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Könnten die enormen Preissteigerungen bei Lebensmitteln zu Unruhen führen?

Der englische Premierminister Gordon Brown wurde gewarnt, dass aufgrund der starken Preissteigerungen für Lebensmittel die wirtschaftliche Stabilität gefährdet wird.

Die Weltbank erklärte in dieser Woche, dass die Preise für Grundnahrungsmittel in den letzten drei Jahren um 80 Prozent gestiegen sind. Für Konsumenten aus wohlhabenden Ländern sei die Belastung der Haushaltsfinanzen deutlich spürbar. Zudem unterstützen die Preissteigerungen die Inflation.

António Guterres, Kommissar der UN, sagt: "Das größte Problem ist, dass in allen demokratischen Ländern die Lebensmittelpreise stark steigen. Dies könnte soziale Unruhen auslösen."


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Preis, Leben, Lebensmittel, Unruhe
Quelle: www.telegraph.co.uk

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.04.2008 11:34 Uhr von Bokaj
 
+9 | -1
 
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Gefahr für den Frieden: Diese Gefahr sehe ich auf Dauer auch. Es wird eine immer größere Gruppe von Menschen vom normalen Leben (Verdienst, von dem man Leben kann) ausgeschlossen.
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10.04.2008 11:42 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+9 | -2
 
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@Bokaj: Das hat aber nicht nur mit den höheren Lebensmittelpreisen zu tun. Die Niedriglöhne tragen hier auch einen wesentlichen Teil dazu bei.
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10.04.2008 11:47 Uhr von TequilaFlavor
 
+8 | -0
 
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Angebot/Nachfrage: Ich bin mal gespannt ob sich jetzt auch das Angebot erhöht oder sich so Kartell-artige Strukturen ausbilden, die die Preise so hoch halten.
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10.04.2008 11:48 Uhr von Bokaj
 
+6 | -0
 
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@ Kepas_Beleglorn: stimmt, leider
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10.04.2008 12:24 Uhr von Copykill*
 
+6 | -0
 
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Haiti und Ägypten !!! Ich meine diese Woche in den Nachrichten gesehen zu haben,
das in Haiti und Agypten schon zu Ausschreitungen, aufgrund gestiegener Lebensmittelpreise, gekommen ist.

Ich muss mir zum Glück nicht allzuviel Gedanken über gestiegen Lebensmittelpreis machen.
Aber ich frage mich echt immer wieder, wie es die Familien machen wo nur einer Arbeiten gehen kann weil die Frau auf 2 Kinder aufpassen muss.

Ich glaube wenn Lebensmittel und Energiepreise weiter so Überprpotional weitersteigen wie die letzten Jahre,
dann sollte auch mal hier in Deutschland was geschehen.
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10.04.2008 12:27 Uhr von BK
 
+7 | -1
 
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Essen wird immer teuerer Aber auf unseren Feldern BioDiesel Produzieren :( Hä ?
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10.04.2008 12:47 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Ich hoffe - ups - sage einfach mal ja. Sonst kein Kommentar - es ist es einfach nicht mehr Wert.
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10.04.2008 13:17 Uhr von meisterallerklassen
 
+2 | -0
 
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Hier ein kleiner Bericht dazu, wen es interessiert: http://news.orf.at/...
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10.04.2008 13:49 Uhr von Deepbluesea82
 
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Die Preise für Grundnahrungsmittel sind in den letzten Jahren um 80% gestiegen , der normale Arbeiter verdient aber nicht viel mehr (wenn überhaupt) als vor einigen Jahren.

Natürlich wird es irgendwann zu Unruhen kommen, wenn die normalen Verbraucher sich nicht mal mehr die Lebensmittel leisten können.
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10.04.2008 14:57 Uhr von artefaktum
 
+3 | -0
 
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Und ich dachte immer "Freihandel" bringt Wohlstand für alle? Stimmt das vielleicht doch nicht? ;-)
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10.04.2008 15:21 Uhr von KingPR
 
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Nein, es funktioniert nicht, wenn man überall Raps und Zuckerrohr anbaut um Biosprit daraus zu machen. Da die Preise hierfür hoch sind, bauen viele Bauern dieses Zeug an und so nimmt das Angebot ab. => Höhere Preise
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10.04.2008 15:39 Uhr von herrderdinge
 
+2 | -1
 
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es kann doch nicht sein: daß Menschen sich nicht mal mehr die Grundnahrungsmittel wie Brot LEISTEN können, wie es ja schon in Regionen wie Mexico, Haiti und Ägypten und mit Sicherheit in noch viel mehr Gegenden der Fall ist!!!!

Da bekomme ich echt nen dicken Hals. Was erlauben sich eigentlich die Verantwortlichen in der Welt?!
Lebensmittel werden an Börsen gehandelt und so die Preise für den Verbraucher unerschwinglich gemacht.
Biodiesel mag ja eine gute Sache sein, ist aber so doch nicht realisierbar, wenn dadurch z.Bsp. in Mexico nicht mehr genug Mais zur Nahrung vorhanden ist.

Bin eigentlich froh schon über 50 zu sein, dann muss ich mir das Elend nicht mehr so lange anschauen. Wird eh nur noch schlimmer werden!
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10.04.2008 15:43 Uhr von herrderdinge
 
+3 | -1
 
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heute morgen: im Morgenmagazin wurde dazu noch so ein Heini vom Welternährungsverband befragt und er meinte doch tatsächlich, daß das alles nicht so schlimm wäre, weil durch die gestiegenen Preise sich für die Bauern neue Märkte auftun würden und sie so ihre Produkte auf den Märkten teurer verkaufen könnten.

Ich wäre am liebsten in den Fernseher gekrochen und hätte mir den Kerl vorgenommen, so was von blöd muss Schläge auf den Hinterkopf bekommen!
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10.04.2008 15:46 Uhr von artefaktum
 
+3 | -0
 
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@herrderdinge: lol. Tja, er ist halt Mitglied dieser Sekte, die den Markt anbeten. "Der Markt wird´s regeln", "Der Markt kann nicht irren" gehört zu deren ihren Glaubenssätzen. Und wer auf diesen Märkten verhungert, ist halt selber schuld. So einfach ist das.
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10.04.2008 17:50 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -0
 
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Monopolisierung durch Patente: http://www.freitag.de/...
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10.04.2008 18:23 Uhr von bigpapa
 
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Die Preise sind nicht wirklich zu hoch: Das Problem ist leider etwas komplizierter.

Zuersteinmal was BIO-Sprit angeht, da ist z.Z. so ziemlich das ganze (in letzter Minute) gestoppt. Ich kann nur hoffen das es das bleibt.

Die Lebensmittelpreise steigen, witzigerweise liegt es daran das Grundstoffe der Lebensmittel steigen im Preis. Ich denke da an sowas banales wie MILCH, EIER und Getreide, und Kartoffeln. Die Bauern kämpfen seit Jahren für einen besseren Milchpreis ich behaupte sogar frech das diese Kampf gerecht ist, nur Geld fällt nicht vom Himmel. Also muss das Abnehmerwerk (meist ne Molkerei) mehr zahlen, wer mehr zahlt muss teuerer verkaufen (auf auf ne Mokerei fällt kein Geld vom Himmel).

Das Spiel geht natürlich weiter. Und der Lebensmittelhändler bekommt die Prügel des zurecht erzürnten Verbraucher ab.

Eigendlich ist meiner Meinung nach der Preis nicht zu hoch. Der Bürger zahlt sich nur dumm + doof an Abgaben und Steuern so das er keine Möglichkeit mehr hat die Preise zu zahlen.

Ist ein genau so einfaches Spiel. Weniger Steuern, gibt mehr Kaufkraft, merh Kaufkraft gibt mehr Steuern (über die Mehrwertsteuer DIE MAN UM 3 % ja ANGEHOBEN HAT).

Der Bürger ist zufrieden, die Händler sind zufrieden, alle sind eigendlich zufrieden. Bloss wenn in der Regierung nun einer das Wort Steuersenkung in den Mund nimmt schreit jeder "wovon bezahlen". Das sie es über die Erhöhte Kaufkraft wieder reinbekommen raffen die einfach nicht. Erhöhte Kaufkraft schafft mehr Nachfrage und das mehr Arbeitsplätze.
Die wiederrum ersparen hohe Sozialkosten , was wiederum Kosten der Regierung spart.

Wirtschaft ist so schön einfach kompliziert. :)

Gruß

BIGPAPA
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10.04.2008 22:00 Uhr von uhlenkoeper
 
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Hallo ? Auch, wenn mir das jetzt Prügel einbringt :
aber dass die Lebensmittelpreise für Grundnahrungmittel hierzulande in den letzten Jahren stark (geschweige denn um 80% gestiegen sind) ist schlicht ein Hohn. Denn die Produzentenpreise sind bis November letzten Jahres de facto seit 20 Jahren GESUNKEN !

Wer das nicht glauben will, sollte sich mal ein wenig im web schlau lesen. Bei Milch z.B. haben die meisten Produzenten in den letzten Jahren weit unter Produktionskosten verkaufen müssen. Kostendeckend wäre im letzten Jahr ein Preis von 40ct. je Liter gewesen, gezahlt wurde im Mittel 28-32 ct. je Liter. Und was noch "witziger" ist: auch jetzt noch erhalten Milchbauern im Schnitt "nur" 38ct. den Liter. Das wäre selbst bei Produktionskosten von 2006/07 immer noch nicht kostendeckend. Nur sind zudem seit letztem Jahr die Futtermittelkosten z.T. um 250% gestiegen (Stichwort: Fläche für nachwachsende Rohstoffe verknappt das Angebot an Futtergetreide). Also tut sich die Schere weiter auf.

Klar, auch ich schlucke böse, wenn ich sehe, wie die Kosten für Grundnahrungsmittel im Einzelhandel angezogen sind. Aber ich weiß auch, dass seit den 80er Jahren die Erzeugerpreise GESUNKEN sind.

Wenn man es ganz drastisch ausdrücken will, dann wurden die Landwirte mit diesem Kniff immer tiefer in die Subventionsfalle gelockt: die Produktkosten waren nicht kostendeckend, immer mehr Betriebe waren auf Unterstützung in Form von Subventionen angewiesen.
Dumm nur, dass der größte Batzen der Landwirtschaftssubventionen gar nicht bei den bäuerlichen Familienbetrieben ankommen. Der absolute Löwenanteil bleibt nämlich bei den Großkonzernen hängen, allen voran Nestlé, wie im vorletzten Jahr eine EU-Kommision feststellte.


Probleme in Haiti und Co. sind vor allem darin bedingt, dass die USA einen Großteil der Agrarflächenproduktion für Biomasseerzeugung aufkauft und dadurch dort die Lebensmittel knapp werden. Ein unerträglicher Vorgang.
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10.04.2008 22:30 Uhr von jsbach
 
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Recht hat er mit: seiner Aussage. Man sieht es ja an den Grundnahrungsmitteln Brot, Butter etc. wie bei uns die Preise angezogen haben.
So wie meine These, dass mal Kriege geführt werden, nur um Trinkwasser.
Bei drei Prozent Inflation, Preissteigerung wo man hinschaut und Lohnerhöhungenvon ein paar Euro, "Rentenanpassung" von etwas über ein Prozent, steigenden Krankenkassenbeiträge etc.
Aber die Politiker machen uns ja vor, wie gut es der Wirtschaft geht und die Arbeitslosen immer weniger werden...
Verlogenheit und *traurig bin*

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