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Schweiz: Tierschützer protestieren scharf gegen "Mörder von JJ3" (Update)

Wie zu erwarten, haben verschiedene Tierschutzorganisationen scharf dem Abschuss des Braunbären "JJ3" widersprochen. Die italienische Organisation Associazione Animalisti Italien hat sogar dazu aufgerufen, die Schweiz selbst und Produkte aus dem Land zu boykottieren.

Nach einem Bericht der Agentur Apcom hat die italienische Organisation LVA den Schweizer Botschafter schriftlich aufgefordert, von harten Maßnahmen gegen "JJ3" abzusehen. Als barbarischen Akt wertet der Umweltschutzverband Legambiente den Abschuss des Bären.

Die Schweiz und Italien haben die Durchführungsbeschlüsse für den Schutz der Alpen noch nicht gegengezeichnet. Sie appelliert daher an die italienische Regierung, diesem Abkommen zuzustimmen. Auch sie sollte das nachholen, damit der internationale Druck auf die Schweiz erhöht wird.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schweiz, Update, Mörder
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.04.2008 09:10 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Wie in meiner News von gestern bereits geschrieben, warte ich auf die Reaktionen aus Teilen der Bevölkerung. Für mich ist es aber schon eine Gefahr für Mensch und Tier, wenn dieser Bär sich in bewohnten Siedlungen umher treibt.
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16.04.2008 10:47 Uhr von Nehalem
 
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Hmm: Ein schwieriges Thema. Einerseits ist dieser Bär gefährlich, das ist Fakt. Andererseits sind Bären von Natur aus gefährlich und wenn man die Fauna Europas wiederherstellen will, dann muss man damit umgehen können.

Grüße
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16.04.2008 11:25 Uhr von uhlenkoeper
 
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Die Italiener haben´s grade nötig, woll ? Wer hat denn Jurka auf die Menschheit losgelassen, trotz aller Warnungen von Fachleuten ?

Jurka (=Mutter von Bruno und JJ3) ist ein verhaltensauffälliges Tier, das ihren Nachkommen die Nahrungssuche in besiedelten Gebieten beibringt. Ihnen keine Scheu vor dem Menschen anerzieht, wie es normal wäre.
Warum wird dieses Tier nicht eingefangen und wieder in ein geschlossenes Reservat gebracht (aus dem es auch stammt) und in diesem Auswilderungsprogramm Italiens gegen ein verhaltens-gesundes Muttertier ausgetauscht ?

Im Rahmen der EU-Nature-Projekte wurden im Naturpark Adamello-Brenta von 1999 bis 2002 insgesamt zehn Bären aus Slowenien freigelassen. Probleme macht aber nur Jurka und ihre Nachkommenschaft. Nicht nur Bruno und JJ3 waren "auffällig", auch ihr Bruder dazwischen (JJ2) war es, ist aber seit 2005 verschwunden, wobei vermutet wird, dass er gewildert wurde.

Warum wird das Problem mit Bruno und seinen Geschwistern einfach weiter ausgesessen, weiter jedes Jahr verhaltensgestörte Jungbären auf die freie Wildbahn losgelassen und dann ein Mordpohei gemacht, wenn diese auffälligen Tiere dann erschossen werden ?
DAS finde ich unverantwortlich !

Schuld an dieser Situation sind diejenigen, die ein verhaltensauffälliges Tier zur Auswilderung bereitgestellt haben, obwohl Jurkas "Tick" bekannt war und es schon im Vorfeld klar war, dass es zu großen Problemen kommen könnte !!!!!!

Schützt weitere Geschwister Brunos vor einem ähnlichen Schicksal und zieht Jurka aus dem Verkehr.
Eine "normale" Bärenmutter, die ihrem Nachwuchs beibringt, menschliche Siedlungen zu meiden und sich artgerecht zu verhalten, wird niemals zu einer solchen Situation führen, wie Jurka seit zwei Jahren.

Also: warum wird nicht gehandelt ?
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16.04.2008 11:27 Uhr von vostei
 
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in den Karparten: gibt es Braunbären, Wölfe und Luchse - Nutzvieh, wie Ziegen und Kühe und die Menschen dort sind darauf eingestellt ihre Nutztiere zu schützen - ebenso, wie die Wildtiere darauf geprägt sind den Menschen selber zu meiden.

Kurz gesagt: Mitteleuropa ist einfach zu dekadent für eine intakte Fauna. Punkt.
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16.04.2008 11:38 Uhr von vostei
 
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@uhlenkoeper: mit Geduld und Spucke, besser gesagt Gummiwuchtgeschossen kann man auch Jungtiere erfolgreich vergrämen - ihnen die Angst vor dem Menschen aufs Fell pfeffern - nur:
die Angst der sog. zivilisierten Welt im hiesigen Alpenraum vor Umsatzverlusten beim älpen oder den Touris + die Gier der Jäger nach einer Trophaee - wie bereits gesagt - die hiesige Welt ist zu dekadent für Beppo und Co.
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16.04.2008 12:39 Uhr von Natsukawa
 
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@vostei: > mit [...] Gummiwuchtgeschossen kann man auch Jungtiere erfolgreich vergrämen

Besser informieren. Im Fall JJ3 hat eben das versagt. Die Vieher gewöhnen sich dran, denn spüren tun sie´s kaum. Beim ersten, zweiten Mal erschrecken sie vielleicht und trollen sich - mehr nicht.

An die Bärenhätschler: Nicht beschweren, fall mal Eure eigenen Schrazen bei ´ner Bergwanderung verfrühstückt werden! "Danke, lieber Bär!" sagen!

Meine Meinung: Weg mit den potentiellen Bärenschinken in Reservate.
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16.04.2008 12:40 Uhr von Borgir
 
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ist ja schön und gut: aber dass eisbären vorgeführt und sogar mit einem auto durch die stadt gefahren werden ist ok.....
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16.04.2008 12:45 Uhr von vostei
 
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@Natsukawa: ich bin informiert.

Man muss die richtigen Mittel wählen und das sind, glaube mir, richtig dicke Dinger... :D

Außerdem gibt es ja noch die Möglichkeit mit gutem Willen das Tier zu betäuben. Das hätte auch bei JJ1 gefunzt - aber dieser Willen ist nicht vorhanden UND HAT NICHTS MIT BÄRENTÄTSCHLERN ZU TUN.

Damit das klar ist.

Und nochwas: die ganze Erdkugel ist inzwischen ein Reservat.
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16.04.2008 14:17 Uhr von radiojohn
 
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Bei n-tv gefunden: "Ein Angebot des Berner Tierparks, Meister Petz Asyl zu gewähren, lehnte der Kanton (Graubünden) ab."

Warum?

salu2 r.j.
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16.04.2008 15:16 Uhr von TQ.
 
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ja klar: klar ist das besser als ein tier bis zu seinem ende zu foltern, und genau das wäre das einsperren gewesen.

tatsache ist nun mal, das er in der schweiz auch bären gibt, welche keine probleme verursachen. uhlenkoeper hat also absolut recht bei seiner analyse des problems.

wir leben nun mal in einer welt in der es keine platz für solche tiere hat, aussert man ist bereit menschen leben zu gefährden. genau das dürfen die behörden aber nicht zulassen. der abschuss war nicht zu verhindern, nur verzögern hätte man ihn können, aber hätte das was gebracht?
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16.04.2008 17:53 Uhr von TQ.
 
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guck dir die tiere doch mal an: guck dir die tiere doch mal an und wie viel platz dass sie dort haben. gerade tiere die ein grosses territorium besiedeln leiden am meisten.
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16.04.2008 20:10 Uhr von uhlenkoeper
 
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Jurka und ihre Söhne Bruno, Lumpaz und JJ3: Warum wurde die verhaltensauffällige Bärin Jurka nicht eingefangen und ein einem Gehege untergebracht, als bekannt war, dass sie ihre Verhaltensanomalien an ihre Nachkommen weitergibt. Sie ihnen beibringt ?
Warum wurde erst noch weitere 4 Jahre und 3 Nachkommengenerationen damit gewartet, Jurka im letzten Jahr endlich zu betäuben und einzufangen ?

Nicht nur Jurka (Muttertier) versorgte sich bevorzugt in menschlichen Ansiedlungen mit Nahrung, sie gab dieses Verhalten auch an ihre Söhne JJ1 ("Bruno"), JJ2 ("Lumpaz", vermutlich durch Wilderer erlegt) und jetzt JJ3 weiter.

In der Schweiz befindet sich derzeit u.a. ein Halbbruder dieser Jungbären, der keine der Verhaltensanomalien seiner Halbbrüder aufweist: MJ4 hat zwar den gleichen Vater , aber eine andere Mutter (Maja), die ihrem Nachwuchs "normale" Verhaltensweisen beibrachte. Dieser Bär bewegt sich völlig problemlos auch im dichtbesiedelten Tessin. *
Ebenso wie weitere geschätzte 20 Tiere, die dort inzwischen ihren Bewegungsradius haben und mit denen weder die Bevölkerung, noch die Jäger oder Landwirte ernsthafte Probleme haben.

Daher noch einmal meine Frage:
+ Warum werden verhaltensgestörte Tiere ausgesiedelt (Probleme sind vorprogrammiert) ?
+ Warum wird ein verhaltensgestörtes Muttertier erst 3 Jahre nach der ersten auffälligen Nachkommengeneration eingefangen ?
+ Warum werden ihre Nachkommen nicht mit "eingesammelt" ?

Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht. Und den Unsinn, den humanoide Zweibeiner da angerichtet haben, müssen nun Vierbeiner ausbaden, die absolut NICHTS dafür können.


[* Anm. zur Namensgebung: Die Namenskürzel setzen sich jeweils aus den Anfangsbuchstaben der Eltern und dem Wurf zusammen. JJ3 z.B. war ein Nachkomme von Jurka und Joze, aus Jurkas 3.Wurf ; MJ4 ist ein Nachkomme von Maja und Joze aus Majas 4.Wurf.]
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16.04.2008 22:38 Uhr von Gierin
 
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Latente Faschisten?? Ich finde es immer wieder interessant, wie einige sogenannte Tierschützer die verschiedenen Tiere jeweils in die Kategorien "schützenswert" un "nicht schützenswert" einteilen.
Der Bär JJ3 ist z.B. schützenswert, die Schafe, die er gerissen hat sind offenbar niedere Tiere, die nicht schützenswert sind. Ausserdem: Hunde, die zugebissen haben, werden auch nicht therapiert, sondern eingeschläfert. Pferde, die durchgehen, werden geschlachtet etc.
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17.04.2008 14:16 Uhr von einTierfreund
 
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Menschen glauben Sie sind etwas besseres als Tiere: Warum bitte funktioniert es in Kanada ?
Da wird auch nicht gleich jeder Bär erschossen so wie er sich einem Menschen nähert !
Und da plündern sie die Autos...
Es wird einfach auf der ganzen Welt nichts für Tiere getan !!!
Man hört immer Tierschutz und bitte spenden ....
Aber was schaffen Sie ?
Wenn´s darauf ankommt ist keiner da und das Tier erlegt oder gequält. Warum bringt man Tierkatastrophen wenn überhaubt mal, immer erst ab 23 Uhr ? Wie kann es sein das ich mir einen 2 Stündigen Todeskampf eines Elefanten ansehen kann ?? Warum greift einfach keiner ein ???
Diese Welt währe besser ohne uns Menschen !!!!!!!!!
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17.04.2008 15:59 Uhr von uhlenkoeper
 
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@einTierfreund: Tut mir leid, wenn ich Dich da berichtigen muß, aber auch in Kanada werden Bären, die sich auffällig verhalten oder wiederholt in Siedlungen gesichtet wurden, geschossen.
Nur macht dort niemand so einen Wirbel darum. Ich weiß das, da ich 2 Jahre dort gelebt habe.

Und noch etwas ist in Kanada anders:
die Bevölkerungsdichte ist eine gänzlich andere als im Alpenraum. So kommt es schlicht mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit zu weniger problematischen Zwischenfällen.
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19.04.2008 08:23 Uhr von vostei
 
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@uhlenkoeper: dort gibt es aber auch genug bären und grizzlis sind ein anderes kaliber - und die flächen sind weiter....

die, die geschossen werden sind aggromäßig aufgefallen oder haben menschen getötet - wg einer umgewühlten mülltonne oder einem augeweideten schaf macht man sich dort auch keinen kopf - diese bären werden dann betäubt, gefangen und in die pampa transferiert.

man muss sich hier in europa einfach entscheiden: wollen wir eine wochendausflussfreundliche, halbschuhtouristisch adäquate fauna? Dann darf man zoohaltung aber auch nicht beklagen - hü oder hott?

in zeiten der blauzungenkrankheit ein gerissenes schaf und noch eins zu beklagen, noch dazu innerhalb der rauen bergwelt? Ich weiß ja nicht - in den karparten kriegen die hirten das ja auch hin...

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