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Altersarmut: Anzahl der Rentner mit Minijobs in fünf Jahren um 40% gestiegen

In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Rentner, die einen sogenannten Minijob ausüben, von 506.065 um etwa 40 Prozent auf 702.141 gestiegen. Die Zahl der Über-65-Jährigen, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, ist im selben Zeitraum um 5.700 auf 114.913 gestiegen.

Gründe für die hohe Anzahl der arbeitenden Personen im Rentenalter sieht die SPD in den neuen Bundesländern vor allem in der Tatsache, dass nach der Wiedervereinigung und auch heute noch geringere Löhne als in den alten Ländern gezahlt würden, sowie in der hieraus resultierenden Altersarmut.

Dem Finanzminister Sachsen-Anhalts Jens Bullerjahn sowie Erwin Sellering, Sozialminister von Mecklenburg-Vorpommern (beide SPD), zufolge steige das Risiko, im Alter von Armut bedroht zu werden. DGB-Chef Sommer warnt davor, dass "in 15 Jahren Millionen Rentner von Sozialhilfe leben müssen".


WebReporter: divadrebew
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jahr, Rentner, Alter, Anzahl, Altersarmut, Minijob
Quelle: www.morgenpost.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2008 20:13 Uhr von Raizm
 
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ach ich weiß nicht ich bin selber noch recht jung und irgendwie finde ich es sehr verzehrt..
auf der einen seite gibt´s Rentner,die sich beschweren,dass sie nicht genug renten bekämen,aber dennoch 3-4 mal im Jahr in Urlaub fahren und auch einen (bayrischen?) Politker -selber nicht mehr der jüngste - der durchsetzen will,dass die Rentner _wesentlich_ mehr bekommen und auf die Frage antwortet,wie das die Jugend (=ich) tragen soll antwortet "Ist mir doch egal"...

Auf der anderen Seite gibts auch Renter,die eben auf Miniobs angewiesen sind,da das Geld vorn und hinten nicht reicht...Aber das is ja ein Masseneffekt,der wohl mittlerweile fast in jedem Alter erreicht wird..leider...
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15.04.2008 20:34 Uhr von artefaktum
 
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Endlich! Die Reformen greifen! Ein Arbeitsheer an Billigjobbern, die bis zum Grab ranmüssen. Das gefällt einigen in diesem Lande richtig gut.
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16.04.2008 00:23 Uhr von Luthienne
 
+4 | -0
 
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"Haben die was für mich getan? "

Sie haben deine Schulausbildung finanziert, die Straße an der du wohnst, deine KV als du noch ein Kind warst...
Hach, wenn ich überlege, dann fällt mir sicher noch ne ganze Menge mehr ein!

Mit Sicherheit haben aber deine Eltern dich gezeugt und großgezogen, und irgendwann werden auch die im Rentenalter sein (und vielleicht nicht mehr in der Lage sein, sich was nebenher zu verdienen.)
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16.04.2008 01:50 Uhr von meisterthomas
 
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Durchschnit. Rentenzahlbetrag zum 01. Juli 2005: Männer
Frauen
Alte Bundesländer
962
477
Neue Bundesländer
1.006
660
Deutschland
971
519
Quelle: Rentenversicherungsbericht 2006
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16.04.2008 01:55 Uhr von meisterthomas
 
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Zahlbeträge und Schichtung der Renten: Der durchschnittliche monatliche Zahlbetrag für Versichertenrenten (Alters- und Erwerbsminderungsrenten) betrug im Jahr 2005 für Männer rund 971 Euro. Dieser Wert lag in den neuen Bundesländern mit 1.006 Euro etwas höher als in den alten Ländern (962 Euro). Der durchschnittliche monatliche Zahlbetrag für Versichertenrenten an Frauen lag am Stichtag 1. Juli 2005 bei 519 Euro. Hier ist der Unterschied zwischen den Rentenzahlbeträgen in den neuen und in den alten Bundesländern noch deutlicher. Während Frauen in den neuen Bundesländern im Durchschnitt fast 37 an rentenrechtlichen Zeiten vorzuweisen haben, sind es in den alten Bundesländern durchschnittlich nur 26 Jahre. Die meisten Renten liegen bei den Männern in Deutschland zwischen 900 und 1350 Euro. Bei den Frauen liegt der Schwerpunkt zwischen 450 und 750 Euro.

Quelle: Deutsches Institut für Altervorsorge
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16.04.2008 06:33 Uhr von Tong
 
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@ meisterthomas: Was willst du mit deinem Kommentar sagen? Das die Rentner im Osten, besonders die Frauen Gewinner der Wiedervereinigung waren? Das stimmt zwar ändert sich jetzt aber wieder. Aufgrund der geringeren Einkommen und der höheren Arbeitslosenquote wird die Altersarmut in den neuen Bundesländern stärker sein als im Westen. Aber auch da sieht es kaum bessere aus.

Das die Durchschnittsrente schon 2005 bei nur 971 Euro lag ist wirklich bedenklich. Wenn man davon Miete und Energiekosten abzieht, bleibt für viele kaum etwas übrig zum Leben.
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16.04.2008 08:02 Uhr von Luthienne
 
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*rofl*: "mein eltern waren stinkereich und haben mich auf private Schulen und Kindergärten geschickt."

*lol*
Hättest mal besser aufpassen sollen. Deine Schreibweise zeugt jedenfalls nicht von besonderer Bildung, bestenfalls Durchschnitt.

Haben deine Eltern auch die von Rentnern verstopfte Straße bezahlt, über die du armes Tucktuck dich jeden Tag quälen musst?
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16.04.2008 08:16 Uhr von Luthienne
 
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@Tong: Ich empfinde es nicht so, dass die Frauen im Osten Gewinner waren- sie hatten halt durchschnittlich mehr Beitragsjahre vorzuweisen (zwar für eine andere Rentenkasse, aber nichts desto trotz haben sie Beiträge eingezahlt), also ist eine höhere Rente durchaus berechtigt.
Ungerecht oder ungerechtfertigt finde ich das nicht, und wenn der Gesetzgeber dem hätte gegensteuern wollen, wäre es da Zeit für eine komplette Rentenreform und den Umstieg auf ein anderes Berechnungssystem oder gar einer Einheitsrente für Gesamtdeutschland gewesen.

Man kann nicht ein System in ein anderes eingliedern und dann für das neu Hinzugekommene bei allen vordergründigen Vorteilen nach Ungerechtigkeiten suchen, während man alle entstehenden Nachteile als unausweichliches Schicksal hinstellt- und Nachteile hatte und hat der Osten beileibe genug zu schultern.
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16.04.2008 09:04 Uhr von shortcomment
 
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Minijobs ok: wenn Rentner nach einer Tätigkeit ausschau halten um nützlich zu sein. Nicht in Ordnug ist es wenn man Rente bezieht und diese nicht reicht. Im Alter will man zur Ruhe kommen und nicht mehr mit Existenz - Ängsten ausgesetzt werden.

Was man nicht vergessen sollte ist der Umstand dass mit steigendem Alter auch Krankheiten kommen. Die Medikamente müssen auch finanziert werden und für jemanden der eine geringe Rente bekommt ist dass eine wahnsinnige Belastung.
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16.04.2008 10:01 Uhr von vst
 
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wir müssen uns asine warmhalten: er darf sn auf keinen fall verlassen.

habe mich selten mehr über einen user amüsiert als über asine.

hofnarr, das ist ein beruf für ihn wie geschaffen.
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16.04.2008 18:35 Uhr von Tong
 
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@ Luthienne: Und warum hatten Sie mehr Beitragsjahre vorzuweisen?
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16.04.2008 22:14 Uhr von Luthienne
 
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Weil es vorbildliche Kinderbetreuung gab und sie so die Möglichkeit hatten, zu arbeiten.
Davon waren und sind wir in Westdeutschland noch meilenweit entfernt- als Frau mit Kind hat man sozusagen die Arschkarte.
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17.04.2008 06:05 Uhr von Tong
 
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@ Luthienne: Die Kinderbetreuung war nur so gut, damit die kleinen möglichst früh in die Hände des Staates konnten und die Erwachsenen in das Kollektiv gegenseitiger Kontrolle eingebunden werden konnten.
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17.04.2008 10:44 Uhr von Luthienne
 
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@Tong: Das "warum" bei den Gründen für angebotene Kinderbetreuung erscheint mir in der Sache an sich hier erstmal nicht wichtig- Tatsache ist aber, DASS sie angeboten wurde und Müttern so IMMER der Weg in die Arbeitswelt offen stand, während man sich heute wie damals als Mutter wahlweise als Rabenmutter oder als Sozialschmarotzer (alleinerziehende) oder faule Kuh (verheiratete Hausfrauen) beschimpfen lassen muss.
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17.04.2008 10:46 Uhr von Luthienne
 
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Nachtrag während man sich heute wie damals als Mutter...

Soll heißen: ...während man sich im Westen heute wie damals als Mutter...

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