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Durchbruch in der Treibstoffherstellung: Synthetisches Bio-Benzin

Amerikanische Forscher der University of Massachusetts-Amherst konnten einen großen Erfolg bei der Suche nach alternativen Treibstoffen verbuchen: Ihnen ist es gelungen, Biomasse direkt in synthetisches Benzin umzuwandeln.

George Huber und seine Mitarbeiter schafften es, pflanzliche Zellulose mittels Katalysatoren in eine Flüssigkeit umzuwandeln, die aus zwei wichtigen Bestandteile von Benzin, Toluol und Naphthalin, besteht. Durch Weiterverarbeitung kann hieraus hochwertiges Benzin oder Diesel gewonnen werden.

Die Vorteile gegenüber Bio-Ethanol liegen dabei auf der Hand: Der hierbei gewonnene Treibstoff unterscheidet sich aufgrund der Herstellung nicht von klassisch raffiniertem Benzin oder Diesel und kann problemlos von allen Verbrennungsmotoren ohne Umrüstung genutzt werden.


WebReporter: lordxxl
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Benzin, Bio, Durchbruch, Treibstoff
Quelle: www.sciencedaily.com

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2008 02:53 Uhr von lordxxl
 
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In der (englischen) Quelle stehen noch einige weitere interessante Fakten die hier leider nicht mehr reinpassen:
Die Zellulose kann logischerweise von fast jeder Pflanze stammen, egal ob Präriegras oder Abfälle der Holzindustrie.

Um die Katalyse zu starten wird zwar Hitze benötigt, es entsteht aber mehr Abwärme als zugeführt werden muss. Somit kann bei der Herstellung des Bio-Treibstoffes sogar noch Energie gewonnen werden.
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11.04.2008 11:16 Uhr von SpyHunter
 
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abfälle der holzindustrie: also wenn das wirklich auch mit abfällen der holzindustrie funktioniert müsste man schonmal nicht ehemalige gemüse- / getreidefelder für nutzlosen bio-sprit nutzen

die abwärme könnte man sicher auch zu was verwenden (man könnte ja nen hallenbad beheizen *gg*)
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11.04.2008 11:25 Uhr von Jaegg
 
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@ichregmichaberauf: ich muss da aber mal hinzufügen, dass jede pflanze im laufe ihres lebens CO2 aufnimmt und in sauerstoff umwandelt. und wenn man dann diese pflanze so verarbeitet dass sie wieder CO2 abgibt sind wir an dem punkt angekommen bevor die pflanze existiert hat. also wäre es theoretisch schon sehr viel umweltbewusster (im sinne des CO2 aushaltes).
genau deswegen sind auch die holzpallette-öfen im kommen.

englandsking kann ich eigntl nur zustimmen. es ist unvorstellbar, welche macht solche branchen ausüben können.
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11.04.2008 11:26 Uhr von lordxxl
 
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Antwortzu "was für ein Katalysator ??? ": >Bestimmt wird hier pro Kg Biomasse ein Kg Rohöl als Katalysator zugefügt.

Du weißt schon, was ein Katalysator ist oder? Denk nochmal drüber nach, wie viele Katalysatoren verbraucht so ein Durschnittsauto auf 100 km? ;-)

wikipedia:
Als Katalysator [..] bezeichnet man in der Chemie einen Stoff, der die Reaktionsgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion beeinflusst, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.
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11.04.2008 11:26 Uhr von seto
 
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ja sonnenenergie: sollte weiter effektiv nutzbar gemacht werden..das würde schon reichen für eine saubere umwelt. aber wirklich kann man daran nix verdienen..oder aber die ammis nehmen die sonne in anspruch und bauen einen schild davor (s. Mr Burns^^)
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11.04.2008 12:11 Uhr von lordxxl
 
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Tut mir leidaber das: sieht jetzt eher aus wie
"mist erwischt worden... schnell was schlaues einfallen lassen damit keiner merkt das ich Stuss erzählt hab"
Wenn schon wäre es Ironie gewesen.;-)
Lach doch auch mal. (hier bitte einen winke Smiley nach Wunsch einfügen)
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11.04.2008 13:43 Uhr von Leeson
 
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@ WebReporter lordxxl: Wenn du die Infos, die in deinem Kommentar stehen, in die News geschrieben hättest, hätteste 5* bekommen.
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11.04.2008 13:46 Uhr von bodyfit
 
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ich bin: dafür als unwort des Jahres

Co2-neutral zunehmen

davon abgesehen das co2 ein sehr wichtiges Gas ist und es
wirklich KEINE Erkenntnisse zu Co2 und Temperatur gibt,
ist diese Art Klimahype einerseits eine
tierische Geldmaschine und deswegen für einige andererseits Ideologie geworde.

Problem ist das wird uns mit diesem Hype zur Zeit selber erheblichst schaden und ich meine nicht nur wirtschaftlich.
Z.B. seit dem Bio-Sprit (Dieses und E5 zu Mischungen) entstehen riesige Monokulturen in zu meist 3 Welt Ländern. Es werden Regenwälder gerodet und Nahrungsmittelanbau minimiert. Es kommt zur Verteuerung von Lebensmitteln in den ärmsten Regionen und somit zu Hungertoten und was Urwaltrodung angeht brauch man nichts weiter zu sagen.

Umweltschutz ist wichtig und natürlich müssen wir die Fossileverbrennung minimieren, aber sinnvoll und nicht verblendet und gefährlich
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11.04.2008 13:50 Uhr von Joeiiii
 
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So lange es nicht möglich ist Abfall in Energie umzuwandeln, und zwar so, daß KEINE Schadstoffe dabei entstehen, wird es weitergehen wie bisher.

Denn eins ist klar: Wenn diese Idee gut ist und der Ölindustrie gefährlich werden könnte, dann wird man alles daran setzen die Verwirklichung des Vorhabens zu verhindern. Die wollen sich natürlich nicht die Marmelade vom Brot nehmen lassen, und die Butter erst recht nicht.... vom Brot ganz zu schweigen.

Die meisten "umweltfreundlichen" Vorschläge haben gravierende Mängel und Denkfehler. Die Herstellung des "brandneuen" Produktes ist meist so aufwendig und so energieintensiv, daß es sich schlichtweg nicht auszahlt das Produkt herzustellen.

Ob Bio-Benzin aus Biomasse oder Bio-Sprit vom Feld: Das hat alles irgendwo einen Haken.

Bio-Sprit war ja eigentlich eine gute Idee. Man nehme ein Feld, man pflanzt an, man erntet, und man macht daraus Benzin/Diesel. So weit, so gut. Was macht man aber, wenn man viel Geld verdienen will? Richtig!! Man nehme ein größeres Feld, man pflanzt mehr an, man erntet mehr, und man stellt mehr Benzin/Diesel her.

Und wenn man noch mehr Geld verdienen will? Dann holzt man ein paar Wälder ab, idealerweise dort wo es (bis jetzt) noch niemanden stört, und pflanzt dort "Benzin" an. Daß man bei der "Benzin-Aufzucht" Unmengen an Düngemittel verwendet, die das Grundwasser gefährden, und daß man durch die Abholzung der Wälder unserer Erde mehr und mehr die Lunge aus dem Körper reißt, sieht man jetzt noch nicht so arg als großes Problem.

Anders läßt es sich nicht erklären, daß sich die Länder für die Beimischung von Bio-Treibstoff zum Normalbenzin einsetzen. Das geht sogar so weit, daß sie in Kauf nehmen, daß ältere Autos den Sprit nicht vertragen, und deren Besitzer somit zum sauteuren SuperPlus-Benzin genötigt werden.

Im Grunde wäre es besser wenn mal alles so lassen würde wie es ist. Das ist zwar schon schlecht, aber alles was momentan kommt ist noch schlechter. Kurzfristig läßt sich dieser Schaden ohnehin nicht mehr erleben. Ich werde keine saubere Umwelt mehr erleben, und meine (noch ungeborenen) Kinder werden auch nicht lange genug leben um dieses Weltwunder zu erleben.

CO²-Reduktion ist natürlich eine gute Sache. Wenn man aber im selben Atemzug der Abholzung des Regenwaldes zustimmt, dann kann man sehen wie falsch deren Gedanken sind... ob absihtlich oder unabsichtlich sei dahingestellt.

Der (Regen)Wald wird nicht umsonst Lunge der Erde genannt. Wälder wandeln unvorstellbare Mengen an CO² in lebenswichtigen Sauerstoff (O²´) um. Wenn man schon die Produktion von CO² verringern möchte, dann sollte man auch die Abholzung der Wälder reduzieren, und im Gegenzug die Aufforstung sehr viel mehr fördern (und fordern). Alles andere ist einfach nur scheinheilig und hat keinen Sinn.
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11.04.2008 14:14 Uhr von pentam
 
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@ seto: Meinst du wirklich, dass nicht an Solarenergie geforscht wird? Alleine aus meinem näheren Bekanntenkreis arbeiten zwei in der Forschung für Solarzellen. Aber das ganz ist nun mal nicht so leicht, wie du dir das vielleicht vorstellst.

Wenn man bedenkt, wie lange schon bekannt ist, dass Pflanzen mit ihrem Chlorophyll Sonnenenergie in chemischen Verbindungen speichern, aber dieser Prozess noch bis zum heutigen Tage nicht genau verstanden ist, sollte man ungefähr erahnen können, wie kompliziert die Prozesse bei der Energiegewinnung aus Licht sind.

Ich habe allerdings letztens einen interessanten Ansatz gesehen, bei dem Sonnenenergie verwendbar gemacht wurde, indem ein Wasserkreislauf mit wasserstoffproduzierenden Bakterien durch einen weiteren Kreislauf gekühlt wurde. Dabei entstand durch die Bakterien Wasserstoff, denn man in Brennstoffzellen nutzen könnte. Über den zweiten Kreislauf wurde verhindert, dass die Bakterien durch die Sonneneinstrahlung den Hitzetod sterben, und außerdem konnte das erwärmte Wasser zum Heizen genutzt werden.
Der Wirkungsgrad pro Fläche sah bei dem Prototyp zumindest ziemlich vielversprechend aus. Bin mal gespannt wie es mit dem Projekt weiter geht...
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11.04.2008 14:16 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Seto : Sonnenenergie: Im Prinzip stimme ich Dir da zu.

Fakt ist aber leider auch, dass keine alternative Energiequelle ohne Schaden für irgendwen zu haben ist (siehe z.B. Gezeitenwerke, die die Flora/Fauna des Meeresbodens gewaltig stören können; Wasserkraftwerke, für die riesige Stauseen angelegt werden müssen). Grade die Art der Solarenergiegewinnung, wie sie derzeit praktiziert wird, ist nicht unbedenklich.
Warum ? Weil bei der Herstellung von Sonnenkollektoren eine enorme Menge an Energie verbaucht und CO2 abgegeben wird. Bis die Energiebilanz einer Photovoltaikanlage z.B. ausgeglichen ist, dauert es im Schnitt 6 Jahre. Daneben gibt es aber noch enorme Probleme hinsichtlich des horrenden Frischwasserverbrauchs und des Chemikalieneinsatzes bei der Herstellung.

Insgesamt aber gebe ich Dir Recht:
in Zukunft muss die Entwicklung von Methoden zur Energiegewinnung aus "physikalischen Quellen" vermutlich die Wahl der Stunde sein. Dass die Energiegewinnung aus Resourcen, die mit dem Nahrungsmittelsektor direkt konkurrieren, nicht gutgehen kann, sieht man doch heute schon.
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11.04.2008 15:12 Uhr von rcrow
 
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wasserauto? ich weiß nicht ob es klappt, aber kann mir es schon vorstellen. für den, den es interessiert:

http://www.rolf-keppler.de/...

p.s. ich halt mich dabei raus^^
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11.04.2008 15:36 Uhr von kidneybohne
 
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interessant: das ist doch gut?
co2 wird dadurhc net weniger..aber es geht voran, wenn wri nich so viel erdöl brauchen is das gut für die erde...also manche teile der wissenschaft kommen posentiv voran
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11.04.2008 15:52 Uhr von Il_Ducatista
 
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jajaj: die grünen werden sicherlich etwas zur verhinderung finden
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11.04.2008 15:52 Uhr von KingPR
 
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jut: Den Katalysator kann man danach vermutlich wiederbenutzen (oder man braucht zumindest nur so geringe Mengen, dass sich eine Wiedergewinnung nicht lohnt), selbst wenn wir kein Öl mehr brauchen um mit Autos zu fahren oder zu heizen, könnten wir diese Technik immer noch verwenden um Öl für
Kleidung, Plastikflaschen, Medikamente, usw zu gewinnen.
Das Verfahren ist dazu noch effizenter als die Gewinnung von Öl (wo man nur die ölhaltigen Teile der Pflanze nutzbringend verwenden kann), sodass man weniger Flächen braucht. Die zusätzlich entstehende Energie könnte zum Beispiel die Dörfer in denen die Anlagen stehen mit Wärme versorgen und so den Energiebedarf des Ortes senken.
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11.04.2008 15:53 Uhr von Slaydom
 
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scheisst auf: CO2

Ein ausbrechender Vulkan verschiesst soviel CO2 wie ganz europa in 10Jahren und das an nur einem Tag....

Aber synthetisch hergestellter Brennstoff ist doch was feines, also das könnte ein anfang sein

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