16.04.08 20:52 Uhr
 869
 

Fleischskandal in Bayern: Schlachtabfall als Lebensmittel verkauft

In Würzburg soll ein Unternehmen sogenanntes K3-Material illegalerweise als Lebensmittel gekennzeichnet und auch verkauft haben. Als K3-Material bezeichnet man Schlachtabfälle wie Hufe, Hörner, Schweinsborsten, Federn oder wie in diesem Fall: Rinderhaut.

Sogenanntes K3-Material darf dem Gesetz nach nur verbrannt oder zu Tiermehl verarbeitet werden. Diesen Fleischskandal hatte das Veterinäramt Würzburg bei einer Routineuntersuchung festgestellt. Zur selben Zeit überwachte das Amt einen Abnehmer, der außerhalb Bayerns sitzt.

Bereits 2007 gab es in Schwaben einen ähnlichen Fall, in dem 180 Tonnen Schlachtabfälle als Lebensmittel gekennzeichnet nach Berlin transportiert und zu Döner verarbeitet wurden. Eine Gesundheitsgefahr bestehe beim Verzehr von K3-Material jedoch nicht.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Chriz82
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bayern, Leben, Bayer, Verkauf, Lebensmittel, Fleisch, Schlacht
Quelle: www.spiegel.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
16.04.2008 20:35 Uhr von Chriz82
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mir wird schlecht. Heute darf man echt kein Fleisch mehr essen. Egal wo es herkommt. Aber ein leckeres, argentinisches Steak im Restaurant esse ich trotzdem noch. Bei Döner hingegen bin ich vorsichtig geworden. Aber ich kann mich an meinen letzten Döner gar nich mehr erinnern.
Kommentar ansehen
16.04.2008 21:32 Uhr von DAB1868
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Widerlich: Wer sowas verzapft sollte den Rest seines Lebens nur noch Schlachtabfälle und vergammeltes Brot zu "fressen" bekommen.
Zumal diese Widerlinge ja nicht wenig Geld dafür genommen haben...
Na und das beim Dönerpreiskrieg denen jedes Mittel recht ist wundert mich gar nicht mehr, deswegen esse ich sowas eher selten und wenn dann in wirklich ausgesuchten Läden und zahl lieber etwas mehr als K3-Material im Döner zu haben...
Kommentar ansehen
16.04.2008 21:36 Uhr von uhlenkoeper
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: Tja, dann wünsche ich Dir viel Spaß mit Deinem argentinischen Steak. Und erzähle Dir auch nicht, was argentinische Rancheros ihren Tieren möglicherweise an "Wachstumsbeschleunigern" verabreichen, damit der Fleischmassezuwachs größer wird . Zwar offiziell verboten und auf den Hochglanzwerbeseiten auch bestritten, aber die Berichte der Hamburger Zollbehörde und Veterinärämter sprechen eine andere Sprache.

Hinzu kommt eine Sonderbarkeit :
eine ganze Weile lang war der Import von argentinischem Rindfleisch wegen der dort grassierenden Maul- und Klauenseuche (MKS) verboten. Trotzdem gab es irgendwie keinen Einbruch beim Absatz von "Argentinischem" Rindfleisch ...... *grübel


Aber in einem hast Du recht:
auch ich lasse schon lange Zeit die Finger von allem, bei dem ich den zugrundeliegenden "Produzenten" nicht mehr ausmachen kann. Heißt in diesem Falle, von allem Formfleisch und gewolften Waren .......
Kommentar ansehen
16.04.2008 21:55 Uhr von christi244
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Bayern mal wieder Kann mir mal jemand erklären, wieso sich derartige Fälle in Bayern häufen? Oder ist die Lobby dort besonders groß?

Thema Rindfleisch ... Uhle ... jepp.

Sag mal Uhle, wie sieht es eigentlich mit der Rinderhaltung in den USA aus? Hast Du Ahnung? Ich meine die "Omaha Steaks". Was ich weiß, ist, dass das Rindfleisch bzw. die Steaks in den USA weitaus besser schmecken als hier ... dennoch aber bin ich skeptisch, ob die Rinder tatsächlich ohne Zusatzmittel auf grünen Weiden aufwachsen.
Kommentar ansehen
16.04.2008 22:35 Uhr von jsbach
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Da gebe ich ein paar: Euro mehr fürs Kilö aus bei einem Metzger meines Vertrauens oder kauf hier in Bayern -gibt ja viele - direkt im Bioladen bei den Lanwirt ein saftiges Rinderstaek.
Die kleinenen Betriebe könnten sich so etwas gar nicht erlauben...
Kommentar ansehen
16.04.2008 23:16 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Danke Terror auch, wenn es nicht das war, was ich lesen wollte ;-(.

Ich hatte mich der Illusion hingegeben, noch irgendwo sauberes Fleisch zu kriegen, nachdem nun bald in EU-Land Kühe wieder Kühe zu fressen kriegen.

Selbst, wenn die Gras zu fressen kriegen, Du hast recht, so viel Bio wie angepriesen wird kann es im Grunde gar nicht geben.
Kommentar ansehen
17.04.2008 04:42 Uhr von Markaoe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nicht nur in Bayern ich möchte auf die heutige News hinweisen:
http://www.shortnews.de/...
Kommentar ansehen
17.04.2008 15:55 Uhr von uhlenkoeper
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@christi244: Im Großen und Ganzen gebe ich Terrorstorm recht: sicher ist man nie ! Und Kobe ist da noch mal ein ganz spezielles Ding. ROFL

Allerdings traue ich "meinem" Bio-Bauern im Nachbarort schon über den Weg, der keine Zusatzstoffe füttern darf (nicht einmal "Kraftfutter") und der kein Tier mehr in den Handel bringen darf, das krankheitsbedingt mal mit Anitbiotika behandelt werden mußte (kann immer mal passieren, ist ja auch bei uns nicht anders). Zwar kostet das Fleisch da mehr, aber ich futtere das ja schließlich auch nicht täglich. Da gleichen sich die Mehrkosten aus.
Allerdings ist das immer schon ziemlich hart, wenn wir die Nachricht bekommen, dass das Fleisch abgeholt werden kann, da wir "unser" Rind quasi auch kennengelernt haben, bevor es beim Schlachter landete .......

Dass das Fleisch aus Argentinien und USA so viel "besser" schmeckt, hat weniger seinen Grund in dem Futter oder in irgendwelchen "Zusatzstoffen", sondern einen ganz, ganz anderen, einfachen Grund: das Fleisch ist schlicht lange genug abgehangen.

Hierzulande ist der Umschlag im Kühlhaus bares Geld. Das heißt, dass kaum noch ein Schlachter/Schlachthaus das Fleisch nach dem Schlachten mehr als eine Woche hängen läßt. Diese Zeit braucht das Fleisch aber zum "Reifen", sprich, damit die Zellstrukturen gelockert werden, das Fleisch zarter wird.
Fleisch aus Übersee wird in der Regel mit speziellen Tiefkühlschiffen transportiert und ist 14-17 Tage auf See unterwegs. Das heißt, es kommt perfekt abereift bei uns an.

Mein o.a. Bio-Bauer-Nachbar hält übrigens eine Abhängezeit von mindestens 12, in der Regel 14 Tagen ein. Das Fleisch ist eine Wucht ! Aber wie gesagt: es kostet dann das Kilo auch 10 Euro, wenn ich ein zerteiltes Rinderviertel abnehme (wir haben extra eine Truhe dafür). Weil wir die zusätzlichen Kosten durch die längere Hängezeit auf den Preis umgelegt bekommen.

So : genug aus dem Nähkästchen geplaudert. ;-)
Kommentar ansehen
18.04.2008 10:42 Uhr von K2daK
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Es ist schon wahnsinn das noch immer so viele Gammelfleisch verkaufen.

Eine kurze Zeit waren ja vermehrt Untersuchungen....aber das immer noch solche Fälle aufkommen....nene...da sollte wirklich mal hart durchgegriffen werden!

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?