe, Herde, Rotte usw.) braucht viele Weibchen und wenige Männchen.

Man kann sich dem Problem gut mit folgendem Gedankenexperiment nähern: Stell dir vor das Leben der Menscheit liegt in deinen Händen, die Welt steht am Abgrund und du musst 100 Personen auswählen um auf eine einsame Insel (Raumstation, Planeten) zu gehen und da neu anzufangen.
Die christliche Erziehung führt uns (und auch die Macher des alten Bond Films Moonraker) zu der ersten evolutionär aber völlig falschen Annahme diese 100 Personen sollten 50 Männer und 50 Frauen sein. Schön brav 50 monogame Pärchen.
Geht man nämlich davon aus das die Mitgenommenen genau das tun was sie sollen (nämlich die Art erhalten) hat man 9 Monate später ungefähr 50 Nachfahren der ersten Generation (in Realität müsste man jetzt Fehlgeburten, Säuglingsterben aber auch Mehrlingsgeburten mit einrechnen)
Gehen jetzt theoretisch weiter und testen mal die Extreme an
1 Frau und 99 Männer. Da sieht man sofort, Blödsinn, ein Mann wird Vater die anderen stehen dumm rum. hinzu kommt das die Frau ja auch ein Todesrisiko hat. Ist sie weg wars das mit dem tollen Plan die Menscheit zu retten. Steigern wir uns ein wenig, 10 Frauen 90 Männer. Auch blöd, hier stehen noch 80 Männer dumm rum. Man merkt spätestens hier das Wohl der Menscheit muss auf der andere Seite der 50:50 liegen.
Also wieder das Extrem: 1 Mann 99 Frauen. Theoreitsch ok, aber auch hier die Gefahr stirbt der Mann ist alles aus. Hinzu kommt ein genetisches Problem: Die zu erwartenden 99 Kinder wären allesamt Halbgeschwister, die erste Generation der Nachkommen wäre also zum Inzest gezwungen.
Das ideale Verhältnis kann ich dir nicht nennen (vielleicht gibt es ja jemand anderen hier der das Problem mal in der Schule oder Uni durchgenommen hat und genaueres sagen kann) es gehen so viele Faktoren darin ein, dass wäre auch eine Thema für eine Studien oder Diplomarbeit.
Gefühlsmässig liegt es aber irgendwo zwischen 90:10 bis 80:20.
Hier käme also ein Mann auf 8 oder 9 Frauen. Sterben jetzt 10 Frauen in der Population (wilde Tiere, Kranheiten...) wäre es zu verschmerzen. Sterben 10 Männer wäre es eine Katastrophe. Hier stehen 10 tote Frauen gehen 10 tote Männer. Man mekt an diesem Beispiel jetzt: 10 Männer sind aus evolutionärer Sicht wesentlich mehr wert als 10 Frauen.
In diesem Fall kann man es sogar genau sagen: 1 Mann ist 8 oder 9 Frauen wert.
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23.04.2008 20:58 Uhr von The_Nothing
 
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@lordxxl: OK, so etwas in der Richtung hab ich vermutet, aber die Überschrift (ja, ich weiß, in der Quelle steht es auch so) suggeriert etwas anderes, und jemand mit weniger entwicklungsbiologischem Wissen könnte jetzt tatsächlich auf die Idee kommen, einen frühen Embryo durch Ernährung im Geschlecht beeinflussen zu können, und das geht ja nun definitiv nicht :-) So eine Art Gender-Switching wie bei Krokodilen durch die Temperatur.

Zu deinem zweiten Beitrag, ich glaube bei uns an der Uni wurde mal in der Richtung was geforscht, könnte mal versuchen, mich zu informieren.
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23.04.2008 21:07 Uhr von lordxxl
 
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@ The_Nothing: Wenn du da was rausfinden könntest wäre echt toll, habe mich immer schon gefragt ob das wohl jemand mal anständig und haarklein durchgerechnet hat.
Mich zumindest würde das wirklich interessieren.
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23.04.2008 23:06 Uhr von CHR.BEST
 
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Es ist klar, daß sich evolutionstechnisch stets nur das durchsetzt, was die meisten Nachkommen verspricht.

Man sollte allerdings tunlichst vermeiden, Kultur und Evolution zu verwechseln. Ganz trennen läßt es sich aber auch nicht.

Wie auch immer, der Unterschied bei den Geburtenraten ist nicht so dramatisch - bestenfalls ein Trend. Die Kultur hat einen weit höheren Einfluß auf die Verteilung der Geschlechter. Viele Kriege lassen die männliche Bevölkerung in kurzer Zeit extrem schrumpfen während es z. B. in Ländern wie China, wo die Menschen im Allgemeinen eher weniger zu essen haben und es daher eigentlich mehr Mädchen als Jungen geben sollte, es genau umgekehrt ist, weil Mädchen lange Zeit als minderwertig betrachtet wurden und deshalb - gefördert durch die 1-Kind-Politik - abgetrieben bzw. umgebracht wurden. Nun müssen viele Chinesen um die Gunst weniger Chinesinnen buhlen.

Es bleibt die Frage, wieviele Menschen dieser Planet ernähren kann, ohne die noch verhandene Natur auf Dauer komplett kahlzufressen.
Man könnte auch sagen, die Evolution hat uns nur deshalb ein so großes Gehirn gegeben, um unseren Magen zu füllen.
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23.04.2008 23:29 Uhr von rotto23
 
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Das klingt alles irgendwie nach ner modernen version von "ist die frau oben wirds nen junge" oder "sex bei vollmond und es wird ein mädchen" und was es da nicht alles gibt. Ich seh jetzt schon horden von frauen die monatelang nur Mäkkes und Milka essen um ja nen Jungen zu kriegen.
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24.04.2008 03:20 Uhr von wildmieze
 
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wow: damit ist vielleicht geklärt, warum es mehr frauen als männer auf der welt gibt (hab zumindest sowas mal gehört *lol*) ..
um selbst eine höhere chance auf das wunschgeschlecht zu haben, würde ich eine andere methode vorziehen: "weibliche" spermien leben länger, "männliche" sind dafür schneller.. das gibt zwar auch keine sicherheit, aber ich vermute eine ähnliche prozentuale "trefferquote" wie beim futtern ;)
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27.04.2008 23:51 Uhr von HammyGirl
 
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wieder: mal eine Studie welche die Welt nicht braucht.
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06.06.2008 12:58 Uhr von macudo
 
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XY ungelöst + Ernährung es gibt doch auch Männer mit XX-Chromosomen, ansonsten eindeutigem "männlichen Erscheinungsbild" -- insofern kann die Entscheidung nicht nur am X- und Y-Chr. liegen. Vor allem sind die meisten Gene, die als wichtig bei der Ausbildung des Genitaltraktes betrachtet werden, auf Autosomen (also auf den ganzen anderen Chromosomen, außer den "Geschlechtschromosomen" X, Y) lokalisiert.

Insofern: da der Genitaltrakt durch sehr komplizierte Wechselwirkungen ausgebildet wird, kann ich mir gut vorstellen, dass auch die Ernährung eine Rolle spielt, genau wie mütterliche Hormone etc.

Und: da häufiger Hermaphroditen oder "Abweichungen" hier erwähnt wurden; als solche "Abweichung" kann nur ein Mensch betrachtet werden, der von der Medizin auf Grund irgendwelcher Merkmale als "abweichend" erkannt wurde. Die oben erwähnten Männer mit XX-Chromosomen dürften in den wenigsten Fällen als "Hermaphroditen" zählen, da sie ein als "normal" betrachtetes männliches Erscheinungsbild haben, also nie auffallen.

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