19.04.08 18:48 Uhr
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Berlin: Prochinesinische Demonstration gegen Medienberichterstattung

In Berlin kam es zu einer Demonstration gegen die Berichterstattung deutscher Medien über China. nach Polizeiangaben zogen ca. 2.800 Chinesen durch die Stadt.

Ihr Protest richtete sich vor allem gegen die "Nachrichtenverfälschung in deutschen Medien".

Ferner wurden Forderungen wie "Schluss mit Dämonisierung", "Olympia dem Sport und nicht der Politik" und "Tibet war, ist und wird immer ein Teil Chinas sein" auf Transparenten gezeigt.


WebReporter: mamuko
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Demonstration, Medium
Quelle: www.tagesschau.de
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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2008 18:45 Uhr von mamuko
 
+0 | -0
 
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Ich finde unsere Meinungsfreiheit echt klasse.
Vielleicht könnte ja mal eine Gegendemo auf dem Platz "Des Himmlischen Friedens" abhalten und schauen ob das auch "ohne Zwischenfälle" abgeht...
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19.04.2008 19:09 Uhr von Jimyp
 
+7 | -8
 
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Würde mich mal interessieren, ob die Teilnehmer eine Nachricht aus der Heimat bekommen haben! "Entweder ihr demonstriert oder eure Verwadten verlieren Haus und Hof."
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19.04.2008 19:12 Uhr von Kwest
 
+3 | -2
 
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hat: auch seine Daseinsberechtigung wie ich finde
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19.04.2008 19:22 Uhr von metzner
 
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Jimyp: Oh nein. Die Chinesen sind persoenlich veraergert. Selbst Regimegegner stehen jetzt hinter der Regierung. und auch in Deutschland sind viele Chinesen (sogar welche mit deutschem Pass) veraergert ueber die nicht objektive Berichterstattung...

Bei CNN und BBC wurden Filme gezeigt, wie Polizisten Moenche niederknueppelten, und behauptet, die Chinesen misshandeln die Tibeter. DUMMERWEISE WAREN DIE AUFNAHMEN ABER AUS INDIEN UND NEPAL! (Was Chinesen sofort erkennen and den Ladenschildern, Plakaten, usw.) Es waren also Inder und Nepalesen, die die Tibeter misshandelten....

Desweiteren wurde bei vielen Sendern zumindest anfangs nicht gezeigt, wie Randalierer Chinesische Laeden anzuendeten und die Menschen drinnen nicht rausliessen.
Das war "natuerlich" im Chinesischen Fernsehen zu sehen.

So haben die meisten Chinesen nun den Eindruck, dass die westlichen Medien bewusst falsch berichten und die Bevoelkerung gegen China aufhetzen...

Ich weiss, dass das so nicht stimmt, da man ja viele objektivere Medien (ZEIT, FAZ,...) anschauen kann, nur die meisten Chinesen haben da keinen Zugang und eine riesige Sprachbarriere..
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19.04.2008 19:29 Uhr von Jimyp
 
+4 | -6
 
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@ metzner: Und was machen die chinesischen, vom Staat kontrollierten, Medien? Die verbreiten auch nur das, was dem Staat zugute kommt! Wie sollten Chinesen hier in Deutschland wissen, was dort wirklich abläuft? Die lesen, was auf chinesischen Websites steht, und halten das für die Wahrheit.
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19.04.2008 19:57 Uhr von metzner
 
+4 | -2
 
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@Jymip: Die Chinesen in Deutschland lesen zwar ihre websites, klar!
Aber die meisten die ich kenne, schauen auch Deutsches Fernsehen... Und wenn dann solche "Pannen" passieren, wie die, die ich beschrieben habe, werden die halt aergerlich!

Wuerdest Du vielleicht auch, wenn Du mal im Ausland bist, und ueber Deine Heimat aus Deiner Sicht total falsch und einseitig negativ berichtet wird!

Wenn du in Italien waerst, und ploetzlich hiesse es ueberall: dieDeutschen waren primitive Rassisten, die vor allem Auslaenderkinder vergewaltigen und anschliessend vierteilen, damit sie in die Tiefkuehltruhe passen, dann wuerdest Du Dich auch angegriffen fuehlen... (Gott sei Dank ist das nicht so!)
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19.04.2008 20:40 Uhr von bbalthasar
 
+2 | -1
 
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Würde ... ??? !!! Würde mich mal interessieren, wie kann man so kreativ denken, derartige absurde Geschichte auszudenken, ohne irgend ein bißchen Ahnung über CHINA (oder, besser gesagt, bis zum die Propaganda unter der Flagge von Pressefreiheit) zu haben. Hoch Achtung, für den Mut so was zu äußern!!!
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19.04.2008 21:07 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -1
 
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Tatsache ist aber daß Chinesen im eigenen Land nicht mal die eigene Regierung kritisieren dürfen ohne dafür eingelocht oder gar exekutiert zu werden, obwohl sie dieses Recht eigentlich schriftlich hätten.
Auch wurde beim Entzünden der Flamme die Kamera weggedreht als ein Demonstrant ins Bild lief.

Ich will nicht ausschließen daß einige freie Medien auch nach dem Motto handeln "Alle hauen auf China drauf - da hauen wir mit, das bringt Quote". Aber insgesamt ist die Presse hierzulande deutlich korrekter als in China. Alleine weil kritische Journalisten und Demonstranten nicht eingesperrt, oder erschossen - wie in Rußland, werden.

Darüber hinaus wollen die Tibeter - soweit ich weiß - garkeine völlig Abspaltung von China sondern nur das Zugeständnis einer gewissen Autonomie. Das sollte doch machbar sein, mit etwas gutem Willen.
Leider zeigte schon der Fall Hongkong, daß der chinesischen Zentralregierung jede Form von Eigenverwaltung und selbständiges Denken ein Dorn im Auge ist.
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19.04.2008 22:15 Uhr von Hawkeye1976
 
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Ausländische Journalisten werden systematisch behindert, Quellen/Informanten bedroht oder eingesperrt und auch die Journalisten werden von den Bütteln der Staatsmacht angegangen......und dann wundert man sich über eine entsprechende Berichterstattung?
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19.04.2008 22:16 Uhr von metzner
 
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@CHR.BEST: Warst Dumal in CHina?
Hast Du gesehen, wie CHinese exekutiert wurden, weil sie anderer Meinung als die Regierung waren?

Ich lebe hier seit vielen Jahren! Und ich bekomme mit eigenen Augen und Ohren mit, dass und wie die CHinesen ganz offen diskutieren - auch ueber korrupte Politiker, Missstaende usw.

Tibet ist uebrigens eine "Autonome Region". Was die Tibeter wollen, ist eine Wiederaufstehung eines Grosstibets, dass es seit dem Mittelalter nicht mehr gibt. - Daher auch die Unruhen in Nepal und Nordindien! (Darueber wurde vergleichsweise wenig berichtet.)

Der Dalai Lama ist ein netter aelterer Herr, der aber nicht mehr den Einfluss hat auf die jungen Tibeter wie frueher. Er kan viel von friedlich reden, und sogar mit seinem Ruecktritt drohen, wie voe ein paar Wochen,aber ob die hoeren bezweifle ich.
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19.04.2008 23:28 Uhr von evil_weed
 
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künstlich: die nationalisten regen sich nur künstlich auf über etwas dass vor ein paar wochen passiert ist, damit sie nicht mit der wahrheit konfrontiert werden: dass es vielen menschen in tibet scheisse geht.

hauptsache krampfhaft gegen die unabhängikeit argumentiert, obwohl kaum jemand unabhängigkeit fordert. und damit schön an den menschenrechtsfragen vorbeiargumentiert.

die ach so stolzen nationalisten ziehen den schwanz ein, wenns um menschenrechte geht. aber wenns darum geht argumente zu finden warum tibet seit 234892342 jahren ein teil von china ist, da reissen sie das maul auf...
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19.04.2008 23:45 Uhr von metzner
 
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evil_weed: Lies mal bei Erich Wickert nach, ehemaliger Botschafter und hochrangiger Deutscher Regierungsbeamter...
Diesgalt bis zum Einmarsch der Chinesen

Das Bild des "alten Tibet" (vor 1950), wie es, verbreitet über unzählige Bücher und Schriften, heute im Westen geläufig ist, zeigt das eines Paradieses auf Erden - des mythischen Shangri-La -, das den Menschen ein glückliches und zufriedenes Leben in Einklang mit sich selbst, mit der Natur und den Göttern zu führen erlaubt habe. Laut Dalai Lama sei dies dem fortwährenden Einfluß des Buddhismus zu verdanken gewesen, durch den eine "Gesellschaft des Friedens und der Harmonie" entstanden sei.

Die moderne Geschichtsschreibung weiß indes längst, daß Tibet bis zur Invasion der Chinesen keineswegs die paradiesische Gesellschaft war, die der Dalai Lama ständig beschwört. Für die große Masse der Bevölkerung war das "alte Tibet" tatsächlich eben jene "Hölle auf Erden", von der in der chinesischen Propaganda immer die Rede ist, und aus der das tibetische Volk zu befreien als Legitimation und revolutionäre Verpflichtung angesehen wurde für den Einmarsch von 1950.
Die herrschende Mönchselite beutete Land und Menschen mit Hilfe eines weitverzweigten Netzes an Klostereinrichtungen und monastischen Zwingburgen gnadenlos aus. Der relativ kleinen Ausbeuterschicht - ein bis eineinhalb Prozent - stand die große Masse der Bevölkerung als "Leibeigene" beziehungsweise "unfreie Bauern" gegenüber. Die Steuer- und Abgabenlasten, die diesen Menschen aufgebürdet wurden, drückten sie unter die Möglichkeit menschenwürdiger Existenz. Bitterste Armut und Hunger durchherrschten den Alltag in Tibet; es gab keinerlei Bildungs-, Gesundheits- oder Hygieneeinrichtungen (außerhalb der Klöster). Privilegierte beziehungsweise benachteiligte Lebensumstände wurden erklärt und gerechtfertigt durch die buddhistische Karmalehre, derzufolge das gegenwärtige Leben sich allemal als Ergebnis angesammelten Verdienstes respektive aufgehäufter Schuld früherer Leben darstelle.
Das tibetische Strafrecht zeichnete sich durch extreme Grausamkeit aus. Zu den bis weit in das 20. Jahrhundert hinein üblichen Strafmaßnahmen zählten öffentliche Auspeitschung, das Abschneiden von Gliedmaßen, Herausreißen der Zungen, das Abziehen der Haut bei lebendigem Leibe und dergleichen.
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20.04.2008 00:21 Uhr von Borgir
 
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die hetzkampagne: gegen china ist total aus dem ufer gelaufen. natürlich bauen die einigen mist, aber das tut unter anderem amerika auch. und da interessiert es keinen
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20.04.2008 18:31 Uhr von denksport
 
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Habe zwar keine Ahnung: Aber die einseitige, mit wenigen Hitergrund-Details ausgestattete Stimmungsmache gegen China kam mir von Anfang an seltsam vor. Also gegen Menschrenrechtsverletzung sein ist gut, aber die ganzen News dbzgl. hatten wenig Substanz die ins Detail gingen.
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20.04.2008 18:33 Uhr von denksport
 
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Nicht vergessen: die ganze westliche Welt, insbesondere die USA geht das Muffensausen bzgl. der erblühenden Wirtschaftsmacht China.
Zeitgliech Negativ-Propaganda über China... irgendwie ein bekanntes Muster.
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20.04.2008 20:10 Uhr von maki
 
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Danke Ralf, dass Du Dich endlich auch mal zum Thema meldest. :-)
*daumenhochreck*

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