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Der umstrittene Künstler Gregor Schneider erhält Morddrohungen

Mit seinen Plänen, einen sterbenden Menschen auszustellen, löste der Künstler Gregor Schneider einen Skandal in der Kunstszene aus. Mittlerweile nehmen auch Politiker zu diesem Vorhaben Schneiders Stellung.

Jetzt bekommt der Künstler per E-Mail Morddrohungen, wie er in einem ersten Interview bestätigt.

Im Interview einer großen Tageszeitung bezieht Gregor Schneider auch zum ersten Mal Stellung zum geplanten Kunstprojekt.


WebReporter: yiggi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Künstler, Morddrohung, Gregor Schneider
Quelle: www.artinfo24.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.04.2008 23:10 Uhr von ika
 
+3 | -1
 
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Das ist logisch! Man will jemanden umbringen weil dieser einen Menschen zeigen will, der sowieso stirbt.

Ähm, die drohende Person muss ich nicht verstehen, wenn sie töten besser findet als sterben lassen O____o ganz egal was ich von der aktion an sich halte...
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22.04.2008 23:54 Uhr von Silverrush
 
+8 | -1
 
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ich persönlich: finde so etwas geschmacklos.
mit dem tod von menschen sollte man kein geld machen und/oder ruhm ernten. moralisch gesehen ist dieser gedanke wirklich unvorbildlich.
wäre es so gewesen, dass ein künstler bildlich sterbende darstellt, ist das was anderes.
aber sterbende in ein museum setzen? das kann man nicht machen
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23.04.2008 09:05 Uhr von coolio11
 
+2 | -1
 
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das eigentliche Problem bei dieser News: ist m. E. nicht die provokative Kunst des Künstlers, sondern dass er mit dem Tod bedroht wird.
Kunst darf auch dann provozieren, wenn ein Teil der Menschen sie als grob geschmacklos einschätzt.

Morddrohungen sind aber vollkommen unakzeptabel, egal unter welchen Umständen auch immer.
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23.04.2008 10:01 Uhr von teddy714
 
+1 | -1
 
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Hatten wir schon mal: in Deutschland, das so eine braune Suppe Künstler und anderen mit Mord gedroht haben bzw ja dann später auch umgesetzt haben, nur weil der Künstler mit seiner Kunst nicht in die verschrobene Moralvorstellung gepasst haben. Morddrohungen gehen auf keinen Fall und sind nicht duldbar.

Das der Künstler mit seiner Aktion aus seiner Sicht vielleicht was in unserer Gesellschaft bezwecken möchte kann ich nachvollziehen. Wenn er einen Sterbenden findet der sich für sowas hergibt ist es erstmal eine Sache zwischen dem Künstler und dem Sterbenden. Das heißt ja nicht, das dann auch ein Museum oder sonst eine öffentliche Räumlichkeit dafür bereitgestellt werden muss. Und ob es rechtlich ok ist, müssen dann Gerichte feststellen. Das andere ist, dass ja keiner sich die Aktion ansehen muss. Es wird doch keiner dazu gezwungen da hin zu gehen. Aber die ganzen Moralaposteln hier in Deutschland, sind ja dann gerade die die dann hingehen. Erst schreien und dann doch mal sehen wollen. Wie ist das den mit dem Plastinatenaussteller gelaufen. Erstmal Verteufeln, Zeter und Gomorra schreien und dann Millionenfach dahin laufen
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23.04.2008 10:33 Uhr von LoneZealot
 
+0 | -3
 
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@ teddy714: Du willst doch solche Drohungen nicht mit den NS-Verbrechen gleichsetzen , oder?

"Das der Künstler mit seiner Aktion aus seiner Sicht vielleicht was in unserer Gesellschaft bezwecken möchte kann ich nachvollziehen."

Aufmerksamkeit und Bekanntheit.

"Wenn er einen Sterbenden findet der sich für sowas hergibt ist es erstmal eine Sache zwischen dem Künstler und dem Sterbenden."

Gut, nehmen wir das mal so hin.

"Das heißt ja nicht, das dann auch ein Museum oder sonst eine öffentliche Räumlichkeit dafür bereitgestellt werden muss."

Richtig, da sind dann die Vermieter der Räumlichkeiten gefragt. Das kann für diese nämlich schnell nach hinten losgehen.

"Und ob es rechtlich ok ist, müssen dann Gerichte feststellen."

Spontan fällt mir nichts ein was juristisch dagegenspäche. Nur, was geschieht in dem Moment wo die Person verstorben ist?

"Das andere ist, dass ja keiner sich die Aktion ansehen muss. Es wird doch keiner dazu gezwungen da hin zu gehen."

Richtig, und DA muss eben jeder selbst entscheiden ob und warum er sich das Sterben ansehen will. Ich könnte mir das Sterben eines Menschen nicht als Kunstwerk betrachten,
aber ich habe ohnehin fast in allem eine völlig andere Ansicht.

Ich denke das sich da sehr viele Menschen einfinden werden um sich diese Aktion anzusehen. Eins hat er doch jetzt schon erreicht, man redet über ihn. Ziel erreicht.

"Aber die ganzen Moralaposteln hier in Deutschland, sind ja dann gerade die die dann hingehen."

Meinst du da jemand speziellen?

"Wie ist das den mit dem Plastinatenaussteller gelaufen. Erstmal Verteufeln, Zeter und Gomorra schreien und dann Millionenfach dahin laufen"

Zeter und Mordio *g*

Diese Ausstellung finde ich allerdings noch perverser und asozialer als das was dieser selbsternannte Künster vor hat.

Ich glaube nicht das diese Aktion überhaupt stattfinden wird.
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23.04.2008 11:09 Uhr von teddy714
 
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@LoneZealot: "Du willst doch solche Drohungen nicht mit den NS-Verbrechen gleichsetzen , oder?"

Nein will ich nicht! Aber wer Morddrohungen gegen andere wegen einer anderen Auffassung bzw. anderen Sichtweise ausspricht, ist nicht weit weg von Zensur. Und die Zensur durch Morddrohung pranger ich an.

"Richtig, und DA muss eben jeder selbst entscheiden ob und warum er sich das Sterben ansehen will. Ich könnte mir das Sterben eines Menschen nicht als Kunstwerk betrachten,
aber ich habe ohnehin fast in allem eine völlig andere Ansicht."

Das kann ich mir für mich auch nicht vorstellen. Deswegen würde ich mir sowas auch nicht ansehen. Allerdings ist mir die Meinungsfreiheit, etc. sehr wichtig. Und was wären wir für ein Rechtssystem,wenn wir anfangen diese wider zu zensieren.Allerdings darf z.B. die Meinungsfreiheit nicht die Rechte andere wieder verletzen etc. Ob hier eine Verletzung statt findet, kann ich nicht beurteilen.
"
Aber die ganzen Moralaposteln hier in Deutschland, sind ja dann gerade die die dann hingehen."
"Meinst du da jemand speziellen?"

Keine Einzelperson als solches direkt, sonder die vielen Menschen, die der Meinung sind, dass nur ihre eigene Moralvorstellung die einzig wahre ist, z.B. Amts-und Würdenträger der verschiedenen Kirchen und Gemeinderäte etc.

"Zeter und Mordio *g*"
Danke für die Verbesserung. Wie heißt es so schön: Niemand ist perfekt. Und aus Fehlern die man Vorgehalten bekommt kann man lernen

Im Übrigen habe ich mir die Ausstellungen des Plastinatenausstellers bis heute noch nicht angesehen, da auch ich diese für sehr pervers halte. Ich habe meine eigene Vorstellung im Umgang mit Verstorbenen und die hat was mit Respekt, Würde und Achtung zu tun. Welche mir selbst bei beiden Künstlern zu fehlen scheint. Aber es gibt auch die Meinungsfreiheit etc.und das zeichnet einen freien demokratischen Staat wieder aus.
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23.04.2008 11:14 Uhr von sluebbers
 
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ach leute: der tod ist elemtarer bestandteil des lebens. auch andere menschen starben "öffentlich" als beispiel seien hier mal johannes paul II. oder harald juhnke genannt.

und jetzt macht einer "kunst" draus. gut, ob das wirklich kunst ist, da kann man sicher geteilter meinung drüber sein (ich würde das nicht so bezeichnen). aber morddrohungen? kappes.

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