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Studie: Kommunikation per E-Mail eine Frage der Bildung

Der Verband für Telekommunikation Bitkom hat in einer Studie aufgezeigt, dass die tägliche Nutzung von E-Mails stark von der Bildung einer Person abhängt. Die geringste Nutzungsrate von 30 Prozent weisen Bürger mit Hauptschulabschluss auf, bei Abiturienten ist der Anteil (67 %) mehr als doppelt so hoch.

Der Präsident des Verbands, August-Wilhelm Scheer, fordert daher, dass die Ausrüstung von Schulen mit Computern und Internetanschlüssen verbessert werden muss, da Deutschland diesbezüglich weit hinten in Europa liegt, obwohl entsprechende Fähigkeiten im Beruf immer wichtiger werden.

Weniger ausgeprägte, aber dennoch deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen den Altersgruppen. So nutzen drei Viertel aller 14- bis 29-Jährigen E-Mails, bei Senioren sind es nur noch ein Viertel. Männer nutzen E-Mails häufiger als Frauen.


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WebReporter: Emperorsarm
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Studie, E-Mail, Frage, Mail, Bildung, Kommunikation
Quelle: www.rp-online.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2008 10:13 Uhr von Emperorsarm
 
+0 | -0
 
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Ganz ehrlich, ich finde die Ergebnisse nicht überraschend. Bedenkt man aber die immer größer werdende Wichtigkeit von IT-Fähigkeiten, so stimme ich voll zu, dass die Ausstattung der Schulen verbessert werden muss. Bildung darf keine Frage des Geldes sein, das würde die Gesellschaft auch unnötig einschränken.
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21.04.2008 10:40 Uhr von pcsite
 
+9 | -5
 
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oh mann: was ist dass den für eine dumme Logik!?

aufgrund der Studie, dass mehr gebildete Personen mehr E-Mails schreiben fordert der gute Herr Scheer mehr Computer mit Internetanschlüssen?

Er möchte damit wohl eine höhere Bildung erreichen! Was ist das für eine Logik? Anstatt mehr in die Lehrkräfte zu investieren will er einfach PCs kaufen ..

njaja .. mehr sag ich nicht ..
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21.04.2008 10:43 Uhr von trichter26
 
+11 | -3
 
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Wieder eine, eher sinnlose Studie, denn die Art und Weise der Nutzung bedingt nicht nur des Bildungsstandes, sondern der daraus resultierenden Tätigkeiten.

Personen mit einem höheren Bildungsgrad sind meist keine "einfachen" Schlosser, sondern sind in höheren Ebenen zu finden.

Da viel Kommunikation über das Internet abgewickelt wird, sowohl geschäftlich, wie auch privat, ist die Verteilung naheliegend.

P.S. Dies ist keine Abwertung o.ä. lediglich eine allgemein klassifizierte Beobachtung. Ich kenne genügend Hauptschüler, die mir in Mathe die übelsten Formeln aufstellen können, dafür in anderen Bereichen als "doof" abgestempelt werden. Dabei sind diese hochgradig intelligent, nur sie haben keine Lust auf den "anderen Mist".
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21.04.2008 10:53 Uhr von Theojin
 
+10 | -2
 
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Hmm, ich bin jeden Tag von Nachmittag: bis spät abend/nacht online. Ich habe viele Kontakte im Internet.
Aber Emails schreibe ich vielleicht eine oder zwei im Monat.

Warum?

Weil es wesentlich bessere Möglichkeiten der Kommunikation gibt. Außerdem ist das eine Frage, was der Grund für Emailverkehr ist.

Wer schreibt schon seinen Internetfreunden Emails, in Zeiten von Sprachchat, Videochat und Textchat.
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21.04.2008 10:55 Uhr von pcsite
 
+9 | -1
 
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@theojin sorry .. aber laut der Studie hast du in dem Fall einen niedrigen Bildungsabschluss ..

;)
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21.04.2008 11:36 Uhr von pentam
 
+4 | -2
 
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privat oder beruflich? Ob die in der Studie auch private von beruflichen Mails getrennt bewertet haben?
Es ist schon relativ einleuchtend, dass ein KFZ-Mechaniker in seinem Beruf weniger vorm Computer sitzt als beispielsweise ein Prof. an der Uni. Relativ viel der akademischen Kommunikation läuft ja mittlerweile über Mails und Mailverteiler. Wenn sie diese Mails mit eingerechnet haben, ist es also kein Wunder, dass so ein Ergebnis rauskommt. Wenn man dann noch bedenkt, dass viele auch vom Arbeitsplatz aus private Mails verschicken, wäre selbst bei einer Trennenung von privaten und beruflichen Mails das Ergebnis kaum verwunderlich. Nur läßt sich daraus keinerlei Schlußfolgerung ziehen...
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21.04.2008 12:21 Uhr von EmperorsArm
 
+3 | -2
 
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Nur private Mails wurden untersucht: Wegen der "Chancengleichheit" geht es in der Studie um private emails - alles andere, wäre ja gar nicht repräsentativ.
Nun kommt natürlich die frage auf, können sich die "Nichtnutzer" überhaupt einen PC mit Internetanschluss leisten?
Interessant, im Sinne von "bedenklich", finde ich dennoch, dass technischer Fortschritt offenbar nicht bei jedem ankommt. Zur genaueren Bewertung müsste man natürlich noch prüfen, welche anderen Internet-Kommunikationsmittel vielleicht benutzt werden, wie Instand Messaging, etc.
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21.04.2008 12:26 Uhr von Theojin
 
+2 | -1
 
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Ja, ich habe nur mittlere Reife: ich war halt ein fauler Sack in der Schule, deswegen nur der Realschulabschluß.

Anhand meines kaum getätigten Emailschriftverkehrs müßte ich wohl nach dem dreimaligen Besuch der 4. Klasse aus dem Schulsystem entlassen worden sein.

Studien sind doch was Feines, soviel Arbeit und kein sinnvolles Ergebnis ;)
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21.04.2008 13:06 Uhr von Silenius
 
+1 | -1
 
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Generell denke ich, die Studie hat recht: Wobei Emails an sich nur ein Teil des "Problems" sind. Ich war erst auf dem Gymnasium, hab aber nach der 10. Klasse auf eine Berufsschule gewechselt, und hatte dort mit Leuten aus jeder Schulform zu tun, und hab dabei festgestellt, dass Hauptschüler wesentlich weniger Bock auf Lesen und Schreiben haben, als der Rest. Wenn wir in Deutsch Buchbesprechungen machen mussten, haben die meisten sich nicht das Buch durchgelesen, sondern sich einfach ´ne Zusammenfassung irgendwoher besorgt.
Beim Schreiben dasselbe: Bei den Arbeiten waren vom Lehrer Mindestwortangaben gemacht worden, und unsere ehemaligen Hauptschüler haben sich immer ´n Ast abgebrochen, um überhaupt an die Grenze ranzukommen.

Von daher denke ich, das wird einfach generell mit der Lust auf schriftliche Sprache zusammenhängen. In einer Mail schreibt man ja auch komplett anders, als in einem Chat.
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21.04.2008 14:03 Uhr von Jimyp
 
+6 | -2
 
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Unter Hauptschülern sind bestimmt Jamba-Abos am weitesten verbreitet!
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21.04.2008 14:07 Uhr von eimma
 
+1 | -1
 
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naja: email schreiben kann jeder der sich damit mal auseinandergesetzt hat egal welcher bildungsgrad

nur ist es halt oft so dass man auf dem gymnasium und später auf der uni eh einen pc mit inet haben "muss" um den ganzen stoff zu recherchieren
man brauch täglich google wikipedia und die seiten der uni und wenn man dann eh schon mal online ist greift man schnell zur email statt vielleicht zur sms oder aber zum telefon
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21.04.2008 14:38 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -1
 
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Ich glaube eher, dass der höhere Bildungsgrad zu einer anderen Art von Bekanntschaften führt.
Bierkumpels und reine Hausfrauen senden sich wenig Mails. Personen mit komplexeren Hobbys und komplizierteren Freizeitbeschäftigungen setzen sich dann viel öfter auch mit unbekannten Personen in Verbindung. Aufgrund der höheren Bildung sitzen sie nicht nur in der Kneipe oder zuhause am Sofa sondern bauen sich ein Netzwerk an Kontakten auf, recherchieren usw. - daher der höhere Mail-Kontakt.
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21.04.2008 16:09 Uhr von Ixxion
 
+3 | -1
 
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Könnte man natürlich auch umdrehen und zu der Aussagen benutzen, das Gymnasiasten den ganzen Tag vor dem Rechner hocken und die Hauptschüler noch mit anderen Menschen reden!
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22.04.2008 01:24 Uhr von marcells
 
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@Silenius: Also, das kann man definitiv nicht verallgemeinern. Ich hab mich bisher immer davor gesträubt mir verdammte Lektüren reinzuwürgen und auch nur Zusammenfassungen überflogen. Ich hatte einfach keinen Sinn darin gesehen.
Jetzt kanns auch mal gut sein, dass ich mir mehrere Seiten eBooks oder richtige Bücher, teils englisch oder deutsch, zu bestimmten Fachgebieten stundenlang reinziehe.
E-Mails schreibe ich zu 99% auch nur aus geschäftlichen Gründen. Privat nur PMs oder das gute alte Telefon.
(Und nein, ich ordne mich auf jeden Fall nicht in den ungebildeten Sektor ein.)
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22.04.2008 10:22 Uhr von Silenius
 
+0 | -0
 
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@marcells: Klar sollte das keine allgemeine Wahrheit sein, sondern nur einen gewissen Trend beschreiben, halt eben den Schnitt. Ich meinte damit keinesfalls, dass, wenn wer wenig liest und schreibt, er direkt ungebildet ist, oder sowas in der Art. ;)
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22.04.2008 10:57 Uhr von FleXXaH
 
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Wer nicht richtig schreiben kann dem wird es auch nichts nüten wenn er weiß wie er eine E-Mail schreiben kann ;)
Deshalb sollte man Hauptschulen erstmal mit BILDUNG ausstatten anstatt mit IT. Meine Meinung
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22.04.2008 12:01 Uhr von CHR.BEST
 
+0 | -3
 
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Es gibt halt Tätigkeiten für die man keine emails braucht, die aber mindestens genauso wichtig für eine Volkswirtschaft sind.

Ich denke es deutlich wichtiger, daß z. B. ein Müllmann die Tonnen leert, als daß er 3 emails verschickt.

9 von 10 emails beinhalten doch sowieso nur mehr oder weniger belanglosen Mist. Wenn die nicht gesendet worden wären, wäre auch nix Schlimmes passiert.
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22.04.2008 13:50 Uhr von fhd
 
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Also ich bin voll doof: und schreib trotzdem täglich mindestens ne e-Mail. Und zwar doppelt: einmal auf der Arbeit, einmal zu Hause :)

Klingt plausibel für mich, die Studie. Allerdings würde ich es nicht auf die Bildung an sich schieben.

Gymnasiast: Streber/Stubenhocker hat Gymnasiastenfreunde. Weil die allesamt meistens von vier Wänden umgeben sind, kommunizieren sie halt per e-Mail...
Schon die vielen Hausaufgaben gewöhnen sie früh daran, den Großteil ihres Tages auf einem Stuhl sitzend zu verbringen.

Hauptschüler: Wenig bis kaum Hausaufgaben, also massig Zeit um draussen zu spielen (später heisst das dann: Rumhängen) und ergo sind e-Mail uninteressant. SMS sind viel mobiler, und im Prinzip auch nichts anderes als sehr kurze e-Mails die am Handy sehr mühsam zu schreiben sind.

Naja und Realschüler... die goldene Mitte halt :)
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23.04.2008 12:31 Uhr von JanVortex
 
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Wie ichs hasse: Was hat E-Mailen mit Bildung zu tun? Werden die Hauptschüler getestet ob sie zu dumm sind sich zu registrieren? Es gibt auch ICQ... nicht nur E-Mail für Kommunikation. Ich bin Hauptschüler und hab 20 Klassenkameraden in meiner ICQ-Liste... in meiner GMX-Adresse nur 4... Fazit: wer e-mail nicht benutzt -> DUMM WIE BROT. danke für die lehrreiche studie -_-

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