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NATO entwirft geheimen Abzugsplan für Afghanistan - Politiker wollen ihn sehen

Während beim NATO-Gipfel in Bukarest vor allem die Beteiligung deutscher Soldaten bei der Ausbildung libyscher Einsatzkräfte für Schlagzeilen sorgte, wurde ein geheimes Papier unterzeichnet, das zum ersten Mal einen Truppenabzug aus Afghanistan vorsieht.

Die Geheimhaltung des Beschlusses stößt auf wenig Begeisterung im Bundestag. Über alle Parteien hinweg wird die Forderung nach einer Offenlegung des Papiers laut. An die Öffentlichkeit ist bereits geraten, dass bis 2011 einheimische Truppen den Süden Afghanistans unter Kontrolle haben sollen.

Verteidigungsminister Jung machte unterdessen die Hoffnung der Parlamentarier zunichte, einen Blick auf die beschlossenen Punkte zu werfen. Das Papier könne aus Geheimhaltungsgründen nicht öffentlich gemacht werden. Allerdings sei eine abstrakte Vermittlung der Inhalte nicht ausgeschlossen.


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WebReporter: Bleifuss88
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Afghanistan, Politiker, NATO, geheim, Abzug
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2008 18:52 Uhr von Bleifuss88
 
+0 | -0
 
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Das muss ja ein ziemlich großes Ding sein, was die da beschlossen haben, wenn die so einen Hehl daraus machen. Dieses Ziel bis 2011 den umkämpften Süden an die afghanische Regierung zu übergeben ist schon mal sehr hoch gesteckt; ich bin gespannt, ob die das einhalten können.
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11.04.2008 19:04 Uhr von coolio11
 
+3 | -1
 
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...na dann, Herr Verteidigungsminister Jung, vermitteln Sie doch gleich mal die Inhalte abstrakt.
Ich warte!
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11.04.2008 19:10 Uhr von Silenius
 
+4 | -3
 
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Abzugsplan? Haben nicht letztens noch ´n paar Nasen rumgeheult, dass die Deutschen auch mal kämpfen sollen, weil es an anderer Stelle so viel zu tun gibt?
Nennt man den "Abzug" aus einem nicht-befriedeten Gebiet nicht "Rückzug"?
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11.04.2008 19:20 Uhr von usambara
 
+4 | -2
 
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15% Afghanistans wird mittlerweile wieder von den Taliban kontrolliert,
agieren tun sie in über 50% des Landes.
Seit über 6 Jahren dümpelt die afghanische Armee dahin mit
veralteten Waffen aus russischer Besatzungszeit.
Und ähnlich wie im Irak sind die Soldaten unzuverlässig auf
welcher Seite sie wirklich stehen,
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12.04.2008 00:15 Uhr von ElChefo
 
+2 | -1
 
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Also das einzige, was mir an diesen News (mal wieder) auffällt, ist die mangelhafte Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie einiger Politiker für die Belange sowie die Notwendigkeit militärischer Geheimhaltung während der Planung und auch Durchführung von militärischen Operationen. NATÜRLICH plaudert man nicht alle Details jedes Planes aus. Und NATÜRLICH erst recht nicht an Politiker, die dafür bekannt sind, bei allem, was ihnen nicht passt, aber gegen das sie keine Mehrheit bekommen, entweder zur BILD-Zeitschrift oder vors BVG zu gehen.
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12.04.2008 13:15 Uhr von Silenius
 
+1 | -0
 
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@usambara: Das sehe ich genauso. In der Hinsicht ist der Afghanistan-Feldzug mehr in die Hose gegangen, als der im Irak.
Die Aktion im Irak ist zwar wesentlich teurer und kostet mehr Menschen das Leben, aber dort kann man bei der "Befreiung" wenigstens Fortschritte erkennen.
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12.04.2008 15:16 Uhr von maki
 
+2 | -0
 
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Silenius: "Nennt man den "Abzug" aus einem nicht-befriedeten Gebiet nicht "Rückzug"?"

Neee, "Flucht"!

;-)

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