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Berlin: Brandanschlag auf Wohnhaus - Staatsschutz ermittelt

In Berlin-Neukölln (Ortsteil Rudow) warfen unbekannte Täter in der vergangenen Nacht einen Molotow-Cocktail gegen das Wohnhaus eines türkischen Unternehmers. Der Brandsatz schlug auf dem Balkon der Villa auf. Von hier aus griffen die Flammen auf ein Partyzelt über.

Dem Hauseigentümer zufolge war es seine Frau, welche sofort aus dem Bett sprang, einen Eimer mit Wasser füllte und das Feuer, das bereits die Hausfassade erreicht hatte, löschen konnte. Da ein politisches Motiv für den Anschlag nicht auszuschließen ist, ermittelt nun der Staatsschutz.

Ein weiterer Brandsatz wurde vor der Villa entdeckt. Der Polizei zufolge hat dieser aber "zum Glück nicht gezündet". Der dreifache Vater Bayram Y. ist sich derweil sicher, dass sich die Täter auf seinem Grundstück ausgekannt haben müssen.


WebReporter: divadrebew
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Brand, Staat, Wohnhaus, Brandanschlag, Staatsschutz
Quelle: www.berlinonline.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2008 14:30 Uhr von BenPoetschke
 
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Nun, früher: bedurfte es noch mindestens einer rr Graffiti um einen rr Tathintergrund zu konstruieren, jetzt reicht die Aussage des Opfers, der oder die Täter müssen sich auf dem Gelände ausgekannt haben...

Vielleicht war es ja nur ein Feuerwerk anlässlich Mohammeds Geburtstag?

http://www.vienna.at/...
wer ´s nicht glaubt...
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21.04.2008 14:47 Uhr von BenPoetschke
 
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Eine mutige Frau: hat der Kerl aber, sonst wäre er sicherlich Opfer der Flammen geworden...

Zitat Quelle
"Meine Frau Fadima ist aus dem Bett gesprungen und hat Wasser in einem Eimer aus dem Bad geholt", sagt der Geschäftsmann (Metall-Branche). Mutig stellte sich die Frau den Flammen entgegen, die bereits an der gelben Fassade züngelten. Fadima Y. löschte den beginnenden Brand.
Zitat Ende
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21.04.2008 14:56 Uhr von Jimyp
 
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Am wahrscheinlichsten ist doch Streit unter "Geschäfts-Kollegen".
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21.04.2008 14:59 Uhr von Schwertträger
 
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@Ben: Ist doch nur eine von mehreren Möglichkeiten: Die Polizei schliesst auch einen rechtsradikalen Hintergrund nicht aus.
Darf sie ja auch nicht, weil sie prinzipiell in alle Richtungen ermitteln muß.

Das der Betroffene nicht unbedingt mit dem Finger auf einen Konkurrenten zeigt, der seiner Meinung nach vielleicht ebenfalls in Betracht käme, ist verständlich. Wer weiss, worauf die Differenzen mit demjenigen beruhen? Er muß sich ja nicht selber belasten.
Und auch in jene Richtung muß die Polizei ermitteln.


Eine allgemein diffuse Verteidigung braucht die rechtsradikale Szene ja wohl eher nicht. Immerhin GIBT es ja schon häufiger Taten, wo solche Brandsätze aus rechtsradikalen Gründen geflogen sind.
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21.04.2008 15:04 Uhr von Schwertträger
 
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Nachtrag: Was der Hinweis auf Mohammeds Geburtstag bei der ganzen Angelegenheit zu suchen hat, ist mir noch ein Rätsel. Aber vielleicht komme ich ja noch drauf.

Der Artikel zum Link spricht ja vom friedlichen Mit- und Nebeneinander und passt damit nicht so recht zu dem evtl. leicht gehässig zu lesenden Feuerwerkkommentar.

Doch wie gesagt, ich denke weiter drüber nach.
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21.04.2008 15:45 Uhr von Hier kommt die M...
 
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hmm..andere Quelle andere Variante?

http://www.welt.de/...

Bei divas Quelle wurden die Bewohner wohl wach durch den Knall, den der Molotowcocktail verusachte, weil er auf die Terrasse geworfen wurde und logischerweise zerplatzte.
Die Frau löschte mit einem Eimer Wasser. Soweit, so gut.

Bei meiner Quelle sagt der Besitzer allerdings, dass jemand die beiden Brandssätze wohl früher auf der Terrasse abgestellt habe und die dann per Zeitzünder o.ä. zur Explosion gebracht worden seien.
Außerdem habe ein Taxifahrer das Feuer bemerkt und die Feuerwehr benachrichtigt...und erst in der Zwischenzeit wurde das Feuer von den Bewohnern gelöscht..naja.

Übrigens kann man sich das Haus bei GE oder googlemaps mal anschauen unter Berlin, Orchideenweg 85 (lt. Telefonbuch)

Man sieht, dass das Haus in einer ziemlich gehobenen Gegend liegt..ich denke nicht, dass da Neonazis randalieren..^^

Außerdem muss man sich auf dem Gelände sicher nicht auskennen, denn die Terasse hinten am Haus kann man von der Straße aus sehen, wenn ich das richtig deute.
Der Nachbar lebt übrigens auch sehr nahe dran..vielleicht hatte der keine keine Lust auf die offensichtlich geplante Freiluftparty mit Zelt? :)



zu Schwertträger:

Kleiner Tipp, am 20.4. hatte noch jemand Geburtstag, daher auch die Vermutung der Opfers, es könnte nen rechtsradikalen Hintergrund haben *g*

Steht ansonsten auch in meiner Quelle..und ich halte das für an den Haaren herbeigezogen, aufgrund des Datums einen rechten Hintergrund zu vermuten, wie der Hausbesitzer es ja tut.

Soll nicht heissen, dass es den nicht gibt, aber ich denke, da gäbe es doch weitaus logischere Erklärungen bei einem offensichtlich verdammt gut integrierten Türken, der vor 4 Jahren in so eine Wohnlage eine fast schon Luxusvilla hingeklotzt hat. Arm ist der jedenfalls nicht grade.
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21.04.2008 16:06 Uhr von denksport
 
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Berlin und Ex-DDR und B-Day: Da vermutet man wohl als erstes einen Neonazi -Anschlag ... Was natürlich von den Tätern genutzt werden kann um die Ermitllungen in die falsche Richtung zu lenken.
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21.04.2008 16:49 Uhr von Schwertträger
 
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@Hier kommt die M....: Mein erster gedanke war auch "ein Neider", oder ein Geschäftspartner, mit dem der Mann Ärger hatte.

Aber die Polizei muß natürlich in alle Richtungen ermitteln.

Der Bezug auf Hitlers Geburtstag ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen, das stimmt. Allerdings ist die rechte Szene in Rudow tatsächlich rührig, wenn wohl auch wieder nicht in den nobleren Wohngegenden. Die Polizei wird´s hoffentlich rausfinden.
Brandanschläge sind jedenfalls das Letzte, weil fast immer "Unschuldige " mit reingezogen werden (so man denn die eigentlichen Zielpersonen als "schuldig" definieren möchte) und noch dazu völlig unbeteiligte Feuerwehrmänner ihre Freizeit und/oder Gesundheit auf´s Spiel setzen müssen. Noch dazu wird in vielen Fällen historische Baumasse beschädigt. Also auch noch kultureller Schaden.
Das können wir zumindest schon mal sicher festhalten.

Der Nachbar ist auf der Liste sicher auch die eine oder andere Überlegung wert, wenn vielleicht auch nicht wegen evtl. Freiluftpartys.
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21.04.2008 17:35 Uhr von divadrebew
 
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Das mit dem Taxifahrer: scheint wohl zu stimmen:
http://www.berlin.de/...

Allerdings ist in dem Polizeibericht von geworfenen Brandsätzen die Rede. Das stimmt dann wieder mit der Kurier-Version überein.
Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen.

Und ich finde es keineswegs abwegig, daß die Polizei einen rechtsradikalen Hintergrund nicht ausschließt. Hat Rudow doch eine aktive Neonazi-Szene, und liegt außerdem neben Schöneweide (einem weiteren von rechtsextremisten durchsetzten Kiez). Außerdem wurden 2007 in Neukölln die meisten Gewalttaten mit rechtsextremen Hintergrund gezählt.



@MiaWuaschd
1. Der Mann kam nicht aus Ghana, sondern aus Burkina-Faso ;-)
2. Der polizeiliche Staatsschutz (der ja auch bei diesem Vorfall aktiv ist) ermittelt in jenen Fällen, wo ein politischer Hintergrund vermutet, bzw. nicht ausgeschlossen werden kann. Findet man keine Hinweise auf politische Motive wird der Fall "ganz normal" von den zuständigen Polizeibehörden weiterbearbeitet.
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21.04.2008 18:05 Uhr von Hier kommt die M...
 
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hmm..also ne 3. Version? lt dem Polizeibericht:

" Ein Taxifahrer bemerkte das Feuer gegen 3 Uhr 30 und informierte den türkischstämmigen Hauseigentümer, der den Brand selbst löschen konnte. "

Damit kann das Opfer aber kaum den Knall gehört haben, denn sonst hätte ihn der Taxifahrer nicht erst informieren müssen. Außerdem erwähnt er selber in keiner der anderen Versionen etwas davon..

Klingt ja langsam genauso verwirrend wie Ludwigshafen..

Lässt definitiv Raum für Spekulationen.^^
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21.04.2008 18:32 Uhr von BenPoetschke
 
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Ich tippe auf: den Taxifahrer als Täter...

Gerade gestern hat einer behauptet, Brandstifter seien nach der Tat immer in der Nähe des Tatortes...
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21.04.2008 19:12 Uhr von Borgir
 
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da kann: ja herr erdogan wieder eigene ermitter schicken.....
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21.04.2008 19:53 Uhr von rudi2
 
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Neonazis? <<Ich denke mal, die werden am Führergeburtstag mit Sicherheit- gerade in Berlin etwas anderes zu tun gehabt haben- wenn die Feuer gemacht haben, dann höchstens, um an der ehemaligen Reichskanzlei ein Gedenk-Teelicht für AH anzuzünden.>>
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22.04.2008 15:28 Uhr von divadrebew
 
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und ne 4. Variante: http://www.tagesspiegel.de/...

"...seit etwa zwei Jahren seien immer wieder NPD-Aufkleber am Briefkasten aufgetaucht, einmal sei auch sein Auto beschmiert worden, [...]. Echte Drohungen habe es aber nicht gegeben, sagt Bayram Y. Einen privaten oder geschäftlichen Hintergrund schließt der Inhaber eines Metall verarbeitenden Betriebes aus: "Ich habe keine Feinde." Nach Angaben des Verfassungsschutz gibt es im Neuköllner Ortsteil Rudow eine besonders aktive Neonaziszene.

Hinweise auf die Täter gibt es nicht. Da der zweite Brandsatz nicht gezündet hatte, hoffen die Ermittler auf Fingerabdrücke auf der Flasche "Lausitzer" Bier. Zudem sicherten Ermittler Fußspuren auf dem Eckgrundstück."

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