14.04.08 09:41 Uhr
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Industrie fordert längere Laufzeiten für Atomkraftwerke

Wenn es nach dem Willen der Industrie geht, soll sich die Bundesregierung stärker für den Bau neuer Kohlekraftwerke und längere Betriebsdauern bei Atomkraftwerken einsetzen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie sieht die Energieversorgung in den nächsten Jahren "akut gefährdet".

Unterdessen fordert die Deutsche Energie-Agentur eine Minderung der Fördergelder für Solarstrom. Nicht einmal ein Prozent des Energiebedarfes würde aus Solarstrom gewonnen. Gleichzeitig wurde aber auch eingeräumt, dass in sonnigen Gegenden diese Art der Stromerzeugung großes Potenzial habe.

Während die SPD für ein Festhalten am Atomausstieg plädiert, bezieht die Union deutlich Stellung für die Industrie. Längere Laufzeiten für Atommeiler sowie neue Kohlekraftwerke seien nötig, damit die Energieversorgung in den nächsten Jahren gesichert sei, so Kanzlerin Merkel.


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WebReporter: badboyoli
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Industrie, Atomkraftwerk, Atomkraft, Laufzeit
Quelle: www.n-tv.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.04.2008 10:06 Uhr von usambara
 
+6 | -0
 
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der BDI sollte sich lieber für das Verbot von Standby-Geräten stark machen.
Deutschlands Stromexporte haben im zurückliegenden Jahr der Leistung zweier Atomkraftwerke entsprochen, mehrere Reaktoren waren zudem abgeschaltet.
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14.04.2008 10:43 Uhr von Bundeskasper
 
+1 | -0
 
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da kann ich mich nur meinem Vorredner anschließen....
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14.04.2008 11:54 Uhr von Montrey
 
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Man: kann sich nicht aufdauer von den Atomkraftwerken losreissen.
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14.04.2008 11:59 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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Solarsubventionen verringern? So viel zum Thema Umweltschutz...

Was aber StandBy-Geräte angeht, kann ich usambara nur beipflichten.

wir schalten daheim nicht nur den Fernsehen und das Radio aus, wenn wir´s grad nicht brauchen, sondern die Verteilerleiste für den PC wird auch komplett ausgeknipst, wenn der PC aus ist. Denn so ein Netzteil läuft dummerweise auch im StandBy. Nur ist man sich dessen nicht wirklich bewusst.

Allerdings sollten (zumindest deutsche) AKW ruhig noch so lange laufen, bis man eine sauberere Alternative zu Kohlekraftwerken hat. Denn lieber nehm´ ich deutschen Atomstrom, als französischen oder gar polnischen Atomstrom. Grund? der deutsche Sicherheitsstandard ist einfach hoch genug. Klar, die Sache mit den Endlagern ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wenn schon alle über CO2 meckern, warum dann ausgerechnet AKW durch KKW ersetzen?
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14.04.2008 12:01 Uhr von Sven_
 
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hmmm: ihr vermischt da etwas zu sehr. Während der Spitzenlastzeiten müssen die Stromversorger zum Teil Gas-Turbinen und ineffiziente Pumpspeicherkraftwerke anwerfen um die Netzstabilität zu garantieren.

Während der Grundlastzeiten sieht es momentan nicht schlimm aus, wenn man jedoch die Basisversorgung (z.B. mit neuem Atomkraftwerk) hebt muss in Spitzenzeiten weniger zugeschaltet werden. Und das dann keine Gas-Turbinen mit zig Tonnen Kerosin-Verbrauch zur Stromgewinnung angeworfen werden müssen sollte sogar den Ökos gefallen ;)

(Und nein mit Solar und Wind kann man die Grundlast nicht entsprechend anheben, wer sich mal die Kurven angeschaut hat wie schwankend diese Arten Energie erzeugen der versteht auch warum)

Die Grundlast ist kein Problem, deshalb löst auch ein Verbot der Standby-Geräte nicht das Problem, denn die machen zur Spitzenzeit wenn der Herd läuft nichts mehr aus und wie auch schon gesagt während der Normal-Zeiten kann Strom exportiert werden
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14.04.2008 12:11 Uhr von XxSneakerxX
 
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Die haben doch alle ne Klatsche sicher ist ein Ausstieg "noch" zu früh und radikal gedacht, aber er wird unumgänglich sein! Ich find es noch dazu eine Frechheit, dass es auf der einen Seite heißt "Ausstieg aus der Kernkraft" und das Abschalten von deutschen Atommeilern, aber auf der anderen Seite wird schön billiger Strom aus der Kernkraft aus dem Ausland importiert...
Und zum Thema....das Solarstrom nichtmal 1 % des Energiebedarfs deckt liegt einzig und allein daran, dass in diese Energiesparte nichts investiert wird, trotz riesen Potential, wie ich finde!!! Die Sonne wird uns noch um einiges länger erhalten bleiben als andere "Energielieferer"....Man sollte wirklich sämtliches durch die Atommeiler etc. erwirtschaftetes Geld in zukunftssichere Energien stecken! Ich halte ebenso mehr von Solarenergie statt von Windkraftanlagen
...der Nachteil der Solarenergie liegt dann jedoch ganz klar auf der Seite der Industrie und dient mehr zum Vorteil des Kunden. Nur welche Wirtschaft will das schon? Geld investieren und so verschenken? Drum wird auch mehr Geld in Windkraftenergie gesteckt....Alles Egoisten und "Nur-Jetzt"-Denker...Wir werden uns damit noch ins eigene Fleisch schneiden, wenn der Mensch nicht alsbald handelt!!!
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14.04.2008 13:29 Uhr von jeda15
 
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Ich wohne neben einem Atomkraftwerk und möchte bestimmt nicht freiwillig neben ein Kohledreckschleuder umziehen...Ich bin überzeugt davon,dass ich hier länger überlebe.
Wenn man die Zahlen vergleicht,wieviel Atomanlagen auf diesem Planeten im Bau sind und wie wenig Kohlekraftwerke,scheinen wir Deutschen ja mal wieder oberschlau zu sein...vielleicht nur zu kurz gedacht??(Wahlperiode 4 Jahre?)
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14.04.2008 13:39 Uhr von claeuschen
 
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@sven: Verdienst Du etwa Dein Geld bei einem der großen Stromversorger? Deine Worte klingen wie aus einer Anhörung der Atom-Lobbyisten im Bundestag. <Ironie-Start Session>Die "armen, gebeutelten" Stromkonzerne. Knabbern mit fast zweistelligen Milliardengewinnen pro Jahr an der Armutsgrenze und müssen aus purem Überlebenskampf Uranbrennstäbe einsetzen, weil ansonsten die Spitzenlasten in ihren Netzen zu Ausfällen führen. Man sieht völlig ausgehungerte Managergestalten in 3000 Euro-Anzügen, wie sie sich gebeugt von der schweren Verantwortung in ihre A8- und BMW8er-Limousinen schleppen, um den Menschen mit letzter Kraft Strom und damit Freude am Leben bringen. Gebt mir bitte ein Taschentuch, selten einen so tragischen Film gesehen......<Ironie-Knopf auf AUS geschaltet>

Das Horror-Szenario des totalen Stromausfalls wird hier nicht zum ersten Mal an die Wand geschmissen.
Möglicherweise liegt der eine oder andere Stromausfall nicht nur an dem zu geringen Atomstromanteil sonder vielleicht auch an der jahrzehntelangen "Abzocke" der Stromgiganten, die ihre alten Netze vor sich hinschimmeln lassen. Und da Deutschland keine Atomwaffen besitzt, brauchen wir das Scheißzeug in unserem Land auch nicht.

Wenn das gleiche Geld, was wir für die offenen und versteckten Atomsubventionen (z.B. auch Polizeikosten bei Atommülltransporten) in den vergangenen 40 Jahren ausgeben haben, stattdessen in Georthermie, Wärmepumpen oder Solarkraftwerke investiert hätten, sähe der Strommix heute ganz anders aus. Und kein einziger Toaster oder Backofen würde kalt bleiben.

Meine Meinung:
Atomstrom ist viel zu gefährlich, als dass wir ihn hier zulassen sollten. Es ist traurig genug, dass Frankreich und Großbritannien dies nicht wirklich zur Kennis nehmen. Tschernobyl kann überall passieren, auch mit Siemens-Meilern. Ich ziehe einen zweistündigen Stromausfall jederzeit einer Atomkatastrophe auf deutschem Boden vor, so viel ist sicher. Bevor ich´s vergesse: Ich werde mir heute noch Kerzen holen;-))

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