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Steigende Nahrungsmittelpreise demnächst auch in Deutschland?

Die Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln steigt weltweit. Jetzt warnt der Aufsichtsratsvorsitzende der Discounter Lidl und Kaufland, Klaus Gehrig, dass auch in Deutschland die Lebensmittelpreise in den nächsten Monaten steigen werden.

"Lebensmittel werden nicht billiger. Es wird Schwankungen geben, wie derzeit etwa bei der Milch. Aber die Zeit von dauerhaften Preissenkungen ist vorbei", so Gehrig in einem Interview mit der Bildzeitung.

In der UNO wurde mittlerweile eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich dem Problem der Nahrungsmittelkrise annehmen soll. Die Experten rechnen damit, dass es zu politischen Konflikten zwischen einzelnen Ländern kommen könnte. Auch sei das weltweite Wirtschaftswachstum gefährdet.


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WebReporter: badboyoli
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Nahrung, Nahrungsmittel
Quelle: www.spiegel.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2008 09:27 Uhr von Mistbratze
 
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Komisch, aber: die Lebensmittelpreise für Getreideprodukte und Milch sind doch erst im März gestiegen?

Nun stellt sich die Frage ob die Erhöhung im März abzocke war oder die angekündigte eine wird.
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21.04.2008 09:39 Uhr von Bokaj
 
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purer Kapitalismus ohne Gewissen: Ich glaube eher, dass nun auch die Nahrungsmittelindustrie ihre Macht erkannt hat. Lebensmittel sind wie das Erdöl einfach notwendig und wer im Markt eine Machtstellung hat, bestimmt die Preise ohne Rücksicht auf Verluste.

Der Kapitalismus ohne soziale Verantwortung wird für die nächten Kriege sorgen. :-((
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21.04.2008 09:47 Uhr von trichter26
 
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Die Einen hungern, die Anderen fahren Biosprit. Ist doch toll oder?

Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.
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21.04.2008 10:12 Uhr von Arciana
 
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@trichter26: Genauso sieht es aus, wenn die Bauern ihre Ernten lieber an die Mineralöl- und Energiekonzerne verkaufen anstatt an den Lebensmittelhersteller, weil die einfach mal mehr geben dafür, dann ist es doch kein Wunder das Lebensmittel immer teurer werden.
Auf der anderen Seite wird dem Bauer auch noch verboten (seitens der EU) seine Felder voll zu bestellen, einfach nur um den Lebensmittelpreis künstlich hoch zu halten.
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21.04.2008 10:25 Uhr von golddagobert
 
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Steigen demnächst ????

ist doch schon längst passiert, sehe ich doch daran wenn meine Frau Wovcheneinkäufe bei Real und Co macht, das sind mindestens 20 - 30% mehr.
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21.04.2008 11:01 Uhr von osirisone
 
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Viva la Revolution oder wie es doch so schön heißt... zumindest wird es sicher bald zu "Aufständen", auch in Deutschland, kommen, wenn es so weiter geht... spiel die nur kaputt du toller Wirtschaftsstaat..hoffentlich wird in die ganzen Hochrechnungen und Schätzungen, was nicht an Geld in die Kassen der Oberaffen fließt, auch mit einberechnet, das eine Auswirkung die sein wird, das irgendwann auch diese nicht mehr mehr bekommen,.... wenn bald alle in andere Länder gehen oder es wirklich mal jemanden gibt, der hier so n bisschen was ins rollen bringt...
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21.04.2008 11:23 Uhr von mclayne
 
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oh mann: Wie weit soll das noch gehen,

mit 100€ in n Laden ich hätte gern ein Brot,
lagsam recht es aber!
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21.04.2008 12:02 Uhr von Falcon_A
 
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erm Wenn das mit diesen festgeschriebenen Mengen usw. stimmt, dann verstehe ich nicht wieso das nicht an die Öffentlichkeit gebracht wird! Bzw. da es ja eig schon gemacht wurde, wieso verdammt nochmal sich jeder das gefallen lässt! Macht ne Demo, Aufstand, verweigert den Kauf von den Lebensmitteln im Supermarkt und fahrt von mir aus 50km mehr....hmm obwohl Mist, dann profitieren die ja wieder vom Sprit! Wir kaufen einige Produkte auch noch bei Bauern (solange die hier noch überleben....!!!)
Alleine schon ein eigener Gemüsegarten macht den kapitalistischen Schweinen einen Strich durch die Rechnung!
Leute tut was! Lasst euch nicht jeden Mist gefallen sonst eskaliert das noch komplett....ein Teufelskreis!
Ach wie sage ich immer? Die Welt geht vor die Hunde! Viele sehen zu und viele machen sogar noch eifrig mit!
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21.04.2008 12:44 Uhr von werter
 
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Preis: Landwirdschaftliche Produkte wie Milch, Getreide usw. werden vom Staat aufgekauft. Der gibt aber eine Max. Abnahme an. Wenn die überschritten wird muß das ganze vernichtet werden oder man verzichtet auf das sichere Einkommen und verkauft direkt. Die Preise für den Lieter Milch die der Staat zahlt sind vorgeschrieben und hat sich seit Jahren nicht geändert. Lidl und co kaufen dann das ganze von den Molkereien und die gehören dem Staat. Also ist der Staat an den Preiserhöhungen schuld!
Des weiteren werden Grundstücke brach gelegt und der Staat zahlt schon wieder fürs nichts tun.

Des weiteren könnten die Erträge dank der Genforschung um einiges gesteigert werden besonders sinnvoll wenn das dann für die Benzinindustrie genutzt wird.
Des weiteren müssen wir alle Rohstoffe schonen also bleiben momentan nur 2 möglichkeiten für die Energieindustrie.
1. Solarzellen auf allen Dächern, Wänden usw.
2. Atomenergie
Windenergie ist zu Landschaftsverschandelt und Wasserkraft reicht nicht aus um die Stromversorgung zu sichern.
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21.04.2008 12:46 Uhr von Midnight-Sun
 
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Aufstand in Dt ? Is schon ne Schweinerei mit den EU-Vorgaben....aber uns in Dt bzw. den anderen westlichen Industrieländern gehts doch noch sehr gut. Finds n bisschen zynisch wenn wir uns darüber aufregen das Milch n paar Cent teurer geworden ist...mache schon einen Aufstand fordern und in Afrika die Leute vor die Hunde gehen. Bis es zu einem Aufstand in Dt kommt wird es noch seeeehr lange dauern. Bis dahin werden die ärmeren Länder schon längst Kriege um eine Schüssel Reis führen. Am meisten kotzt mich der Biosprit an. Wir roden Wälder, schaffen Monokulturen nur um Biosprit zu tanken den unsere Autos nicht vertragen und dadurch wird Getreide für Brot immer teurer. Aber hey...solange wir den ganzen Tag mit Talkshows, Call in Sendungen und Castingshows verbringen können, fällt es uns leicht die Augen zu verschließen. Aber was würden Demos in Dt. bringen ? Ich war sehr überrascht als es die Montagsdemos gegen Hartz4 gab...aber was haben sie gebracht ?`Eine kurze Medienpräsenz...die Regelungen kamen trotzdem. Was wäre also zu tun ? Meiner Meinung nach brauchen wir eine MASSIVE Aufklärung seitens der Medien. 24 Stunden 7 Tage die Woche um den Leuten mit einfachen Worten zu erkären was abgeht. Aber das würde ja keine Quoten bringen....Anyway....Ich spende einmal im Jahr einen gewissen Betrag. Früher habe ich immer an die Johanniter gespendet. jetzt geht das Geld an die Tafel. Denn die werden in Zukunft riesige probleme haben...Und an unsere lieben Volksvertreter : Die Reichen werden reicher...und die Armen werden sich irgedwann zusammenrotten, und statt einem Brot eine AK-47 kaufen.....und dann....malt es euch selbst aus.
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21.04.2008 13:08 Uhr von SiggiSorglos
 
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Armithage: das mit den maximal produzierbaren Mengen liegt einzig daran, dass ein Bauer nur einen gewissen Teil seiner Ernte zu exorbitanten Preisen abgekauft bekommt - Subvention nennt man sowas... alles was darüber hinaus geht, lohnt sich nicht... weil er seit Jahrzehnten an der Wohlfahrtstitte hängt und sich einen Dreck um Modernisierung oder Effizienz gekümmert hat.
Und da "Bio"(lächerlich)-Sprit noch mehr Subventionen bringt, steigen halt immer mehr in die Branche ein... und dann wundern wir uns, wieso plötzlich nicht genug zu essen zu angemessenem Preis zur Verfügung steht.
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21.04.2008 13:11 Uhr von Falcon_A
 
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hmm Wieso sich wegen ein paar Cent aufregen? bzw. wir sollen uns nun nicht aufregen nur weil es Menschen in anderen Ländern schlechter geht? Das hat für mich keinen Sinn! Klar können wir uns glücklich schätzen ein Dach übern Kopf zu haben und nicht um jedes Reiskorn zu kämpfen zu müssen! Dennoch ist es nicht recht was sie machen!
Sieh es mal so! Wenn die Preise nicht erhöht werden hast du mehr Geld zum spenden -.-!
Wieso sollen wir uns ausbeuten lassen?
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21.04.2008 16:40 Uhr von Falcon_A
 
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@bonsaitornado1: Wenn du dir alle Beiträge durchliest dann wirst du bemerken dass du mir Unrecht tust...;) Ich habe nie geschrieben dass ich spende!
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21.04.2008 16:45 Uhr von :raven:
 
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Tja: und handfeste Hinweise dafür, die ein Ende der Preisspiralen für Lebensmitteln und anderen Dingen zumindest argumentativ begründen, sind nicht in Sicht.

Hier in Berlin kommen die Leuts vom Straßenbauamt nicht mehr hinterher Warnschilder für Löcher in den Fahrbahnen aufzustellen. Ich rede nicht nur von Asphaltbrocken, wo dann das Kopfsteinpflaster zusehen ist, sondern selbst Unterspülungen sind keine Seltenheit mehr. Und das ist nur ein ganz banales Beispiel....

Wenn Sparbrück mit dem Entzug von Haushaltsbefugnissen droht, dann wohl nicht, weil er sich für die kommenden Wahlen empfehlen möchte.
Da ist schlichtweg keine Kohle mehr da!!!!!!!
Zumindest ist nur noch so wenig Kohle da, dass er es dem Nächsten nicht mehr in die Schuhe schieben kann!


Ich hadere seit geraumer Zeit mit der schlechten bzw. einseitigen Informationsversorgung zu brisanten Themen hier in Deutschland. Daher bekommt man oft eine bessere Erklärung für gewisse Dinge, wenn man sein Bauchgefühl über Sinn und Unsinn bzw. seine gesunden Menschenverstand mitarbeiten lässt.

Wenn das Merkel propagiert "der Aufschwung kommt beim Bürger an", dann fehlt es mir ganz offensichtlich an Fähigkeiten zur ungetrübten Wahrnehmung.

Wenn ich durch die Straßen laufe, sehe ich Menschen, die hängen mit dem Kopf im Container von einem Supermarkt und suchen Essbares, ich sehe Teanager, die so aussehen, als wenn sie in dritter Generation die Kinderklamotten auftragen, ich sehe auf den P&R-Parkplätzen Leuts, die wieder selber ihre Autobereifung wechseln... so könnte man endlos weiter aufzählen!
Überall wird gespart, gespart, gespart.
Sparen im Sinne von bewusst, zielorientiert ausgeben ist grundsätzlich nicht verkehrt!!!
Aber wenn Sparen heisst, dass ein Kassenpatient drei Monate auf eine OP warten muss, kann und darf das nicht sein. Es kann und darf auch nicht sein, dass an Schulen die Personalstärke so knapp bemessen ist, dass der Ausfall von nur einem Lehrer einen ganzen Lehrzug negativ beeinträchtigt.
Wenn sich das Rad bei uns so weiterdreht, wird das Wort Sparen bald eine ganz andere Bedeutung bekommen. Ich fürchte Sparen wird synonym schlichtweg Überleben bedeuten. Zunächts werden vielleicht noch die meisten versuchen mit "Würde" zu überleben. Wer gibt schon gerne zu, dass er nun Roller fährt, weil er sich das Auto nicht leisten kann.

Wenn man versucht mal fünf bis zehn Jahre in die Zukunft zu schauen und sich das "worst case"-Szenario ausmalt, wird man leider feststellen, dass sich die Regierenden bereits global zunehemend darauf vorbereiten. Damit bestätigen sie deutlich Befürchtungen, die man sich jetzt noch "mühsam" zusammenreimt.
Beispiel: Gesetzesgebungen in den USA, GB, D, EU allgemein haben im Nachklang des 9.11. zu unverhältnismässig vielen Einschränkungen der Rechte einzelner Personen geführt. Ihr wisst vermutlich alle was ich meine.
Warum bauen die Amis Konzentrationslager für 6 Millionen Menschen, lassen extra dafür Gefangenen-Waggons bauen?
Warum sehen diese Gesetzgebungen so oft Massnahmen gegen die Bevölkerung vor (schaut euch mal die Katastrophenpläne dieser Länder an)???
Warum dürfen Bobbys wieder auf Passanten schiessen, was bekanntlich rein rechtlich nur Spezialkräfte vorher durften?
Warum ackert das Merkel wie eine Irre an der EU-Verfassung bzw. jetzt am Vertrag von Lissabon (u.a. Aufhebung der Charta der Grundrechte und damit Einführung des gesetzlichen Tötens)???
Was soll die ganze Hektik mit der Erfassung von personenbezogenen Daten, biometrischer Vermessung ganzer Völker??? Wird hier schon mal Inventur gemacht?

Wo kommt die Motivation her, woher der Dampf für soviele Massnahmen gegen die eigene Bevölkerung????

Ich glaube nicht, dass mir jemand all die Fragen erschöpfend beantworten kann.
Ich glaube allerdings, dass den breiten Massen Informationen vorenthalten bleiben und damit gefügig gemacht werden. Die Politik spricht eine Sprache, die nicht alle verstehen und sich somit nicht alle ihrer Bedeutung für einen selbst im Klaren seien können.


Mal Finger hoch.... wer wählt aus Überzeugung????
Und wer wählt stets nur das "kleinere Übel"???
Warum ist man bei politischen Entscheidungen erstaunt, wenn man erfährt, dass dafür eigentlich keine Mehrheit in der Bevölkerung vorhanden ist, es aber trotzdem durchgezogen wird?
Wenn wir Volksentscheidungen gehabt hätten, hätten wir dann wirklich den EURO, würde die Institution EU Deutschland so in der eigenen Souveranität einschränken???
Ich glaube nicht!


Vieles sprcht dafür, dass wir in einer Schein-Demokratie leben. Selbst Gewerkschaften geraten in Verruf sich bestechen zu lassen, oder werden gleich von unternehmerfreundlichen Gesellen gegründet (siehe GNBZ!!!).


Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht!!!!
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21.04.2008 20:59 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Werter: ????????

Sag mal, kann es sein, dass Du da etwas durcheinander bringst ?
Weder die Molkereien gehören dem Staat, noch kauft der Staat DAS Getreide, DIE Milch etc. auf .
Das kann sein, dass das früher in der ehemaligen DDR so war, das weiß ich nicht. Darüber lasse ich mich gerne von jemandem informieren, der darüber Kenntnis hat. Aber in den alten Bundesländern war und ist das de facto nicht so.

Was stimmt ist, dass bis vor 5 Jahren der Staat durch sog. Stützungskäufe z.B. Weizen vom Markt genommen und eingelagert hat, der ZUVIEL am Markt war. Unschöner Nebeneffekt war, dass mit Subventionen billig Getreide auf dem Weltmarkt verkauft wurde , mit dem andere Länder preislich dann nicht mehr konkurrieren konnten; bei Milch gab es die sog. Butterberge und Milchseen).

Bei Milch gibt es (aber nur noch bis 2013) die Milchquote, das heißt eine Mengenbegrenzung der ablieferbaren Milch. Das bedeutet in der Praxis, dass die Bauern nur Milch in Höhe der von ihnen gekauften Quotenmenge an die Molkereien liefern dürfen.
Bei Zuckerrüben gibt es ebenso eine (kostenpflichtige) Quote. Das heißt, die Landwirte dürfen Zuckerrüben in bestimmten Mengen und Qualitäten (A-,B- und C-Kontingente) an die Zuckerfabriken anliefern. Alles darüber hinaus wird nicht abgenommen und wandert heute z.T. in Biogasanlagen (früher auf den Müll oder wurde "untergepflügt).

Mit "Brach gelegt" meinst Du vermutlich die Stillegungsflächen ? Die werden nicht vom Staat gefordert, sondern sind eine feste (Zwangs-)Vorgabe der EU. In Deutschland müssen von Brüssel vorgegeben mindestens 10% der landwirtschaftlichen Flächen eines Betriebes stillgelegt sein. Das heißt aber auch, dass sie bearbeitet werden müssen (mit einer speziellen Einsaat versehen und zweimal jährlich gemäht/geschlegelt). "Nix tun" ist also nicht.
Ausnahme ist, dass auf Stillegungsflächen nachwachsende Rohstoffe, die nicht in den Nahrungsmittelkreislauf gelangen dürfen, angebaut werden dürfen. Das ist seit 1992 so vorgesehen.
In diesem Jahr ist es zum ersten Mal so, dass auf ALLEN Stillegungsflächen nachwachsende Rohstoffe angebaut werden dürfen. Insgesamt werden in Deutschland auf 18% der landwirtschaftlichen Flächen diese Pflanzen angebaut, das heißt, außer den Stillegungsflächen noch auf weiteren 8%.
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21.04.2008 21:09 Uhr von uhlenkoeper
 
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@SiggiSorglos : Subventionen: Auch Deine Darstellung der Subventionen im Landwirtschaftssektor stimmt schon lange nicht mehr. Das war in den 80er Jahren so, ist aber seit Beginn der 90er vollkommen geändert.

Heute bekommt niemand mehr seine Produkte "teuer vom Staat abgekauft". Es gilt die sog. Entkoppelung der Subventionen.
Subventionen werden heute nicht auf Produkte oder Produktmengen erstattet, sondern auf Flächen oder Dienstleistungen im Naturschutzsektor. Und sämtliche Subventionen sind miteinander verbunden. Das nennt man Cross Compliance.
Das bedeutet in der Praxis ganz konkret, dass ein Landwirt sämtliche Subventionen verliert, wenn nur in einem der Teilbereiche (Tierkennzeichnung, Tierkennzeichnung, Klärschlamm , Nitrat , Vogelschutz , Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie , Grundwasser , ökologischer Zustand der Flächen) zu einem Defizit/Verstoß (egal, ob bewußt oder unverschuldet), dann sind SÄMTLICHE Subventionen aus allen Bereichen weg.

Dass diese Subventionen nötig sind, ist leider bittere Realität, da der Staat vor 40 Jahren massiv in den Markt für Lebensmittelprodukte eingegriffen hat, um diese für die Bürger billig zu erhalten. Billig insofern, dass schon damals die Lebensmittelpreise am freien Markt stark stiegen.
Heute wäre kein einziger Landwirtschaftlicher Klein- und Mittelbetrieb ohne diese Ausgleichszahlungen mehr existenzfähig, wenn die Lebensmittelpreise weiterhin gedeckelt blieben. Es würde zu einer Situation wie in Brasilien kommen, wo eine Handvoll Großagrarunternehmen sich sämtliche Flächen und Produktionsgüter untereinander aufteilen. Verbunden mit menschenunwürdigen Bedingungen für die Pächter. Und trotzdem hohen Preisen für die Bevölkerung.

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