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Israelfeindlicher Mitarbeiter bei der Bundeszentrale für politische Bildung?

Ludwig Watzal, Mitarbeiter bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), ist in der Vergangenheit häufiger wegen seiner israelfeindlichen Äußerungen ins Licht der Öffentlichkeit geraten.

Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin sowie der ZdJ hatten deshalb die BpB aufgefordert, sich von ihrem Mitarbeiter zu trennen. Dieselbe Forderung stellt nun auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) in einem Brief an Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble.

In dem Brief schreibt der DIG-Vorsitzende Jochen Feilcke "Herr Watzal bewegt sich mit seiner Israelfeindschaft in Grenzbereichen zum Antisemitismus, überschreitet die Grenze aber auch häufig", was aus seiner Sicht "alles für eine Trennung von Dr. Watzal" spricht.


WebReporter: divadrebew
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Israel, Mitarbeiter, Bildung, Bundeszentrale für politische Bildung
Quelle: www.morgenpost.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2008 21:15 Uhr von nurichweißbescheid
 
+15 | -20
 
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Es ist das gute Recht: des ZdJ einen Angestellten in einer derartigen Position für antisemitische Äußerungen zu kritisieren und dessen Entlassung zu fordern. Weiß garnicht was das hier mit Israel oder den USA zu tun haben soll.

"Dr. Watzal – muss über ihn noch viel geschrieben werden? Er ist der einzige Mitarbeiter der Bundeszentrale für Politische Bildung, der seine ambivalente Position zum islamistischen Terrorismus offen demonstriert. So ist er auf der homepage >http://www.antiimperialista.com<, die den Schulterschluss mit der Hamas, der Hizbollah und dem iranischen Staatspräsidenten Ahmedinejad betreibt, nicht nur einmal, sondern fünfmal mit namentlich gezeichneten Artikeln präsent."

Also bei Solidarität mit dem iranischen Präsidenten hört die tragbarkeit von jemandem, der ausgerechnet bei der Bundeszentrale für politische Bildung arbeitet, auf.

Diese Kritik an dieser Person kommt auch nicht ausschließlich vom ZdJ sondern von einigen anderen Teilen insbesondere der Presse. Traurig nur, das hier nur auf die jüdische Kritik abgehoben wird, wie so oft in den Kommentaren bei SN. Stellt euch einfach vor, auch ich als nicht-Jude kritisiere den Herren, und noch viele andere, die nichts mit dem ach so bösen und vom Mossad ferngelenkten ZdJ zu tun haben.
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11.04.2008 21:16 Uhr von divadrebew
 
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11.04.2008 21:46 Uhr von nurichweißbescheid
 
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@divadrebew: Klasse Artikel, seriöse Quelle, kaum Rechtschreibfehler, auch absolut neutral und nicht einseitig.
Wenn man nicht viel von Israel hält, und auch kein Fan des Judentums ist und des ZdJ findet man immer irgendeine Quelle, die die gleiche Richtung vertritt. Ich versuche mich da lieber in Neutralität. Auch wenn ich persönlich die Politik Israels ablehne, geht es hier nicht um Israel, es geht um eine neutrale Position zu jemandem, der in der Bundeszentrale für politische Bildung arbeitet, und gleichzeitig eindeutig Position bezieht, und radikal gegen Israel und eine Israelisierung wettert. Seine Meinung, aber nicht mit diesem Job zu verinbaren. Erstaunlich, wie schnell man sich negative Bewertungen einsammelt, wenn man neutral und nüchtern argumentiert und dabei ausnahmsweise einmal auf Seite der Lieblingsfeinde der SN-Kommentatoren ist,...
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11.04.2008 21:53 Uhr von maki
 
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Möllemann, ick hör Dir trapsen... ;-)

Sportarten wie Fallschrimspringen sollte der Herr Watzal wohl tunlichst meiden.
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11.04.2008 22:19 Uhr von Montauk
 
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öhhhm, wieder einmal ein beispiel dafür, dass kritik an ein regime israelfeindlich/oder gar als antisemitisch, ausgelegt werden kann.

maki:
für selbstdenkende empfiehlt sich stets ein fallschirm, egal in welcher höhe man sich gerade befindet =>
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11.04.2008 22:21 Uhr von divadrebew
 
+5 | -4
 
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@nurichweißbescheid: Und deine Quelle hältst du für seriöser? *LOL*

Tatsache bleibt doch, daß Watzal, der sich in der Vergangenheit gegen die israelische Siedlungspolitik, aber vor allem für Frieden in Nahost ausgesprochen hat, ins Visier von Broder, Honestly Concerned und anderen selbsternannten "Islamkritikern" geraten ist (eben weil er die israelische Regierung kritisiert hat), die zu einer regelrechten Hetzjagd gegen Wetzal aufgerufen haben, die in (nachweisbare) Diffamierungs- und Manipulationskampagnen und sogar Morddrohungen gipfelte.

Meiner Meinung nach würden ZdJ und DIG sich gut daran tun, nicht auf diese Diffamierungen hereinzufallen, und sich mit Wetzal endlich in Vernünftiger Weise auseinanderzusetzen, sprich sich mit ihm an einen Tisch zu setzen und ihre Anliegen auf Augenhöhe auszudiskutieren.

http://www.watzal.com/...

Merke: Israelkritik ist nicht gleich Antisemitismus.
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11.04.2008 22:51 Uhr von nurichweißbescheid
 
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@diva: Aber man kann Israel sachlicher und seriöser kritisieren, dann ist es auch wesentlich effektiver. Wenn Israelkritik von solchen Leuten wie Watzal, und auf solchen Seiten wie antiimperialista geäußert werden, schiesst man sich selbst ins Bein. Will man Israel vernünftig kritisieren, sollte man sich von Leuten wie Ahmadinedschad fernhalten.
Für mein Gespürf verrennt sich Watzal zu stark in Begrifflichkeiten wie Zionisierung. Alles kein Problem, aber mein Hauptkritikpunkt an Watzal ist, er arbeitet in der Bundeszentrale für politische Bildung! Die Medaille hat zwei Seiten, und in seiner Position sollte man nicht eindeutig Position beziehen und Distanz wahren. Den Nahost-Konflikt so einseitig mit Israel als Buh-Mann zu sehen, bringt uns einem Frieden kein Stück näher, sondern entfernt uns von eben diesem.

Was den Stanpunkt von Watzal angeht, hat er absolut Recht:
"Durch ständige Wiederholung, dass Israel- oder Zionismuskritik gleich Antisemitismus sei, wird die Behauptung nicht wahrer. Wie absurd der Antisemitismus-Vorwurf ist, zeigt die Liste der Betroffenen: Zu ihnen gehören
Bischof Desmond Tutu, Tony Judt, John Mearsheimer, Stephen M. Walt, Noam Chomsky, Ilan Pappe,
Daniel Barenboim, Jimmy Carter, Felicia Langer, Uri Avnery, Udo Steinbach, Norbert Blüm, Alfred
Grosser, Norman Paech, Rolf Verleger, Klaus Holz und Rupert Neudeck. Ich fühle mich im Kreise
dieser Persönlichkeiten gut aufgehoben."

Man sollte es durchaus schaffen, Kritik an der Politik eines Landes auszuüben, ohne die Staatsreligion / den Zionismus ins Spiel zu bringen, denn dann kommen die Antisemitismus-Schreie, und man manövriert sich selbst ins Abseits, siehe Watzal. Die Religion ist doch hier nicht das Schlimme, und er will doch auch nicht die Religion beseitigen.
Also: Israelkritik ist willkommen und konstruktiv, aber zu was Zionismuskritik führt, sehen wir ja an diesem Beispiel...
Man muß halt genau aufpassen, wie man seine Kritik formuliert, sonst verhallt sie in rechten Foren und wird nur von Leuten aufgegriffen, die man eigentlich nicht als seine Fans sehen will.
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11.04.2008 23:08 Uhr von divadrebew
 
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@nurichweißbescheid: Ich empfehle dir, seine Bücher zu lesen (hier online als pdf
http://www.watzal.com/... )

Natürlich betrachtet Watzal das Nahost-Problem sehr einseitig. Allerdings hat der Autor das auch nie bestritten, sondern sogar als besonderes Merkmal herausgestellt.


Leider fehlt mir jetzt die Zeit dazu, auf deinen restlichen Kommentar einzugehen....darum dazu mehr später ;-)
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11.04.2008 23:41 Uhr von Montauk
 
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nurduhastkeinenplan, "Also: Israelkritik ist willkommen und konstruktiv, aber zu was Zionismuskritik führt, sehen wir ja an diesem Beispiel..."

also, zionismus hat wenig bis garnichts mit religion gemein, siehe dazu doch bitte herzl`s ergüsse über sein großisrael.


regeln, jedwegiger art, hat dass gastland zu bestimmen...selbst wenn dadurch "kippas" in mitleidenschaft gezogen werden.

im übrigen dürfte es sich bei der burka (und sehr wahrscheinlich auch bei dem kippadingens) um nichtreligiöse
bekleidungen handeln.

religiöse verschleierungen fand ich bisher weder in der bibel (koran, Talmu(d)t) noch sonst wo.

vielmehr werden wohl diese art, seine religiösität auszudrücken, mißbraucht, um zwiespalt zwischen den gemeinen sähen zu können, zumindest zeugt es kaum von dem willen, sich integrieren zu wollen.

von miraus rennen alle komplett verschleiert in ihren herkunftsländern rum, dass interessiert mich schlicht nicht, solange ich mich Dort nicht anpassen muss, als migrant.

-

evtl., und vielleicht deswegen, bevorzuge ich derweil lieber den ländlichen bereich, weil ich dort, wenn auch weltfremd, auf mitmenschen zählen kann, die mich zummindest noch verstehen können, egal welcher meinung sie sind.
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11.04.2008 23:58 Uhr von Montauk
 
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selbstzitat, "von miraus rennen alle komplett verschleiert in ihren herkunftsländern rum, dass interessiert mich schlicht nicht, solange ich mich Dort nicht anpassen muss, als migrant."

unter anpassung, ist in islamisch geprägten gesellschaften auch folgendes zu verstehen, dass bei den saudis der bezitz einer bibel lebensgefährlich sein kann.

in nordkorea
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12.04.2008 00:23 Uhr von Montauk
 
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edit: in nordkorea sieht dass natürlich wieder ganz anders aus.
religion =arbeitslager, ecta.

aber wie dem auch sei, jeder, auch migranten, haben sich an die regeln des Gastlandes zu halten, egal ob anderswo burkas oder sonstwas erlaubt sind oder nicht.

falls jemals burka/schleier in de eingeführt, bzw. erlaubt werden bei lehrkörpern, kann ich dazu nur sagen, dass ich die schule glücklicherweise schon hinter mir habe.
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12.04.2008 01:38 Uhr von nurichweißbescheid
 
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@montauk: Meine Güte, das is ja nicht nur meilenweit am Thema vorbei, sondern auch noch absolut zusammenhangsloser Unsinn, besonders passend auch der Schwenk zu Nordkorea an dieser Stelle ;)
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12.04.2008 06:33 Uhr von StYxXx
 
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Tut mir leid :-/: Aber irgendwie kann ich nach einigen Aktionen Kritik vom ZdJ nicht mehr ernst nehmen. Auch wenn es angebracht sein sollte (ich weiß es in dem Fall nicht). Der Rat und auch die Süsskind haben in der Vergangenheit soviele taktische Fehler gemacht, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob sie vielleicht selbst Antisemiten sind. Warum? Ganz einfach: Wie man auch hier auf sn schon bemerkte führten einige Aufschreie und absurde Forderungen zu einer breiten Ablehnung (übrigens auch bei befreundeten Juden;) ). Da die meisten Menschen den Rat als Repräsentant der Juden im Land werten und nicht unterscheiden führt das bei einigen unweigerlich zu Vorurteilen. Und das kann ja nicht Sinn der Sache sein, oder? Die brauchen eindeutig ein paar gute PR-Berater. Dummerweise gehen dann mit der Zeit auch berechtigte Kritiken unter. Im übrigen kann man mit den meisten Israelis wohl ganz normal über die Politik ihres Landes reden und diese kritisieren. Das machen sie ja selbst auch dauernd. Ansonsten, wenn das, was nurichweißbescheid geschrieben hat zutrifft, ist die Kritik natürlich gerechtfertigt. Wird aber - wie ich ja schrieb - von vielen wohl nicht wirklich ernst genommen, wenn es aussieht, als wenn nur der ZdJ was zu meckern hat.
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14.04.2008 07:48 Uhr von LoneZealot
 
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nicht dumm: Wenn man kein Wissen von Watzals Thesen hat, sollte man besser hier keine derartigen postings abgeben.

Der Mann ist entweder "Überzeugunstäter" oder wirklich dumm.
Ich denke er ist nicht dumm.

Aber er sagt genau das was "die Deutschen" gerne hören bzw. lesen wollen.
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17.05.2008 11:43 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
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politische Bildung: Mir sind die Thesen des Herrn Watzal unbekannt. Deshalb kann ich mich zu ihm direkt nicht äußern, jedoch finde ich es bemerkenswert in welcher Weise vom ZdJ und die DIG Einfluß auf eine staatliche Einrichtung genommen wird. Nach dem Motto, wer hier politische Bildung betreibt - das bestimmen immer noch wir.

So wie im Bundestag, handelt es sich dabei auch um eine Art von Lobbyarbeit.
Allein der Neutralität und dem Staat verpflichtete Angestellete sollten hier arbeiten, die frei von jeglicher Beeinflussung von außen sind. Natürlich muss auch sichergestellt sein, dass die Angestellten mit ihren Äußerungen und Ansichten nicht wider dem Grundgesetz handeln.
Nur dieses stellt hier die Meßlatte dar!
Ansonsten würde die politische Bildung nur interessierten Mächten unterliegen, die je nach politischer oder gesellschaftlicher Schönwetterlage die politische Bildung lenken. Grundlage, Ziel und Selbstverpflichtung sollten nur den Interessen des Staates dienen. So steht es auch in jeglicher Präambel von öffentlichen Ämtern.

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