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"Die Linke": Führende Genossen widersprechen Oskar Lafontaines Parteikurs

Drei führende Genossen der Linkspartei gehen auf Distanz zu ihrem Vorsitzenden Oskar Lafontaine. Für Freitag hatte das "Forum demokratischer Sozialismus" zu einem Symposium geladen, auf dem sie ihre eigenen Vorstellungen über die Zukunft der Linkspartei vorstellten.

Die "Partei-Realos" Stefan Liebich, Inga Nitz und Caren Lay sprechen sich unter anderem für den EU-Vertrag von Lissabon aus, weil die Erneuerung der Europäischen Union "ein linkes Projekt" sei. Lafontaine hingegen lehnt den Vertrag ab.

Auch die Wiederaufnahme des Kommunistischen Manifests sehen die Genossen zwiespältig: "Die Antworten auf die Herausforderungen von heute liegen vor, nicht hinter uns." Am wichtigsten ist ihnen jedoch eines: "Wir Linke dürfen nicht nur für Arme da sein." Die Partei müsse für alle Menschen sprechen.


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WebReporter: divadrebew
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Partei, Die Linke, Oskar Lafontaine, Genosse
Quelle: www.berlinonline.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2008 19:55 Uhr von mamuko
 
+4 | -2
 
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Wie links ist "Links"? Ähnliche Disskusionen hatten wir auch damals bei den Grünen. Am Ende steht mittlerweile eine Schwarz-Grüne Koalition. Ich denke, die Linke wird den gleichen Weg gehen. Rdikale Positionen halten sich im derzeitigen politischem Umfeld nicht lange.
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18.04.2008 23:27 Uhr von usambara
 
+2 | -2
 
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eine neue Partei die sich finden muss.
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19.04.2008 08:11 Uhr von politikerhasser
 
+4 | -1
 
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Leider versäumte es dieLinke bisher, sich regelmäßig mit ihren Vorstellungen in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Dabei sind die potenziellen Wählerschichten riesig!

Wenn es der Linken gelänge, Nichtwählern einleuchtend klar zu machen, dass sie es in den Händen haben, bestehende Systeme zu verändern und zu verbessern, hielte ich 20 % Anteil bei den übernächsten BT-Wahlen für realistisch.

Neben dem angestammten Potenzial und den Nichtwählern sind alle sich von den etablierten Parteien und bisherigen Regierungen entäuschten mögliche künftige Wähler der Linken.

Und es werden - bedingt durch rücksichtsloses Handeln der Regierenden - täglich mehr.

Ich sehe eine goldene Zukunft für eine sich zu Menschen- und Grundrechten kämpfende, pazifistische und soziale PDS.

Das aber wird leider noch dauern und folglich ohne Lafontaine vonstatten gehen.
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19.04.2008 14:17 Uhr von speculator
 
+3 | -0
 
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Unglaublich! Dass Linke Politiker für den Lissabon-Vertrag sein können, hätte ich nie für möglich gehalten. Wissen die überhaupt wovon sie reden?!
Grundrechte werden abgebaut, die Wieder-Einführung der Todesstrafe ermöglicht, die Freie Marktwirtschaft (nicht die soziale) festzementiert, Demokratie wird abgebaut, Aufrüstung verbindlich festgeschrieben, usw usw...
Die ÖDP hat gegen diesen EU-ReformVertrag Verfassungsbeschwerde eingereicht, gegen die beteiligten Politiker wurden dutzende Anzeigen wegen Hochverrats erstattet - und Angehörige unserer alleräußersten Linken sind für den Vertrag?! Das ist ein Hammer! Ganz tolles Polit-Kasperle-Theater mit echt überraschenden Wendungen!
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23.04.2008 11:26 Uhr von HateDept
 
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es gibt halt in der Linken: leider auch viele "Sozialdemokraten" die glauben, eher den Kapitalismus menschenwürdiger machen zu können als eine Alternative dazu aufzeigen zu können.
Ich sehe das anders, aber man muss sich halt mit all diesen Ideen auseinandersetzen.

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