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Update: Ärztekammer stimmt Kölner Studie zu - Kassenpatienten warten länger

Die Bundesärztekammer hat eingeräumt, dass gesetzlich versicherte Patienten unter einer verzögerten Terminvergabe zu leiden haben. Zuvor wurde bereits nachgewiesen, dass Kassenpatienten längere Wartezeiten erdulden müssen, als Privatpatienten.

Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Ärztekammer, hat dies in Berlin verlauten lassen. Unterdessen hat das Bundesgesundheitsministerium verkündet, dass bereits die ersten Kassen selbst für kürzere Wartezeiten ihrer Versicherten sorgen würden und Termine selbst vereinbaren.

Die Universität Köln hatte zuvor eine Studie veröffentlicht, die besagte, dass Kassenpatienten eine bis zu drei Mal längere Wartezeit auf Facharzttermine haben würden als Privatpatienten (sn hat berichtet).


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WebReporter: borgir
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Köln, Update, Arzt, Kasse, Kassenpatient, Ärztekammer
Quelle: www.idowa.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.04.2008 14:25 Uhr von heinolds
 
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jeder der einen Termin benötigt: wird doch schon am Telefon gefragt:

"Sind Sie privat versichert, oder bist Du bei der AOK?"
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01.04.2008 14:45 Uhr von Wolfface
 
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Es ist schon: heftig, was man als Privatpatient teilweise fuer Vorteile hat.
"Wie, Sie haben keinen Termin frei?"
"Nee, erst naechste Woche wieder"
"Aber ich bin doch Privatpatient."
"Warum sagen Sie das nicht gleich?"

Auch abseits dieser Terminvorteile sind Vorteile wie Recht auf Einzelzimmer (was ein Luxus) und Recht auf Chefarztbehandlung ziemlich auffaellig.
Das Recht auf Chefarztbehandlung hat mir im Uebrigen vermutlich meinen Daumen gerettet. Es sind also nicht nur profane Annehmlichkeiten, sondern teilweise gravierende medizinische Vorteile.
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01.04.2008 15:48 Uhr von Oberhenne1980
 
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@ Wolfface: Den Chefarzt bekommst Du auch bei den gesetzlichen. Natürlich nicht beim niedrigsten Tarif. Wie es beim Einzelzimmer ist weiss ich nicht, ich war noch nie über Nacht im im Krankenhaus.
Das mit den längeren Wartezeiten kann ich allerdings auch für den Allgemeinarzt (Hausarzt) bestätigen. Da hat man um 17.00 einen Termin und wartet dann doch anderhalb Stunden im Wartezimmer und liest sich einen jahrealten SPIEGEL durch.

Das Problem liegt aber m.E. nicht zwingend in den Kassenunterschieden, sondern in der teils verweichlichten Gesellschaft.
Ich gehe nie zum Arzt (hier der Hausarzt bzw. Allgemeinmedizinter), wenn es nicht zwingend nötig ist und meistens sehe ich in den Wartezimmern Menschen, die eigentlich nur Schnupfen, Husten oder sich in den Finger geschnitten haben. Na gut, meinetwegen auch die Hand verstaucht. Aber deshalb gleich zum Arzt?
Früher hat´s ne heisse Zitrone und ein Eisbeutel getan.
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01.04.2008 17:00 Uhr von Enryu
 
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heutzutage: heutzutage braucht man aber vom arzt auch eine bescheinigung dass man eben krank ist :D

ehrlichgesagt könnte ein automat 70-80 prozent der arbeit eines hausarztes übernehmen da sie in den fällen jediglich die selben medikamente herausgeben. ( Keine kritik oder dergleichen es ist halt so)
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01.04.2008 18:01 Uhr von mfgnemesis
 
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@Enryu: ist richtig.... aber manche übertreiben es doch gewaltig. Mich hat es gerade nach fast 2-3 Jahren ein wenig erwischt - und was ist? ich sitz im Büro, trinke den ganzen Tag Tee und mampfe Obst und Gemüse. Passt schon. ich brauch wegen sowas keinen Doc.
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01.04.2008 18:07 Uhr von Oberhenne1980
 
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eben das ist ja meine Rede!

wegen jedem pipifax wird gleich zum arzt gerannt.
natürlich auch mit den lieben kleinen.
haben zwar nur einen schnupfen, aber besser mal medikamente von arzt besorgen.
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01.04.2008 18:36 Uhr von Elessar_CH
 
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Als Schüler verstauchst du dir den Fuss: Wenn du kein Arztzeugnis hast zwingt dich der Lehrer trotzdem mitzuturnen (je nach Lehrer). Von dem her ging ich zu Schulzeit auch mal zum Arzt wegen ner Verstauchung. Aber halt nur wegen dem ärztlichen Zeugnis.
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01.04.2008 19:37 Uhr von cookies
 
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ab und an muss es schneller gehen! Vor 3 Jahren sollte ich wegen akuter Schmerzen zu einer Darmspiegelung. Der früheste in Köln machbare Termin wäre 3 Monate später gewesen, da falsch versichert. Im Krebsfalle wäre dies mein Todesurteil gewesen. Bin ich froh, dass
1. es kein Krebs war
2. ich ins heimische BaWü gefahren bin und dort innerhalb von 2 Tagen einen Termin bekam!

In diesen Fällen kotze ich auf die Zweiklassenmedizin!
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01.04.2008 20:12 Uhr von meisterthomas
 
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Die Früchte der Reformen: sind steigende Beiträge und sinkende Leistungen.
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02.04.2008 08:13 Uhr von DJCray
 
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@Oberhenne1980: Ahja...

Dein Zitat
..."Das Problem liegt aber m.E. nicht zwingend in den Kassenunterschieden, sondern in der teils verweichlichten Gesellschaft.
Ich gehe nie zum Arzt (hier der Hausarzt bzw. Allgemeinmedizinter), wenn es nicht zwingend nötig ist und meistens sehe ich in den Wartezimmern Menschen, die eigentlich nur Schnupfen, Husten oder sich in den Finger geschnitten haben. Na gut, meinetwegen auch die Hand verstaucht. Aber deshalb gleich zum Arzt?
Früher hat´s ne heisse Zitrone und ein Eisbeutel getan"...

Also die Gesellschaft ist verweichlicht soso...

Und Du siehst mit Deinem Röntgenblick natürlich sofort, was der Wartende für Leiden hat.

Dich sollte man als Arzt einstellen. Vor allem für Knochenbrüche um sich das Röntengerät zu sparen.

Du zahlst also immer freiwillig 10 EUR Quartalsgebühr plus 5-10 EUR an Medikamente und opferst Deine Zeit in einer vollen Praxis wegen einem Schnupfen?

Wer ist denn so blöd??? Keiner. Zum Arzt gehen vielleicht noch Hypochonder, die glauben Krank zu sein.

Aber ob Du es glaubst oder nicht: Auch die sind krank und werden zu einem Psychologen überwiesen.

Auch der Arbeitgeber zwingt mich (schon bei einem Tag Krankheit) zum Arzt zu gehen und eine Krankmeldung zu holen?

Du meinst wir sind dran schuld?

JA!!!

Aber nicht weil wir zum Arzt gehen, sondern weil wir uns diese Vorschriften gefallen lassen.
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02.04.2008 11:45 Uhr von Summersunset
 
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es ist doch zu erwarten und logisch: Wenn jemand mehr zahlt als ein anderer, dann müssen dabei schon ein paar Vorteile rausspringen.

Was mich interessieren würde,sind die Wartezeiten an sich schlimm und zu lange (im internationalen Vergleich) oder ist es nur schlimm, dass ein Privatpatient schneller drankommt.

So in der Art "Alle Patienten müssen auf einen Hörtest sechs Tage warten, das ist nicht lange im internationalen Vergleich" oder "Ein Kassenpatient muss sechs Tage auf einen Hörtest warten, ein Privatpatient nur zwei. Unglaublich!"

Frei nach Eckart von Hirschhausen; Es ist egal wieviel man selber hat, hauptsache der andere hat nicht mehr.
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02.04.2008 21:27 Uhr von Mediacontroll
 
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Wieso meckert ihr denn ?? In meiner Region gibt es Praxen die haben 2 Tage die Woche nur für Privatversicherer geöffnet. Das ist gang und gebe und schon seit Jahren!!!

Natürlich kommt hier die These hoch, ach der Depp zahlt eh Bar das wegen kommt er eher dran als andere..

Also

1. Wer selbst zahlt bekommt eine sehr gute Behandlung
a) Weil er die Behandlung selbst bestimmt, daher kein Druck der Gesetzlichen oder sonstige Vereinigungen.
b) Mann DARF als Arzt, Arzt sein... und nicht wie bei Kassenpatienten, nur Überweißer oder der Vermittler von Krankenkassen vorgegebenen Schmerzmitteln. (Krankenkasse z.B. AOK verdient Geld an Verkauf von Sandozprodukten!!! Und Ärzte bekommen vom Kapital auch etwas von der Krankenkasse zugeschickt leider!!!)

Seid mal ehrlich hat jemand seit einigen Jahren mal ein Antibiotikum GESPRITZT bekommen ??

Heute bekommen dies noch nicht mal die Herren, die beim Urologen rat suchen.
Laut Krankenkasse wird erst eine Kur mit "günstigeren" gesünderen Medikamenten verschrieben und falls diese nichts bewirkt, geht eben der Wirkstoff etwas höher und etwas höher bis irgendwann dann endlich vielleicht die Spritze vom Arzt als letzte Lösung vorgesehen ist. Bis dahin hat man so viele Antibiotiker verschwendet und den Körper belastet, schneller gehts mit einer Drei Wochenkur beim Arzt. Allerdings saftig saftig TEUER für die Krankenkasse

Kassenpatienten tun mir sehr leid ! Die haben eben kein Bestimmungsrecht, wenn es um ihre Gesundheit geht. Das Recht der Krankenkassen steht über jedes der Patienten.

Also die Frage : WOZU PFLICHT??? Systemwechsel muss her..

http://www.fdp-kempten.de/... ????
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03.04.2008 18:06 Uhr von Darth_Puller
 
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Unglaublich: Das erklärt jetzt aich warum mein Hautarzt ein eigenes Wartezimmer für Privatpatienten hat.
Als ich einen (Privat versichtern) Freund dorthin begleitet habe war ich äußerst beeindruckt, Ledersofas, Plasmafernseher an der Wand. und nur 2 Patienten vor ihm. Wartezeit ca 15 min.(Gemeinschaftspraxis)

Als ich jedoch für mich selbst einen Termin brauchte (Kassenpatient) habe ich darauf 3 Wochen gewartet, und durfte dann im Wartezimmer für Kassenpatienten Platz nehmen.
Plastikstühle, die oben erwähnten alten Zeitschriften, und Wartezeit von 3,5 Stunden.

Na ja, alle Menschen sind gleich, aber einige sind gleicher..

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