19.04.08 11:33 Uhr
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Organspender wieder aufgewacht

Nach einem schweren Autounfall wurde ein junger US-Amerikaner bereits für die Organtransplation freigegeben, als sich plötzlich herausstellte, dass der 21-Jährige doch noch nicht, wie von den Ärzten behauptet, hirntot war. Zuvor stimmten die anwesenden Eltern der beabsichtigten Organentnahme zu.

Der komatöse, bewegungsunfähige Mann bekam, wie er später bekundete, alle Gespräche mit, wäre am liebsten vom Tisch gesprungen. Verzögerungen bei der Organtransport-Flugbereitschaft und der Aufmerksamkeit seiner zum Abschied anwesenden Cousine verdankte der Verunglückte sein Überleben.

Um die Reaktion zu testen, zwickte die gelernte Krankenschwester ihrem Cousin in den Finger. Dieser zuckte daraufhin mit dem Arm. Die Neurologen führten sofort ein EEG durch. Dabei wurden Hirnströme erkennbar. Der Patient wurde umgehend auf die Intensivstation verlegt, auf der er fünf Tage später aufwachte.


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WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Organ, Organspende
Quelle: www.krone.at

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2008 11:35 Uhr von Borgir
 
+63 | -5
 
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und wieder: ein bericht, der die organspende in ein schlechtes licht rücken wird.
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19.04.2008 11:42 Uhr von Bokaj
 
+63 | -3
 
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Das ist der Hammer: Es ist doch Pflicht, die Hirnströme eines Organspenders zu prüfen, bevor überhaupt eine Organspende durchgeführt werden darf.
Was waren denn das für Ärzte???
Oder wurde dieser Bericht nur geschrieben, um Organspender abzuschrecken?

Wenn das war ist, gehören die Ärzte bestraft. Sie haben ihre Arbeit nicht sorgfältig getan und beinahe einen Menschen getötet.
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19.04.2008 11:43 Uhr von Bokaj
 
+25 | -11
 
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"wahr" statt "war": Für die Rechtschreibfreaks :-))
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19.04.2008 11:46 Uhr von LuckyBull
 
+22 | -3
 
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Ein Albtraum, da sieht man: wieder, dass es manchmal Glücksache ist, in eine Klinik gerade zu einem Zeitpunkt oder Ort eingeliefert zu werden, wo die Ärzte fit und verantwortungsbewusste Arbeit leisten. Dort in Oklahoma sah es so aus, als hätten sie verstärktes Interesse an der (lukrativen) Verwertung von Organen...
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19.04.2008 11:53 Uhr von chris1987
 
+4 | -56
 
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19.04.2008 12:17 Uhr von antivirus32
 
+7 | -3
 
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die: waren mal wie so immer auf die gesunden organe scharf ansonsten haette vorher jemand von dort den test durchgeführt glaub auch das manch anderer organspender noch leben würde
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19.04.2008 12:29 Uhr von gurumane
 
+10 | -0
 
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Lebend? Wer weis wie vielen Organspendern die Teile bei vollem Bewustsein entnommen wurden? Hirntote brauchen ja keine Narkose.
Als meine Schwiegermutter starb redeten Ärzte und Schwestern in Ihrem Beisein als wenn sie schon tot wäre. Koma, die kriegt nix mehr mit. Ich habe ihre hand genommen, sie gebeten bei bejahung einer Frage zweimal zu drücken, bei Verneinung einmal. Das klappte wunderbar. Von wegen: kriegt nichts mehr mit.
Daher bin ich sehr sicher dass das Geschilderte öfter vorkommt als man denkt.
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19.04.2008 12:33 Uhr von coolio11
 
+14 | -1
 
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@chris1987: könntest du bitte bei deinen zukünftigen Beiträgen auf die richtige Rechtschreibung achten? Bei deinem Geschreibsel kann es einem nur grausen.
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19.04.2008 12:33 Uhr von floh13o7
 
+10 | -7
 
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Ich behalte meinen Organspendeausweis trotzdem, ich vertraue unseren Ärzten.
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19.04.2008 12:37 Uhr von designkey
 
+6 | -2
 
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die Frage ist: wieviele Menschen jetzt wegen diesem Vorfall - wegen wenigeren Organspendern - sterben.
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19.04.2008 12:48 Uhr von Hier kommt die M...
 
+11 | -1
 
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naja: ob man da den Ärzten einen Vorwurf machen kann?

"Inzwischen kann Dunlap wieder laufen und normal sprechen. Er hegt keinen Groll gegen die Ärzte: "Ich habe mir die ersten Testergebnisse selbst angeschaut. Es gab wirklich keine Anzeichen für Hirnfunktionen." Deshalb ist auch seine Mutter Pam überzeugt: "Es war ein Wunder, bei dem Gott die Hand im Spiel hatte.""

Es ist eben ein schwieriges Thema und selbst wenn die vorgeschriebenen Reflextests alle negativ ausfallen, muss deswegen ja auch eine bestimmte Zeitspanne zwischen festgestelltem Hirntod und Explantation eingehalten werden.
Wobei leider nicht einmal eine Nulllinie im EEG das völlige Aussetzen des Gehirns beweisen kann, da mit dem EEG nur die Hirnströme bis in eine Tiefe von 3 oder 4 Millimetern nachweisbar sind, aber nicht weiter im Inneren.

Übrigens ist ein EEG nicht immer und überall zur Absicherung eines Hirntodes vorgeschrieben, falls das nicht bekannt sein sollte.

Die Vorschriften für die Todesfeststellung bei Organentnahmen sind auch ziemlich paradox..immerhin muss das Herz trotz angeblichem Tod ja noch kräftig schlagen und die übrigen Organe ebenfalls funktionieren..bis auf das Gehirn eben.
Also sind die Vorschriften sowieso 1968 mehr oder weniger willkürlich festgelegt worden und die Leute, die ab da als tot galten, wären nach alter Definition noch lebendig gewesen bzw. hätten im Sterben gelegen.

Der Fall zeigt höchstens einmal mehr, dass man die Definition von hirntot und die Vorschriften für Organentnahmen evtl. überdenken sollte.

In Deutschland ist bei den Entnahmen übrigens eine Vollnarkose des Spenders vorgeschrieben...angeblich, um bestimmte Reflexe zu vermeiden..oder doch, um dem Opfer Schmerzen zu ersparen, die es doch angeblich nicht spürt, weil es ja tot ist?

Ich denke, es ist alles nicht so einfach, wie es uns Medizin und auch die Politik mit den Aufrufen zur Organspende manchmal weismachen möchte..trotzdem habe ich mich persönlich für eine Organspende entschieden :)
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19.04.2008 13:27 Uhr von fir3
 
+10 | -1
 
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Stellt euch mal vor ihr würdet bei Bewusstsein, aber vollkommen bewegungs- und handlungsunfähig auf einem Bett im Krakenhaus liegen während andere über über eure Organentnahme reden.
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19.04.2008 13:36 Uhr von Jimyp
 
+12 | -8
 
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Und deshalb besorge ich mir keinen Spendeausweis und lehne das strikt ab! Ärzte sind auch nur Menschen und machen Fehler. Sowas kann immer wieder passieren!
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19.04.2008 14:01 Uhr von BenPoetschke
 
+12 | -0
 
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Eines ist auf jeden Fall sicher, nach ausgedehnter Organspende ist der Proband tatsächlich tot.
Also ist zumindest die Gefahr lebendig begraben zu werden ziemlich gleich null...
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19.04.2008 14:05 Uhr von Rhino
 
+9 | -0
 
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Mir ist auch so ein Fall bekannt: Ein Freund von mir hat seinen Zivildienst beim Roten Kreuz geleistet. Er erzählte mir folgendes:Bei der relativ langen Reanimation eines Unfallopfers hatte der Notarzt den Fall schon aufgegeben. Mein Freund machte trotzdem "freiwillig" mit der Herzmassage weiter und der Patient kam tatsächlich wieder zurück zu den Lebenden. Wenn der einen Organspenderausweis gehabt hätte...

Der Vorfall hat ihn übrigens sehr beegt und seine spätere Karriere beeinflusst. Er ist mittlerweile Arzt.
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19.04.2008 14:10 Uhr von blumento-pferde
 
+5 | -1
 
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@Rhino: Und damalige Arzt wurde zum Zivi degradiert? ;-)
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19.04.2008 14:31 Uhr von Hebalo10
 
+8 | -2
 
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Organspender: hin oder her, wenn er kein Organspender gewesen wäre, hätte man ihn gleich zur Bestattung frei gegeben, bzw. obduziert.

Potenzielle Spender bleiben noch eine Weile länger an den lebenserhaltenden Apparaten, in diesem Sinne kann er froh sein, Organspender zu sein und eine solch aufmerksame Cousine zu haben.

Auch in der heutigen Zeit kommt es hin und wieder vor, dass ein Mensch zu unrecht für tot erklärt wird, allerdings ist ein solcher Vorfall in einer Klinik mit all ihren Möglichkeiten mehr als peinlich.
Bei einem Landarzt, der vorschnell einen Totenschein ausstellt, "könnte" man dies vielleicht noch verstehen. Aus diesem Grund war in der früheren Zeit die Angst vor dem Scheintod recht verbreitet und es wurden die unmöglichsten Apparaturen erfunden, sich aus dem Sarg noch melden zu können.
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19.04.2008 15:22 Uhr von cronixs
 
+6 | -0
 
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Wow: Das muss ja nen Horror sein.. Wenn ich schon dran denke.. Oh man.. Der arme Mann.. Wer weiss wie oft sowas passiert ohne dass das so gut ausgeht :/
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19.04.2008 15:33 Uhr von Nuffel
 
+4 | -4
 
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soviel dazu: das ist so eine sache mit der organspenderei, ich habe so meine bedenken gegenüber einem solchen organspenderausweis. Genau aus diesem Grund.
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19.04.2008 15:39 Uhr von evilboy
 
+5 | -6
 
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Versuchter Totschlag durch Unterlassen? Hoffentlich wird der Verantwortliche auch rechtlich zur Verantwortung gezogen.
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19.04.2008 16:01 Uhr von BeMiJa
 
+12 | -4
 
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Fake: Ich habe schon mehrfach den Hirntod festgestellt als Arzt auf der Intensivstation. Die Vorschriften dazu sind eindeutig und umfassend. Das bei dem erwähnten Fall etwas nicht stimmen kann, sieht man schon daran, dass beim Hirntod in jedem Fall die Eigenatmung nicht mehr nachweisbar ist (übrigens Inhalt eines der Tests). Nun erkläre mir mal jemand, wie jemand ohne Eigenatmung auf der Normalstation liegt und erst nach später auf die Intensivstation verlegt wurde. Beatmung geht nur auf der Intensivstation. Das beschriebene Phänomen der motorischen Reaktion auf äußere Reize ist jedoch gerade kein Kriterium für den Hirntod. Eigenreflexe (siehe unter Wikipedia o.ä.) funktionieren auch ohne Hirn, da die bereits im Rückenmark "umgeschaltet" werden. Es ist sogar garnicht selten, dass Hirntode Patienten Eigenbewegungen zeigen. Das kann natürlich beim medizinischen Laien Verwirrung stiften, ändern aber nichts am Hirntod.
Die stellenweise unqualifizierten Kommentare hier dazu in dem Stile "...das Herz schlägt ja noch.." u.ä. zeugen einfach nur von fundierter Unkenntnis oder noch schlimmer gefährlichem Halbwissen. Auch Wachheitsphänomene währen operativer Eingriffe kommen vor, haben aber überhaupt nichts mit Hirntod zu tun.
Insgesamt ist der Beitrag eine unglaubliche Posse und das Schlimme dabei ist, dass die Organspendebereitschaft durch so etwas nicht gerade gesteigert wird.
Am entsetzlichstem finde ich aber, dass die recherchierenden Journalisten nicht die kleinste journalistische Verantwortung zeigen! Aber das scheint ja in Anbetracht der oft haarsträubend falschen oder verdrehten News heute eher zur Regel zu werden.
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19.04.2008 16:06 Uhr von Gregor ausm Kreml
 
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Der blanke Horror: Da mag ich nicht mal dran denken.
Wenn der Chirurg Dr. John Kramer heißen würde, wäre er wohl an Herzversagen gestorben.
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19.04.2008 16:32 Uhr von Cursty1
 
+3 | -3
 
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glaub ich nicht: ich schließe mich dem Kommentar von BeMiJa an und halte die ganze News für ziemlich unglaubwürdig. Von einer Freundin, die Ärztin ist, weiß ich, dass sie, wenn sie den Tod eines Patienten festgestellt hat, eine ziemlich lange Zeit warten muss bevor sie den Totenschein ausstellen darf. Haben die in Amerika andere Vorschriften? Ich glaube, da wurde aber gewaltig an den Tatsachen geschraubt, so kann das nicht vonstatten gegangen sein!
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19.04.2008 16:45 Uhr von atzelich
 
+5 | -2
 
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Sowas passiert auch bei uns: Ein Bekannter von mir lag nach einem Motorradunfall an der Unfallstelle im Koma. Noch an der Unfallstelle sagte der Arzt er wäre Tod. Zum Glück für Ihn war ein fähiger Rettungsassistent dabei, der lieber selbst nochmal nachschaute und feststellte, das er doch noch lebt.
Ein paar Tage später wachte er aus dem Koma auf und ein paar Wochen später war er wieder ziemlich hergestellt.
Mein Bekannter "hatte" übrigens einen Organspenderausweis.
Nach diesem Vorfall habe ich meinen auch weggeworfen.

ch möchte aber jetzt niemanden davon abhalten sich einen Organspenderausweis zuholen.

Diese Erzählung spiegelt lediglich die Unfähigkeit MANCHER Ärzte, die auf dem Golfplatz als Golfjunge besser aufgehoben wären.
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19.04.2008 16:46 Uhr von Nordwin
 
+3 | -1
 
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ich glaube irgendwie nicht daran das das ein absichtlicher "fehler" war sondern einfach ein fehler der einmal in 1 millionen male vorkommt (klar sollte trotzdem untersuchungen geben damit das nicht wieder vorkommt). also würde mich wegen sowas sicher nicht wehren irgendwem meine organe zu spenden wenn ich mal den löffel abgebe


aber stimmt leider auch das dies wohl ein schlechtes licht auf organspenden wirft

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