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Während der Schulzeit sollen Spielkonsolen in Kaufhäusern ausgeschaltet bleiben

Um dem Schuleschwänzen entgegenzuwirken, sollen die Spielkonsolen in den Kaufhäusern erst nach der Schulzeit ab 15 Uhr freigegeben werden.

Da viele Schüler statt in die Schule zu gehen sich am Vormittag mit Computerspielen in Kaufhäusern vergnügen, fordern die Innenminister eine entsprechende Vereinbarung mit den Händlern.

Die Innenminister wollen so das Schwänzen an deutschen Schulen verringern, da sie dies als einen ersten Einstieg in die Jugendkriminalität ansehen.


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WebReporter: Micha05
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spiel
Quelle: www.welt.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2008 19:48 Uhr von Micha05
 
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Manchmal muss ich mich auch wundern, wie viele Kinder sich schon an Schultagen vormittags in der Stadt und in den Kaufhäusern herumtreiben.
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12.04.2008 21:13 Uhr von Jorka
 
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Ist in Bremen: schon so das die Kaufhäuser sich verpflichtet haben bis 13 Uhr die Konsolen aus zulassen.

Nunja ich muss zugeben, als ich noch in der Schule war haben wir manchmal auch den Vormittag bei Karstadt und co verbracht. aber gut anscheinend hatten die Schulen vor 15 Jahren nicht so ein großes "Schwänzerproblem" wie heute, von daher bin ich auch dafür das die Konsolen bis zum nachmittag ausbleiben.
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12.04.2008 21:25 Uhr von Metalian
 
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Bringt doch nichts! Ich kann mir nicht vorstellen,dass die Schüler extra schwänzen,weil sie in den Kaufhäusern zocken wollen.
Die meisten werden wohl einfach schwänzen,weil sie kein bock auf Schule haben.
Wenn die Konsolen bis Mittags aus bleiben,werden sie halt etwas anderes mit ihrer "freien" Zeit anfangen!
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12.04.2008 21:48 Uhr von Deno001
 
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jepp sehe das genauso wie Metalian. Die Schwänzen nicht weil die zocken wollen, sondern weil sie kein bock auf Schule haben... und sobald es die Konsolen nicht gibt, wird was anderes gefunden.... Dann werden halt spiele auf s Handy geladen oder der Nintendo DS mitgenommen oder was auch immer. Wundert mich aber ehrlich gesagt auch nicht, viele Eltern haben ja auch kaum Zeit um sich mit den Kindern auseinander zu setzen und Ihnen zu erklären was sich gehört und was nicht. Viele Kids erziehen sich ja wohl mehr oder weniger in Eigenregie
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12.04.2008 22:12 Uhr von Schlaumi
 
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Das Problem: der Schulschwänzer ist m.E eher ein Problem der Organisation des Unterrichtes bzw. der Organisation der Schulen in Deutschland. Wenn man Lernen so verpacken kann, dass es den Schülern Spaß macht und ihnen sinnvoll erscheint, gehen sie auch wieder hin. Ein Ausschalten der Spielkonsolen ist nun wirklich die lächerlichste Lösung.
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12.04.2008 22:48 Uhr von HuhuMan
 
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dann wird eben gesoffen, geschlagen: Wenn die Konsolen aus sind, wird sich eben in der U-Bahn geschlägert, andere Jugendliche bedroht, Taschengeld abgenommen, Bier&Wodka gekauft und gesoffen...
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13.04.2008 00:05 Uhr von Geriba01
 
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Wieder eine sinnlose Forderung: Als erstes möchte ich dazu sagen, dass ich den Vorschlag völlig sinnlos finde. Da doch nur ein so geringer Teil von den Schulschwänzern in ein Kaufhaus gehen und dann dort spielt. Also würde ich damit einen so geringen Teil abdecken. Doch im Gegensatz behindere ich andere Leute, die sich für so eine Konsole interssieren. Laut meiner Meinung ist dieser Teil wesentlich größer als die Schwänzer. Diese sitzen doch sicherlich lieber zu Hause mit Freunden rum bzw. spielen bei denen mit solchen Konsolen oder machen sonstiges.
Deswegen würde diese Maßnahme nichts bringen, da sollte man lieber härter Kontrollen in der Schule einführen oder wie bereits erwähnt die Schule spannender machen.
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13.04.2008 00:16 Uhr von Nehalem
 
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Exact: Ich besuche selbst noch die elfte Klasse. Und teilweise fasse ich mir wirklich an den Kopf was wir lernen müssen. Stoff den kein Mensch in keinem Beruf dieser Welt jemals in irgendeiner Weise benötigen wird.

Kann mir bitte mal jemand sagen, in welchem Beruf außer Deutschlehrer man Gedichtinterpretationen benötigt? Mein Gott, was man mit diesen endlosen Stunden voll sinnfreier Interpretation anfangen könnte... man könnte uns z.B. mal zeigen wie man eine Bewerbung schreibt, oder wie man sich mit den Ämtern auseinandersetzt. Oder mal die verschiedenen Studienarten vorstellt.

Aber nein... wir müssen Gedichte interpretieren. Danke, das hilft mir ungemein auf meinem weiteren Lebensweg.

Grüße
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13.04.2008 00:31 Uhr von Talknmountain
 
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Langsam wirds peinlich!!!

Dann schließt Freibäder, Jahrmärkte, und verbietet Menschen im schulpflichtigen Alter sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten.

Dieses Land ist sowas von KRANK!!!
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13.04.2008 03:34 Uhr von Baststar
 
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ich finds gut... bringt zwar nicht viel... aber um die zeit haben schüler sowieso nichts in kaufhäusern zu suchen
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13.04.2008 10:00 Uhr von Yuggoth
 
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Sehr guter Vorschlag! warum 20 Jahre zu spät? sonst hätte ich nicht endlose Tage vor dem Atari 2600 bei Horten verbracht und aus mir wäre "was" geworden.
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13.04.2008 10:14 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
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Super Idee: Und wenn ich mir dann ne Konsole kaufen will darf ich dann bis 15 Uhr warten damit ich mir das Ding vorher genau ansehen kann (ACHTUNG IRONIE FOLGT) Am besten Fordert unser Lieblings Rollstuhlfahrer den Finalen Schuss bei Zocken am Vormittag (sind ja eh alles Kinderspiele)

Sprich.. Guten Tag ich hätte gerne ne Wii... Oh kein Problem nehmen sie mal den Kontroler ich mach Ihnen das Gerät mal an... Peng ...

Heidewitzka der verschleiss an Kundenberatern dürfte drastisch zu nehmen...

So aber mal im Ernst... Ich liebe unsere Politik .. diese Realitätsabwesenheit hat ja echt ausmass angenommen...

Fakt ist doch:
Unterrichtsstoff meistens Stink langweilig
Die Lehrer sind oft extrem unmotiviert was sich unheimlich auf die Aufnahmefähigkeit der Schüler ausübt (sprich alles sehr monoton etc.)
60% von dem Lernstoff braucht man nie wieder

Also wieso wundert sich da noch jemand
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13.04.2008 10:17 Uhr von DAB1868
 
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sinnvoll aber unsinnig? Ob diese Maßnahme die Schulschwänzer zurück an die Schulbank bringt ist fraglich...

Von mir aus können die solche Konsolen gleich ganz abbauen, da mich dieses rumgelungere der Kids in den Elektronikmärkten sowieso nervt. In einem großen Markt in der Nähe stehen die Dinger zumal noch im Eingangsbereich, wo sich dann Horden von Kiddies versammeln. Und wenn die Dinger erst ab 15 Uhr an sind, dann zocken die eben dort bis Ladenschluß und machen keine Hausaufgaben mehr... Ist das sinnvoll?

Ja und wenn die Dinger zur Schulzeit aus sind, dann versammeln sich die Lernunlustigen eben wo anders und saufen Bier, rauchen und pöbeln die Leute voll...

Das ganze Schulsystem müsste reformiert werden... ach und ja... zu meiner Schulzeit sind wir gar nicht auf solche Ideen gekommen... liegt wohl auch viel mit an den Eltern und der Erziehung im gesamten.
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13.04.2008 16:36 Uhr von politikerhasser
 
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Bald gibt es gar nichts mehr, was noch erlaubt ist oder ohne staatliche Gängelung gemacht werden darf.

Ich hab`die Schnauze voll!
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13.04.2008 19:04 Uhr von Max Headroom / TEX
 
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Richtig ! Denn sind die Konsolen ausgeschaltet, lässt der hypnotische Zwang, den Schulweg durch ein Kaufhaus zu führen, nach und man konzentriert sich hauptsächlich auf den lebenswichtigen Lernstoff. Die Innenminister haben sicherlich lange über diesen Entschluß diskuttiert um dann mit vorrausseherischer Erhellung diesen weisen Entschl*** BOOOM ***

Das war die Bratpfanne, die ich meinem Gewissen um die Ohren geschlagen habe !

Erstmal ist es wohl ganz klar, dass die Konsolen nur einen Zeitvertreib darstellen. Absolut kein "Spiel-Schüler" schwänzt die Schule, um im Kaufhof nebenan den letzten Level von letzter Woche endlich zu beenden. Am vertreibt sich die Zeit für ein paar Runden an Gran Turismo/Mario Kart und das war´s auch schon. Fehlt diese Aktivität, dann verbringt man die Zeit eben woanders. Man schlendert zwischen den Regalen und lässt ggf. was mitgehen. Oder man besorgt sich seinen Spaß woanders, z.Bsp. bei den "legalen Drogen" Nikotin bzw. Alkohol. Man entweicht dem Schulaltag auf unterschiedlichste Weise.

Es geht hier nicht um die Spiele, es muss das Problem an der Wurzel gepackt werden. Turbo-Abitur ? Aber mit welchen Folgen ?
In unserer medial geprägten Welt benötigen wir *dringenst* eine Umstrukturierung der Lehrmethoden ! Quellenanalyse und -Filterung wird in Zukunft eine wichtge Rolle im Alltag spielen. Schon heute wird in der Uni Internet-Recherche kritisch angegangen. Werden wir in Zukunft den Kindern weiterhin mit Bio-Büchern aus den 60er Jahren füttern ? Oder ergänzen bzw. ersetzen wir sie durch multimedial aufgearbeitetes Wissen der moderneren Art ? Das Schulsystem ist erschreckend langsam wenn es um die Adaption neuer Methoden geht. Und nur in den seltensten Fällen gibt es einen positiven Bericht über einen Einzelfall, wo eine Schule "was neues" vorzeigen kann.

Bis dahin werden Schüler in Eigenregie ihren Alltag "meistern". Eine führende Hand oder gar einen interessanten Ansatz zur Alternative zu den trockenen Schulbüchern sind leider immer noch Mangelware. Und da soll *gerade* das Innenministerium den Weitblick haben ? Haleluja ;)
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13.04.2008 22:05 Uhr von Hippiesimi
 
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OMG! Echt? Das hab ich noch nicht gehört, das ist ja heftig!
Da kann ich es durchaus verstehen das sie die abstellen!
Man sollte als Elternteil dafür sorgen das die eigenen Kinder auch noch was anderes im Kopf haben als diese blöden Spiele!
Und Schule schwänzen sollte man nun wirklich nicht, ich würde meinen was erzählen!
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14.04.2008 01:44 Uhr von In extremo
 
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Sinnlos, aber mal ganz offen, wie viele Menschen gehen denn vor 15:00 Uhr in die Elektronik Märkte um sich eine Konsole zu kaufen.
Na gut die Leute die Nachschicht hatten.
Wenn ich mal so denke, als Schüler wäre ich gern auch mal ab und an lieber zu Karstadt und co. als in die Schule. Leider hab ich ein viel zu großes Pflichtbewusstsein -.- .

@Nehalem: Das Prinzip von Schule ist nunmal allgemein Bildung. Ich hab grad die Oberstufe abgeschlossen und stimm zu, ich werde wohl so schnell keine Interpretation mehr benötigen.

Aber ich finde meinen Leben hat es nicht geschadet, diese allgemein Bildung zu bekommen, wer weis ob ich da nicht doch später interesse dran haben werde (wobei, ich hatte in Deutsch immer 7 Punkte(-3) und von daher finde ich, dass sowas sein muss.

Man könnte zwar mit Beginn der Oberstufe sagen, macht euren Stundenplan wie ihr wollt, aber vieleicht weist du ja noch nicht was du alles willst oder verschätzt dich bei deiner Auswahl absolut. Eine Grundlage in Mathematik/Naturwissenschaft, Deutsch und Gesellschaftskunde muss eben sein.
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14.04.2008 10:52 Uhr von Michi1177
 
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Ich habe mich als Schüler auch gern bei Karstadt rumgetrieben. War ein Heidenspaß auf den dortigen C64 eines der ersten Joke-Programme aufzuspielen. Das Ding beherrschte damals ja schon Sprachausgabe und begrüßte dann jeden Benutzer mit den Worten: "Herzlich Willkommen beim ersten schwulen Computer, natürlich von Karstadt! Komm näher und leg´ Dein Ding auf die Tastatur..." - Ein Heidenspaß - allerdings nicht für die Karstadt-Menschen, die haben uns jedesmal rausgeschmissen. :-D

Es bleibt aber festzuhalten, dass Schulschwänzer sicherlich auch andere Unterhaltungsmöglichkeiten finden, als im Media-Markt X-Box zu zocken, wenn das nicht mehr geht...
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14.04.2008 11:46 Uhr von Hippiesimi
 
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Sorry,ne es is schon eher ironisch, hast recht ;-): Ich hab auch ab und an die Schule geschwänzt, das macht jeder mal. Solang die Leistungen nicht drunter leiden is das mal ok.
Aber nicht dauernd, wie auch immer, wenn die meinen abschalten hilft, ich denke eher nicht, kann es aber verstehen, denn die Kaufhäuser (hier gibt es das nicht, deswegen hab ich das auch nie bemerkt, wohnen ja auf dem Land, da ist nix mit Konsolen im Kaufhaus)haben ja sicher auch keinen Bock drauf das Schulschwänzer bei ihnen abhängen.
Doch schwänzen können sie überall. Das machen sie auch hier in ländlichen Gegenden, gehen Eis essen, gehen zu Freunden oder hängen am Bahnhof rum.
Ist ein allgemeines Problem das in den Schulen der Stoff nicht interessant genug vermittelt wird, oder aber egal wie gut vermittelt ist die Schüler keinen Bock haben.
Ich sag meinen Jungs immer das sie für sich lernen, sie wollen bestimmte Dinge im Leben erreichen, und das geht sicher nicht wenn man nur vor Spielekonsolen hängt!
Ich achte auf ein gesundes Mittelmaß aus Lernen, Freizeit draußen mit Freunden, Sport und Beschäftigungen wie TV oder Spielekonsole, PC oder miteinander.
Man muss es vorleben, sich kümmern, denn von sich aus wählen die meisten kids doch einfach den bequemsten Weg.
Aber wenn man sich die Zeit nimmt und darauf achtet was sie machen dann ist das immer positiv, und auch den Kindern gefällt es.
Und wenn man arbeiten geht und weniger Zeit hat ist das kein Hinderungsgrund. Für Kinder ist die Intensität mit der man sich mit ihnen beschäftigt wichtig und nicht die Zeitdauer.
Es kommt auf das wie an nicht auf das wann.
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14.04.2008 12:46 Uhr von Plattererick
 
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Warum abschalten? Meine Schulzeit ist schon ein paar Jahrzehnte her und bei uns wurde auch die Schule geschwänzt. Da gab es noch keine Spielekonsolen oder Spielecomputer! Die Schüler die am meisten schwänzten, waren die, die im Unterricht nicht mehr mit kamen oder einfach keine Lust hatten auf langweiliges Pauken. Klassen von 40 und mehr Kindern haben keinen Platz für jemanden der nicht sofort begreift. Früher waren es am häufigsten Kinder von Ausländischen Familien die den Unterricht geschwänzt haben, weil sie unsere Sprache nur ungenügend oder garnicht gesprochen haben. Heute herrscht ein Babylonisches Sprachengewirr in unseren Schulen, so das unsere Jugend sich schon fast eine eigene Sprache zu gelegt hat. Langweiliger Unterricht, der heute nicht mehr sein muß, überforderte Lehrer, Leistungsdruck und wieder so große Klassen, lassen schwache Schüler schnell resignieren und die Lust am lernen verlieren. Da gegen sollte etwas getan werden!
Wenn unsere Politiker meinen die Spielekonsolen ziehen die Kids aus der Schule, dann brauchen sie ja nur das Ordnungsamt dort hin zu schicken (anstelle knöllchen an Hundehalter oder Falschparker zu verteilen), die Kids einsammeln und zur Schule bringen! Ich glaube das würde die Kids eher vom schwänzen abhalten als eine nicht laufende Spielekonsole.
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14.04.2008 14:59 Uhr von Max Headroom / TEX
 
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@Plattererick: Eine gute Möglichkeit. Was mich ärgert ist aber die Tatsache, dass unsere (bezahlten) Politiker dort oben in ihrem Elfenbeinpalast denken, dass ihr Gedankengang die Lösung aller Probleme darstellt. Und kaum hat man eine Regelung "gefunden", so wird asbald über die nächste Sparmaßnahme geredet.

Die Punkte, die du ansprichst, sind allgemein bekannte Probleme. Sie zu "erforschen" benötigt keine 3-jährige Studie einer Universität. Man SIEHT es ÜBERALL, dass die meisten Schulen einfach hoffnungslos-überquellende Klassen haben. Unterschiedlichste Schüler müssen sich in einem Kauderwelsch mit einem Stoff befassen, den sie entweder sofort begreiffen, oder nur für die nächsten 2 Tage "auswendig" lernen, um eben nach 3 Tagen wieder mit der nächsten Ladung an "Fachwissen" bombardiert zu werden. Und das in teilw. 40-Personen Gruppen.
Dies ist sicherlich keine gute Art, die Schule "schmackhaft" zu machen. Und kommt jemand mal nicht nach, regnet es schlechte Noten. Nachhilfeunterricht ist mangelware. Entweder ist er schlicht und ergreifend zu teuer für die Eltern oder selbst der kommt nicht so schnell mit dem Stoff nach, was ich auch mal erleben durfte.

Aber das ist ein (leider) sehr bekanntes Problem. In manchen bösen Fällen führte dies sogar zum Amoklauf, zum blutigen Massaker. Aber dank einiger hochbezahlten Politiker wissen wir ja, dass Grand Theft Auto und Doom für diese Taten die Verantwortung tragen :P Also brauchen wir nur die Entwicklung von Spielkonsolen und den dazugehörigen Spielen zu stoppen, und schon werden Klassen mit 50+ Schüler und Abitur ab der 8. Klasse kein Problem mehr darstellen, nicht wahr ? ;)

Die Kids per Polizeigewalt zur Schule begleiten ? In einer Reportage kam mal ein murmelndes "ätzend" aus dem Munde eines Schülers raus. Ich bin mir zu mehr als 120% sicher, dass in einer der nächsten Wochen, wenn der Stoff noch langweiliger werden sollte, derselbe Schüler wiederum einen anderen Zeitvertreib suchen wird. Und Gangsta-Rapper-Schüler werden sowieso solche Taten als "Zeugnis" für ihre Karriere ansehen und sowas gar provozieren. Wer will schon wie Will Smith sein und Karriere anstreben ? Man hat ja Bushido und 50 Cent als Vorbild, das müsste doch reichen. :(

Man sollte den Kids schon Freiraum zum Entwickeln lassen. Dazu gehört meiner Meinung auch der Zeitvertreib an einer Spielkonsole. Aber solange der Schulstoff hoffnungslos verwaltet und von veralteter Bürokratie beinahe erschlagen wird, suchen sich die gelangweilten Kids leider andere Methoden des Zeitvertreibes. Hier ist die Politik tatsächlich gefragt. Und zwar nicht zum Vebote erteilen, sondern um Lösungen zu finden. Und ich bin und bleibe der Meinung, dass zusätzliche Leherereinstellungen, radikale Modernisierung der Lehrmethoden und natürlich komplett andere Angehensweisen an einer Schulklasse die Problematik in weiten Teilen Deutschlands entschärfen könnten. Man muss den Lehrstoff schmackhaft machen. Mit Praxis füllen. "Action" in die Bude reinbringen. Nur gelangweilt dasitzen und König Lear durchblättern wird den Schüler nicht vom nächsten Halo 3 Highscore abhalten.

Aber was solls... 40-Mann-Gruppen, Migrationskinder ohne Sprachwissen und total unmotivierte Lehrer sind eben kein guter Start in eine schulische Laufbahn. <ironie> Gut, dass unsere Politiker mit der Abschaltung von Konsolen einen gewaltigen Schritt nach vorne machen wollen.</ironie>
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14.04.2008 15:18 Uhr von Plattererick
 
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@Max Headrroom: Der letzte Absatz in meinem Post war mehr Ironisch gemeint, ansonsten sprichst Du mir aus der Seele. Dem ist nichts hinzu zu fügen.
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16.04.2008 04:10 Uhr von Sachsenwolf
 
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Warum nicht gleich elektronische Fußfesseln? So langsam frage ich mich, ob die Innenminister noch wissen, dass die Bundesrepublik ein demokratischer Staat ist und die Zeit von Gestapo und Stasi zu Ende ist (sein sollte)?
SW
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16.04.2008 16:46 Uhr von Max Headroom / TEX
 
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@Plattererick: Vielleicht meintest Du es ironisch, doch es ist weitaus realistischer als Du es möglicherweise wusstest ;)

@Sachsenwolf:
Keine Angst, es ist keine Fußfessel in Sicht ! Keine Panikmache. Es geht doch nur darum, bestimmte Geräte *gesetzlich* nur zu einem bestimmten Zeitraum anzuschalten. Hier geht es nicht darum, jeden Schüler per GPS und RFID Schritt und Tritt zu verfolgen, sondern nur die Spielkonsolen in den Märkten gerade dann aus zu lassen, wärend die Schüler in der Schule sein sollten. Das erniedrige - laut Innenministerium (!) - die Zahl der schwänzenden Schüler.

Gehe ich mal von einer anderen Analogie aus, dann lässt sich das auch so erklären...:
Im Jahre 2007 betrug die Zahl der Verkehrstoten satte 4970 Menschen. Ich bin der nicht unrealistischen Meinung, dass einige Menscen davon auch Schulkinder sein könnten, auf dem Wege zur Schule. Sie wurden von Autofahrern in einem tödlichen Unfall verwickelt.
Als Innenminister wäre es doch realistisch ie Forderung zu stellen, an Wochentagen - zu normalen Schulzeiten (7:30 - 14:00) - sollten sämmtliche Fahrzeuge im 500 Meter Umkreis einer Schule per Gesetz dazu verpflichtet werden, den Motor abzuschalten. Gut, die Statistik sinkt möglicherweise nur um gerade mal 20 Menschen, aber es würde wirken !

Hier wurde ein ziemlich an den Haaren herbeigezogener Zusammenhang zwischen Schulschwänzen und Spielkonsole im Elektronikmarkt gesucht und gefunden: Man schwänzt eben WEIL es angeschaltete Konsolen gibt ;)

Dieser Gedankengang wird auch noch von unseren Steuern bezahlt ;) ! Manchmal frage ich mich, ob alle Dokumentationen, Diskussionen und Forschungen, die im Bereich des schulischen Umfelds geschehen, allesammt verbrannt wurden oder einfach nur per Space Shuttle in´s All geschossen wurden. Schon seit dem ersten US-Amoklauf sind schulische Probleme definiert worden. Schon seit dem Massaker in Erfurt wurden gar Computerspiele wie Counter-Strike vom Vorwurf der Amokgefahr befreit. Wieso begreifen die zuständigen Politiker einfach nicht, dass das jetzige Schulsystem die Probleme erzeugt, und nicht der Zeitvertreib ausserhalb der Schulzeit ? Es ist nicht die Schuld von Pokemon, wenn Klein-Hansi in Mathe nicht mitkommt. Er spielt ja nicht Pokemon wärend der Mathestunde ;)
Selbst mit einer Fußfessel würde Klein-Hansi in Mathe nicht mitkommen. Selbst wenn die Gestapo mit Waffengewalt an jedem Schultor lauern würde, hätte er in Mathe trotzdem den Faden verloren. Der Lehrer kann/will den Stoff nicht wiederholen, denn einige würden sich dann vor langeweile mit anderes beschäftigen und andere hätten einen anderen Gedankengang und können sich dies auch beim 2. mal nicht "merken". Nachhilfeunterricht gibt´s auf der Schule nicht, diesa muss privat geschehen.
Da ist es kein Wunder, wenn der Schüler nach einem schnelleren Erfolgserlebnis sucht. Es kann die Probleme mit Rauch und Alkohol wegspülen, er kann Aktionen wie Vandalismus oder Diebstahl planen, die ihm "befriedigende" Ergebnisse zeigt. Da hat er Kontrolle über das Umfeld und fühlt sich als Gewinner, wenn er eine Packung Kaugummi unbemerkt mitgehen lässt. Oder er kann die Zeit am Computer oder Videospiel verbraten, wo er die Punktzahl oder den Level als Siegespokal ansieht.

All dies ist seit urzeiten bekannt, verändert hat man aber nichts. Seit dem Erfurter Amoklauf ist die Zahl der Schulpsychologen in Deutschland stetig gesunken (!). Studentendemos gegen Studiengebühren und PISA-Studien haben ihr übriges getan. Was muss sonst noch geschehen, damit man auf das *Problem* aufmerksam wird ??

Frei nach einem bekannten Gedicht:

Selbst wenn der letzte Crysis gerodet,
das letzte Pokemon verbrannt,
die letzte Konsole geschlachtet,
und das letzte Mortal Kombat verboten wird,
werdet ihr feststellen,
dass ein Finanzpolitiker nicht unterrichten kann.
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22.04.2008 04:32 Uhr von Max Headroom / TEX
 
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@19Boxer42: Standing Ovations ! :)
Da gibt´s auch nichts mehr dazu zu sagen. Mein Professor meinte, dass es schon seit der Kohl-Regierung steil bergab ging. Anstatt in die Zukunft zu investieren und wichtige Reformen durchzusetzen, kratzen sie hier und da an einige Punkte mit den Fingernägeln und lassen die nächsten Steuererhöhungen durchreichen. Ja, wo verschwindet das gesammte Geld ? Da werden Abschreibungen mit Millionensummen gedeckt, aber der städtischen Schule zwei zusätzliche Lehrer verweigert ? Wer da denn da an der Schraube gedreht ?!

Das Thema "Bildung ist der wichtigste Rohstoff des Landes" war schon Thema vor 10 Jahren, als ich in Düsseldorf auf die Demo ging. Bessere Studienbedingungen waren das Ziel. Als Resultat wurden Studiengebühren eingeführt, der Bachelor durchgesetzt und sogar zusätzliche schulische Mittel für meine alte Realschule wurden gestrichen, wie mir mein alter Klassenlehrer bei einer der letzten Treffen mitteilte. Kurz gesagt, es wurde verschlimmbessert, was da nur ging !

Aber wir wissen ja nun endlich, wer die Schuld an der Miserie trägt: es sind die Pokemons und Gran Turismos, die tagtäglich in den Geschäften laufen. Ihre hypnotische Wirkung verändere die Schüler auf hinterlistige versteckte Art und Weise. Und nur ein Verbot werde aus faulen Schüler erstklassige BWL-Studenten machen ;)
Sch(m)erz beiseite... ich kann es kaum abwarten, bis die ersten *Gesetze* durchgewunken werden. Möchte nicht wissen, welche "Ausnahmeregelungen" da wohl zu finden sein werden. Womöglich werden Videospiel-Geschäfte, die sich als "Club" ausgeben, oder gar als eingetragener Verein, von der Nichtspiel-Regelung ausgenommen ? Schüler, die mit Clubausweis an der elektronsichen Datenerfassung vorbeigeschreddert sind, werden in den Genuss eines Spieles vor 14:00 Uhr kommen. Und da die erfassten Daten per Standleitung unserem rollendem Stasi-Chef zugeführt werden, wird die Familie provisorisch verhaftet - weil es eben technisch möglich ist. Der sogenannte "Schülertrojaner" ;)

Togal, langsam vermischen sich zwei komplett unterschiedliche Themen :)

Was bleibt ist die traurige Wahrheit, dass unsere Innenminister einfach zuviel Zeit und Geld haben, solchen - vorsichtig ausgedrückt - Dünnschi<doppel-s> zu fabrizieren. Ausgeschaltete Konsolen würde Schwänzer abhalten, die somit NICHT den Einstieg in die Jugendkriminalität, dem möglicherweise ersten Schritt zum Massenmord und Terrorismus, erreichen. Traurigerweise bezahlen wir solche Arbeiten auch noch mit unseren Steuern, die ja bekanntlichermaßen nahezu wöchentlich steigen.

Ich bin beinahe Stolz auf unsere Politiker. Wenn sie so weitermachen, können wir auf eine fantastische Zukunft blicken. China löst uns als "Exportweltmeister" ab, die Fahrzeugflotte verpennt die wichtigsten Zukunftstechnologien und wir sind am Ende dann Auswandererland #1, da wir von Autos und Biosprit alleine kaum überleben können. Das Wissen, die "Gelehrten", ist längst in andere Länder ausgewandert, die auch was für ihre Bildung tun.

Deutschland, das Land der Dichter und Denker, muss sich seit längerem völlig neu ausrichten. Das wissen wir schon seit weit über 10 Jahren. Die (Braun-)Kohleindustrie hat dies schon gespürt, genauso wie die Stahlindustrie und die Automobilindustrie, die gerade heute ihre Tritte in den Hintern bekommt. Durch die teilw. katastrophal verlaufende Bildungspolitik erreichen wir keinesfalls eine Verbesserung der Lage. Aber zumindest sind die Konsolen in den Geschäften ausgeschaltet. Letztenendes wird wenigstens Strom gespart. Das erfreut zumindest die Grünen. Also hat dieser Gedanke des Innenministeriums wenigstens EINE gute Seite ;)

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