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Vergewaltiger zu acht Jahren Haft verurteilt

Vor dem Landgericht München II musste sich heute ein 53-jähriger Familienvater wegen Vergewaltigung seiner Tochter in 200 Fällen verantworten. Über seinen Anwalt lies der Beschuldigte mitteilen: "Die Anklage ist in allen Punkten richtig".

Seine damals zwölf Jahre alte Tochter wurde seit 1989 mindestens zweimal pro Monat von ihm vergewaltigt. Sehr oft wurden Mutter und Tochter von dem Mann auch noch brutal zusammengeschlagen. Nur nach außen hin wahrte er aber stets den Schein eines guten Ehemanns und Vaters.

Erst nach der Scheidung ihrer Eltern wagte es die junge Frau ihren Vater anzuzeigen. Grund hierfür war ein erneuter Vergewaltigungsversuch durch den 53-Jährigen. Nun wurde der Mann vom Landgericht im Einvernehmen mit allen Verfahrensbeteiligten zu acht Jahren Haft verurteilt.


WebReporter: badboyoli
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Haft, Vergewaltiger
Quelle: www.n-tv.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.04.2008 17:16 Uhr von Saxonia123
 
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oje: der hats hoffentlich sehr,sehr schwer im Knast. Täglich ein paar Schläge aufs Maul bis er lacht. Dann weitere Schläge weil er lacht. Für solche Pfosten wäre doch die Todesstrafe ein Thema.
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17.04.2008 17:17 Uhr von -stift
 
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8 jahre: sind eindeutig zu wenig!
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17.04.2008 17:20 Uhr von TaiPhun
 
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Das Stück Seife wird er hoffentlich jeden Tag mehrmals in der Dusche aufheben dürfen. Das würde ich solchen Typen jedenfalls wünschen. Kinderschänder haben es ja bekanntlich nicht sonderlich gut im Knast...also wünsche ich ihm folglich auch nur das "Beste" :-P

Todesstrafe wäre mir ehrlich gesagt eine zu schnelle und humane Lösung.....im Gegensatz muß die Tochter noch ihr ganzes Leben mit der der Erinnerung verbringen.
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17.04.2008 17:26 Uhr von Sommerach.info
 
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Ein: zu mildes Urteil wie ich persönlich feststellen muss. Ein Horror welche Brutalität in dieser Ausführung seiner Taten mit eingebracht wurden. Ein Trauma fürs Leben! Kaum auszudenken in welch seelischer Verfassung die damals erst 12 Jahre alte Tochter gewesen sein muss. Hier hätte man meiner Meinung nach noch anschließende Sicherheitsverwahrung anwenden müssen.
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17.04.2008 17:31 Uhr von minelli
 
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ich bin: eigentlich noch ganz froh, dass es 8 jahre haft und nciht 3 jahre auf bewährung sind...
aber ich wäre in so einem fall(200 mal!!!) auch für die todesstrfe oder ähnliches.
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17.04.2008 17:41 Uhr von Sommerach.info
 
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Mir hat einmal jemand gesagt, dass die Todesstrafe nur dann Sinn macht, wenn der verurteilte den eigenen Knopf drückt. Persönlich halte ich nichts davon. Ich denke das Sicherheitsverwahrung ausreichend sein sollte. Der Verurteilte hat nach seiner Tat in der JVA ohnehin nichts mehr zu lachen.
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17.04.2008 18:00 Uhr von Alagos
 
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Hach es ist schön wie sehr Auge um Auge, Zahn um Zahn uns immer noch beherrscht. Geht es dem Opfer besser, wenn ihr Erzeuger misshandelt wird? I don´t think so. Ich fände es besser, wenn er eine Arbeitsstelle annehmen müsste, wobei das gesamte Geld, das er einnimmt an das Mädchen überwiesen wird. Denn davon hätte sie dann wenigstens auch was.

Und ja 8 Jahre sind zu wenig...
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17.04.2008 18:46 Uhr von odinwahn
 
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Es war einmal: ein Mädchen, dass vom 3-6 Lebensjahr von einem Verwandten immer mit Süssigkeiten in den Keller eines Hochhauses gelockt wurde und er....mit ihr machte. Sie rannte nach Hause zur Oma und hat noch Ärger bekommen, weil die Sachen zerrissen waren. Nunja: "Beim Baumklettern ist das passiert!", sagte sie immer. Nach 2Jahren war die Baumgeschichte nicht mehr so überzeugend, die Hochhausbewohner sprachen die Oma an, und die Oma ging mit dem Mädchen, als sie 6 war, zur Kripo. Er kam in die Psychatrie, wieder raus, wieder rein usw. Das alles erfuhr sie erst mit 21 Jahren von der Polizei und alle Erinnerungen kamen wieder. Sie hatte es total verdrängt. Nun wollte sie sich ihm gegenüberstellen um ihm als Erwachsene ins Gesicht zu sehen, doch ein Onkel erklärte ihr folgendes: "Er ist tot! Er hat sich nach Jahren, auch des Missbrauchs anderer, in der Psychatrie umgebracht." Persönlich rächen konnte sie sich also nichtmehr. Und die Geschichte davon ist, dem Mädchen geht es trotzallem prächtig und sie hat absolut keine psychischen Probleme im Leben. Nur, dass er ihr genommen hat, ihr nochmal in die Augen zu schauen, dass nervt sie weiterhin...

Eine kleine Anregung wie es auch laufen kann. Nicht alle sind "gestört" danach.
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17.04.2008 19:27 Uhr von odinwahn
 
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bonsaitornado1: Da hast du natürlich recht, aber alles kam aufeinmal mit 21 Jahren wieder hoch. Alle Erinnerungen, alles. Trotzdem hat sie es verkaraftet.
Und noch: Kein Tod für ihn, denn sonst ist die Kleene, wenn sie 21 ist auch böse, dass sie ihn nicht selber strafen kann.
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17.04.2008 19:45 Uhr von Schwertträger
 
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@odinwahn und bonsaitornado: Sehen und Fragen: Vor allem wird es ihr wichtig sein, den Typ zu sehen, um sich selber bestätigen zu können, dass sie über ihn weg ist und er keine Macht mehr über sie hat !

Ganz abgesehen davon, dass sie evtl. Interesse an dem "Warum?" hat.
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17.04.2008 19:48 Uhr von odinwahn
 
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bonsaitornado1: Klar, die eine hat vom 6. bis 21. Lbj. alles vergessen und ein normales Leben geführt und sich was aufgebaut. Dann kam der Schlag...Doch sie hat sich wieder aufgebaut, wahrscheinlich sogar durch ihr Glück, dass sie alles für ein paar Jahre verdrängt hat.
Ab 12 bekommt man schon mehr mit und ist durch diese bösen Gedanken natürlich abgelenkt um am "normalen" Leben teilzunehmen. Ich wünsche ihr, dass sie so stark ist wie das Mädel aus meiner Geschichte.
Beide Beispiele sind nicht zu verzeihen und zu rechtfertigen, egal wie alt die Person ist. Es ist Falsch!!!!
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17.04.2008 22:34 Uhr von Joeiiii
 
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Hut ab endlich mal ein "hohes" Urteil

Für die Tat scheinen 8 Jahre Haft eindeutig zu wenig sein. Allerdings muß man bei der deutschen Gerichtsbarkeit schon froh sein, wie ja die Vergangenheit oft zeigte, daß er überhaupt eine 8 Jahre lange Haftstrafe bekommt.

Eigentlich wundert es mich schon fast, daß man nicht irgendwelche Gründe findet um ihn freizusprechen.
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18.04.2008 02:56 Uhr von Jean-Dupres
 
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Für alle die bis heuer nicht begriffen haben wie: das deutsche Rechtssystem funktioniert und was ein STRAFRAHMEN ist.

Auszug aus dem StGB:
§ 176 Sexueller Missbrauch von Kindern

(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

Da hier § 176a zu trifft das "Schweren" Missbrauch beschreibt, liegt die Strafe bei zwei Jahren bis zu zehn Jahren Haft.

Hin zu kommt § 182 Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen (Alter 14 bis 15 Jahre), jedoch gibts hierfür je nach Alter des Täters zwischen maximal 3 bzw. maximal 5 Jahren Haft.

Und da hin zu kommt dann noch das was eintritt laut StGB wenn das Opfer älter als 18 Jahre alt ist.

Da man nach dem deutschen Rechtssystem bei jedem Verbrechen nicht mehrfach für dasselbe zur gleichen Zeit bestraft werden kann, anders formuliert heißt das das man bei Tateinheit nur eine Strafe bekommen kann, das Gegenstück dazu wäre in Tatmehrheit und da würde dann eine Gesamtstrafe ermittelt werden, also das was der Täter hier bekam.

Daher ist das Urteil über 8 Jahre ein ganz normales Urteil.


Und so manchem der immer gleich "rübe ab" gröhlt, sei mal dieser Link ans Herz gelegt http://piology.org/...
Denn dort wird mal beschrieben wer mit wem, bei welchem Alter schon Verkehr haben darf ohne sich damit strafbar zu machen, manch einer wird sich gar schrecklich wundern was hierzulande erlaubt ist ^^
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18.04.2008 08:07 Uhr von Hexenmeisterchen
 
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Die Tat ist eine Schande (!) aber, ich finde es gut, das er sie zumindest direkt zugab und nicht durch schweigen das Opfer noch zu einer Aussage vor Gericht nötigte.

Das soll aber keines Falls die Tat oder die schwere der Tat mildern!

@Jean-Dupres: Es freut mich für dich, dass du das StGB auswendig kennst. Solltest einen Job als Rechtsanwalt anstreben! ;) Ich, als "Normalo", empfinde die Strafe als zu gering, da sein Opfer ein ganzes Leben lang damit leben muss.
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18.04.2008 09:12 Uhr von vst
 
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ich finde, eine gute entscheidung des gerichts.

und der satz sie muss ihr leben lang damit leben, gilt sinngemäß doch für alle menschen die einem verbrechen zum opfer fielen.

egal ob sie halb tot geschlagen werden, ihr haus angezündet wird und sie alles verlieren was sie haben, ob sie ausgeraubt werden und sie dinge an denen sie hängen nie wieder sehen, alle müssen mit der tat leben.

es kommt auf den einzelnen an. die diskussionen die hier immer wieder entbrennen, von wegen hat ihr leben lang damit zu kämpfen und die wertung, welches verbrechen schlimmer ist und wo das opfer mehr zu tun hat, sind völlig an der sache vorbei.
manche schaffen es, manche nicht.

ich habe eine freundin, der sah man es nie an, dass sie als kind (13) vergewaltigt und verprügelt wurde.
irgendwann bei einer party kam es durch ein gespräch an das tageslicht.

sie hat es überwunden, ist verheiratet und hat spaß am sex und zwei kinder.

einem freund von mir wurde "nur" die wohnung ausgeräumt.
er kam nie drüber weg, hat jedes mal wenn er heimkommt panikattacken. was fehlt jetzt wieder?

er hat seine wertvolle sammlung finanziell ersetzt bekommen, aber er kam nie darüber hinweg, dass er sie nicht mehr hat.
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18.04.2008 11:04 Uhr von Schwertträger
 
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@vst: Das viele dieses "er/sie muss damit sein/ihr ganzes Leben zurechtkommen" so betonen, liegt daran, dass sie tief in sich drinnen eben doc noch das Racheprinzip verinnerlicht haben, auch wenn sie vom Bewusstsein her schon einen Schritt weiter sind (viele sind ja nicht mal das).

Sie denken, dass eine lebenslängliche Strafe oder ähnliches (gar eine Todesstrafe) irgendetwas wieder gut macht, was nicht der Fall ist, nie der Fall sein kann.

Strafe dient dazu, dem Täter bewusst zu machen, was er getan hat, und auch der Gesellschaft gegenüber als Funktion der Resozialisierung, um demjenigen nach einer Zeit wieder trauen zu können, sowie letztlich auch als Abschreckung.


Ein Kind, dass mutwillig vier Fensterscheiben einwirft, verurteilen wir ja auch nicht, der Höhe des Schadens nach, zu vollständiger Wiedergutmachung, sondern zu einer Woche Hausarrest plus Taschengeldentzug für eine Zeit X.

Die weit über 1000,- EUR zahlt im günstigen Fall eine Versicherung, meist aber wohl die Eltern. Und kein Elternteil käme auf die Idee, den Sprößling deshalb in eine Zelle zu stecken.
Warum kommt so vielen die Verhältnismässigkeit bei anderen Taten abhanden?

Ich würde sagen, weil Urängste mitschwingen, dass man selber oder Familienangehörige Opfer einer solchen Tat werden.

Gerade bei einem Mörder hängt man immer auch ein bißchen sich selber, denn der Mörder steckt in jedem von uns.
Und auch Sexualstraftäter sind jedem von uns leider (psychologisch längst bewiesen) längst nicht so fern, wie wir das gerne möchten. Hormonelle Störungen reichen schon aus, um uns zu sehr unüberlegten Taten zu verführen. Kommt dann noch eine labile Psyche dazu, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus.

All das schwingt mit bei so eine "Rübe runter" Ruf.

Aber man sollte sich schon ein wenig in der Hand haben (schliesslich fordert man ja genau das vom Täter, dass er sich hätte in der Hand haben sollen) und seine eigenen Ängste beherrschen.
Solange man das nicht kann, kann man auch nicht reinen Gewissens von anderen verlangen, ihre Triebe unter Kontrolle zu halten.
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18.04.2008 11:08 Uhr von Schwertträger
 
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@vst: Das war natürlich nicht an Dich gerichtet, sondern machte sich nur an Deinen Sätzen fest.



Übrigens noch zum Überwinden:
Du hast recht, das ist teils verflixt schwer. Manche verwinden nicht mal eine bestimmte Ohrfeige ihres Vaters während einer ganz bestimmten Situation vor zwanzig Jahren.

Und viele, die eben ihr bisheriges Leben mit einer Straftat zurechtkommen mußten, verlieren plötzlich jedes Verständnis der Leute, wenn sie daraus folgend selber eine begehen (muß ja nicht die gleiche sein).


Das etliche der Opfer keine Hilfe in Anspruch nehmen, ist aber ein weiteres Problem, ebenso, dass die Krankenkassen sich da quer stellen. Das das volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist, ist längst klar, aber ändern wird sich da so schnell trotzdem nichts.
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18.04.2008 13:04 Uhr von Jean-Dupres
 
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@Hexenmeisterchen: Natürlich kommt die Strafe vielen als zu niedrig vor, aber würde man jeden Menschen nicht nach dem Prinzip "Tateinheit und Tatmehrheit" verurteilen, säßen sogar schon 14jährige aufgrund kleinster Delikte bis ins hohe Alter oder gar ihr Lebensende im Knast.
Weil dann jedes Delikt einzeln betrachtet unter Umständen die Höchststrafe bekommen würde und das aufsummiert....

Siehe der Junge, aus Schwertträgers Beispiel, der mutwillig Scheiben einwirft.
Jede Scheibe eine Tat und ein Strafe würde dessen Leben und das seiner Eltern ruinieren, da es aber alles in Tateinheit geschieht, gibt es exakt eine Strafe.
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18.04.2008 14:42 Uhr von Jean-Dupres
 
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@UserXY: Was Schwertträger dir damit begreiflich machen wollte ist, das in jedem Menschen ein Tier steckt, das seine Gefühle und Triebe nicht immer unter Kontrolle haben kann.

Eine Behauptung die du im übrigen auch gerade bewiesen hast mit deiner Aussage.

Wer sich selbst und seine Gefühle unter Kontrolle hat, würde einen Strafttäter gleichgültig was dieser verbrochen hat, der Justiz übergeben.
Du aber würdest zuerst zuschlagen und dann abliefern.
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18.04.2008 19:03 Uhr von Schwertträger
 
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@userXy: Wenn in Dir keiner steckt, warum hast Du dann so viel Angst davor, dass einer in Dir stecken könnte? :-)

Allein die Aussage, dass Du garantierst, dass in Dir keiner steckt, zeigt, dass Du über Dich keinen Bescheid weisst und gar nicht ahnst, was genau alles in Dir steckt. Und dass Du´s am liebsten auch dabei belassen willst.
Kategorisch etwas auszuschliessen ist bei Menschen eine heikle Sache. Allenfalls Wahrscheinlichkeiten sind möglich.

Zu was Du so alles fähig bist, ergibt sich aus den äusseren Umständen.
Z.B. reicht ja anscheinend ein simpler Vorfall, wie von Dir beschrieben, um aus Dir einen Gewalttäter zu machen. Da stellt sich doch sofort die Frage, was man tun muß, um aus Dir auch einen Mörder zu machen.
Und wenn das geht, dann auch alles andere.

Denk mal drüber nach. :-)
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23.04.2008 14:59 Uhr von Jean-Dupres
 
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@Schwertträger: Ich denke das begreifen die wenigsten, was du hier extra für UserXY ausführlich umschrieben hast.

Jedoch kommt es genau bei diesen "Missbrauchsthemen" extrem deutlich zum Vorschein, was alles in einem Menschen an monströsen und abartigen Charakterzügen oder Persönlichkeiten stecken kann.

Das beste Beispiel bringt jeder selbst mit, wenn davon gesprochen wird, das man einen Vergewaltiger oder Pädophilen in der form der Lynchjustiz oder auch Selbstjustiz am nächsten Baum aufknüpfen will oder gesagt wird das der keine Zelle mehr braucht wenn man mit diesem fertig ist oder das man diesem dieselben Peinigungen beibringen solle.

Jeder der so etwas von sich gibt, sagt damit nicht nur aus das er oder sie den Täter verabscheut, sondern auch das in einem selbst ein Sadist, ein Mörder oder gar noch Schlimmeres steckt und das man selbst auch keinerlei Unrechtsbewusstsein hat, denn jeder der so etwas sagt findet es gerecht wenn ein Täter dasselbe oder gar noch ein viel schlimmeres Leid erfährt.


Jedoch ist Selbstjustiz genau so unter Strafe gestellt wie z.B. eine Vergewaltigung.
Und wer Selbstjustiz betreibt würde genau so hart vom Gesetz getroffen werden wie ein Vergewaltiger und das verstehen so einige selbsternannte (Foren-)Rächer nicht und bestätigen damit alles bereits gesagte, das in jedem Menschen auch die Abgründe existieren, die wir alle an anderen Menschen verachten.
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23.04.2008 15:43 Uhr von Schwertträger
 
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@bonsaitornado: Unverdientes Kompliment: Ich bestreite ja GERADE NICHT, dass es auch in mir steckt !! :-)

Deswegen bekämpfe ich es ja, wo ich kann.
Das heisst, im betroffenen Fall würde ich durchaus auch Rache fühlen, ..... aber ich würde nicht Rache schreien.
Da liegt der Unterschied, über den wir hier reden.

Aber, und da nehme ich Dein Kompliment an, bin ich in der Lage, wenigstens hier im Forum, wo ich ja definitv nicht betroffen bin, einen - einigermassen - kühlen Kopf zu bewahren und Tat und Täter zu trennen.



Zu den Rachegedanken:
Sicher kommen die in fast allen Menschen hoch. Und Du hast völlig Recht, dass das unseren Instinkten geschuldet ist.

Aber, und das wollen eben einige hier nicht einsehen, auch viele der Taten an sich sind schon von Instinkten gesteuert.
Dazu mal ein Beispiel, wo es nicht zu einer Tat kam.


Ich war mal mit einem damaligen Kollegen zu einer Schul-Tanz-Veranstaltung von Zwölfjährigen und schaute mir das Getanze und "Gebalze" der Kleinen an, als er plötzlich meinte "laß uns mal hier weg gehen" und es auch sehr eilig hatte, genau das zu tun.
Weiter weg an einem Stand, wo es Wein gab, bestellte er sich dann einen, nippte, sah sehr nachdenklich und irgendwie verstört aus, und sagte dann " da kamen bei mir eben Gedanken hoch...." .
Da ich ihn glücklicherweise nicht unterbrach, erfuhr ich auch, was er meinte: "Wie ich die Mädels da eben so sah, waren die absolut ...verführerisch..... ich hätte nie gedacht, dass ich jemals sowas denken könnte, wenn ich Zwölfjährige vor mir sehe".
Der war echt fertig.... aber auch absolut normal. Ein Durchschnittsmensch.
Nie vorher und wahrscheinlich auch so schnell nicht nachher hatte der irgendwelche sexuellen Gedanken in Bezug auf Zwölfjährige.

Aber die Biologie kann man nicht beschubsen. Das steckt in jedem von uns.

Nicht umsonst rät man Vätern, ab gewissem Alter nicht mehr mit ihren kleinen Töchtern zu baden. Das dient in erster Linie dem Schutz des Vaters, noch nicht der Tochter!

Die Biologie kennt zwar eine gewisse Hemmschwelle gegenüber dem Sex mit den eigenen Nachkommen, aber sehr hoch ist die nicht. Vermehrung mit eigenen Nachkommen ist von der Natur her betrachtet(!) immer noch besser als gar keine Vermehrung. Das bißchen gesellschaftliche Patina, wie Du das völlig richtig nennst, ist da nur brüchiger Schutz gegenüber Jahrmillionen alter Verlockungen, die in uns allen stecken.


User wie userxy wollen nicht einsehen, dass meinetwegen (nur als Beispiel !) ihre Vorliebe für die Hündchenstellung reines Glück ist. Genausogut könnten sie auch auf Hunde selber stehen. Das wird nicht vom Geist festgelegt (zumindest nicht von dem allein), sondern von Hormonen, Genen, und sonstigen, auch externen Faktoren.
Das bedeutet nicht, dass der moderne Mensch seine Begierden nicht in gesellschafts- und moralkonforme Bahnen lenken sollte und muß, aber man soll eben nicht vergessen, dass es jeden von uns treffen kann.
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23.04.2008 15:52 Uhr von Jean-Dupres
 
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@bonsaitornado1: Natürlich würden wir auch wie alle anderen mehr oder weniger gleich reagieren in einer solchen Situation, außer man ist gefühlskalt oder in anderer Form gehemmt...

Jedoch tragen auch nicht alle Menschen die so negativ über Täter denken in aller Öffentlichkeit vor wie sie einen solchen Menschen gerne massakrieren würden und dort dürfte auch der entscheidende Unterschied liegen, eben jener den Schwertträger hier angeführt hat.

Denn wer in aller Öffentlichkeit dazu steht wie er es einem anderen Menschen in wesentlich größerem Umfang heimzahlen kann, der ist auch wesentlich leichter zu beeinflussen, zu manipulieren und nun einmal auch wesentlich eher dazu bereit einem anderen Menschen Schaden zuzufügen.
Bei solchen Menschen liegt die Hemmschwelle zur Gewalt wesentlich niedriger und das ist bei den Menschen die Verbrechen begehen nicht anders, auch dort liegt die Hemmschwelle bei der einen oder anderen Sache auch niedriger.

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