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BRD: Die Anzahl der Zweitjobs steigt

Vor allem Alleinerziehende oder Menschen mit geringeren Qualifikationen haben es immer schwerer mit nur einem Job ihrer Familie einen gewissen Standard zu bieten.

Deswegen gehen jetzt immer mehr Menschen einem Zweit- bzw. Nebenjob nach. In Deutschland sind es schon ca. vier Prozent aller arbeitenden Leute. Bei diesem Prozentwert sind allerdings noch keine Menschen mit eingerechnet, die nur zeitweise einen Nebenjob haben.

Nun versucht die Bundesregierung diesen Umstand zu ändern. Vor allem will sie in die Bildung der Jugend investieren, damit dieser später ein großes Spektrum an gut bezahlten Berufen zur Verfügung steht.


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WebReporter: Sangreal
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Anzahl, BRD
Quelle: www.n-tv.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.04.2008 13:01 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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"[...]Vor allem will sie in die Bildung der Jugend investieren, damit dieser später ein großes Spektrum an gut bezahlten Berufen zur Verfügung steht."

Der Grundgedanke ist ja löblich. Aber Bildung allein schafft noch keinen Arbeitsplatz. Sicherlich fördert ein guter Bildungsstand die Chancen auf einen anständigen Job. Aber ohne ein entsprechendes Angebot an Arbeitsplätzen nützt eben auch die beste Bildung nichts.

Zusätzlich werden durch Zweitjobs Stellen blockiert, die ansonsten an einen Arbeitslosen gehen könnten.

Und als ob Alleinerziehende nicht auch ohne Zweitjob schon genug zu tun hätten. Selbst intakte Familien müssen oft Sparen, oder Nebenjobs annehmen, um ein einigermaßen gutes Leben führen zu können.

Das alle schreit doch geradezu nach Mindestlöhnen. Mehr noch. Nach der Einführung der Mindestlöhne sollten Arbeitsplätze primär an Arbeitslose vermittelt werden, anstatt sie als Zweitjobs zu besetzen.
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08.04.2008 13:04 Uhr von Lil Checker
 
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Ohhhhjaaaaa ^^: Wenn ich sowas schon wieder les ^^

"Nun versucht die Bundesregierung diesen Umstand zu ändern. Vor allem will sie in die Bildung der Jugend investieren, damit dieser später ein großes Spektrum an gut bezahlten Berufen zur Verfügung steht"

Die Bundesregierung ist teilweiße daran selbst Schuld. Da erhöhen, dort Steuern rauf, uii Pensionen müssen auch wieder verdoppelt werden... ja irgendwo muss das Geld ja her kommen.

Die Idee Jugendliche noch mehr zu fördern, wäre an sich nicht schlecht, wenn es dann auch gutbezahlte Jobs GÄBE. Weil in 15 Jahren kann nicht jeder Politiker, Manager oder Superstar sein ^^
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08.04.2008 13:17 Uhr von Kairai
 
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Es gibt schon Arbeitsplätze: Nur mal paar Zahlen:
WirtschaftsInformatik Quote 1 Ausbilder :4 freie Stellen
Zahlen rund eine Woche alt, mein Cousin hat bei einem Umfrageunternehmen angefragt, weil er grad sein Diplom bekommen hat.
WiMathe Quote mind. 1:3.
Kommilitone vor kurzem angefragt bei einem Umfrageunternehmen.
"Im Schiffbau fehlen jährlich 700 Ingenieure"
Quelle: Hamburger Abendblatt - 3. Apr. 2008

"Nach Angeben des Instituts der Deutschen Wirtschaft werden bis zum Jahr 2010 jährlich etwa 37.000, nach 2015 sogar 43.000 Ingenieure altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Pro Jahr schließen aber nur etwa 40.000 junge Leute ein ingenieurwissenschaftlichen Studium ab."
Quelle: http://www.vnr.de/...

Nur mal so...
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08.04.2008 13:35 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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@Kairai: Es mag sein, dass die wirklich hochbezahlten Jobs unterbesetzt sind, was sicherlich auch mit einem suboptimalen Bildungssystem zusammen hängt. Aber nicht jeder wird als Einstein geboren. Und es werden auch weiterhin "niedere" Jobs benötigt. Beispiel Müllabfuhr.

Und selbst WENN der Bildungsstand deutlich höher wäre, so gäbe es unterm Strich immer noch zu wenig Arbeitsplätze. Zum einen, weil eben doch einige ohne Zweitjob nicht über die Runden kommen, und zum Anderen dank dem Stellenabbau, weil man ja sparen muss, obwohl man Jahr für Jahr Rekordgewinne einfährt.

Und dann gibt es da noch einen Punkt der die Arbeitslosigkeit fördert. Wenn man es richtig anstellt kommt man auch mit HARTZ IV genauso gut über die Runden, als ob man einer unterbezahlten Beschäftigung nachgehen würde.

Der Arbeitsmarkt in (D) krankt doch mittlerweile an allen Ecken und Enden. Die Alterspyramide ist schon längst keine solche mehr, weshalb der Generationenvertrag nicht mehr funktionieren kann. Das Soziale Netz hat Maschen, durch die meist jene hindurch rutschen, die schon nichts haben. Und die, die vom Netz aufgefangen werden, haben das System oft zu ihren Gunsten ausgenutzt (Warum arbeiten, wenn ich mit HARTZ IV genauso gut da steh). Wobei Letzteres aus den oft (zu) niedrigen Löhnen resultiert. Aber gemacht werden müssen auch diese Jobs. Diese gehen dann als Zweitjobs raus, oder werden an (die ach so bösen (ironie)) Ausländer vermittelt, was auf den Ottonormaldeutschen natürlich den Eindruck macht, als würden sie uns die Arbeit weg schnappen. Wobei das zu einem gewissen Grad sogar zutreffen mag, da die Einwanderungspolitik hier deutlich lascher ist als in manch anderem Land (aber wir waren ja das Dritte Reich, wir müssen ganz lieb zu jedem A****loch sein).

Des Weiteren haben sich in letzter Zeit auch die Kosten für Lebensmittel erhöht. Hat sich das in irgendeiner Weise auf die Löhne ausgewirkt? Wer nicht gerade einer Gewerkschaft angehört, die der GDL jetzt alles nachmacht, wird wohl oder übel damit leben müssen.

Und Flexibilität ist das AH und OH heutzutage. Wer Arbeit will, muss halt zur Arbeit hin. Aber: Wenn der Lohn im Job nicht mal die Miete für die Wohnung in Arbeitsplatznähe hergibt, oder der immer teurer werdende Sprit ein KO-Kriterium für´s Pendeln ist, dann ist HARTZ IV vielleicht doch die bessere Alternative.

Ich bin hier ein wenig versucht vom "Killerspiel-Syndrom" zu sprechen. Man ist unfähig die Ursachen und Probleme, oder wie bei diesem Thema die Teufelskreise, zu erkennen, und versucht das Ganze zu lösen, in dem man nur an einer einzelnen Schraube dreht, die aber vielleicht nicht mal die wirkliche Ursache des Problems darstellt. Oder baut sich jemand von euch einen besseren Motor ins Auto (bessere Bildung), wenn der Tank leer ist (zu wenig Stellenangebote)?
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08.04.2008 13:37 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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*Editfunktionhabenwill* Nachtrag: Das einzig Sinnvolle wäre, einen sparsameren Motor einzubauen, damit der Tank nicht mehr so schnell leer ist. Und zusätzlich kann man den Tank noch vergrößern. DANN macht das alles Sinn, in der Gesamtheit. Jede Maßnahme für sich genommen bleibt mehr oder minder Sinnfrei, wenn man das Problem lösen will.
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08.04.2008 14:24 Uhr von vmaxxer
 
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Arbeit ist da wenn man nicht zuu wählerisch ist geht das. Wobei eben diese Zweitjobs anderen den job wegnehmen , grob gesehen.

Das Bildungssystem zu verbessern ist generell eine gute idee, wenn man manchmal sieht wie weit unsere Jugendlichen am "verblöden" ist (auch grob gesehen). Denn mit mehr Bildung kann auch die Kreativität Deutschlands wieder steigen.

Aber zusammen mit dem Arbeitssystem müsste ebenfalls das Sozialsystem renoviert werden... es gibt eben zu viele die sich in der sozialen Hängematte ausruhen und dafür fehlt eben das Geld. Klar gibt es einige die es tatsächlich nötig haben, aber leider gibts eben auch welche die keine Lust zum arbeiten haben eben weil sie ja von hartz4 gut leben können.
Meine meinung ist das denen eben nicht alles bezahlt wird. Bei Kindern ok, aber allein Erwachsene nicht.
Fernseher: gestrichen (Das wird die meisten dazu bringen wieder arbeiten zu gehen)
Waschmaschiene: gestrichen, Handwäsche geht auch (zeit ist ja vorhanden)
Wohngeld (bzw für m²): auf minimum beschränkt

Kling hart, bringt viele negativpunkte (für mich) aber wegen meiner kann man auch ruhig wieder auf Essenmarken umsteigen.

Jemand der das durchmachen muss wird schnell wieder an die arbeit gehen, egal was, egal wie. Er wird von den sozialleistungen nicht verhungern und nicht erfrieren.

Und wenn jetzt die ankommen die sagen: " Ich hab aber 10 Jahre arbeitslosengeld bezahlt also hab ich jetzt auch ewig Geld vom Arbeitsamt zurück zu bekommen" .... rechnet malnach wie"viel" wirklich eingezahlt wurde und für wieviele menschen dieses geld reichen muss (soziales system eben einer zahlt auch für andere)
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08.04.2008 14:36 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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@vmaxxer: "[...]wenn man nicht zu wählerisch ist.[...]"

Das ist nur bedingt richtig. (Nachfolgendes nur als beispiel. Hab selber Abi und nen Job ;-) )

Beispiel:
Ich bin nur armer Hauptschüler.
Hab schon über 500 Bewerbungen in allen möglichen Berufsfeldern (Ausbildung/Beruf) geschrieben.
Fast nur Absagen erhalten.
Die Handvoll Zusagen bietet nur einen Hungerlohn, der von ALG II locker getoppt wird.

In so einem Fall wäre man (leider) schön blöd, würde man Arbeiten gehen.

Oder ein ganz anderer Fall.
Meine Freundin (glücklicherweise auch mit Arbeit) hatte zum Thema "wählerisch" neulich ein hervorragendes Beispiel.
Es gibt genug Arbeitslose, die aus gesundheitlichen Gründen nicht alles annehmen können, was das Arbeitsamt ihnen so anbietet. Sie hat z.B. Neurodermitis. Der Abwasch daheim, wenn ich ihn nciht grad mach, geht gerade so. Aber Tellerwäscher in einem Restaurant? Oder Putzfrau? Dann könnte sie ihre Hände nach ein paar Tagen wegschmeißen. "Aber es gibt doch Handschuh für sowas!" - Klappe. In den Putzhandschuhen können die Hände nur schwer atmen, was bei ihr zu den gleichen Ergebnissen führt, als würde sie ohne Handschuh putzen. Solche Jobs fallen also für meine Freundin schon mal aus. Das hat nichts mit "Wählerisch" zu tun, sondern mit dem gesundheitlichen Zustand.

Gehbehinderter als Bademeister?
Astmakranker als Lackierer?
Jemand mit Rechenschwäche (mir fällt der Fachbegriff äquivalent zu Legasthenie grad nicht ein) in der Buchhaltung?
Bandscheibenvorfall als Müllmann (schwere Tonnen hieven)?

Es ist nicht immer die Unlust, die einen einen Job ablehnen lässt.
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08.04.2008 15:03 Uhr von Kairai
 
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@Kepas_Beleglorn: "In so einem Fall wäre man (leider) schön blöd, würde man Arbeiten gehen." Also du kriegst doch Arbeit. Worüber beschwerst du dich jetzt in deinem Beispiel? Dass die sozialen Leistungen so hoch sind, dass du nicht arbeiten gehen brauchst oder dass du mit deinem Hauptschullabschluss einfach keinen so hohen Mehrwert für eine Firma erbringst, dass du auch nicht wie ein Ingenieur bezahlt werden kannst?
Der Mehrwert wurde vor kurzem von einem Wirtschaftsweisen zur Debatte um Mindestlöhne vorgerechnet. Es war ein Radiointerview deswegen keine Qullenangabe.
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08.04.2008 15:30 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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@Kairai: Ähm, mal ehrlich: Wenn du genau wüsstest, dass du für´s Nichts-Tun deutlich mehr Geld bekämst als für´s Arbeiten, würdest du dann nicht auch daheim bleiben?

Eine gewisse Verhältnismäßigkeit sollte in jedem Fall gegeben sein. Wie ich weiter oben schon schrieb: Das Problem lässt sich nicht auf einen einzelnen Faktor zurück führen. Es ist nun mal das Zusammenspiel vieler Komponenten. Fehlende Arbeitsplätze, fehlendes Personal für Akademische Berufe, Probleme bei der sozialen Leistungen, teils zu niedrige Löhne, Jobangebote, die mit der Gesundheit des Arbeitsuchenden in Konflikt stehen, Schwarzarbeit, Stellenabbau trotz Rekordgewinnen. Ich bin mir sicher, dass ich in meiner Aufzählung noch längst nicht alle Ursachen/Probleme erfasst habe, die hier zusammen spielen.

Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen: Der Satz "Jeder der Arbeit will, bekommt auch eine." mag für sich allein gesehen stimmen, doch betrachtet man ihn im Zusammenhang mit allen Faktoren, die damit in Zusammenhang stehen, strebt der Wahrheitsgehalt dieser Aussage gegen Null. "Killerspiel-Syndrom" eben.
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08.04.2008 19:15 Uhr von Borgir
 
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dürfte man ohne horrende: steuern zahlen zu müssen mehr nebenjobs machen, wäre das auch mehr. aber das dürfen nur politiker
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10.04.2008 13:39 Uhr von ArrowTiger
 
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Wen wundert das? Wenn man die USA ohne Not kopieren will/muss, und dann auch noch vor allem ihre schwachen Seiten, darf man sich nicht wundern, wenn die Leute über kurz oder lang Zweit-, Dritt- und Viert-Jobs annehmen müssen, um zu überleben.

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