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Gerichtsurteil: Keine zwangsweise Umgangspflicht für Eltern

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat entschieden, dass Eltern nicht gezwungen werden dürfen, Umgang mit ihren Kindern haben müssen, wenn sie es nicht wollen. Zwar besäßen Kinder einen Anspruch auf Umgang mit ihren Eltern, dies dürfe jedoch nicht durch Zwang erreicht werden.

Der Vater eines Sohnes weigerte sich, Kontakt mit seinem Sohn zu pflegen. Das Oberlandesgerichts Brandenburg drohte die Durchführung des Besuches des Vaters gegen ein Zwangsgeld bis zu einer Höhe von 25.000 Euro. Das Kind entstamme einem Seitensprung des Mannes.

Nun bekam der Mann vor Gericht Recht. Nur wenn der Umgang dem Wohl des Kindes diene, seien in Ausnahmefällen derartige Schritte möglich, so das Gericht.


WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Eltern, Gerichtsurteil, Umgang
Quelle: www.n-tv.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.04.2008 12:16 Uhr von Bokaj
 
+7 | -7
 
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Traurig , dass ein Vater sich nicht um sein Kind kümmern will. Er muss es ja nicht täglich sehen, aber mindesterns einmal im viertel Jahr muss es doch möglich sein, dass man sich um sein Kind kümmert, auch wenn man es nicht gewollt hat. Er hat ja auch mit der Frau geschlafen und nicht mit einem Kondom verhütet. :-((
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01.04.2008 12:44 Uhr von Bokaj
 
+4 | -5
 
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Traurig ist es trotzdem für das Kind :-((: Klar, es ist besser, wenn er es nicht sieht, bevor er dem Kind ständig zeigt, dass es ungewolt ist.
Aber das man das seinem Kind überhaupt antun kann, geht in meinem Kopfnicht rein.
Aber es gibt ja sogar Eltern, die ihre Kinder töten.
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01.04.2008 13:18 Uhr von Bokaj
 
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Ihr (Minus-Zeichen-Vergeber) findet es also in Ordnung, dass man sich nicht um sein Kind kümmert. An das Kind denkt niemand.
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01.04.2008 14:32 Uhr von Noseman
 
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@ bokaj: Ich hab Dir jetzt überall Plusse gegeben, weil Du das Kindeswohl im Auge hast.
Gegen das Urteil an sich hast Du ja gar nix gesagt; ich nehme mal an, die Minusverteiler waren mal wieder zu blöd zum lesen.

Ich bin aber trotzdem im Endergebnis nicht Deiner Meinung.
Das Kind stammt aus einem Seitensprung, der Kindesvater hat also bereits eine Familie. Möglicherweise sogar mehrere Kinder.

Und deren Wohl muss natürlich auch bedacht und abgewogen werden.
Deswegen kann ich den Kindesvater teilweise verstehen:
Nicht, dass es überhaupt erst soweit kam. Aber dass er möglicherweise im Interesse seiner bestehenden Familie handelt und einen Schlußstrich ziehen will.

Immerhin zahlt er ja wenigstens Unterhalt; das kann man nicht von jedem Elternteil behaupten.

Und: Beide Sexpartner sind zur Verhütung verpflichtet, wenn sie keine Kinder wollen. Aber wenn der Mann partout keinen kontakt mehr haben will, Alimente zahlt und die Kindesmutter dennoch auf Kontakt besteht, dann erweckt das bei mir den Verdacht, dass sie das Kind nur benutzen will, um den (Blöd-) Mann an sich zu binden.

Das Kindeswohl scheint der Klägerin jedenfalls nicht am Herzen zu liegen. Ich würde niemals mein Kind jemanden zum Umgang überlassen, der es gar nicht sehen will.
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01.04.2008 15:19 Uhr von Bokaj
 
+1 | -2
 
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@Nosemann: Das muss nicht so sein. Vielleicht will die Mutter ja wirklich nur das Beste für ihr Kind, nämlich ein Vater, der sich auch kümmert. Wir wissen natürlich nichts, über das Verhältnis der Beiden, aber gleich annehmen, dass die Mutter den Mann nur abstrafen will, ist auch falsch.
Dieses Kind ist genauso sein Kind, wie seine anderen. Es sind Geschwister, wenn auch nur Halbgeschwister. Nehmen wir mal an, die ehemalige Geliebte ist eine vernünftige Frau und hat keine anderen Interessen mehr an diesen Man, außer dass er der Vater ihres Kindes ist, der sich mehr kümmern soll. Dann sollte es doch möglich sein, das Kind als weiteres Kind anzunehmen. Natürlich müssen da alle mitspielen, auch seine Ehefrau. Aber einem Kind zur Liebe sollte es doch möglich sein.
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01.04.2008 15:56 Uhr von Noseman
 
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Möglich ist alles: Aber das ist doch recht unwahrscheinlich. Mit einem Gerichtsurteil kann man den Mann nicht zwingen, sein Kind zu lieben.

Du hast ja recht, eigentlich sollte es erwachsenen Menschen möglich sein, das auf eine Art und weise zu regeln, dass das Kind, was ja nun gar nix dafür kann, einigermassen klar kommen kann,

Aber so ist es halt nicht. Es ist eine Wahl zwischen einem Übel und einem kleineren Übel. Und aufgrund der spärlichen Informationen hätte ich deswegen genauso geurteilt, wie das Urteil ausfiel. Und ich vertraue den Richtern hier mal, die ja Profis sind und alle Fakten kennen, dass die schon wissen, was sie taten.
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01.04.2008 16:18 Uhr von Bokaj
 
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@Noseman: Stimmt schon, ein Richter kann das nicht erzwingen. Aber die Erwachsenen sollten es so klären, dass es den Kindern gut damit geht.
Ich kenne leider einige Scheidungsfälle, wo die Kinder nur als Mittel zum Zweck dienen. Jeder denkt nur an sich und die Kinder leiden.
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01.04.2008 21:04 Uhr von jsbach
 
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Und wieder einmal: Wer bleibt auf der Strecke? Die unschuldigen Kinder , die für den Minutenspaß nicht mehr existent sein sollen?
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01.04.2008 21:10 Uhr von Tong
 
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Grundsätzlich richtig: Das Urteil kann ich verstehen, die Intension des Gerichts ist richtig.

"Der Widerwille des Vaters, seinen Sohn zu sehen, werde vom Kind als Ablehnung seiner Person empfunden. "Dies birgt die große Gefahr, dass das Selbstwertgefühl des Kindes Schaden nimmt", heißt es in der Entscheidung.

Aber ohne den Fall genauer zu kennen, ich könnte mir nicht vorstellen ein Kind leiden zu lassen, nur weil es nicht von mir ist. Der tägliche Umgang und die erlebte Zuneigung zu dem Kind wären für mich wichtiger als irgend welche Gene. So wie ich das verstehe, fühlte sich der Kläger ja fünf Jahre als Vater des Jungen.

Wie auch immer Verlieren sind bei solchen Fällen nur die unschuldigen Kinder.
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01.04.2008 21:18 Uhr von Noseman
 
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@ jsbach: Was schlägst Du denn alternativ vor?

Nur noch Sex innerhalb einer vor Gott geschlossenen Ehe?

Da funktioniert nunmal nicht. Niemand (außer Gott) kann sich die Menschen so stricken, wie er es gerne hätte.

Und daher nehme ich mal an, dass es

a) gut findet, wenn Leute ohne priesterlichen Segen poppen

oder wahrscheinlich

b) dass es gar keinen Gott gibt, zumindest so keinen sexfeindlichen, tyrannischen und grausamen wie den der Bibel und des Korans.
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02.04.2008 10:01 Uhr von Bokaj
 
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Ehefrau erpresst ihren Mann: Laut unserer Tageszeitung soll die Ehefrau der Grund dafür sein, dass er keinen Kontakt zu seinem unehelichen Sohn hält. Sie hat es ihm unter Androhung der Trennung verboten.
Finde ich traurig, wie kann man von einem Menschen verlangen, sein Kind nicht zu sehen. Ich denke, das Ehepaar gehört in eine Therapie.
Ob der Mann nur der Ehefrau gehorcht oder ob er selber auch keinen Kontakt will, war aber dem Artikel jetzt nicht zu entnehmen.

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