20.04.08 17:43 Uhr
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Irak: Gewalt gegen Frauen nimmt zu

Irakische Frauen sehen sich seit dem Ende des Saddam-Regimes zunehmend Gewalt durch radikale Islamisten oder eigenen Familienangehörige ausgesetzt. Unter Hussein gab es zwar politische Verfolgung, in Gefängnissen wurden sie vergewaltigt, doch konnten sie mit oder ohne Kopftuch Berufen nachgehen.

So würden beinahe täglich Frauenleichen, zum Teil enthauptet, gefunden. Madschda Dschuburi, Frauenaktivistin aus Bagdad, zufolge, "maßen reaktionäre Islamisten sich an, zu entscheiden, was Recht ist". Radikale Schiiten würden mit eiserner Faust vermeintlich islamische Werte erzwingen wollen.

In Kurdistan, wo die Islamisten weniger Einfluss haben, wurden in den letzten drei Jahren mindestens 500 Frauen ermordet. Fast alle Morde wurden von Familienangehörigen begangen. Ein Blick in Richtung eines Mannes könne ausreichen, um Familienmitglieder in mörderische Rage zu versetzen.


WebReporter: poseidon17
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Irak, Gewalt
Quelle: www.taz.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.04.2008 17:52 Uhr von Bokaj
 
+3 | -2
 
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Schrecklich Ich bin nur froh, in Deutschland geboren zu sein und nicht in einem fanatischen Land wie der Irak, Iran usw.

Wie soll es in so einem Land jemals wieder Frieden geben?
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20.04.2008 17:57 Uhr von Pinky_Gizmo
 
+2 | -1
 
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Die: Gewaltstrukturen gegenüber Frauen nimmt sehr bedenklich Ausmaße an.
So lange Frauen in diesen Ländern nicht gleichberechtigt sind wird sich auch nichts ändern.
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20.04.2008 18:02 Uhr von mueppl
 
+6 | -2
 
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@Pinky_Gizmo: Gleichberechtigung reicht da nicht aus. Da muss viel mehr geändert werden:
Religionswächter; Familienstruktur; Machokultur; starre Auslegung des Korans
um nur einige zu nennen.
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20.04.2008 19:04 Uhr von Jean-Dupres
 
+6 | -4
 
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Tja ihr tollen US-Amerikaner, wie war das gleich: nochmal mit Frieden und Freiheit für den Irak ?

Lediglich Saddam zu exekutieren beseitigt kein Problem diesen Ausmaßes.


Wenn man Freiheit bringt nach US-Fahrplan, dann werden alte Probleme durch neue Probleme ersetzt.
Wenn man Freiheit bringt nach EU-Fahrplan, dann wird dasselbe geschehen, weil man eine Kultur, ein Volk, eine Gesellschaft nicht von jetzt auf gleich um 180° drehen kann.

Hätte man die irakische Bevölkerung nur unterstützt, damit diese selbst Saddam abgesetzt hätten, dann wäre das ganze als eine Mischung aus Revolution und Reformation abgelaufen und die Menschen hätten sich dem angepasst.

Die Einmischung von außen war der perfekte GAU für dieses Land.

Wir haben alle an Yugoslawien gesehen, das ein Land dessen "Diktator" verstirbt und durch keinen ebenbürtigen Nachfolger ersetzt wird, zerbricht und im Krieg und Chaos endet.
Aber man musste es im Irak ja genau so machen.


Wäre man wenigstens so intelligent gewesen und hätte nur Saddam beseitigt und nicht den ganzen Staatsapparat, dann wüsste man heute wenigstens noch wer die radikalen im Land sind und diese ganzen Verrückten würden nicht das Leben auf der Straße beherrschen.



@mueppl

Die Punkte die du aufgeführt hast zu verändern würde nichts bringen.
Denn das Problem ist nicht die dortige Kultur oder Religion, sondern es sind die Fanatiker, die ihre eigenen Ansichten zur obersten Gesetzgebung und Staatsführung führen wollen.

Gäbe es im Irak für das normale Volk Zukunftsperspektiven dann würden die Islamisten nicht so gut fussfassen.
Aber um diese Perspektiven zu schaffen braucht es Frieden und diesen zu erschaffen ist weit schwieriger als ihn zu zerstören.
Würde man nun um den Frieden auf lange Sicht zu schaffen, allen Menschen im Irak ihre Kultur und Religion nehmen oder in veränderter Form als die richtige Form vorsetzen dann bricht da noch mehr die Hölle los.
Denn wir wissen doch alle längst, dass das irakische Volk zwar von Saddam befreit werden wollte, aber nicht um den Preis ihre eigene Identität zu verlieren.
Sprich das annehmen zu müssen was die Amis ihnen vorsetzen.
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20.04.2008 19:07 Uhr von BigMad
 
+4 | -7
 
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@Jean-Dupres: Was hat in Gottes Namen der Einmarsch der Amerikaner (den ich auch für falsch halte), mit der zunehmenden Gewalt gegen Frauen zu tun?

Glaubst du nicht, das du hier Äpfel mit Birnen vergleichst? Wenn mir der Vergleich gestattet ist....
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20.04.2008 19:46 Uhr von mueppl
 
+2 | -2
 
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@Jean-Dupres: "..Denn das Problem ist nicht die dortige Kultur oder Religion..."
In Bezug auf die Gewalt gegen Frauen sehe ich das nicht so - im Gegenteil sie sind die primäre Ursache dafür.
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20.04.2008 22:39 Uhr von jsbach
 
+2 | -1
 
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Dann sag mir mal einer, ob der Islam eine bewundernswerte - wenn überhaupt - Religion ist?
Bitte nicht wieder mit den Kreuzügen und den Hexenvebrennungen anfangen. Das war Gestern aber hier leben wir in der Gegenwart und die im Mittelalter. Unglaublich.
Und die wollen mal die Weltherrschaft mit ihrem räutigem Abschlachten von unschuldigen Frauen...
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21.04.2008 07:16 Uhr von maki
 
+1 | -0
 
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BigMad: "Was hat in Gottes Namen der Einmarsch der Amerikaner (den ich auch für falsch halte), mit der zunehmenden Gewalt gegen Frauen zu tun?"

Ne ganze Menge, denn bis zu deren Überfall hatten die Frauen eine ordentliche Gleichberechtigung - u.A., weil Herr Hussein gewisse Abschäume mit (wie man sieht, notwendiger) harter Hand unten hielt.
Die Amis haben das Gewürm losgelassen und keiner sonst.
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21.04.2008 10:11 Uhr von Excali
 
+1 | -0
 
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Tja und hier bauen wir Moschen mit den Hinweis aus Frieden und Toleranz... ist der Islam nicht toll ?
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23.04.2008 16:19 Uhr von Jean-Dupres
 
+0 | -1
 
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Mehrere Antworten: @jsbach

Wenn du der Überzeugung bist das "wir" in der Gegenwart leben und "die" im Mittelalter, dann solltest du dich erst einmal sehr viel genauer mit der Katholischen Kirche befassen und vorallem dem Katechismus des Papstes.
Dann wirst du spätestens erkennen dass das Christentum ganz und garnicht in der Gegenwart angekommen ist.

(Und ich sage das als christlich geprägter Mensch...)

Der einzige Unterschied zwischen unserer religiösen und deren religiösen Einstellung ist die Tatsache das wir hier dazu übergegangen sind die Kirche als Oberhaupt unseres Lebens abzulehnen, sprich bei uns ist Kirche und Staat voneinander getrennt.
Dort ist Kirche/Glaube und Staat in vielerlei Hinsicht noch immer eins.

@BigMad

Womit ich nun zu dir komme, wobei Maki es schon passend erklärte.
Unter Saddam, gab es die Trennung von Staat und Glaube.
Auch wenn Saddam selbst ein Menschenfeind war, so wurden auch all jene die dem
Glaubensfanatismus angehörten der Kopf gekürzt.
Saddam H. wollte keine "Terroristen" in seinem Land haben, Saddam war auch kein Freund von Bin Laden, er hat in seiner Diktatur jeden fremden Einfluss ausgemerzt.

Auch wenn das folgende wieder mit dem Glauben in Verbindung gebracht werden könnte, so ist das trotzdem auf der Trennung von Glaube und Staat entstanden und zwar die Tatsache das es unter Saddam im Irak z.B. eine reine Universität nur für Frauen gab und auch zahlreiche andere Einrichtungen wo Frauen genau dasselbe tun konnten wie die Männer.

Und du glaubst doch wohl selbst nicht, das jetzt nachdem die Amis dort durch sind und die Islamisten an Macht hinzugewinnen von Tag zu Tag, auch nur irgendeine Frau jemals wieder in der Gleichberechtigung landen wird, wenn die Fanatiker das sagen behalten im Land.
Und die Amis beseitigen grundsätzlich nur das, was ihnen selbst Schaden zufügen könnte. Würde ein Glaubensstaat Irak der beste Freund der USA werden, dann wäre es der US-Administration egal was im Irak geschehen würde.

@mueppl

Das Problem ist nie der Glaube oder die Kultur, denn sonst würdest du damit alle Muslime in gröbster Art und Weise beleidigen.

Das Problem war, ist und wird immer nur eines sein, die Tatsache das viele Menschen viele verschiedene Ansichten über ein- und dieselbe Sache haben.
Der eine sieht es fanatisch, der andere eher gelassen.
Der eine verfolgt ein bestimmtes Ziel und missbraucht eine Sache, ein anderer lebt im Einklang mit seinen Mitmenschen obwohl dieser demselben Glauben oder derselben Kultur angehört.

Wäre allein der islamische Glaube das Problem, dann müssten uns ständig nur islamische Fanatiker (also Islamisten) begegnen, das passiert aber nicht.


@Excali

Wärest du Tolerant und hättest Respekt gegenüber den Menschen die dem Islam angehören, dann würdest du nicht solch einen Schund schreiben.

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