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Jordanien: Ehrenmord an Schwester - Mann muss für drei Monate ins Gefängnis

In Jordanien hatte ein 30 Jahre alter Mann seine Schwester erschossen, um die Familienehre wiederherzustellen. Der Mann wurde jetzt für diese Tat zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Allerdings werteten die Richter das Verbrechen nicht als Mord und begründeten dies damit, dass sich die Schwester im Vorfeld einer "gefährliche[n] Tat" schuldig gemacht habe.

Der Ehefrau und Mutter (zwei Kinder) wurde nachgesagt, dass sie für über 14 Tage "ohne Erlaubnis ihres Ehemannes" die Wohnung verlassen habe. Dabei interessierte sie sich nicht "um die Konventionen noch um das Ansehen ihrer Familie", so steht es im Urteil.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Gefängnis, Monat, Schwester, Ehrenmord, Jordanien
Quelle: www.n-tv.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.04.2008 11:18 Uhr von Talena
 
+27 | -1
 
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Wow und da heisst es, die deutsche Gerichtsbarkeit wäre zu lasch..

Ich bin nur erschrocken, wie wenig das Leben einer Frau in anderen Ländern wert zu sein scheint. Traurig
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04.04.2008 11:22 Uhr von pcsite
 
+10 | -17
 
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<Ironie> man ... und sowas will in die EU ... </Ironie
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04.04.2008 11:26 Uhr von Pinky_Gizmo
 
+15 | -2
 
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Boah: doch so lange?????
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04.04.2008 11:42 Uhr von mueppl
 
+21 | -0
 
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dann muss quasi ein Unschuldiger in den Knast Unfassbar.
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04.04.2008 12:01 Uhr von mucknog
 
+9 | -0
 
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Und die Richter? Wann müssen die ins Gefängnis?
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04.04.2008 12:20 Uhr von Mr.E Nigma
 
+10 | -0
 
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Das liest sich geradeso, als ob das Gericht ihn nur bestraft, weil sie die Frau gerne selber hingerichtet hätten !

Ihr wurde nachgesagt ... das sagt schon alles ! Was ist das für ein Land in dem üble Nachrede ohne jeglichen Beweis ausreicht um einen Mord rechtzufertigen?

Erinnert stark ans Mittelalter, ich bezichtige sie der Hexerei ...
schmeißt sie in die Schlucht, wenn sie stirbt war sie Unschuldig , wenn nicht ...verbrennt die Hexe !
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04.04.2008 12:56 Uhr von Schwertträger
 
+6 | -3
 
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@el-zein: Ehrenmord wird vereinfachend gesetzt für einen Mord, der laut Aussage der/des Täter/s geschah, um irgendeine diffuse Ehre wiederherzustellen.
Ist eine eher unglückliche Wortschöpfung in meinen Augen, aber sich darübe zu ärgern, ist es zu spät. Das Wort hat sich durchgesetzt. Ausserdem eignet es sich, um zu hetzen, weil man damit in "die" und "wir" einteilen kann.

Denn wie Du schon richtig sagst, heisst das bei uns Familiendrama und klingt viel negativer als das Wort Ehrenmord.
Dabei ist die Gesinnung dahinter in beiden Fällen die Gleiche.

Da hat uns unsere Presse selber in die Pfanne gehauen. :-)
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04.04.2008 12:59 Uhr von floh13o7
 
+8 | -0
 
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Ich bin sprachlos: "ohne Erlaubnis ihres Ehemannes" aus dem Haus gegangen und dafür erschossen!
Wie kann rausgehen höher bestraft werden als ein Mord??
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04.04.2008 13:03 Uhr von Schwertträger
 
+7 | -2
 
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Zur News an sich: Ist schon bitter, wie wenig das Leben einer frau in manchen Ländern immer noch wert ist.

Das würde ich aber weniger an der Religion festmachen (die dafür sicherlich als Rahmen und Entschuldigung herhalten muss), als an der Machokultur dort.
Das ist schrecklich bequem so für die Kerle und da die Richter auch Kerle sind, werden die alles dafür tun, dass sich daran nichts ändert.

Naja, eines Tages wird sich das auch dort ändern.
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04.04.2008 13:11 Uhr von Labtec
 
+2 | -12
 
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04.04.2008 13:41 Uhr von Irminsul
 
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schwertträger: warum unglückliche wortschöpfung...
ist sehr passend sogar.. Es gibt die verschiedensten unterteilungen beim Mord.
aus Hass, Habgier etc nach diesen Motiven wird gerichtet und wenn jmd wegen Ehre tötet ist es ein Ehrenmord, oder wäre die lieber Mord aus Ehre?

Aber du hast Recht die bösen Menschen die nicht aus Ehre töten sollten sich was schämen normale Mörder wegen ihres Motives noch zudiffamieren.
Schliesslich ist es ein ganz normaler Mord wie überall......

oder vllt nicht ?
wenn man aus einem ideologischen oder gessellschaftlichen grund tötet dann ist das sehr kritik würdig.....hmm ist sowas nicht auch mal in deutschland passiert vor 60-70 jahren ? naja egal waren ja ganz normale morde an deren ideologie sollte man keine kritik üben das wäre ja nur hetzte gegen uns deutsche und das würde unsere Ehre ja vllt nich vertragen......
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04.04.2008 13:55 Uhr von mueppl
 
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"weil sie die Familienehre beschmutzt hat". so die Begründung in der Quelle.
Was hat das mit einem Familiendrama zu tun?
Ist es ein Familiendrama "für mehrere Tage "ohne Erlaubnis ihres Ehemannes" das Haus zu verlassen." und sie dafür zu töten?
Ist es wirklich eine "gefährliche Tat", die nur mit dem Tod bestraft werden kann?

Alle die sich an dem Wort "Ehrenmord" stören, sollen die Begründungen der Richter in der Quelle lesen und nicht so eine Stuss wie Familiendrama schreiben.
Hier geht es um Ehre und um nichts weiteres.

Und ja, das Wort ist sehr passend für diese Art von Tat, da sie sehr genau die Motive wiederspiegelt.
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04.04.2008 14:09 Uhr von _BigFun_
 
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andere Länder andere Sitten nur ist es doch erschreckend, was für Sitten in manchen "pseudo zivilisierten" Ländern so herrschen.
Da frägt man sich - wo beginnt die Grenze der Menschlichkeit und wo endet der religiöse Wahn?
Für mich zeugt das ganze einfach von der vorherrschenden Menschenverachtung und der diskriminierung der Frauen in solchen Zivilisationen oder Volksgruppen.
Was wäre eigentlich, wenn dort unten eine Frau ihren Bruder ermordet, weil dieser seiner Ehefrau nicht Treu geblieben ist ?
Daist das sicher dann kein Ehrenmord - oder ? Wer von euch kennt die Sitten dieser einseitigen Moralapostel ?
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04.04.2008 14:29 Uhr von Irminsul
 
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Primera was soll totaler Quatsch sein?

Ich schreibe nur das ein Mord aus Ideologie nicht akzeptalbe ist, vor allem wenn man relogiös ist und den wert des Lebens begriffen hat.
Und das zu mindestens einige aus unserer Geschichte gelernt haben wollte ich mit dem Beispiel Deutschland vor 60-70 Jahren zu Heute eigentlich auf zeigen.

Ich weiss wirklich nicht was daran Absoluter Quark ist...
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04.04.2008 14:43 Uhr von Schwertträger
 
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@Irminsul: Ich habe noch nicht ganz verstanden, worauf Du genau hinaus möchtest.

Es passiert mir selten, aber Deinen Beitrag habe ich nicht verstanden. Könntest Du nochmal ausführlicher (und evtl. auf alternative Art) erläutern, was Du sagen wolltest?

Soll keine Kritik oder Verarschung sein, sondern nur der Hinweis darauf, dass ich´s wirklich nicht verstanden habe.







Auf den Punkt mit der Wortschöpfung kann ich aber nochmal eingehen, da dort anscheinen ich derjenige war, der es für Dich nicht verständlich ausgedrückt hat. :-)


Das Wort Ehrenmord ist ja, wenn ich mich nicht irre, eine Schöpfung der deutschsprachigen Presse. Und es wird hauptsächlich dann benutzt, wenn ein muslimischer Täter Familienangehörige, oder aber Fremde wegen Familienangehörigen tötet, um eine oft nur in seinen augen, höchstens aber eine in seinem Kulturkreis vorhandene Ehre wiederherzustellen.

Die spezielle Auslegung von Ehre, die diesen Morden zugrunde liegt, gibt es aber bei uns gar nicht (jedenfalls nicht mehr gesellschaftlich anerkannt und am stärksten in bildungsfernen Schichten).

Dieser Tatsache folgend sind diese Morde also aus deutscher (Deutschsprachiger) Sicht gar keine Ehrenmorde (Morde aus Ehrengründen), sondern Morde aus ganz normalen Beweggründen, die (wiederum aus deutscher/deutschsprachiger Sicht) lediglich unter dem Deckmantel einer angeblichen Ehre begangen werden.
Darum ist die Bezeichnung Ehrenmord eigentlich eine ironische Bezeichnung und tendenziell abwertend auf den Täterkreis gemünzt, der sie angeblich ausführt.

Unglücklich ist die Wortwahl deshalb, weil die Gegenseite (der Täterkreis, der solche Morde ausgeführt hat bzw. deren Sympathisanten) nun ganz einfach kontern können, dass wir hier im deutschen/deutschsprachigen Raum ja gar keine Ehre hätten bzw. unsere Morde nur aus niederen Beweggründen ausüben.
Demnach war diese Wortschöpfung unsererseits ein klares Eigentor.


Welche Formulierung ich bevorzugen würde?
Morde aus Idiotie? (Meinetwegen dann auch Idiotenmorde, obwohl ja keine Idioten ermordet werden, sondern Idioten die Mörder darstellen)
Morde aus Hormongründen?

Oder eines der herkömmlichen Motive, wie es hier im vorliegenden Fall zutrifft: ganz simple Eifersucht.
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04.04.2008 15:01 Uhr von mueppl
 
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@ Schwertträger : Eifersucht? Der Bruder war auf die Schwester eifersüchtig, weil diese das Haus "ohne Erlaubnis" verlassen hat?
Der Quelle ist nicht zu entnehmen, dass der Bruder das Haus nicht verlassen durfte - also worauf sollte er eifersüchtig sein?
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04.04.2008 15:03 Uhr von Irminsul
 
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Schwertträger: ".... einen Mord, der laut Aussage der/des Täter/s geschah, um irgendeine diffuse Ehre wiederherzustellen.
Ist eine eher unglückliche Wortschöpfung in meinen Augen, aber sich darübe zu ärgern, ist es zu spät. Das Wort hat sich durchgesetzt. Ausserdem eignet es sich, um zu hetzen, weil man damit in "die" und "wir" einteilen kann."

Das Wort gibt es nicht um gegen Jemand unschuldigen zu hetzen. Es ist doch viel mehr so das die ideologie die hinter einem Ehrenmord steht total daneben ist, und da ist die Abgrenzung zu denen die hinter dieser Ideologie stehen keine Hetzte oder Intoleranz oder gar Rassismus.
Die Ablehnung und die Schaffung des Wortes Ehrenmord der symbolträchtig dafür ist was in der in diesem falle jordanischen Gesellschaft falsch läuft ist für Uns eine Notwendigkeit um uns von solchen Dingen abgrenzen zukönnen. Die geringe Wertschätzung richtet sich nicht gegen den Mensch sondern gegen die Ideologie.

"Denn wie Du schon richtig sagst, heisst das bei uns Familiendrama und klingt viel negativer als das Wort Ehrenmord.
Dabei ist die Gesinnung dahinter in beiden Fällen die Gleiche."

Totale Quatsch Aussage. Bei uns heisst das nicht Familiendrama, ein Familiendrama ist zB wenn ein Vater der Job und Existenz verloren hat keine anderne Ausweg mehr sieht als den Tod und dabei seine Familie mit nimmt das ist ein Drama, aber jemanden als Strafe für sein ehrloses verhaltne zu töten hat nichts damit zutun.
Das ist Selbstjustiz für das Vergehen der Selbstverwirklichung.

Dein 1. Kommentar verharmlost eins der schlimmsten Verbrechen, ich meine damit nicht den Ehrenmord sonder die Idee aus gessellschaftlichem oder ideologischen druck töten zu dürfen, und diese Verharmlosung ist inakzeptable.
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04.04.2008 15:45 Uhr von Schwertträger
 
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@Irminsul: Was hat das EIne mit dem Anderen zu tun: Sicherlich ist die Ideologie, mit der ein sog. Ehrenmord begründet wird, total daneben.

Aber was hat das mit dem Wort zu tun?
Das Wort wurde ja nicht von denen erfunden, die dieser Ideologie anhängen, sondern von uns hier.


Und für "uns hier" ist es nicht notwendig, sich von "solchen Dingen" abgrenzen zu können, weil es da nur wenig abzugrenzen gibt.
Die Morde aus Eifersucht oder Machtverlustangst passieren auch bei uns und werden verfolgt und bestraft.
Einzig gegen das Strafmass könnte man sich abgrenzen wollen, aber auch das ist nicht notwendig, denn eine Verwechslungsgefahr mit jordanischer Rechtssprechung besteht auch ohne lautstarke Abgrenzung nicht wirklich (oder zweifelst Du daran?). Ein extra Wort dafür braucht es von daher also nicht.

Allerdings schien die gerne in Kategorien schreibende Zeitungswelt ein Wort zu brauchen, um etwas zusammenzufassen, dass nur durch die scheinheilige Begründung der Täter einen Zusammenhalt hat, in Wirklichkeit aber eine ganze Bandbreite verschiedener Motive zusammenfasst.

Das ist nicht völlig falsch, aber ich persönlich bevorzuge es eher, die Dinge beim Namen zu nennen.

Wenn also jemand seine Frau tötet, weil sie ihm nicht gehorcht und behauptet, dass er sie getötet hätte, weil sie nicht dem Bild der gehorsamen Ehefrau aus der Bibel entsprach, dann bezeichne ich das trotzdem als Eifersuchtsmord oder als Mord aus persönlichen, niederen Motiven (oder aus diffuser Verlustangst).


Zum Familiendrama:
Wenn ein Ehemann nach Hause kommt, seine Ehefrau mit jemand anderem erwischt und daraufhin sie, den Liebhaber, die Kinder und anschliessend sich selber tötet, wird das bei uns sehr wohl als Familiendrama bezeichnet. Das es auch Familiendramas aus dem von Dir beschriebenen Szenario gibt, bleibt davon ja unberührt.
Alternativ taucht bei uns dann auch korrekt die Schlagzeile Eifersuchtsmord auf, aber da das schon etwas abgedroschen ist, wird das modernere und mit noch mehr Aufmerksamkeitspotential versehen Wort Familiendrama benutzt, sobal genügend Familienmitglieder beteiligt sind, einfach, weil es mehr Auflage bringt.


>aber jemanden als Strafe für sein ehrloses verhaltne zu töten hat nichts damit zutun.<

Der Ehemann, der da jetzt drei Monate in den Bau wandert, hat ja seine Frau auch nicht für ehrloses Verhalten getötet, selbst wenn er das behauptet.
Er hat sie getötet, weil er es nicht vertragen konnte, dass sie an seinem Ruf als Gebieter kratzte und weil er nicht kontrollieren konnte, mit wem sie Umgang hatte.
Also ein ganz klassischer Eifersuchtsfall, ganz egal, welchen Anstrich das hinterher bekommt.

Deswegen benötigen wir auch keine Abgrenzung, denn in Deutschland gibt es keine gesellschaftliche Methodik, Eifersuchtsmorde in ein irgendwie geartetes, anderes Gewand zu kleiden.





Meinen Kommentar als Verbrechen zu bezeichnen, geht übrigens ein bißchen weit.
Noch dazu, wo aus meinen Sätzen im ersten Beitrag in keinster Weise herauszulesen ist, das ich irgendein Töten verharmlose.
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04.04.2008 15:52 Uhr von Schwertträger
 
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@mueppl: Wie ich Irminsul schon schrieb Eifersucht kann sich auch auf andere Menschen erstrecken, mit denen die Frau dieses Mannes jetzt Umgang hatte, ohne dass er das kontrollieren konnte.

Er war also nicht auf die Ehefrau eifersüchtig, sondern auf die imaginären Männer, denen sie auf ihren unerlaubten Streifzügen eventuell begegnen könnte. (Oder worauf sollte seine Ehrenbegründugn sonst abzielen? Die Begegnung mit anderen Frauen ist ja nicht verboten).


Aber wie ich schon erwähnte: Eifersucht ist nicht das einzig mögliche, denkbare Motiv. In Frage kommt auch noch Verlustangst (das die Frau ganz wegläuft) und Angst vor Imageverlust (der ist zu blöd, seine Frua zuhause zu halten).

Alles niedere Motive (bis auf die Verlustangst in Ausnahmefällen) nach deutschem Recht. Und keiner davon hat mit Ehre zu tun (aus deutscher Betrachtung).



Aus jordanischer Sicht könnte man also von einem Ehrenmord sprechen, obwohl die dann das Ganze wieder nicht als Mord sehen würden. Es wäre also eine Ehrentötung.

Aus deutscher Sicht ist es Mord, hat aber wiederum nicht wirklich was mit Ehre zu tun.

Der Begriff ist also unscharf und lediglich ein Schubladenbegriff für die Medien. In wie weit er Einzug in die Justiz gehalten hat, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich gehe mal nicht davon aus (allenfalls als Namensbezeichnung als "sog. Ehrenmord").
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04.04.2008 16:19 Uhr von Dr.Avalanche
 
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Motivation Familienehre: Zu einem "Ehrenmord" gehört meiner bescheidenen Meinung nach eine gehörige Portion "Schande über die Familie gebracht-"Ehre" - in unseren Gefilden ist es wohl eher meist das eigene Ego welches zu einem Familiendrama mit anschließender Zerhackstücklung der Ehegattin führt.

Schließlich gibt es bei uns ja keinen Familienrat der denjenigen auswählt der nun die "Schmach" beseitigen muss.
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04.04.2008 16:22 Uhr von Irminsul
 
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Schwertträger: ich will mich hier nicht nochmal wiederholen...
Morde aus Machtverlust und Eifersucht werden hier aber nicht mir Ehre gerechtfertigt. Die Motive mögen ahnlich sein die Rechtfertigung durch die Ideologie die hierfür die Ehre bereit hält ist das Schlimme daran.
Ich mein ist das so schwer für dich zuverstehen?
Der glaubt er hat die Ehre wiederhergestellt in dem er seine Schwester tötet und der Richter stimmt ihm dabei zu.
Das ist ein EHRENMORD ein Mord zugunsten der EHRE, ein Mord aus EHRE, kapierst du es er stellt das als sein Motive da. Und das aus Ideologischem Schwansinn heraus und so eine Einstellung öffnet Tür und Tor für jeden Blödsinn.
Und eine Gesellschaft die das so akzepziert von der gibt es einiges von dem ich mich abgrenzen will.
Und dieser grenzenlose Egoismus wird noch von einem Richter bestätigt.
In so einer Gesellschaft will ich nicht leben mit so etwas will ich nicht in Verbindung gebracht werden daher, wie kannst du nicht sehen das man sich davon so weit wie möglich abgrenzen muss?
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04.04.2008 16:23 Uhr von The_free_man
 
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Länder in denn Frauen mit Füßen getreten werden "Allerdings werteten die Richter das Verbrechen nicht als Mord und begründeten dies damit, dass sich die Schwester im Vorfeld einer "gefährliche[n] Tat" schuldig gemacht habe."

Einfach nur zum kotzen.
Und die "gefährliche Tat" war auch noch das verlassen der Wohnung.. lol..

Ich hoffe, dass Menschen mit solchen Ansichten NIE nach Deutschland kommen.
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04.04.2008 16:31 Uhr von Schwertträger
 
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@Irminsul: WER bringt DICH denn damit in Verbindung??

Ich nicht.
Sonst irgendjemand hier?

Und das Du da nicht leben möchtest, glaube ich Dir sofort.
Ich auch nicht.

Ich möchte ebenfalls nicht damit in Verbindung gebracht werden.
Aber auch das tut niemand hier (und anderswo) ernsthaft.

Abgrenzen muss ich mich doch nur, wenn Gefahr besteht mich mit etwas zu verwechseln, oder mich und mein Verhalten mit etwas in Verbindung zu bringen, wovon ich nicht möchte, dass ich damit in Verbindung gebracht werde!

Ich, Du, wir in der Bundesrebulik werden doch nicht mit Ehrenmorden in Verbindung gebracht. Was soll also die Sehnsucht nach Abgrenzung.



Was Du meinst, ist eine Verurteilung solcher Zustände.
Die war aber zu keinem Zeitpunkt strittig.
Ich verurteile sie, Du verurteilst sie, bisher alle anderen Kommentatoren verurteilen sie. DA sind wir also völlig einer Meinung.
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04.04.2008 16:39 Uhr von Schwertträger
 
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@Irminsul: Gaaanz ruhig, übrigens! :-): Du bist nahe dran beleidigend zu werden.
Dabei bist Du es, der etwas nicht versteht, und zwar meine Zeilen.

Du wiederholst Dich in der Tat, bewegst Dich aber dabei völlig an dem vorbei, was ich geschrieben habe.


Es ging in meinem Beitrag um eine Antwort auf eine Frage eines vorigen Kommentators und alleine um den Begriff "Ehrenmord".


Und nur, weil jemand behauptet, er hätte den Mord aus Gründen der Ehre ausgeführt, wird daraus noch lange kein Ehrenmord.
DAS ist etwas, was Du nicht begreifen möchtest.

Auch wenn das jordanische Gericht diese Entschuldigung als tatmildernd anerkennt, wird daraus noch kein Ehrenmord.

Das Wort Ehrenmord existiert in Jordanien gar nicht!!


Und ich sage es nochmal, der Mord wurde NICHT wegen der Ehre begangen, sondern allenfalls wegen einer VERMEINTLICHEN EHRE. Das ist ein Riesenunterschied.


Was wir also verurteilen müssen, ist ein Staatsrecht, dass Morde aus niederen Bewegründen mit Hinsicht auf eine bequeme Kulturmarotte als halbwegs legitim durchgehen lässt.


Hier in Deutschland können wir den Mord aber klar als das bezeichnen, was er IST, nämlich einer aus niederen Beweggründen.
Ich sag´s nochmal "Ehrenmord" als Wort ist eine deutsche Erfindung.

Und nur um dieses Wort geht es in meinem Beitrag.




Ich möchte übrigens nicht, dass Du noch einmal meine Beiträge im Zusammenhang mit dem Wort Verbrechen benutzt, okay?!
Ich denke, darauf können wir uns einigen, oder?
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04.04.2008 16:52 Uhr von herrderdinge
 
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@schwertträger: mensch, jetzt lass es doch mal gut sein.
Jeder hier weiß was gemeint ist mit Ehrenmord!!!!!!!!!!

Schreibe doch ne Doktorarbeit über den Begriff, haha.

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