18.04.08 12:10 Uhr
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Rottweil: Fünf Jahre Jugendstrafe für Kanaldeckelwerfer wegen versuchten Mordes

Im Oktober letzten Jahres hatte ein 20 Jahre alter Mann im Kreis Calw einen Kanaldeckel von einer Brücke auf ein fahrendes Auto geworfen. Nun musste sich der junge Mann vor Gericht dafür verantworten.

Der Fahrer des Wagens, ein 60 Jahre alter Mann, blieb bei dem damaligen Anschlag wie durch einen Zufall unverletzt, weil das 37 Kilogramm schwere Geschoss nur die Motorhaube traf.

Wegen versuchten Mordes verurteilte das Gericht den Täter am heutigen Freitag zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren Gefängnis. Der junge Mann habe eine Persönlichkeitsstörung, die eine hohe Bereitschaft zur Aggression mit sich brächte, so der zuständige Richter.


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WebReporter: badboyoli
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Jugend, Kanal, Rottweil, Jugendstrafe
Quelle: www.spiegel.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2008 11:57 Uhr von badboyoli
 
+0 | -0
 
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In der letzten Zeit liest man ja häufiger von solchen Attentaten. Mann kann nur hoffen das solche Urteile Jugendliche zum Nachdenken bringen. Es ist eben nicht nur ein „dummer Streich“ wenn man Steine oder andere Gegenstände auf fahrende Autos wirft.
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18.04.2008 12:20 Uhr von pcsite
 
+2 | -3
 
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5 Jahre: finde ich gerecht! .. das sollte mit einem Beispiel voran gehen! .. weiter so!
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18.04.2008 12:23 Uhr von Flyingarts
 
+7 | -0
 
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Viel zu spät Ich finde das solche Urteile immer viel zu spät nach der eigentlichen Tat vollzogen werden.
Wenn der Prozess schon wesentlich früher stattgefunden hätte dann wären andere vielleicht erst gar nicht auf diese Idee gekommen.
Obwohl ich mir auch nicht wirklich vorstellen kann das sich solche Bekloppeten von soetwas abschrecken lassen, vorallem da die vermutlich eh keine Nachrichten lesen (können)...
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18.04.2008 12:35 Uhr von krausenbaum
 
+6 | -3
 
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Jugendstrafe? was soll das? ab 18 sollen die alle rechte haben, dann sollte man auch davon aus gehen, das ab 18 die verantwortung für eigene handlungen voll übernommen werden muß!
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18.04.2008 12:39 Uhr von dobi 70
 
+5 | -2
 
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ich: verstehe nicht das ein 20 jähriger " Mann" nach Jugendstrafrecht
verurteilt wird.Die Jugend meint ja wundesrt wie erwachsen Sie wären wenn sie 16 sind.Dann sollten sie doch eigentlich vernünftiger sein und nach dem Strafrecht eines Erwachsenen verurteilt werden
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18.04.2008 12:41 Uhr von badboyoli
 
+3 | -0
 
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@ krausenbaum: Bei straffällig gewordenen Jugendlichen, zwischen 18 und 21 Jahren, wird ein Gutachten über den Grad der geistigen Reife erstellt. Aufgrund dieses Gutachtens entscheidet das Gericht ob der Angeklagte nach Jugendstrafrecht oder nach dem normalen Strafrecht verurteilt wird.
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18.04.2008 12:45 Uhr von Yolli
 
+4 | -1
 
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Zum Glück wurde erst jetzt verhandelt! Wenn es vor dem Anschlag auf die Familie mit Todesfolge (Baumstumpf) verhandelt worden wäre, dann wäre doch vermutlich eine Bewährungsstrafe rausgekommen. So mussten die Richter "Härte" zeigen.

Grundsätzlich stimme ich dem zu das wenn man 18 ist auch wie ein Erwachsener bestraft wird. Andererseits gibt es immer wieder Heranwachsende die schlicht und einfach Geistig völlig auf der Strecke geblieben sind.
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18.04.2008 12:46 Uhr von phil_85
 
+0 | -0
 
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Das gilt als versuchter Mord: und wenn Jugendliche andere auf brutalste Weise ohne Grund verprügeln und Krankenhausreif schlagen gibt´s nur paar Sozialstunden oder max 1,5 Jahre auf Bewährung?

Beides sind Aktionen von nicht-nachdenkenden Jugendlichen, die damit mutwillig das Leben von anderen aufs Spiel setzen und sollten gleich geahndet werden.
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18.04.2008 12:53 Uhr von Bokaj
 
+2 | -6
 
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@ ist_halt_so: 5 Jahre Gefängnis ist eine harte Strafe. Ich denke auch, dass sie hart genug ist für diesen jungen Mann. Er hat Zeit zum Überlegen, was er beinahe getan hätte.

Stell dir nur einmal so vor:

5 jahre immer in der gleichen Zelle, keine Freunde oder Freundin, die Arbeitstelle weg, dieser Mann ist noch jung und verliert diese schönen Jahre seines Lebens.
Seinem Opfer ist nichts passiert, außer dem Wagen. Er hat wahnsinniges Glück gehabt, dass dem Fahrer nichts passiert ist, sonst würde er wegen Mordes oder Totschlag vor Gericht stehen und müsste mit der Schuld leben, einen Menschen getötet zu haben.
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18.04.2008 13:11 Uhr von krausenbaum
 
+1 | -0
 
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@badboyoli: das ist mir schon klar.
aber, die praxis zeigt, das nur in den wenigsten fällen zwisch dem 18 und 21ten lebensjahr das erwachsenensrafrecht anwendung findet. das sollte man mal überdenken.
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18.04.2008 13:11 Uhr von Bokaj
 
+3 | -5
 
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muss noch was sagen: Ich merke schon, hier bei shortnews sind viele Hardliner, die die Todesstrafe befürworten und junge Straftäter jede Chance auf ein vernünftiges Leben nehmen wollen.

Ich denke schon, dass unsere Richter nicht leichtsinnig und unüberlegt ihre Urtele fällen.
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18.04.2008 13:12 Uhr von Yolli
 
+4 | -1
 
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@Bokaj: Stell dir nur einmal so vor:

der Deckel hätte sein Ziel nicht verfehlt und der Mann wäre jetzt Tot. Er hinterläßt eine Frau, 2 Kinder und evtl. auch Enkelkinder. Sein Arbeitgeber verliert einen seiner fähigsten Mitarbeiter, seine Freunde ihren Freund.

Nur weil das Opfer schon 60 ist soll man Rücksicht auf die Jugend des Täters nehmen?

In der tat: Er hat wahnsinniges Glück gehabt, dass dem Fahrer nichts passiert ist, sonst würde er wegen Mordes oder Totschlag vor Gericht stehen und müsste mit der Schuld leben, einen Menschen getötet zu haben.

Und wenn wir nicht so zivilisiert und menschlich wären, hätte man ihm sicher gleich nach der Tat den Kopf von den Schultern geschlagen.
Das wäre eine harte Strafe!
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18.04.2008 13:13 Uhr von Bokaj
 
+2 | -3
 
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<Nur weil das Opfer schon 60 ist soll man Rücksicht auf die Jugend des Täters nehmen?>

Das hat niemand gesagt.
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18.04.2008 13:56 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@bonsaitornado: Wer sagt, dass nicht schon was gemacht wurde?

Ausserdem KANN man nicht andauernd was präventiv machen!

Wenn man die Präventivforderung auf die Spitze treibt, dann kommt dabei sowas raus, wie der Bundestrojaner.

Ich könnte(!) ja auch pauschal jedem "Rübe runter"-Forderer eine grausame und mordbereite Gesinnung unterstellen. Wenn dann einer von denen wirklich mal dem Vergewaltiger seiner Tochter die Rübe runter haut, kann ich mich dann auch hinstellen und rufen "warum hat man die nicht längst alle psychologisch behandelt!"
Mann, da hätten wir aber viel zu tun.

Prävention ist in manchen Fällen sinnvoll, aber in vielen eben auch nicht.



Aber klar kann man auch präventiv was tun.
Wohnt so ein verhaltensauffälliger junger Mann bei Dir in der Gegend, könntest Du Dich umihn kümmern, ihm Selbstvertrauen geben und ihn so von seiner Aggressivität abbringen, so Stück für Stück. Ist ein mühsames Stück Arbeit, aber durchaus zu machen.
Keine Lust?
Na gut, aber einen Sozialarbeiter möchte ich dafür auch nicht finanzieren für meine Steuergelder. Da warte ich lieber bis was passiert, denn in den meisten Fällen passiert nichts.

Und bevor Du jetzt meckerst: Ja, ICH mache in meiner Freizeit was mit Jugendlichen.
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18.04.2008 14:12 Uhr von Montrey
 
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Mit 20 Jahren: muss man mit den erwachsenen Strafrecht verurteilt werden nicht mit dem Jugendstrafrecht ! 20Jahre da sollte man wissen was man tut ?!
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18.04.2008 14:33 Uhr von Bokaj
 
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@Montrey: Nortmalerweise würde man mit 20 auch nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Der Täter leidet aber unter einer Persönlichkeitsstörung und die wird berücksichtigt, daher das Jugendstrafrecht.

Ich hoffe, seine Störung lässt sich therapieren, dann hat er noch eine Chance auf ein Leben ohne weitere Straftat.
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18.04.2008 15:03 Uhr von Cyberbob81960
 
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gerecht: Endlich mal ein abschreckendes Strafmaß ! Dem kann ich nur so zustimmen !
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18.04.2008 17:52 Uhr von Bokaj
 
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@ist_halt_so: Sorry, habe ich dich irgendwann mal beleidigt, dass du mir so antwortest?

Nein, habe ich nicht und ich bitte darum, dass du auch mir gegenüber nicht beleidigend wirst.
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18.04.2008 18:40 Uhr von Schwertträger
 
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@ist_halt_so: Was soll das denn? Nur weil Du prinzipiell alles wegschliessen willst (möglichst für immer), was Dir nicht geheuer ist, kannst Du nicht andere für geisteskrank erklären, die nicht Deiner Meinung sind.

Noch dazu ist es in diesem Fall völlig daneben, einer zum Ausdruck gebrachten Hoffnung ins Karree zu fahren und damit zum Ausdruck zu bringen, dass man eben nicht hofft, das die Störung therapierbar ist.

Super, dann hoffst Du, das der Junge krank bleibt, damit Du Dein Urteil über ihn nicht revidieren und ihn nach verbüßten fünf, oder meinetwegen zehn Jahren nicht erdulden und Dich mit ihm befassen mußt, oder wie soll ich das verstehen?
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20.04.2008 10:19 Uhr von Schwertträger
 
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@bonsaitornado: Da haben wir ja schon mal einen wichtigen Punkt, in dem wir übereinstimmen!

(>.... Deutschland ist aufgrund der vielen Prävention ein Land voller unmündiger (unmündig gemacht wordener) Bürger,....<)


Etwas auseinander gehen wir bei den Ansichten über Gewaltpotential bei Jugendlichen.
Es gibt ja eine Menge solcher, die, wie man das so schön nennt, verhaltensauffällig sind. Das fängt im Kindergarten an, wenn ein Kind, anstatt seine Konflikte durch Ausweichen oder Gespräche zu lösen, schnell Keile austeilt. Das heisst aber noch nicht, dass dasjenige Kind auch einen potentiellen Gewalttäter darstellt.
Nichtsdestotrotz muß solchem Verhalten frühestmöglich entgegengewirkt werden, was leider nicht effektiv genug geschieht.

Das Problem ist, dass man nicht jeden Jugendlichen, der von seiner Grundstimmung her aggressiv ist (das sind Jugendliche auf Grund ihrer Hormonsituation nämlich grösstenteils), wegsperren kann.
Auch nach der vierten Schlägerei kann man so einen Jungen nicht wegsperren, wenn man ihn nicht gleichzeitig auch komplett aufgeben möchte (was sich unsere Gesellschaft schlicht nicht leisten könnte und sollte). Wer bildet schon Nachwuchs aus, nur um ihn dann im Gefängnis vermodern zu lassen und ihn von anderen Kriminellen in die falsche Richtung zuende ausbilden zu lassen?

Also muss man, so gut es geht, auf ihn einwirken (das ist wichtig und das, was präventiv gemacht werden muss) und hoffen, dass er die schwierigen Phasen übersteht, ohne ernsthaft anzuecken.
Meistens klappt das ja auch. Nur zwei von 100 solcher Jungen verstricken sich in solch ernsthafte Delikte wie das oben.

Und wie schon gesagt, sehr viele der "Rübe runter"-Fraktion hier hat ein ebenso hohes Gewaltpotential und bisher nur Glück gehabt, in keiner Situation gewesen zu sein, die das rauszulassen ermutigte.

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