18.04.08 20:38 Uhr
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Versprechen gebrochen: Israel baut Siedlungen im Westjordanland aus

Entgegen den Versprechungen, den Siedlungsausbau im besetzten Westjordanland einzufrieren, wurde am Freitag eine Ausschreibung veröffentlicht, die den Bau von 100 Häusern in zwei bestehenden Siedlungen bestätigt. Israel handelt sich für dieses Vorgehen internationale Kritik ein.

Eigentlich sollten Ausbaupläne nur für die Siedlungen rund um Jerusalem gelten. Im Gegenzug für den Ausbau wolle man aber zwei illegale Außenposten räumen lassen. Dies sei Teil eines Abkommens zwischen den Vorsitzenden der jüdischen Siedler und der israelischen Regierung.

Unterdessen wurde bekannt, dass eine Delegation von sieben deutschen Bundestagsabgeordneten bei einem Besuch in Hebron von Siedlern bedroht und beleidigt wurde, und anwesende Sicherheitskräfte sich geweigert haben sollen, dagegen vorzugehen. Das Auswärtige Amt äußerte sein Befremden über die "unschönen" Vorfälle.


WebReporter: divadrebew
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Israel, Westjordanland, Siedlung, Versprechen
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2008 20:48 Uhr von nONEtro
 
+16 | -0
 
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Israel benimmt sich wie das letzte das ist nicht rassistisch, aber was israel sich zum teil rausnimmt, aber andererseits auf "wir waren die unterdrückten" macht, ist nicht mit anzusehen. selber unterdrücken sie die palästinenser, als hätten sie nichts aus der geschichte gelernt...
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18.04.2008 20:53 Uhr von soadillusion
 
+10 | -1
 
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Hoffentlich beendet bald jemand dieses verrückte Land, vielleicht spalten sich ja die USA bald ab und geben den Palästinenser freie Hand. Unglaublich was die sich rausnehmen aber sind ja arme Leute wo niemand was sagen wird..
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18.04.2008 21:12 Uhr von poseidon17
 
+4 | -0
 
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Tja, dem gewünschten und wohl nie erreichtem Frieden wohl ein weiterer Stolperstein im Weg.
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18.04.2008 21:45 Uhr von ElChefo
 
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Und wieder ist es Zeit, Popcorn zu holen und auf LoneZealots Auftritt mit Spannung zu warten ^^
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18.04.2008 22:02 Uhr von SiggiSorglos
 
+4 | -0
 
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ahja: da haben wir den Beweis zu folgendem Artikel:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/...

da gab es auch passend video-clips zu, die das Ganze grafisch erklären... doch leider finde ich die Links grad nicht mehr... war glaube ich auch hier bei SN gepostet worden
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18.04.2008 22:52 Uhr von Hawkeye1976
 
+7 | -0
 
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Tja: Da unterdrückt die Regierung des Landes Isreal seit Jahrzehnten die Palestinenser, führt Kriege, hält ein Volk in der Steinzeit und sich selbst nicht an getroffene Abmachungen und wundert sich dann, wenn diese Menschen so verzweifelt sind, dass ihnen ihr eigenes Leben so wenig wert ist, dass sie sich als Selbstmordattentäter in die Luft sprengen, um ein paar Istrealis zu töten? Oder gar, dass der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch ist?
Gerade die Isrealis sollten es eigentlich besser wissen ....
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18.04.2008 23:40 Uhr von usambara
 
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Zahlen In Israel stehen 20700 Quadratkilometer Land sechs Millionen Menschen zur Verfügung, 2,9 Millionen Palästinensern jedoch nur 1500 Quadratkilometer. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen eines Israeli liegt bei 17000 Dollar
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19.04.2008 02:40 Uhr von dose89
 
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hab neulich: ne reportage gesehen (ich glaub auf phoenix) in der es um das westjordanland ging

die israelis bauen im westjordanland siedlungen und luxus-hotels mit großen swimmingpools mitten in der wüste (oft in sichtweite der palästinensischen dörfer)

wegen des daraus resultierenden stark erhöhten wasserbedarfs wurden in den palästinensischen dörfern alle brunnen versiegelt (die von den siedlern selber vor langer zeit angelegt wurden)

stattdessen hat jedes dorf eine (abgeschlossene) wasserpumpe erhalten, die einmal pro woche von angestellten der wasserbehörde geöffnet wird, die dann das wasser kontrolliert an die dorfbewohner austeilen, pro person 1 liter pro tag, also für jeden 7 LITER PRO WOCHE FÜR TRINKEN UND WASCHEN!!!

und in sichtweite baden die snobs im pool...
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19.04.2008 09:54 Uhr von Bleifuss88
 
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@dose89: War das zufällig die Phoenix-Doku von 1991? Mittlerweile hat sich ganze noch weiter dramatisiert. Israel erhält schon Wasserlieferungen von außerhalb, um den Bedarf stillen zu können, bei den Palästinensern kommt natürlich nichts an, weil auch die anderen Länder drumherum kaum Wasser haben.

Zur News:
Einen Schritt vor und wieder zurück. Israel würde sicher besser dastehen, wenn sie diese Siedlerei lassen würden. So gibt man den Terroristen natürlich gute Argmente und in den übrigen Ländern sinkt die Akzeptanz. Ein Spiel mit dem Feuer.
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19.04.2008 10:27 Uhr von realdexter
 
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Die Siedlungen sind halt: eine gute Art und Weise, um sich fremdes Land anzueignen... da kann man dann einfach sagen, das gehört uns, da sind ja unsere Siedlungen. Die kann man ja jetzt nicht mehr abreissen. Wenn es die erstmal 10 Jahre gibt, werden die auch nichtmehr zurückgegeben... und das Spiel treibt man einfach immer weiter. Aber dann über Anschläge wundern. Wenn mir das Wasser ausgeht und nebenan im Pool geschwommen wird.. ist sicher ein schönes Gefühl.

Nett auch wie unsere Politiker auf den Vorfall der Bedrohung und Beleidigung reagieren: Die Vorfälle sind "unschön". Lol. So ein Arschgekrieche ich kanns nicht mehr hören. Hätte gerne den Skandal erlebt, den es andersrum gegeben hätte: "Israelische Abgeordnete in Deutschland von Passanten beschimpft und bedroht". Die Presse hätte ein Thema für einen Monat.

Naja auch ich warte mal ab was Lonely dazu sagt.. aber ich tippe mal drauf dass Wörter wie Nazis, Antisemiten o.ä. fallen :)
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19.04.2008 10:47 Uhr von Borgir
 
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israel: bricht seit jahren versprechen gegenüber palästina und der welt....aber alle schaun zu.....was israel betreibt und anstrebt ist ein genozid an der palästinensischen bevölkerung...so einfach ist das...aber die welt schaut zu....danach heißt es dann wieder "wie konnte es so weit kommen und keiner hat was getan"
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19.04.2008 11:35 Uhr von JCR
 
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Ein Gedankenexperiment: Versetzen wir uns doch mal in die Lage eines potenziellen Siedler.

Welche Motivation kann ein Mensch haben, in einem Teil dieses Landes wohnen zu wollen, der ganz offiziell den Palästinensern gehört?

Wie kommt jemand auf die Idee, eine Region bewohnen zu wollen, in der es bekanntermaßen eine Menge Menschen gibt, die er sich deswegen zum Feind macht? Unter denen es auch gewaltbereite Gruppen gibt?

Wieso sollte jemand in einem Gebiet wohnen wollen, das ihm völkerrechtlich nicht zusteht, in dem vielleicht seine Nachbarn seine schlimmsten Feinde sein könnten und er befürchten muss, dass eines Tages sein Haus in Flammen steht?

Das kann eigentlich kein Mensch wollen. Sinnvoll ist diese Siedlungspolitik nur für jenen Teil der israelischen Regierung, der auf diese Weise eine schrittweise Annexion anstrebt. Die Bevölkerung selbst ist unwissentlich zum Werkzeug der Machtbestrebungen geworden. Was kümmert es die Regierung, irgendwo im Land Raketen einschlagen, solange es nur weit genug von der eigenen Haustür entfernt ist? Bieten diese Anschläge doch einen hervorragenden Vorwand für die illegale Besatzung.
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21.04.2008 23:23 Uhr von LoneZealot
 
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@ Bleifuss88: "Einen Schritt vor und wieder zurück. Israel würde sicher besser dastehen, wenn sie diese Siedlerei lassen"

Besser dastehen würde Israel so oder so nicht, egal was getan wird.

"So gibt man den Terroristen natürlich gute Argmente und in den übrigen Ländern sinkt die Akzeptanz. Ein Spiel mit dem Feuer."

In welchem Land gibt es denn Akzeptanz für Israel? Nenn doch mal ein paar Länder.

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