15.04.08 18:17 Uhr
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Wider dem Antizionismus - Gregor Gysi (Linke) fordert "Solidarität mit Israel"

Der Linken-Fraktionschef Gregor Gysi hat seine Partei am Montag in einer spektakulären Rede bei einer Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung zur "Solidarität mit Israel" aufgerufen. Außerdem gratulierte er dem Staat zum 60. Geburtstag.

Gysi zufolge dürfe sich die Linke nicht hinter antzionistischen Parolen verstecken, wenn man den "Befreiungskampf des palästinensischen Volkes" unterstützen will. Vielmehr müsse die Linkspartei ihr Verhältnis zu Israel überdenken.

Hart ins Gericht ging er auch mit der Haltung der ehemaligen DDR gegenüber Israel, die sich als selbsterklärter "antifaschistischer Staat" aus der Verantwortung stahl. Am Ende seiner Rede fand er dennoch kritische Worte zu Israels Umgangsformen gegenüber den Palästinensern.


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WebReporter: divadrebew
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Israel, Die Linke, Gregor Gysi, Solidarität
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2008 18:52 Uhr von chitah
 
+12 | -5
 
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Find ich gut! Das fordere ich auch, genauso fordere ich Solidarität mit Palästina, Tibet, China, Russland, Tschetchenien, Irak, USA.

Eben einfach mit allen Staaten die die Menschenrechte achten und deren Umsetzung fördern. :-)
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15.04.2008 19:02 Uhr von Pinky_Gizmo
 
+6 | -7
 
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Was für ein Wandel: Von Saulus zum Paulus!!!!!!!
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15.04.2008 19:13 Uhr von Jimyp
 
+9 | -16
 
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Ist ja lustig passt ja so gar nicht zu einem Linken, die ja zum größten Teil Anti-Israelisch eingestellt sind!
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15.04.2008 19:31 Uhr von terrordave
 
+8 | -5
 
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so eine aussage hätte ich dem gysi gar nicht zugetraut, da die linke in deutschland schon sehr israelkritisch eingestellt ist, bisweilen sogar äußerst israelfeindlich und da rede ich jetzt nicht nur von der antifa, israel wird ja von allen seiten des völkermords an den palästinensern beschuldigt und mit den nazis auf eine stufe gestellt. also daumen hoch für diese mutige aussage, mit der er hier erstens moralische position bezieht und zweitens trotzdem nichts beschönigen will.
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15.04.2008 20:56 Uhr von JCR
 
+4 | -2
 
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Klare Sache. Kritik muss, insbesondere vom linken Spektrum, weiterhin geäußert werden, jedoch muss sie verhältnismäßig und sachlich korrekt sein.

Einem Staat Solidarität zu erweisen schließt nicht aus, seine Fehler zu erkennen und zu beurteilen.
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15.04.2008 20:58 Uhr von Margez
 
+7 | -2
 
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Solidarität und Kritik= Beides Ja! Ich finde es sehr gut, was Gregor Gysi gesagt hat!
Die arabischen Länder (außer Ägypten und Jordanien, die mit Israel Friedensverträge und den Staat Israel damit anerkannt haben) wollen Israel als Staatsgebilde vernichten.
Da müssen wir zur Demokratie Israel stehen und nicht zu den totalitären Diktaturen der arabischen Länder.

Aber unter guten Freunden muss auch Kritik geäußert werden dürfen!

Denn die Israelis machen auch gewaltige Dummheiten!
Ich hoffe, dass es irgendwann Frieden dort unten geben wird:
Das kann nur geschehen, wenn beide auf einige Forderungen verzichten.
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16.04.2008 22:58 Uhr von aramis23
 
+1 | -0
 
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Längst überfälliger Schritt! Bravo! Hier wird endlich etwas gerade gerückt! Ein weiterer Schritt weg von den schlichten Gut-Böse-Bildern reflexgesteuerter Linker, hin zu einer angemessenen und realistischen Sicht auf Israel. Ein Apell, den unheilvollen Schatten eines Antisemitismus zu überspringen, der sich - umetikettiert als "Antizionismus" - lange unerkannt im identitätsstiftenen Wertesystem deutscher Linker verankern konnte.

Warum Israel mit seinen dauerhaft funktionierenden realsozialistischen Experimenten wie Kibuzim nicht seit je das Herz romantischer Linker höher schlagen ließ, ist mir ohnehin ein Rätsel. Stattdessen solidarisierte man sich - verkehrte Welt - in den 70ern ausgerechnet mit der PLO, deren direkte Vorgängerorganisation unter Arafats Onkel und politischem Mentor Al-Husseini noch mit Nazigeldern finanziert wurde, um die "Endlösung" nach Palästina zu tragen; lange vor der Existenz eines jüdischen Staates. (Siehe auch: http://de.wikipedia.org/...)
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07.12.2009 03:10 Uhr von Memo99
 
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für blöd erkllären: ich finde solch eine Aussage derart frech!
Der Zionismus ist eine menschenverachtende Einstellung, die das jüdische Volk und die jüdische Religion ohne Einschränkungen ausbeutet!

Ich bin kein Jude, ganz im Gegenteil :)

Sogar die jüdischen Gelehrten sind strikt gegen den Zionismus, da diese den Namen der Juden befleckt und die Welt seit Darwin, nicht zuletzt seit dem 11. September einfach nur auf den Kopf stellt.

Dazu sind viele Beiträge von Gelehrten aus jüdischer, christlicher und islamischer Welt verfasst worden.

Anfangs dachte ich, dass Generell die jüdische Bevölkerung für den Angriff auf den Islam verantwortlich ist, der seit 10 Jahren und mehr stattfindet. Jedoch wurde schnell klar, dass eben diese Sekte, die unglaublich viel Macht hat, dafür verantwortlich ist.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, bezeichnet dieser Abgeordnete Israel indirekt als zionistischen Staat. Diese Aussage ist die einzige, die ich als Wahr empfinde.

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