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NRW: Radfahrerpärchen machte auf Brücke Rast und löste einen Polizeieinsatz aus

Die Müngstener Brücke nahe Solingen in Nordrhein-Westfalen ist als "Selbstmörderbrücke" bekannt. Ausgerechnet auf der Brücke wollte ein 45-Jähriger mit einer 41-Jährigen am Sonntag Fotos von der Aussicht machen und auf der Brücke verweilen.

Der Aufenthalt auf der Brücke, über die Bahnschienen führen, ist verboten. Passanten wurden auf die beiden Mountainbike-Fahrer aufmerksam. Die Polizei griff ein und stoppte den Bahnverkehr. Daraufhin kam der Zugverkehr auf der Bahnstrecke zum Erliegen. Das führte zur Verspätung von sechs Zügen.

Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die beiden Ausflügler wird eingeleitet.


WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Nordrhein-Westfalen, Brücke, Radfahrer, Polizeieinsatz
Quelle: www.wdr.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2008 12:08 Uhr von fruchteis
 
+7 | -5
 
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Dummheit muss bestraft werden: Wenn die Brücke als Selbstmörderbrücke bekannt ist und auch noch ein Schild dransteht, dass das Betreten verboten ist, dann sind die beiden selbst schuld, wenn sie nun den ganzen Mist bezahlen müssen. Wenn das Kinder gewesen wären, die sich der Folgen nicht bewusst gewesen wären..., aber über 40-Jährige!
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21.04.2008 12:10 Uhr von Katerle
 
+6 | -2
 
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der Einsatz war schon vollkommen richtig. Wenn die Brücke schon so einen Ruf weg hat, sollte man da schon einschreiten. Das ein verfahren auf die beiden zukommt, ist nur logisch.
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21.04.2008 12:16 Uhr von bytskipper
 
+3 | -2
 
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Wie dumm sind die beiden eigentlich @fruchteis na ja ... je oller um so doller :o)

Sehe ich aber genau so. Den Passanten und der Polizei sollte auch mal ein Lob für die schnelle Reaktion gegeben werden. Hätten ja wirklich Selbsmörder sein können.

Die beiden Dep*en sollen die Kosten ruhig zahlen.
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21.04.2008 13:15 Uhr von Silenius
 
+1 | -1
 
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Bei dem Titel musste ich denken, dass die Leute gedacht haben, das Paar würde Sachen runterwerfen wollen. Aber so ist der Polizeieinsatz mehr als berechtigt.
Das mit dem Bahnverkehr hätte den Beiden bei minimaler Denkarbeit eigentlich auch selbst auffallen können.
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21.04.2008 13:21 Uhr von Schwertträger
 
+13 | -2
 
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Nicht so schnell, liebe Kommentatoren! Nur weil eine Brücke den Ruf als Selbstmörderbrücke weg hat, kann man ja anderen Personen nur aus dem Grund nciht verbieten, sie zu betreten.
Das wäre unsinnig und contraproduktiv.
Dazu kommt, dass diese Brücke, wie´s aussieht, wirklich eine gute Aussicht bietet. Von daher ist es logisch, das man als Fotograf versucht, von dort Fotos nach unten zu schiessen.

Bis dahin(!) absolut nichts gegen zu sagen.

Bleibt lediglich die Tatsache, dass das Betreten per Schild (wahrscheinlich auf Grund der blödsinnigen Annahme, dass man Selbstmörder per Schild aufhalten könnte) verboten ist.
Da sie sich darüber hinweg gesetzt haben, ist eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit logische und rechtlich einwandfreie Folge.


Ob es sinnvoll ist, den Bahnverkehr zu stoppen (ich weiss ja nicht, wie breit der gefahrlos begehbare Streifen neben den Gleisen ist), sei dahingestellt.
Wie gesagt, wenn sich jemand umbringen möchte, achtet er darauf, nicht gesehen zu werden, damit nichts dazwischen kommt. Da lässt er sich von sowas nicht aufhalten.

Leute, die mit dem Mountainbike mitten auf die Brücke fahren (noch dazu zu zweit) sind eher selten (um nicht zu sagen: nie) Selbstmörder, sondern allenfalls unvorsichtige Touris, womit wir wieder bei der Frage nach der Fußwegbreite auf der Brücke sind.

Einen solchen Fußweg wird´s auf der Brücke wohl geben, denn auch mit dem Mountainbike fährt man eher selten ein längeres Stück über Bahnschwellen.


Für mich geht das Ganze tendenziell eher in Richtung Überreaktion. Für die beobachtenden und meldenden Fußgänger wär´s wahrscheinlich sinnvoller gewesen, die Leute einfach anzusprechen und zu fragen.







Noch eine weitere Anmerkung zum Thema Selbstmord.
Den verhindert man nicht, in dem man dem Selbstmörder lediglich die offensichtlichsten Möglichkeiten zum Selbstmord nimmt (in diesem Fall diese olle Brücke), sondern in dem man sich mit seiner ja anscheinend rudimentär vorhandenen Aufmerksamkeit (siehe Meldung an Polizei) um die Anfänge und Ursachen kümmert, anstatt Leute an die Polizei zu verpfeifen, die verbotener- und harmloserweise auf dieser Brücke spazieren.
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21.04.2008 13:22 Uhr von Feuerfaenger
 
+3 | -2
 
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Finde: die Reaktion völlig überzogen. Man hat doch ne tolle Aussicht von der Brücke, da kann man schon mal riskieren erwischt zu werden. Ich hoffe nur die beiden MTBler haben zu dieser Brücke keine Waldwege und für Radfahrer gesperrte Wege benutzt. Da kann man gleich noch ein Verwarngeld verhängen. Waren die Räder eigendlich StVo-Konform?...
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21.04.2008 13:30 Uhr von fruchteis
 
+1 | -3
 
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@Schwertträger: Ansprechen und fragen ist gut, wenn du die von unten auf der hohen Brücke stehen siehst. Außerdem: auch wenn da noch ein Weg neben den Schienen ist - bestimmt gibts den für die Streckenläufer - wenns verboten ist, hat da keiner was zu suchen, und wer trotzdem drauf geht oder fährt, hat dann auch die Konsequenzen zu tragen.

Den schönen Blick hat man übrigens nicht nur von der Brücke, sondern auch von beiden Seiten des Tales.
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21.04.2008 13:31 Uhr von pippin
 
+3 | -0
 
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Bild zur Info: Hier mal ein Bild von der Müngstener Brücke, auf dem man die "Breite" des Fußwegs erkennen kann.
http://www.heinz-siemann.de/...

Da wird wohl klar, warum der Zugverkehr erstmal gestoppt wurde.
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21.04.2008 13:35 Uhr von Silenius
 
+2 | -0
 
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@Schwertträger: Prinzipiell gebe ich dir recht, aber es klingt, als wäre das ´ne Eisenbahnbrücke, und die hat nur ´n recht schmalen "Fußweg" für Ausbesserungsarbeiten, was noch lange nicht bedeutet, dass die Brücke für den Publikumsverkehr freigegeben ist.
Sonst hätte die Polizei sicher nicht den Bahnverkehr unterbrochen, weil der Weg sonst unter Garantie baulich von den Schienen getrennt gewesen wäre.
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21.04.2008 13:37 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
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@Nachtrag: Ich empfehle mal die Lektüre der zahlreichen Selbstmordanleitungsseiten im Netz.

Wenn man da liest, was für Möglichkeiten sich die Leute ausdenken, um sich sicher umbringen zu können, muß man sich überlegen, ob man eine als Selbstmordbrücke bekannte Örtlichkeit nicht eher ausschildert, um den Leuten wenigstens einen schmerzfreien Selbstmord zu gewährleisten, denn von übelst Krämpfe und Verätzungen verursachenden Chemikalien bis zum Verbrennen mittels Benzin ist da alles dabei.

Leute, die sich umbringen wollen, die bringen sich um, egal, welche Örtlichkeiten man alle sperrt. Das macht es nur geringfügig(!) aufwendiger.

Wie gesagt, eher wäre es lohnend, an der Brücke psychologisch ausgearbeitete Schilder aufzustellen, die die zu der Tat entschlossenen Leute ein letztes Mal zum Nachdenken und Abbrechen bewegen.



Aber wir möchten halt die zerschmetterten Toten nicht sehen und sperren deshalb die Brücke, damit sich die "Idioten" zuhause, dann auch unseretwegen möglichst blutig oder eklig, umbringen, denn dort sieht sie ja keiner.


Und dem Normalbürger schadet´s ja nicht, wenn er die olle Brücke nicht betreten darf. Soll der doch seine Fotos in der Innenstadt schiessen. ICH fotografiere ja nicht, was interessiert mich also das Hobby der anderen.
Schöne Bilder? Ja, die schaue ich mir auch gerne an, aber mich interessiert doch nicht, wie die entstehen!



Ist doch immer wieder schön, wie einfach die Welt sein kann, gelle?!
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21.04.2008 13:44 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@silenius und pippin: Danke für die Infos zur Breite des Fußwegs.

Der ist schon recht schmal, um der Sogwirkung eines vorbeifahrenden Regionalzugs erfolgreich widerstehen zu können. Es ginge wohl, aber der Sicherheit zuliebe würde ich hier auch Fußgängerverkehr aussperren, solange die Brücke zugtechnisch befahren wird.

Allerdings hätte die Fußwegbreite (auch schon in die Original-)in die News gehört, denn sonst klingt es so, als wenn das Begehen nur wegen des Rufes verboten wäre, was ja nicht der Fall ist.


Gibt es auch noch Infos darüber, ob die Selbstmörder sich auf der Brücke vor den Zug geworfen haben (das ginge ja woanders genauso gut), oder von der Brücke gesprungen sind?
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21.04.2008 13:48 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -0
 
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@fruchteis: Was habe ich geschrieben? Das, wenn´s verboten ist, da keiner was drauf zu suchen hat. Richtig?

Ich wandte mich lediglich gegen den Grund, WARUM es verboten war, weil die Infos zur Fußwegbreite fehlten.

Ich formuliere im Allgemeinen recht genau, was ich meine.




Und nein, die spezielle, für ein Foto benötigte Aussicht bekommst Du NICHT rechts und links von der Brücke. Das ist ein Irrtum von Leuten, die nicht fotografieren.
(Ich tu´s auch nicht in der Perfektion, verstehe aber Leute, die´s tun).
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21.04.2008 16:40 Uhr von pippin
 
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@Schwertträger: Die meisten Selbstmörder auf der Brücke schmeißen sich nicht vor den Zug, sondern von der Brücke.
Bei der Höhe der Brücke ist das ein "zuverlässiger" Weg aus dem Leben zu scheiden. Soweit ich weiß, hat den Fall noch niemand überlebt.

Eine Bekannte ist bei der Polizei und war auch eine zeitlang für den Bereich der Müngstener Brücke zuständig.
Wenn da in der Leitstelle ein Notruf einging und der Name "Müngstener Brücke" fiel, war allen direkt klar, dass es wieder "unangenehm" wird.
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21.04.2008 17:15 Uhr von Schwertträger
 
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@pippin: Das andere würde ja auch nicht so richtig Sinn ergeben.

Der Job, ein Selbstmordopfer auffinden und falltechnisch behandeln zu müssen (inkl. Angehörigenkontakt), ist nicht einfach, stelle ich mir vor.
Aber der Anblick eines zerschmetterten Körpers ist wahrscheinlich immer noch angenehmer (liegt natürlich im Auge des Betrachters) als ein in Krämpfen erstarrter Körper mit Schaum, ein Selbstverbrennungsopfer oder die Blutorgien, die manche Selbstmörder in ihren Badezimmern veranstalten.

Wir reden ja hier über die echten Selbstmordwilligen, also nicht die, die mit Schlaftabletten "bloß" ein Signal setzen, aber insgeheim aufgefunden werden wollen. Ich habe mal ein Bild von einem Säureselbstmörder gesehen, sowie ein Foto von einem abgestürzten Kollegen. Das zweite war "angenehmer".

Da kann man schon froh sein, dass es solche Stellen gibt, wo wenigstens keine Unbeteiligten (Autolenker, Zugführer etc.) mit reingezogen werden.
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21.04.2008 20:54 Uhr von pippin
 
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@qwertz1234567: In diesem Fall kann und muss man oberlehrerhaft auf das depperte Paar zeigen.

Klar halten solche Schilder keinen Selbstmörder auf, aber da die beiden wohl nicht mit Suizidabsichten auf die Brücke gegangen sind, sollte man annehmen, dass sie die Schilder ernst nehmen.
Die stehen da nun wirklich nicht einfach so "zum Spaß".

Das hat nun rein gar nichts mit Bevormundung zu tun.

Und deine Nazivergleiche, egal in welcher Hinsicht, verbitte ich mir!
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21.04.2008 22:39 Uhr von jsbach
 
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Welcher Teufel hat die: beiden den geritten. Trotz Verbotsschilder da rüber zu radeln.
Volle Kosten aufbürden und evtl. noch bestrafen.
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22.04.2008 12:47 Uhr von Schwertträger
 
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Äähm..... pippin "Blockwartmentalität" zielt auf DDR, nicht auf Nazis.
;-)

Und eine gewisse Meldementalität, die kann man uns Deutschen schon unterstellen, selbst wenn man voll guten Willens ist, und es hier in diesem Fall sogar gerechtfertigt und notwendig war.
:-)

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