20.04.08 11:22 Uhr
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China: Demos und Boykottaufrufe gegen Frankreich

Während der französische Botschafter Herve Ladsous in der "China Daily" die Vorfälle während des olympischen Fackellaufs in Paris zutiefst bedauert, kam es in mehreren chinesischen Städten zu Demonstrationen gegen die Unabhängigkeit Tibets.

In Kunming und Heifei richteten sich die Proteste auch konkret gegen Frankreich, wo Teilnehmer vor Filialen der französischen Handelskette Carrefour Transparente mit Slogans wie "Sagt Nein zu französischen Waren" präsentierten.

In der Nähe der französischen Botschaft in Peking forderten Protestler "Tibet gehört China" und "Franzosen, haltet den Mund". Im Internet werfen Chinesen dem Carrefour-Teilhaber LVMH vor, den Dalai Lama mit Geldmitteln zu unterstützen, was von dem Konzern umgehend dementiert wurde.


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WebReporter: vostei
Rubrik:   Politik
Schlagworte: China, Frankreich, Boykott
Quelle: www.n-tv.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.04.2008 11:39 Uhr von nee_oda
 
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20.04.2008 11:45 Uhr von Kater Carlo
 
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Ist bestimmt von oben gesteuert: Das hätte jetzt genauso gut England oder ein anderes Land treffen können, in dem gegen Chinas Tibet-Politik demonstriert wurde.

Das beste finde ich das Hakenkreuz auf der franz. Flagge oO...scheint mir, als ob die gar keinen Plan von Europa haben und die Proteste sozusagen "von oben" angeordnet wurden.

Aber naja, wer die Wahrheit nicht verträgt...

MfG

Carlo
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20.04.2008 12:29 Uhr von Rallozek
 
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Ich könnte mich irren, aber das klingt für mich wie "Kauft nicht beim Juden"
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20.04.2008 12:36 Uhr von Götterspötter
 
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China ruft zum Warenboykott auf ?????? LOL ........ wie dämlich ist das denn :):) :D

schaden Sie damit nicht ihrer eigenen Wirtschaft ?

Aber gut .... dann liegt der Handel mit Plagiaten aus dem Reich der Mitte wenigstens bald brach ...

****
Aber wäre ja mal interessant zu wissen, wer den kürzeren zieht wenn Europa auf Produkte aus China verzichtet und umgekehrt :)
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20.04.2008 12:52 Uhr von evilboy
 
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Sollen sie halt machen Mit Louis Karton usw. kann ich doch auch nix anfangen.
Wenn in arabischen Staaten dänische Produkte boykottiert werden, wie ist das dann zu werten?

Im jetzigen Konflikt geht es vor allem um Symbolpolitik.
Vergesst nicht, dass eine Diktatur zunächst ihre eigenen Landsleute unterdrückt.
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20.04.2008 13:23 Uhr von all-in
 
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Ja ja, natürlich können die Chinesen keine eigenen Demonstrationen ohne die Hilfe des Staates veranstalten. Das ist ja auch nur in unserem aufgeklärten und zivilisierten Europa möglich. Andere können das nicht, besonders wenn sich diese Demonstrationen gegen unser ach so rechtschaffenes Europa richten. Dann müssen diese Demos natürlich von der Regierung organisiert worden sein. Kann ja auch gar nicht anders.

[ironie off]

Wieso sollten die Demos nicht eine spontane Reaktion der chinesischen Bürger sein. Die bereiten sich schon jahrelang auf die olympischen Spiele vor, freuen sich darauf und dann sowas. Was kann denn ein normaler chinesischer Bürger dafür, was in Tibet los ist? So ziemlich gar nichts. Und wenn dann alle westlichen Nationen nach einem Boykott der olympischen Spiele schreien, auf die sich die Chinesen so sehr gefreut haben, dann ist es nur verständlich, dass sie verletzt und wütend sind.


Und wenn Rallozek schreibt "aber das klingt für mich wie "Kauft nicht beim Juden"", dann kann ich nur vor Fassungslosigkeit den Kopf schütteln. Wenn westliche Bürger zu einem Boykott der chinesischen Waren auffordern, dann ist es rechtens, sind ja die bösen Chinesen, aberwenn die Chinesen das mit westlichen Produkten machen, dann wird das direkt mit dem Dritten Reich verglichen. Dabei kommt mir so einiges hoch. Diese Doppelmoral und die Überheblichkeit Europas ist kaum noch auszuhalten (Nein, ich bin kein Chinese).

Es herrscht hier ein richtiger Medien-Hype gegen China. Kann man sehr schön beobachten wie sich die Mainstream Medien immer ein neues Opfer raussuchen. Zuerst waren es die bösen Russen mit ihrem KGB-Präsidenten, dann kamen die gewalttätigen Jugendlichen und jetzt ist mal China an der Reihe.

Und die armen Mönche in Tibet, genauso wie der Dalai-Lama sind sicherlich keine Unschuldslämmer wie sie hier in den westlichen Medien stilisiert werden. Ein Ausschnitt aus einem Beitrag des französischen Senatmitgliedes Jean-Luc Mélenchon:

"Der Dalai Lama und andere tibetische Würdenträger haben alles akzeptiert, was das kommunistische China ihnen nach 1951 angeboten hat. So hat zum Beispiel „Seine Heiligkeit“ es nicht verschmäht, den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden des Nationalen Volkskongresses (Parlament) auszuüben. Das lief so bis 1956, als das kommunistische Regime beschloss, in Tibet und den angrenzenden Gebieten die Leibeigenschaft zu beseitigen. Mit dem Bruch einer Tradition, den ich voll und ganz billige, haben die Kommunisten Vorschriften abgeschafft, die die Bevölkerung in drei Kategorien und neun Klassen einteilten, wo das Menschenleben von sehr verschiedenem Wert war. So hatten die Besitzer der Leibeigenen und Sklaven das Recht der Entscheidung über deren Leben und Tod, einschließlich der Folter. Heute spricht niemand mehr davon, welchen Status die Frauen im alten Tibet hatten. Aber man kann sich darüber informieren, wenn es einen interessiert. Der kommunistische Staat hat den gewaltsamen Kämpfen zwischen Lokalfürsten des angeblichen Paradieses der Gewaltlosigkeit ein Ende gesetzt, ebenso den blutigen Strafen, die die Mönche an Verletzern der von ihnen gehüteten religiösen Vorschriften vollzogen . Die tibetische Version der Scharia hat erst mit den Kommunisten ein Ende gefunden."

Dabei weist Jean-Luc Mélenchon am Anfang ganz klar hin, dass er kein chinesischer Kommunist ist: "Ich bin kein chinesischer Kommunist und ich werde nie einer sein."

http://www.uni-kassel.de/...

Die Tatsachen, die er aufzählt werden in den westlichen Medien nicht erwähnt, genauso wie nicht erwähnt wird, dass die jetzigen Ausschreitungen in Tibet mit einem Pogrom der tibetischen Bevölkerung gegen chinesische Händler begonnen hat: "Die Vorfälle in Tibet sind ein Vorwand. Ein Vorwand, geschaffen für ein Publikum, das gewohnt ist, die ständige Wiederholung von Bildern als Beweis zu nehmen, statt selber nachzudenken. Dabei ergibt schon ein genaueres Betrachten dieser Bilder, dass die „Vorfälle von Tibet“ mit einem Pogrom von „Tibetern“ gegen chinesische Händler begonnen haben. In welchem Land der Welt wird gegen solche Ausschreitungen nichts unternommen? Ist das Leben eines chinesischen Händlers weniger wert als das eines „tibetischen“ Demonstranten, der ihn mit dem Knüppel auf der Straße erschlägt?"

Ich würde allen raten den ganzen Artikel zu lesen. Er ist höchstinteressant. Vielleicht blickt man dann auf das ganze Geschehen aus einem anderen Blickwinkel.

Insgesamt finden sich unter folgendem Link viele informative Artikel über die Situation in Tibet, die eine gute Alternative zu den Mainstream Medien liefern:

http://www.uni-kassel.de/...
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20.04.2008 16:13 Uhr von masteroftheuniverse
 
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unfug so wie in unseren medien gerade stimmung gegen china gemacht wird, ist es dort halt andersrum, und wer sich keine eigene meinung machen will schwimmt halt mit..
das is genau wie nach dem 11. september, als jubelnde palästinensiche kinder im westlichen tv gezeigt wurden, die angeblich den anschlag feierten, wobei sich später herrausstellte, dass das fernsehteam süssigkeiten verteilt hat!! :-)
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20.04.2008 16:23 Uhr von masteroftheuniverse
 
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@götterspötter: "Aber wäre ja mal interessant zu wissen, wer den kürzeren zieht wenn Europa auf Produkte aus China verzichtet und umgekehrt :)" dazu kannich nur sagen: jedes 4.auto, dass china importiert ist aus deutschland, die gesamten chinesichen importe machen 1/7 des welthandelsvolumens aus.. wer zieht da nun den kürzeren??
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20.04.2008 16:41 Uhr von all-in
 
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@masteroftheuniverse: Vielleicht hab ich dich falsch verstanden, aber mir scheint es so als würdest du sagen, dass China den Kürzeren ziehen würde.

Wenn das utreffend ist, muss ich dir gewaltig widersprechen. Die EU importierte 2005 chinesische Güter im Wert von 158.098 Mio. Euro, hingegen exportierte die EU 2005 nach China Güter im Wert von "nur" 51.736 Mio. Euro.

http://www.laender-analysen.de/...

(Seite 6)

Die EU ist weit abhängiger von China als China von der EU. Ich glaube es ist glasklar wer den Kürzeren ziehen würde.


@topnewsman

Zölle erhöhen? Schon mal was von der WTO gehört? Wie sagte Dieter Nuhr so schön: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal..." und so weiter und so fort.
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20.04.2008 16:55 Uhr von evil_weed
 
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looool: das bild is geil. französische flagge mit hakenkreuzen und "free corsica" drauf haha

chinazis....
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20.04.2008 17:21 Uhr von all-in
 
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@Zipfi: Ach, der größte Dreck kommt aus China? Dann solltest du mal nachgucken wie viel von deinem Computerzubehör aus China kommt. Dann müsste dein Computer ein ganzer Haufen Dreck sein. Wenn du ne Logitech-Maus hast, hast du schon zumindest ein Produkt aus China und Logitech steht bekanntlich für Qualität und ist recht teuer. Und jetzt stell dir mal vor, alles würde in Europa produziert werden. Dann könntest du für deinen PC glatt das Doppelte hinblättern. Auf der einen Seite schön gegen den "perversen Staat" wettern, aber auf der anderen Seite alles schön billig bekommen wollen. Typisch, typisch. Aber wenn man sich dann gut fühlt, bitte sehr.

@d0m

Sicher kann man das, so lange es nicht unbedingt gegen die Regierung gerichtet ist.
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20.04.2008 17:30 Uhr von masteroftheuniverse
 
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@ all-in: "Die EU ist weit abhängiger von China als China von der EU. Ich glaube es ist glasklar wer den Kürzeren ziehen würde."
meine rede!
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20.04.2008 17:35 Uhr von all-in
 
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@masteroftheuniverse: Dann hab ich dich falsch verstanden ;-)
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20.04.2008 17:39 Uhr von vostei
 
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naja: es ist eher eine gegenseitige Abhängigkeit und die Chinesen sind nicht dumm.

Als es zB um die Preise für die chinesischen Textilien ging haben sie die Ausfuhrzölle tatsächlich erhöht - gleichzeitig aber auch für Rohstoffe, die wichtig zum legieren von Metall sind....
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20.04.2008 17:42 Uhr von masteroftheuniverse
 
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@ alle die von billigzeugs und fälschungen reden: http://www.vauman.de/...
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20.04.2008 17:57 Uhr von vostei
 
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@masteroftheuniverse: hast du auch eine Quelle wie hoch der Anteil der in China produzierten Waren sind, die dort "outgesourcet" von europäischen Firmen "exportiert" werden? Ich such da schon ´ne ganze Weile...
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21.04.2008 02:05 Uhr von A_I_R_O_W
 
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soso, China ist also von Europa etc. unabhängig? Ist es nicht eher so, dass es von den westlichen Unternehmen abhängig ist, die ihre Waren dort produzieren lassen? Chinas Wirtschaft würde über kurz oder lang kollabieren, wenn die westlichen Unternehmen neue Standorte suchen müssten, weil die produzierten Waren nicht verkauft werden können. Wie instabil Chinas Wirtschaft ist, hat man ja vor einigen Monaten gesehen als es an Chinas Börsen krachte.

Wir sind auch von China abhängig, allerdings besitzen wir das Know-How und können auch woanders produzieren lassen... ;)
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21.04.2008 11:40 Uhr von Reefer187
 
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Land nicht mehr besuchen mehr benötigt es nicht.

Betreff Abhängigkeit, China da oder nicht, kommt schlussendlich nicht drauf an. Verrecken werden wir daran nicht.
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21.04.2008 16:21 Uhr von all-in
 
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@airow: Von wem wird die europäische Politik gesteuert? Antwort: Von der Wirtschaft. Ergo auch von den Unternehmen, die in China produzieren, weil es dort billiger ist und die Chinesen gut ausgebildet sind (Die Chinesen sind um längen fleißiger als die Europäer). Und jetzt muss man sich fragen, ob sich die europäische Politik nun gegen China stellen wird. Die Amerikaner sehen eine Bedrohung in China für ihre Geopolitik, betreiben aber trotzdem fleißig Handel mit China.

Und was vor ein paar Monaten an der chinesischen Börse passiert ist, war keine richtige Instabilität. Die Kurse sind ein bisschen abgesackt, nichts außergewöhnliches.

Zu behaupten die Chinesen hätten kein Know-How ist ein wenig ignorant. Ich sage dazu nur: "Taikonaut". China hat jetzt einen eigenen Transrapid entworfen, zwar von den Deutschen kopiert, aber das Know How haben sie jetzt. Es dauert nicht mehr lange, da werden die Chinesen die westliche Welt in allen Bereichen eingeholt und wahrscheinlich auch überholt haben.
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21.04.2008 21:03 Uhr von canada-chris
 
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Kinderkac*e: Das is doch echt wie im Kindergarten mit der Chinesischen Regierung ...

Damals als die Merkel den Dalai Lama eingeladen hat haben die auch einen auf "beleidigte Leberwurst " gemacht und ihre Botschafter abgezogen .

Und nun haben die im Netz gelesen (oder von der Regierung gesagt bekommen ) das chinesische Waren boykottiert werden sollten , und jetzt drehen die den Spieß in den Medien um ...-selbst das ist ein Plagiat !!!! :-)
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25.04.2008 16:49 Uhr von Thimphu2003
 
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ich plädiere für einen Boykott von chinesischen Organen. Da wird einem schlecht und man bekommt unendliche Wut.

Siehe:

http://www.transplantation.de/...

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