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Künstler möchte sterbenden Menschen ausstellen

Der Künstler Gregor Schneider möchte auf einer Ausstellung einen Menschen zeigen, der während dieser Ausstellung an einem natürlichen Tod stirbt oder vor kurzem verstorben ist.

Der 39-jährige Aktionskünstler möchte damit die Schönheit des Todes zeigen. Eine Ärztin einer Privatklinik soll ihm bei der Suche nach einem Freiwilligen behilflich sein. Das öffentliche Sterben soll im Museum Haus Lange in Krefeld stattfinden.

Bereits vor drei Jahren provozierte der Künstler mit der Aufstellung eines schwarzen Kubus in Hamburg, der die Kaaba, das zentrale Heiligtum des Islam, symbolisiert.


WebReporter: Jimyp
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Mensch, Künstler, Erbe
Quelle: www.bild.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2008 20:11 Uhr von coelian
 
+6 | -33
 
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19.04.2008 21:12 Uhr von E-Woman
 
+13 | -4
 
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Wenn ich nur: den Ausdruck "Aktionskünstler" lese, dann kann man schon nichts gutes dahinter vermuten.Ist wohl bei dem von Hagen in die Lehre gegangen?
Haupsache Publicity um jeden Preis.
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19.04.2008 21:12 Uhr von masteroftheuniverse
 
+12 | -4
 
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wenn keiner hingeht isses auch keine kunst! aber vielleicht sollte man den typ lieber nicht mit einer leiche alleine lassen...;-)
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19.04.2008 21:43 Uhr von kathrinchen
 
+9 | -1
 
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So ziemlich jeder sieht in seinem Umfeld mal oder auch mal öfter jemanden sterben. Auch ich habe dabei schon wahrgenommen, dass der Tod auch eine Art Erlösung sein kann. Ob allerdings der Tod für den Betreffenden schön ist, kann und möchte ich nicht beurteilen.
Meiner Meinung nach sollte sich dieser "Künstler" mal auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen.
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19.04.2008 22:49 Uhr von casus
 
+16 | -6
 
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Er wird Menschen finden Nichts ist einfacher als sich über eine "Ungeheuerlichkeit" aufzuregen.

Aber wie ist das eigentlich, wenn jemand völlig allein stirbt? Im Augenblick des Todes nicht einmal weiß wann und ob er überhaupt gefunden wird?

Früher war es völlig normal, das die Umgebung teil genommen hat. Da lag man nicht alleine in einem Krankenzimmer mit einer blinkenden und klickenden Maschine oder lief Gefahr das es Wochen dauern konnte, bis überhaupt jemand merkte, das man sich nirgends mehr blicken lies. Durch besorgte Nachbarn wird man heutzutage entdeckt, weil sie sich um ihr eigenes Wohlbefinden kümmern und sich an dem Geruch des Verwesungsvorganges stören der durch das Treppenhaus zieht. (Wie konnte der Mensch sich nur erlauben hier bei sich zu hause zu sterben, hätte er nicht in ein Heim gehen können?)

Wer von den hier lesenden will wirklich allein sein, wenn er oder sie irgendwann einmal sterben? So ganz allein, niemand bekommt es mit, niemand ruft an, niemanden interessiert es wirklich.

Als meine Oma im sterben lag, bekam sie Besuch. Von den Nachbarn, den Freunden und anderen Menschen die sie kannten. Sie verabschiedeten sich, wussten sie doch nicht ob sie beim nächsten Besuch noch leben würde.

Sie wollte nicht mehr, hatte mit ihren über 90 Jahren genug erlebt, wie sie sich ausdrückte. Aber eins wollte sich nicht, allein ins Krankenhaus. Davor hatte sie Angst. Sie war sogar im Augenblick ihres Todes nicht allein. Meine Mutter und ich waren im Zimmer. Ich hatte ihre Hand gehalten als sie Nachts um Punkt 3:00 h verstarb. So ein exakter Todeszeitpunkt im Totenschein sei für Menschen die zu hause sterben selten, habe ich mir sagen lassen.
Danach wurde sie offen aufgebahrt und so hatten die Menschen im Dorf, die sie zuvor schon Besucht hatten Gelegenheit endgültig von ihr Abschied zu nehmen.

Jetzt kommt da ein Künstler und schafft es, diesen häufig verdrängten Teil des Lebens wieder ins Bewusstsein zu rücken.

Man mag sich über die Schlagzeile aufregen oder den "Tabubruch", wenn das aber dazu führt, dann auch nur ein Mensch mehr seinen letzten Wunsch erfüllt bekommt nicht allein zu sterben, weil er oder seine Umgebung sich rechtzeitig damit auseinander gesetzt hatte, dann muss ich sagen, gut so.

Meine andere Oma ist allein gestorben, aber auch in dem Bewusstsein, das ihr Sohn, mein Vater, sie finden würde. Er war zu Besuch am nächsten Tag angekündigt.

Ich bin heute noch dankbar für dieses Erlebnis und denke immer wieder darüber nach, frage mich was ich selbst wollen würde.

Aber es ist wohl leichter sich mit dem Geisteszustand des „Künstlers“ zu beschäftigen, als sich mit dem Fall der Fälle auseinander zu setzen. Ich denke mal letzteres ist es wohl, was er will und hoffentlich bei einigen Menschen wohl auch erreicht hat. Ob sein Vorhaben nun realiert wird oder nicht.
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19.04.2008 23:14 Uhr von Elessar_CH
 
+6 | -17
 
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19.04.2008 23:34 Uhr von xlibellexx
 
+3 | -7
 
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???? wenn ich mir schon sein Gesicht anschaue: sieht er net gerade gesund aus , dieses Blase gesicht !! ausdruckslose augen , bestimmt waren seine Vorfahren Leichenesser ....... oder noch Schlimmer .... Krank ... schon allein sein Anblick Kalt und Gefühlslos ... da brauch er niemanden hinstellen , es reicht schon aus das er sich hinstellt ....erfülllt auch seinen Zweck , Armer Idiot sag ich da nur ....
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20.04.2008 00:09 Uhr von Borgir
 
+7 | -1
 
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damit soll er doch: ein paar jahre warten und dann kann er sich selbst ausstellen.
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20.04.2008 04:15 Uhr von wildmieze
 
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hmm wenn ich wüsste, ich würde bald sterben .. hätte keine familie, keine freunde, und soll in nem krankenzimmer rumliegen, bis es soweit ist .. ich glaub, da würde ich so ein angebot fast annehmen.. wobei man sich natürlich schwer in so eine situation reindenken kann ..
.. allerdings würde es mir missfallen, daß er damit "die schönheit des todes" darstellen will .. mag sein, daß der tod für den betreffenden schön ist, keine ahnung .. aber mit sicherheit nicht für die angehörigen ..
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20.04.2008 06:35 Uhr von GenussKonsum
 
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Die Gaffer: Ohne Zuseher, Gaffer und Applausklatscher keine Aktionskunst! Alle die sich sowas ansehen sollten mal ein Wochenende direkt mit sterbenden Menschen in Krankenhäuern, Hospitzen etc. konfrontiert werden.

http://www.wahlplattform.de/...
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20.04.2008 08:24 Uhr von _BigFun_
 
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Kunst ist sicher vieles , aber der Junge ist eher ein wenig Krank in der Birne - kann man so Penner nicht einfach zwangswegsperren?
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20.04.2008 08:48 Uhr von bommeler
 
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na klar, 20 euronen eintritt, ist ja ein kunstwerk, genau wie es der kranke hagen macht, vor aller augen leichenteile zu sezieren und auszustellen, einfach krank
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20.04.2008 09:56 Uhr von seto
 
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@krefeld?? ^LOL^ das ist rein zufällig mein heimatort :P mal schauen wann der typ kommt^^
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20.04.2008 10:50 Uhr von müderJoe
 
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hilfe: nene, ich meine, der kann sich da ja selber an den Gelgen hängen. Aber einen anderen Menschen da sterben zu lassen finde ich einfach nur bwääh!
Der gehört selber an den Galgen!
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20.04.2008 13:41 Uhr von aquarius565
 
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Perverser: geht es wohl nicht?!!!
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20.04.2008 14:47 Uhr von 1337expy
 
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An diesem Punkt hört für mich der Begriff Kunst auf.
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20.04.2008 14:55 Uhr von DirkKa
 
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Die Schönheit des Todes zeigen ??? Dann soll er mal in ein Unfallkrankenhaus gehen und sich die Opfer von Autounfällen, Flugzeugabstürzen etc. anschauen. Dann soll er noch einmal von der "Schönheit des Todes" reden.
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20.04.2008 17:05 Uhr von ostblogger
 
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hallo Welt: Wenn ich "langsam sterbende" und "leidende" Menschen sehen will, gehe ich zum Jobcenter !!

"Stirb langsam IV"
(mit dem Bundesverdienstkreuzträger Hartz in einer der Hauptrollen)

Schluss mit dem Dahin-Vegetieren,
sagen die Einen machen daraus eine Kunst, die Anderen daraus einen Verwaltungsberuf.

Die Welt besteht aus Einsen und Nullen.
Die Einsen tragen Krawatten !

>ö//--
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20.04.2008 17:12 Uhr von arbeitslos_12345
 
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Das ist ja wohl: total lächerlich. Ich hab keinen Plan, was er damit bewirken will. Dass sich danach auf einmal Menschen auf den Tod freuen? Und außerdem, wer würde das bitte freiwillig machen? Ich würde mich unglaublich wundern, wenn er einen Menschen auf der ganzen Welt findet.
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20.04.2008 19:26 Uhr von Freak3
 
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Krank: Ich persönlich halte von solcher "Kunst" rein gar nichts. Aber je mehr man ihn dafür öffentlich kritisiert und angreift, desto mehr bekommt er das was er will: Aufmerksamkeit.
Würden ihn alle konsequent ignorieren und seine "Ausstellung" einfach meiden, dann würde er seine Projekte wohl bald aufgeben.

Und ja, es ist merkwürdig wenn ich schreibe man sollte ihn ignorieren und dann schreibe ich so etwas über ihn.
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20.04.2008 22:48 Uhr von Pazifistin007
 
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einfach ekelhaft: sowas hat nicht mal einen kommenatr verdient.....
ähnelt einbisschen der geschichte mit da vinci (der war es doch oder?)der leichen ausgegraben hat und sie aufgeschnitten und dann gemalt hat.....igitt
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20.04.2008 23:55 Uhr von cheetah181
 
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Pazifistin007: Richtig, und ohne Leute wie den hätte man sehr lange Zeit nichts über die Physiologie des Menschen gewusst...

Das hier ist was ganz anderes, aber wenn er jemanden findet der da mitmacht, ist das dessen Sache. Angucken würde ich es mir aber nicht.

Bei Kommentaren wie dem, fragt man sich wer hier pervers ist:

"Da sperr ich den Kerl erst mal 2 Wochen ohne Essen und mit wenig Wasser in nen Glaskäfig. Dann erschiess ich den und lass ihn noch 2 Wochen liegen.

Ich hätt echt Lust den zu erschiessen."
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21.04.2008 08:39 Uhr von geilomator
 
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Mit Vorsicht zu genießen: Nur weil etwas nicht ausschließlich in der Blöd steht, heißt es noch lange nicht, dass diese Meldung nicht von der Blöd ausgeht. Es ist schon oft genug vorgekommen, dass die anderen Zeitungen sich auf die Blöd beriefen.

Es muss sich allerdings nicht um eine Ente handeln - eine Schöne Idee wäre es, wenn Herr Schneider sich selbst als KunstOBJEKT für diese Austellung zur Verfügung stellt. Die richtigen Bedingungen lassen sich problemlos einrichten.
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21.04.2008 12:52 Uhr von maki
 
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Diskunsted nenn ich sowas. Denn "entartet" sagt man nicht mehr.
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21.04.2008 13:25 Uhr von Lolali
 
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das ist doch pervers, nicht mal mehr vor dem Tod haben die Menschen Achtung.

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