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Rauchverbot: Kneipenbesitzer begeht aus Verbitterung über Politik Selbstmord

Im baden-württembergischen Balingen hat ein Gastwirt als Konsequenz aus den Regelungen bezüglich des Rauchverbots Selbstmord begangen. Der Gastwirt war bereits in den vergangenen Monaten als entschiedener Gegner der Regelung zum Nichtraucherschutz bekannt geworden.

So trat er zunächst in diversen Lokalzeitungen mit zahlreichen Leserzuschriften in Erscheinung. Weiterhin unterstützte die Möglichkeit einer Sammelklage vor dem Bundesverfassungsgericht mit einer Geldspende.

Der Gastwirt soll bereits in den letzten Tagen einen veränderten Eindruck auf sein Umfeld gemacht haben. Als der Wirt am Abend vermisst wurde, fand man ihn bei einer Suche erhängt auf dem Dach seines Hauses. In seinem Abschiedsbrief gab er der Politik die Schuld für seine Wahl des Selbstmordes.


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WebReporter: AMIO
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Politik, Selbstmord, Rauch, Rauchverbot, Kneipe, Verbitterung
Quelle: www.bild.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.04.2008 09:57 Uhr von Hardcorebutcher
 
+10 | -2
 
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Soweit musste es kommen ich kenne den Wirt, der die Sammelklage ins Leben gerufen hat.
http://www.sammelklage-rauchverbot.de

Soweit haette es nicht kommen muessen.

Gruss
Michael
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08.04.2008 09:59 Uhr von Bokaj
 
+5 | -2
 
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Traurig und nicht nachvollziebar: Ich denke, dass nicht nur das Rauchverbot diesen Selbstmord ausgelöst hat. Dieser Wirt hatte bestimmt noch andere nicht aufgearbeitete Probleme.
Es tut mir um ihn leid.
Mein Beileid den Angehörigen.
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08.04.2008 10:03 Uhr von SiggiSorglos
 
+1 | -22
 
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08.04.2008 10:17 Uhr von Sir.Locke
 
+10 | -1
 
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mhh, vielen kneipen ging es auch schon vor der einführung des rauchverbotes nicht gut. und wenn dann durch so ein meiner meinung nach komplett übertriebenen verwaltungsakt die einnahmen bis zu 90 prozent wegfallen, da kann ich mir gut vorstellen, das viele wirte "keine lust" mehr haben.
ob dieser selbstmord nun "nur ein normaler selbstmord", oder ein selbstmord als zeichen gegen diesen unsinnigen verwaltungsakt ist, viele poitiker die für dieses rabiate und viel zu weit ausartende rauchverbot gestimmt haben, sollten sich gedanken machen, ob sie nicht nur schuld sind, das viele ihre existenzen verloren haben, sondern auch, das sie "beihilfe" zu selbstmorden begangen haben.

mfg
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08.04.2008 10:35 Uhr von Mr.E Nigma
 
+4 | -1
 
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Ich kannte den Mann, zwar nicht gut, aber ich hab schon das ein oder andere Bier bei ihm getrunken. In Balingen erzählt man sich dass es wohl hauptsächlich um die Exfrau ging, ob das stimmt kann ich nicht beurteilen. Den hinterbliebenen möchte ich mein aufrichtiges Beileid aussprechen!
Ich hoffe der "Bären" macht jetzt nicht dicht, es ist einfach die gemütlichste Kneipe in Balingen (auch wenn man jetzt nicht mehr drin Rauchen darf)
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08.04.2008 10:38 Uhr von Bokaj
 
+5 | -7
 
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Blödsinn: >>...viele poitiker die für dieses rabiate und viel zu weit ausartende rauchverbot gestimmt haben, sollten sich gedanken machen, ob sie nicht nur schuld sind, das viele ihre existenzen verloren haben, sondern auch, das sie "beihilfe" zu selbstmorden begangen haben.<<

Dieser Satz ist unsinnig, denn dann dürfte kein Gesetz mehr verabschiedet werden, weil es bei jedem Gesetz Leute gibt, die dagegen sind und die sich dann ja vielleicht auch wegen diesem Gesetz umbringen könnten.
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08.04.2008 11:58 Uhr von Mr.E Nigma
 
+2 | -0
 
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@ wok: wer sagt dir, dass der Mann selbst geraucht hat ?

@ Rest

wer sich etwas für diesen Fall interessiert kann sich gerne mal die Webseite des Bärenwirtes anschauen, hier ist seine Protestaktion "Raucherbinde" bzw. die Leserbriefe/Schriftwechsel mit der Lokalpresse dokumentiert.
http://www.raucherbinde.de/
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08.04.2008 12:16 Uhr von Sir.Locke
 
+7 | -0
 
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@Bokaj: ähm, nein sehe ich nicht so. denn das gesetz ist weit über das ziel - den nichtraucherschutz - geschossen. ohne zu überlegen wurden allen gastätten, pubs, kneipen, diskotheken usw. ein rauchverbot auferlegt, ohne das überhaubt auf die jeweilige besuchergruppen zu achten.
ich sehe ein, das an diversen orten - wie zum beispiel gaststätten - nichtraucher geschützt werden müssen. aber wenn man einer kneipe das rauchen verbietet, wo überpropotional viele raucher gemütlich ihr bierchen schlürfen wollen, dann muss man sich die frage stellen, ob dieses so der sinn sein kann.
erstaunlicher weise sind ja diverse vorschläge von betreibern ohne zu überlegen abgeschmettert worden. ob nun die eigenauslegung, wo z.b. kneipen selber sagen können, bei uns dürft ihr rauchen, oder halt nein, hier das bierchen ohne qualm - spätestens hier hätte man dann sehen können, ob überhaupt rauchfreie kneipen von den menschen gewollt sind.
anderweitig gab es unter anderem von gaststättenbetreibern den vorschlag, ein zeitlich begrenztes rauchverbot zu erheben. dann wäre zwischen 11 und 20 uhr das rauchen verboten gewesen, und danach erlaubt. eine variante, die anscheinend (hörensagen) in der ddr sehr gut lief.
es ist nun nicht so, das raucher kein verständnis zeigen (wollen), aber man überlegt sich dreimal, ob man sich mit seinen kumpels in der kneipe trifft, um gemütlich sich eine cola oder bierchen hinter die kiemen zu kippen und ohne rauchen zu dürfen, oder ob man sich dann irgendwo privat trifft - wo man rauchen darf...
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08.04.2008 12:40 Uhr von aczidburn
 
+2 | -0
 
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ich denke mal: wenn dieser Selbstmord was mit dem Rauchverbot zutun hatte, dann, dass durch das Rauchverbot sein Umsatz sehr stark eingebrochen ist und er um seine wirtschaftliche Exsitenz fürchten musste. Und das Geldprobleme Menschen in den selbstmord treiben ist ein alter Hut.
Mein Beileid an die Hinterbliebenen
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08.04.2008 14:38 Uhr von DAB1868
 
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Zum Thema: Selbstmord hab ich meine eigene Meinung, da ich beruflich bedingt, schon einige vom Strick schneiden, unter der Brücke zusammenlesen oder von den Schienen klauben durfte... etc.

In diesem Fall kann man einen Menschen durchaus verstehen, wenn ihn durch solche Gesetze die Einkommensgrundlage entzogen wird und er vielleicht noch Schulden auf die Gastwirtschaft hatte etc... manche wählen dann eben diesen Weg wenn sie nicht weiter wissen und die Existenz im Eimer ist. Dieses NSG ist voll daneben... warum kann ein Wirt nicht selbst entscheiden... und jeder NR kann ja wohl auch selbst entscheiden ob er in eine Raucherkneipe geht oder nicht.

In Sachsen wurde ja das Gesetz schon teilweise gekippt, weil es grad hier an der Grenze zu CZ katastrophale auswirkungen hatte.
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08.04.2008 15:07 Uhr von wirt63
 
+1 | -0
 
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das hats nun gebracht, toller Staat: Warum nicht gleich noch Alkoholverbot in Gaststätten .
Soll doch jeder Gast selbst entscheiden ob er in eine Raucherkneipe oder Nichtraucherkneipe geht.
Mwst 19 %
Krankenkasse
Mineralölsteuer
Abgeltungssteuer
Strom
Lebensmittel
und und und alles teurer nur beim kleinen Mann vergißt man den Lohn zu erhöhen.
zu Ostzeiten hat Reiseverbot gereicht und da waren wir 100000 in Leipzig !!!
Was sollen wir uns noch alles gefallen lassen ?
Ein Gastwirt
Mein Beileid den Hinterbliebenen
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08.04.2008 19:22 Uhr von Borgir
 
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umbringen: wegen dem rauchverbotr. sorry, aber der hat doch trotz alle tragik gesponnen
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09.04.2008 08:56 Uhr von yogibaer73
 
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ALSO: Der Wirt war NICHTRAUCHER und das sein ganzes Leben lang.
Die Kneipe, war einer der bestbesuchtesten in Balingen und zwar von ca. 70% Rauchern und der Rest Nichtraucher und es haben sich seit 30 Jahren alle vertragen. Die Kneipe war gut so wie sie war. In dieser Kneipe war mein Vater schon. Er hat hart gegen das Verbot gekämpft und wurde aufs übelste beschimpft und in aller Öffentlichkeit von MILITANTEN NICHTRAUCHERN bloßgestellt und beleidigt, einschl. anonyme Anzeige wegen NICHTS. Er hatte 20-30% Umsatzeinbußen, ob das nun sein Ruin bedeutet hätte weis niemand, aber ich denke er hatte auch Rechnungen zu bezahlen und eine Familie mit 5 Kindern.
Auf jeden Fall läuft in Deutschland was ganz gewaltig schief.
Einer der den Wirt gekannt hat.

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