06.04.08 12:33 Uhr
 412
 

Potsdam: Weltpremiere des kontroversen Theaterstücks "Satanische Verse"

Die vierstündige Uraufführung eines Theaterstücks zu Salman Rushdies umstrittenen Werk "Satanische Verse", verlief ohne Zwischenfälle. Die Veranstalter im Hans-Otto-Theater in Potsdam waren für das ausverkauften Haus und für den freundschaftlichen Beifall der Besucher dankbar.

Für die Hauptdarsteller Robert Gallinowski und Tobias Rott wurden sogar Bravo-Rufe vermerkt. Nach Polizeiangaben verlief die Uraufführung ohne Protestaktionen und es lagen auch keine Gefährdungen vor. Rushdie, auf den seit langem ein Kopfgeld ausgesetzt ist, war trotz einer Einladung nicht anwesend.

Der Intendant Laufenberg zitierte als Argument gegen den Vorwurf der Provokation aus Rushdies Buch: "Die Aufgabe des Künstlers ist, das Unnennbare zu benennen, Betrug aufzudecken, Stellung zu beziehen, Auseinandersetzungen in Gang zu bringen, die Welt zu gestalten und sie am Einschlafen zu hindern."


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Theater, Potsdam, Weltpremiere, Verse, Theaterstück, Satan
Quelle: www.ln-online.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Nicenstein", "I bims" & Co.: Jugendwort 2017 wird gesucht
Russland: Religiöse Nationalisten wüten gegen Film über Zar Nikolaus II.
New York: New Museum setzt sich in Ausstellung mit Sexualität auseinander

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
06.04.2008 11:18 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der Islamrat für Deutschland stand der Theaterfassung ablehnend gegenüber und der Zentralrat der Muslime hat seine Mitglieder zu mehr Gelassenheit aufgerufen. Ob sich das auch an anderen Theatern verwirklichen lässt?
Kommentar ansehen
06.04.2008 13:06 Uhr von divadrebew
 
+7 | -3
 
ANZEIGEN
Diese "News": kommt genau eine Woche zu spät.
Schließlich fand die Uraufführung bereits am vergangenen Sonntag statt.
Kommentar ansehen
06.04.2008 16:05 Uhr von freebird
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
Geldschneiderei statt nachzudenken Da sieht man mal wieder das auf Gefühle keine Rücksicht genommen wird.

Dieses Theaterstück hätten sie sich nun wirklich sparen können.

Und ich bin ein Christ ist schon traurig alles nur wegen Geld.
Kommentar ansehen
06.04.2008 20:24 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@freebird: Hast Du´s gesehen? Ausserdem gab´s auch schon eine Menge Stücke über Jesus, die bestimmt auch ein paar Leuten nicht gepasst haben.

Rücksicht auf Gefühle kann und sollte man nehmen, wenn es um den öffentlichen Raum geht, aber ein Theaterstück muß sich ja niemand ansehen, wenn er schon vom thema her vermutet, dass es ihn in seinen Gefühlen verletzten könnte.

Das es das Stück gibt, ist wiederum Ausdruck der Freiheit in unserem Land.

Refresh |<-- <-   1-4/4   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Fußball: Superstar Neymar erhält erste Rote Karte bei Paris Saint-Germain
Lothar Matthäus will nicht mehr als Trainer arbeiten: "Habe so ein geiles Leben"
"Nicenstein", "I bims" & Co.: Jugendwort 2017 wird gesucht


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?