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Hohe Holzpreise machen Altpapier wertvoll - In manchen Städten gibt es Streit

Weil die Preise beim Rohstoff Holz merklich angezogen haben, gibt es quer durch Deutschland in zahlreichen Kommunen Kämpfe ums Altpapier. Hatte man bisher seinen Müll meist in Abfalltonnen der städtischen Entsorger eingefüllt, stellen Privatfirmen immer öfter eine zweite Altpapiertonne vor die Tür.

"Die haben die Tonne über Mittag einfach so abgestellt", beklagt sich eine Frau aus Gröbenzell (Bayern). Städte und Privatentsorger streiten nun darum, wer den Papiermüll abholen darf. Ein CSU-Landrat bezeichnete dies als einen "regelrechten Häuserkampf".

Das private Entsorgungsunternehmen Fink aus Dachau bekam eine Zwangsgeldandrohung über 30.000 Euro. Vor Gericht bekam Fink jedoch recht. Während Fink prozessiert, stellte Mitbewerber Remondis 20.000 bis 30.000 blaue Tonnen auf die Gehwege. 1.000 Kilo Altpapier bringen zwischen 75 und 80 Euro ein.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streit, Stadt
Quelle: www.ftd.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2008 02:43 Uhr von no_trespassing
 
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Ich empfehle die Quelle (geht über 2 Seiten). Da wird unter anderem auch darüber berichtet, daß die Privatentsorger damit den Jugendlichen und Vereinen ihre paar Euros Nebenverdienst wegnehmen.

Der Altpapierpreis ist zuletzt um über 100% gestiegen und wird mit steigenden Energiekosten immer mehr.

Was wir hier sehen, dürfte in Zukunft mit immer mehr Rohstoffen passieren.

Stahl ist schon so begehrt, daß Diebe Gullydecken und Bahnoberleitungen klauen und damit die Leute gefährden.
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11.04.2008 09:57 Uhr von SiggiSorglos
 
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Früher: noch zu DDR-Zeiten, haben wir immer Altpapier, Flaschen, etc gesammelt und zum Wertstoffhof gebracht... und dafür gabs dann immer n paar Pfennig.
Ich glaub, die Blaue Tonne lass ich bald links liegen - in Berlin gibts ja sogar schon eine Papierbörse (keinen Link gefunden, weiß auch nicht genau wie die heißen)
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11.04.2008 11:31 Uhr von logictechnique
 
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Hier gibts die selbe Laier Im Grunde genommen ist is Stadt/Vereine vs Privatanbieter. Leider hat dieser schon woanders vor Gericht in Karlsruhe gewonnen, deswegen geht der Streit nun in die zweite Runde.

Mal gespannt wie die Geschichte ausgehen wird.
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11.04.2008 11:42 Uhr von botcherO
 
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Naja, Alteisen/Plastik kann man auch verwerten: >>Mitbewerber Remondis 20.000 bis 30.000 blaue Tonnen auf die Gehwege.<<

Unverschämtheit, meiner Meinung nach. Ich würde die Tonnen verschrotten lassen, und als Sperrmüll deklariert an von der Firma Remondis eine saftige Sonderentsorgungsgebühr verlangen.

Wenn jede X-beliebige Firma auf Öffentlichen Straßen und Gehwegen Ihren Schrott ablädt, ist bald kein Platz mehr für den Verkehr.
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11.04.2008 11:52 Uhr von Wengerder
 
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Ich habe eine blaue Tonne: bisher habe ich immer mein Papier zur Papiersammlung im Ort gefahren vom einem örtlichen Jugendverein.

Das ist aber Zeitaufwendig und man muss immer soviel horten....Zeit ist Geld und Platz ebenso. In die Wertstofftonne habe ich eh fast nie Papier geschmissen.

Also fehlt mein Papier jetzt nur diesem Verein. Ich bin ein böser Mensch, aber es ist halt einfacher für mich.

Letztendlich wird daraus wieder Papier gemacht, egal ob Stadt oder Gewerbe - also zumindest ist es ökologisch ;-)
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11.04.2008 12:08 Uhr von Metal_Invader
 
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Holzpreis scheinbar nicht hoch genug. Heute langen bei uns im Briefkasten wie jeden Tag nen Berg Werbung. Alleine ein namenhafter Baumarkt wirft jetzt schon ganze Kataloge in den Briefkasten wo früher ne kleines 6-8 Seiten Prospekt reichte.
Also ich kann nur für mich sprechen aber ich werfe eh alle Werbung gleich in den Müll. Ich bekomm immer weniger Geld für mehr Arbeit, da kann ich eh keine großen Sprünge machen und mir was einfach so leisten.

Aber das mit dem Papierkampf stimmt. Wie die Geier stürzen die sich auf die Haushalte und stellen überall ihre blöden Tonnen hin. Ich bin schon am überlegen ob ich das Papier nicht selber im Keller sammel und dan verkaufe *grins*,
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11.04.2008 12:19 Uhr von Numanoid
 
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Nachdenken Leute!!! Jeder der nachdenkt wirft sein Papier nur in die Tonne seines lokalen, von der Kommune beauftragten, Müllentsorgers.
Denn nur bei diesem werden die Gewinne aus der Papierentsorgung zur Gegenfinanzierung der Entsorgungskosten des normalen Hausmülls genutzt.
Wenn man das Papier bei einem anderen Entsorger einwirft behält dieser den Gewinn und man schneidet sich ins eigene Fleisch, weil, durch Wegfall der Querfinanzierung, die Müllgebühren steigen!
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11.04.2008 12:49 Uhr von Metal_Invader
 
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@Numanoid: Du hast ja recht mit deiner Aussage nur denken die meisten Menschen nicht sonderlich viel nach.
Die Tonne die vor der Tür steht wird genutzt, weil einfach. Über die Mehrkosten denken doch die wenigsten nach. Ich kann nur an alle Städte und Komunen appelieren, schnell die Papiertonnen zur Verfügung zu stellen und gut ist. In Ostholstein hat der ZVO (Zweckverband Ostholstein) schon seit nem Jahr oder länger die Tonnen stehen.
Die anderen haben einfach nur den Trend verpennt und stehen nun im Kampf gegen die Privaten.
Was ich aber bei uns feststellen muss ist, dass sich hier Remondis wie die Pest ausgebreitet. Vor nem Jahr kannte ich den Namen nichtmal. Mittlerweil klebt es jedem zweiten Müllwagen... .
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11.04.2008 13:04 Uhr von KillA SharK
 
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früher hat die Industrie sich beschwert: das sie nicht wiess, wo sie mit dem ganzen Altpapier hinsoll, und das es viel zu viel ist, was da gesammelt wird.
So ändert sich das im Laufe der Zeit....
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11.04.2008 13:41 Uhr von Gestahlt
 
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So ein gelaber: Die von Kommunen eingetragenen entsorger verdienen bereits massig geld mit der Abfallgebühr (von denen die ein gutes stück erhalten für den Restmüll) Für die entleerung vom Restmüll wird ja auch noch einzeln berechnet.

Es ist vielmehr so das firmen wie Remondis eine Monopolstellung haben und diese auch gerne behalten möchten. Wenn die leute nachdenken würden, würden Sie mit dem Papier zu privaten entsorgern gehen und dann gibts vielleicht später mal wieder Geld dafür.

Achja, auf den Recyclinghöfen wird massiv umsatz gemacht. Genauso wie auf den deponien und das alles nur mit "Müll". Lasst euch nicht lumpen.
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12.04.2008 10:11 Uhr von uhlenkoeper
 
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@no_trespassing: "Ich empfehle die Quelle (geht über 2 Seiten). Da wird unter anderem auch darüber berichtet, daß die Privatentsorger damit den Jugendlichen und Vereinen ihre paar Euros Nebenverdienst wegnehmen."


Wir hatten bei uns im Landkreis den gleichen Zoff zwischen einer vom Landkreis beauftragten Firma aus Hamburg und einer ortsansässigen Privatfirma. Ging durch alle Instanzen, bis die Privatfirma vor letzter Instanz recht bekam. Bis dahin mußten wir unseren Papiermüll gebündelt an die Straße stellen. Seither gibt es kostenlose Papiertonnen (sehr angenehm). Übrigens von beiden Anbietern parallel.

Bei uns war es hinsichtlich der Konkurrenz mit den Vereinen nur genau umgekehrt:
das Hamburger Unternehmen gab dem Landkreis absolut NICHTS zurück, nicht einmal Gebührenminderungen beim Restmüll, der von der gleichen Firma abgefahren wird. Die ortsansässige Firma hat hingegen von Beginn an seine Bücher offengelegt und unterstützt mit den Gewinnen aus diesem Geschäft Vereine und Institutionen im Landkreis. Mal ganz abgesehen von den Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen, die auf diese Weise im Landkreis bleiben und nicht in die Metropole fließen.

Nach anfänglichem Rauschen im Blätterwald hat sich die ganze Geschichte inzwischen sehr gut eingelaufen und ist für die Haushalte sehr angenehm.

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