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Olympia: Bei Protest droht deutschen Athleten Ausschluss

Deutschen Olympiateilnehmern droht laut Aussagen des deutschen IOC-Mitglieds Walther Tröger ein Ausschluss von den Spielen, falls diese das Medienspektakel des Wettbewerbs für etwaige Proteste gegen die chinesische Tibet-Politik nutzen sollten.

"Wer in gekennzeichneten Bereichen gegen das Verbot unzulässiger Werbung oder Propaganda verstößt, kann unverzüglich und nach Prüfung des Einzelfalls ausgeschlossen werden", gab Tröger in der "Fankfurter Neuen Presse" bekannt.

Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, reagierte empört über die Aussagen Trögers, der seit 1989 Mitglied des IOC ist. Als einen "Einschüchterungsversuch für mündige Athletinnen und Athleten und den Versuch, ihnen ihre Bürgerrechte zu nehmen", wertete die Politikerin Trögers Ankündigungen.


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WebReporter: timjonas
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Deutsch, Olympia, Protest, Olymp, Ausschluss
Quelle: www.fr-online.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.04.2008 17:27 Uhr von hathkul
 
+20 | -0
 
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So ist das eben: Die Veranstalter haben die totale Kontrolle über die Sportler, auch bei einem Zweitlegisten-Spiel kann kein Spieler einfach ein eigenes T-Shirt anziehen oder Parolen skandieren vor den Kameras. Die Sportler sind wie Aufziehpuppen die zu funktionieren haben, persönliche Äusserungen können sie dann in Fernsehinterviews machen, ausserhalb der "Dienstzeiten", und die ist geht für Sportler bei der Olympiade von Anfang bis zum Ende ! Also : Protestieren dürfen sie, aber erst wenn sie aus dem olympischen Dorf raus sind. Die Chinesen würden auch nichts anderes zulassen, keine Sendung wird direkt live ausgestrahlt sondern mit 60 Sekunden verzögerung um sofort auf andere Kameraus umschalten zu können. Der Protest würde also sowieso nicht in den Medien erscheinen. Schöne neue Welt ;-)
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03.04.2008 17:31 Uhr von :raven:
 
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Soviel zur Meinungsfreiheit! Jetzt massen sich schon Sportfunktionäre wie Walther Tröger Dinge an, die man eigentlich der Politik überlassen sollte.
Nicht das ich viel für Politiker übrig habe, aber das ist ja echt gewagt.

Wenn Sportler von sich aus Olympia boykottieren würden... das hätte Stil!
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03.04.2008 17:38 Uhr von Darth_Puller
 
+20 | -1
 
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Boykott geht nicht: Man bedenke doch nur mal wie viel Geld den Medienkonzernen ohne Olympiawerbung durch die Lappen gehen wüde.

Die früheren Werte der Olympischen Spiele zählen doch heute überhaupt nichts mehr. Die alten Griechen drehen sich wahrscheinlich nicht im Grabe um, sie rotieren.
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03.04.2008 17:46 Uhr von psychokind123
 
+22 | -3
 
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Es reicht! Wer JETZT noch Olympia anschaut und als Sportler nicht freiwillig aussteigt, kann gleich ein riesen Plakat mit der Aufschrift "Menschenrechte" machen, es anzünden und dabei brennend tanzen.
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03.04.2008 18:14 Uhr von Mi-Ka
 
+2 | -4
 
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hathkul, das darf der Fussballer nicht.

Ich habe eine Diskussionsrunde mti ihm gehört.
Es ist nun mal so, dass in der Wettkampfarena laut Satzung keine Werbung gemacht werden kann aber ausserhalb auf alle Fälle. Darauf hat er mehrfach hingewiesen und er hat noch angemerkt, dass, wenn ein Sportler sein Wettbewerb abgeleistet hat, sowieso nicht mehr sanktioniert werden kann.

Er hat sich also absolut nicht gegen die freie Meinungsäusserung oder Protest.
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03.04.2008 18:36 Uhr von Ramius
 
+12 | -3
 
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@psychokind123: *ein-riesen-plakat-wo-"menschenrechte"-draufsteht- anzünd-und-dabei-brennend-tanz*

ich finde das diese ganze sache mit china-boykott von den medien hochgespielt wird.
wer meint diese ganze geschichte boykotieren zu müssen kann das von mir aus tun,
wer aber meint nicht aus empörung und mitleid mit dem dalai-lama zu protestieren sondern weil das gerade IN und angesagt ist, sowie es bei einigen menschen gerade aussieht, kann seine menschenrechte in die tonne schmeißen und ist ein mitläufer.

in afrika gibts schon seit jahrzehnten (jahrhunderten??) keine menschenrechte, juckt aber keinen menschen hier.
aber wieso gerade china plötzlich ins rampenlicht rückt verstehe ich nicht.

Wahrscheinlich fühlt man sich von China/indien bedroht, da die ganzen großen firmen in diese richtung abwandern.

ich kann mir gut vorstellen wie einige hier denken:
"pff zwar haben die in china einen richtigen wirtschafts-boom, dafür haben wir aber die menschrechte" :D :D :D
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03.04.2008 19:18 Uhr von Hebalo10
 
+3 | -0
 
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@Darth_Puller, "Die früheren Werte der Olympischen Spiele zählen doch heute überhaupt nichts mehr. Die alten Griechen drehen sich wahrscheinlich nicht im Grabe um, sie rotieren."

Früher waren die Spiele auch "nur" für ein paar Athleten, welche vor einer überschaubaren Menge an Zuschauern um Lorbeer kämpften.
Der Amateurstatus ist inzwischen schon lange abgeschafft, tausende Sportler haben in der heute zeitgleich die gesamte Welt als Publikum.
Vorbereitung, Ausführung, die gesamte Logistik - alles ist ein gewaltiges Spektakel und ohne Geld überhaupt nicht vorstellbar.

Du, ich, wir alle wollen perfekte Spiele sehen, ohne uns als Zuschauer könnten sich die Veranstalter alles an die Backe schmieren.
Nur wir sind der Grund, dass alles kommerzialisiert wird, ohne die heutige Masse an Zuschauern würden die Sportler noch heute um den Lorbeerzweig kämpfen.
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03.04.2008 19:19 Uhr von Peacem4ker
 
+4 | -0
 
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@Ogino: Die USA ;)

Kann mich den meißten meiner Vorredner nur anschließen. Die Spiele in Peking sind nicht anderes als die Spiele 1936. Damit soll die Weltöffentlichkeit beruhigt werden, das alles in Ordnung ist und das ein total freundlicher, offener Staat ist. Und das schlimme ist: Es wird wieder funktionieren, So wie bei Deutschland, und später bei den Russen und Amerikanern.

Das einzige was helfen würde: KOMPLETTER Boykott aller Sportarten und auch der Fernsehanstalten. Die Chinesen würden nämlich auch alleine die Spiele durchziehen um hinterher damit zu werben 650 Gold, Silber- und Bronzemedallien geholt zu haben.
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03.04.2008 20:08 Uhr von scuba1
 
+4 | -0
 
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Olympia: Die Sportler sind in einer Zwickmühle, meiner Meinung nach denn sie bereiten sich jahrelang auf diesen Höhepunkt in ihrer Karriere vor.
Hier hat ganz einfach die Politik versagt wie schon in vielen anderen Bereichen.
Außerdem hat die chinesische Führung diesen Zeitpunkt bewußt gewählt um in Tibet Terror zu machen denn die wenigsten Staaten werden den Spielen fernbleiben.
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03.04.2008 20:17 Uhr von psychokind123
 
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@Ramius: Natürlich juckts in Afrika keine Sau, die sind auch keine ernstzunehmende Großmacht gegen die es wenig Gelegenheiten gibt zu zeigen, dass man nicht alles mit sich machen lässt...
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03.04.2008 20:23 Uhr von Eckstein1879
 
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Wie wahr: Peacemaker triffts auf den Punkt ;-D.
Es wird wiederfunkionieren, echt hart das man das im selben zug mit Tibet bringen kann
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03.04.2008 21:25 Uhr von diehard84
 
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was wäre wenn alle teilnehmer sich kritisch über die tibet politik äussern würden?

macht china dann allein olympia?...

ich finde das ganze ist jetzt schon die totale farce...
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03.04.2008 21:47 Uhr von aaargh
 
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Olympia ist ein Sportwettkampf Die Olympiade ist für mich in erster Linie ein sportlicher Wettkampf. Proteste oder Boykottaufrufe aus politischen Grunden sind daher IMHO absolut unangebracht. Ein Protest oder eine Zeichensetzung wäre gewesen, wenn das IOC sich schlicht geweigert hätte, die Bewerbung Chinas überhaupt anzunehmen oder die Bewerbung aufgrund der politischen Lage dort nicht weiter zu beachten - aber sogar das ist schwierig, da es sich - wie gesagt - um eine SPORTveranstaltung handelt.

Eine jetzt noch machbare Möglichkeit des Protestes wäre, den medialen Zirkus auf ein Minimum zu beschränken. Also die Ergebnisse bekanntzugeben, aber viel mehr auch nicht. Die Werbeverträge zu canceln wäre auch eine Protestmöglichkeit usw. usf. Diese Art des Protestes würde VIEL mehr wehtun als irgend so ein lächerliches Boykott.

Der Austragungsort ist aus jetziger Sicht unglücklich gewählt, allerdings war bei der Wahlentscheidung der Tibetkonflikt noch nicht in dieser Form da.

Jetzt versuchen, die Olympiade zu boykottieren ist unfair den Sportlern gegenüber, denn die Olympiade ist ein SPORTwettkampf und kein politisches Aushängeschild.

Natürlich wird China versuchen, die Olympiade politisch auszuschlachten. Nur dies kann - und sollte - weltweit schlicht nicht für voll genommen werden.

Übrigens: Olympia ist mir absolut egal, genauso wie irgendwelche WMs oder EMs. Wegen mir kann das auch auf dem Mars stattfinden. Mich interessiert auch kein Fußball oder sonstige Sportveranstaltungen. Ganz im Gegenteil, mich nervt, dass dem Profisport ein so großer Stellenwert in der Berichterstattung eingeräumt wird (und dass sich tatsächlich auch noch so viele Leute dafür interessieren!).
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03.04.2008 21:52 Uhr von diehard84
 
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olympia 2008 in china ist fast wie olympia 1936 in berlin...man versucht der welt ein bild von sich selbst zu vermitteln / vorzugaukeln welches beim besten willen nicht der realität entspricht...nur mit dem unterschied das es ´36 geklappt hat :/
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03.04.2008 23:10 Uhr von meisterthomas
 
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Olympia, oder zum Teufel mit der Moral: Wem sollen wir feiern die Helden oder ihre Henker?

diehard84, gut erkannt!
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04.04.2008 11:13 Uhr von flokiel1991
 
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Das: Mit den Chinesen in Tibet erinnert mich an uns mit den Nazis. Einerseits passiert villeicht bald Holakaust Nr. 2 andernfalls was ist der Große unterschied zwischen aufruf zum Umsturz und Volksverhetzung. Nur , dass das eine von den Chinesen benutzt wird das andere von den Deutschen und beides Richtet sich gegen den Staat.
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04.04.2008 13:20 Uhr von Anywish
 
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Tolle Einstellung: Menschen werden im Tibet von der chin. Armee abgeschlachtet, und den Athleten wird gedroht, wenn sie nicht fröhlich wegschauen, werden sie heimgeschickt.

Ich bin für einen Olympia-Boykott - kein Land sollte seine Athleten in ein Land schicken, wo Menschenrechte laufend ignoriert werden.
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04.04.2008 14:43 Uhr von hudiblibu
 
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Wo das Geld regiert da hören Mitmenschlichkeit und Solidatität auf!
Da alle Sportfunktionäre und die teilnehmenden Sportler von Sponsoren großzügig ´unterstützt´ werden und auch sonst das große Verdienen nicht in der Währung Moral und Gewissen abgerechnet stattfindet, wird man vergeblich darauf warten und hoffen, daß irgendwelchen Protesten Seitens der Großverdiener gegenüber der menschenverachtenden Politik Chinas Ausdruck verliehen wird.
Ich werde mir diese ´Spiele´ nicht ansehen, und zwar konsequent.
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04.04.2008 15:48 Uhr von kuddlepie
 
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Spiele kurzfristig nach Athen verlegen. Das funktioniert nicht mit China, war eine Fehlentscheidung. Da muessen Koepfe rollen, wer das wieder versaut hat. Wahrscheinlich sind Bestechnugsgelder geflossen, damit die Spiele nach China gehen.
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04.04.2008 19:54 Uhr von bmaw09
 
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Das: IOC hätte die Spiel gar nicht erst nach China vergeben dürfen.
Die Einschüchterungsversuche des Herrn Tröger finde ich abscheulich. Wenn die Sportler nicht alle auf dieses Ereignis hingearbeitet hätten würde ich sagen bleibt alle zu Haus. Laßt doch die Offiziellen alleine nach China fahren. Frau Roth hat Recht
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05.04.2008 09:44 Uhr von LordOfThunder
 
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@darth puller: "Die alten Griechen drehen sich wahrscheinlich nicht im Grabe um, sie rotieren."

Was eine Erklärung für das hier wäre:

http://tinyurl.com/... (Artikel Süddeutsche)

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