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Ebay: Es werden immer mehr Privatanbieter abgemahnt

Verkäufer bei Ebay sind für Anwälte ein gute Einnahmequelle. Wegen angeblicher Formfehler schicken sie Abmahnungen mit hohen Anwaltskosten an die Verkäufer. Privatleute, die bei Ebay etwas verkaufen, werden jetzt auch immer öfters von Abmahnanwälten angeschrieben.

In Rostock arbeitet Johannes Richard, er ist Fachanwalt für den Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes. Er bekommt immer mehr solcher Abmahn-Fälle, er sagt: "Ebay steht extrem im Fokus der Abmahner - weil es so einfach ist. Dort kann jeder Verkäufer werden, auch wenn er keine Ahnung hat."

Man gilt schon als gewerblicher Verkäufer, wenn man innerhalb von zwei Monaten 40 Gegenstände verkauft hat. Ab da muss man bestimmte Regeln einhalten, von denen Privatpersonen normalerweise keine Ahnung haben.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: eBay
Quelle: www.welt.de

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72 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2008 16:55 Uhr von ThinkingMan
 
+40 | -13
 
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ebay hat schon einige Existenzen gekostet: Die gewerblichen Anbieter bei eBay sind derart dumm dass sie sich gegenseitig immer mehr unterbieten, daran zugrunde gehen und den Markt kaputt hinterlassen. Die Menschen glauben heutzutage wirklich noch, ebay sei eine Goldgrube wo sie ihren nagelneuen MP3-Player oder was auch immer grundsätzlich 60% billiger als im Laden bekommen.
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30.03.2008 17:13 Uhr von KillA SharK
 
+76 | -3
 
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nicht zahlen! die Abmahnmafia funktioniert nur deswegen, weil der Grossteil der Leute sofort die Hose voll hat, sobald eine Abhmahnung ins Haus flattert. Rechtsschutzversicherung kontaktieren und dann zum Anwalt, ggf Gegenklage einreichen. Sobald die merken, das da ein Verfahren droht, geben die meistens ganz schnell klein bei.
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30.03.2008 17:15 Uhr von jjhobbytrader
 
+33 | -7
 
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ebay vernichtet Arbeitsplätze: Vom Ursrung war ebay mal ne gute Sache, aber mittlerweile ist der Handel darüber so ausgeartet, daß sogar Arbeitplätze im deutschen einzelhandel dadurch verloren gegangen sind. Leidlich nur, daß jetzt die Schmarozer unserer Gesellschaft, sogenannte Rechtsanwälte davon profitieren, indem sie jedem kleinen Anbieter das Leben schwer machen.
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30.03.2008 17:16 Uhr von SiggiSorglos
 
+21 | -3
 
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genau, ThinkingMan: aus dem Grund hab ich ebay so gut wie den Rücken gekehrt... ab und an mal was gucken.... aber ersteigert hab ich schon lange nichts mehr... verkauft erst recht nicht. Besonders bei diesen "gewerblichen" wurde ich zu oft enttäuscht mit minderwertiger Ware, weil ich meinte ein Schnäppchen machen zu können.

Meine gebrauchten Bücher übrigens biete ich bei Amazon an.
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30.03.2008 17:23 Uhr von syn0nym
 
+24 | -1
 
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Da haben die Anwälte jetzt wohl ein neues Abmahngebiet entdeckt, mit dem sie den armen, unbescholtenen Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen können!
Nachdem das Landgericht Hamburg bekannt gab, dass IP-Adressen kein alleiniges Beweismittel für Tauschbörsennutzer sind, werden sich wohl einige umorientieren müssen, da kommt e-Bay doch gelegen.

Aber in einer Zeit, in der mehr Anwälte als Menschen auf diesem Planeten umherwandeln kann man diesen Trend auch ansatzweise nachvollziehn.
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30.03.2008 17:48 Uhr von Mario1985
 
+12 | -0
 
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@thinking man: Ebay ist eine Goldgrube,

man muss nur wissen wie und was man bei Ebay gut verkaufen kann. Kenn zahlreiche unternehmer die ihr Schäfchen dank Ebay mittlerweile im trockenen haben.Diese Ausnahmen sind halt ab und zu dass die das unterm einkaufspreis verkaufen, weil es einfach teilweise zu dumme Leute sind die auf einen überfüllten Markt drängen wollen und meinen mal eben schnell geld zu verdienen und sich dann wundern dass es nicht läuft. ein vernünftiger Ebayer macht sich über trends in den USA schlau oder schaut geduldig bei Ebay wo noch nicht so viele Angebote sind,was sich aber trotzdem gut verkaufen lässt. Ein gewerblicher Unternehmer muss halt mehr als 8Std./täglich arbeiten um Geld zu verdienen, aber viele wollen das nicht, weil die sich denken dass das alles selbstläufer sind aber nuja ich sags mal so die meisten pleiten entstehen dadurch dass die leute nur auf den umsatz schauen und nicht schauen was danach über bleibt
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30.03.2008 17:49 Uhr von lacrima84
 
+19 | -0
 
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aha? ´Man gilt schon als gewerblicher Verkäufer, wenn man innerhalb von zwei Monaten 40 Gegenstände verkauft hat´

komisch, wenn ich regelmäßig Trödelmärkte besuche, sehe ich auch fast immer die gleichen Gesichter, die locker 40 Teile in 2 Monaten unters Volk bringen. Da stört es keinen, weil man kein öffentliches Bewertungsprofil an den Stand getackert hat, an dem man prima alle Verkäufe ablesen kann!? ;)

Mittlerweile wird doch schon jede Hausfrau als gewerblich von den Abmahnanwälten eingestuft, die regelmäßig ihre alte Kinderkleidung verkaufen möchte, anstatt diese wegzuwerfen.

Grandios...
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30.03.2008 17:55 Uhr von K-rad
 
+9 | -4
 
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Wurde auch abgemahnt: Weil ich bei einer Auktion in der Beschreibung geschrieben hatte " Ladenpreis ..." . Das war auch der wirkliche Ladenpreis zu dem ich den Artikel gekauft hatte. Aber man darf nicht "Ladenpreis ..." schreiben , weil jeder Laden den Preis grösstenteils selbst bestimmen kann und dies rein rechtlich eine "Irreführung" ist. Man darf sich ledigilich auf den "unverbindlichen empfholenen Verkaufspreis" des Herstellers beziehen und diesen Wert nennen.
Diese Lektion hat mich 300 Euro gekostet. Seitdem lasse ich die Finger von Ebay.
Auch was das Kaufen von Ware bei Ebay angeht , habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe damals viel Markenkleidung bei Ebay gekauft und 90% der Artikel waren Plagiate.
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30.03.2008 18:02 Uhr von csmx
 
+12 | -0
 
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Datenschutz? Wie kommen diese Abmahnanwälte an die Ardressen? Also ich als Privatperson schreibe nicht meine Ardresse auf die Auktionsseite?
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30.03.2008 18:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
+8 | -18
 
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30.03.2008 18:15 Uhr von Sharillon
 
+7 | -4
 
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@K-Rad: Da hast du dich aber recht leicht verarschen lassen. Wenn du als Privatperson die Sache verkauft hast, dann ist sowas recht egal.
Ich kenn keine Stelle im BGB, wo sowas drinsteht.

Du hättest einfach mal nach seinen Anspruchsgrundlagen fragen sollen. Er hätte dir wohl keine für Privatpersonen nennen können oder dir eine andere AGL für Händler falsch wiedergegeben.


Ich fordere eigentlich einfach mal, dass in der Schule mal irgendwas sinnloses wie Bio oder Chemie gestrichen wird und es irgendnen Rechtsunterricht im Verbraucherrecht geben sollte. Dann sieht man einmal, wie man im Laden oft verarscht wird (Ich sag nur "reduzierte Ware ist vom Umtausch ausgeschlossen") oder wie Abmahnanwälte versuchen das schnelle Geld mit Nichtjuristen zu machen.

Ich studiere übrigens Jura und muss hier im Kommentarbereich mal wieder feststellen, dass auch bei den Anwälten wieder verallgemeinert wird. Euch ist schon klar, dass die wenigsten Anwälte Abmahnanwälte sind, oder?


@csmx

Muss man bei Ebay soweit ich weiß nicht seine Adresse angeben, wenn man sich anmeldet?
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30.03.2008 18:16 Uhr von Das allsehende Auge
 
+6 | -0
 
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Gewerbeschein - Kleingewerbeschein ist wichtig: Kostet auch nicht die Welt (20-60 Euro) und man ist von der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) befreit. Also hat man das schnell wieder raus und hat diese Abmahnsorge weniger. ,-)

Seite zum Infomieren
http://www.gewerbeschein-kleinunternehmer.de/

P.S. Nebenbei ist das auch besser als ein Ein-Euro- oder Zeitarbeitsjob zu haben. Und man spart auch noch richtig bei den eigenen Anschaffungen, man muss ja ein Testartikel haben (ca. 5 Sachen irgendwo kaufen [schreib aber nicht wo, findets selber raus] und 4 versteigern) und man hat sogar noch einen zusätzlichen finanziellen Gewinn. ,-D
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30.03.2008 18:28 Uhr von csmx
 
+5 | -3
 
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Also arbeitet Ebay mit den Abmahnanwältenzusammen...
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30.03.2008 18:44 Uhr von Das allsehende Auge
 
+3 | -1
 
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Hier noch was wichtiges: Wir kennen ja alle die Geschichte von dem Mädel was ihren Kleiderschrank ausmistete und 5000 Euro Strafe bezahlen musste, weil sie mehr als 9 Artikel von der gleichen Marke in der Woche (7 Tage) verkaufte, glaub Ed Hardy wars).

Also immer Vorsicht wie viel Artikel man in der Woche verkauft.

Hier wird gerade ne Liste erstellt
Abmahnung Liste-Marken-Anwälte ?!?
http://community.ebay.de/...

Mein Tipp: Nicht bei denen kaufen, dann kann es auch nicht passieren, das man von denen unbedacht zu viel Artikel verkauft - wenn man ausnistet.

Nike kauft man übrigens im Herstellungsland (China) nur so als Tipp, wenn es denn unbedingt sein muss.

Lasst doch die anderen die Schäden haben - aber keine ShortNewser. ,-)
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30.03.2008 19:15 Uhr von zenluftikus
 
+4 | -0
 
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Naja, kommt immer darauf an.
Ich zum Beispiel bin leidenschaftlicher Sammler von DVDs und Comics - früher (auch heute nochoft) bin ich halt stundenlang über Flohmärkte getingelt um Sachen zu kaufen und habe mich auch öfter da hingestellt um etwas zu verkaufen.
Nur sind die Standmieten bie Flohmärkten (zumindest hier im Raum) auch explodiert, was zur Folge hat, dass es auf den Flohmräkten auch fast nur noch gewerbliche Anbieter gibt.
Also kaufe und verkaufe ich über Ebay - eben um meine Sammlungen voll zu bekommen oder doppelte Sachen wieder los zu werden. Tauschbörsen sind halt auch heute nicht mehr das ware (wird man zu oft betrogen, leider)
Und als Sammler würde ich jetzt ne Abmahnung bekommen weil ich mehre Verkäufe in einem Monat mache? Oder ich muss um sammeln zu können und Sachen abzugeben einen Gewerbeschein haben? Ist doch wirklicher Bullshit.....
Ich denke das liegt einfach daran, dass die urteilenden Richter von Internetgeschäften und ähnlichem so viel Ahnung haben wir ich vom Kinder kriegen :)
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30.03.2008 19:34 Uhr von Schwertträger
 
+7 | -0
 
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Es wäre ebays Sache, da mehr Hilfestellung zu geben.
Wenn Ebay daran interessiert ist, die privaten Verkäufer zu erhalten, sollten auf den Infoseiten Schritt-für-Schritt-anleitungen zu finden sen, wie man diese ganzen Stolperfallen, auf die die Abmahnanwälte so gerne abfahren, umgeht.

Alleine schon, wenn man, wie bei Ebay beworben, daran geht, seinen Dachboden auszumisten, kommen dabei doch durchaus mehr als hundert Artikel zusammen. Die würde ich auch alle auf einmal einstellen. Ein Aufwand, ein Abwasch.

Da soll mir mal jemand gewerblichen Chrakter unterstellen.


Doch wie gesagt, ebay sollte da mehr Profil zeigen und in den Hilfestellungen alles angeben, was sich machen lässt, ohne sich der illegalen Rechtsberatung schuldig zu machen.
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30.03.2008 20:08 Uhr von eisbein1
 
+4 | -0
 
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Verkauf auf Flohmarkt: Auch dort ist es nicht erlaubt Neues ohne Gewerbeschein zu verkaufen. Ich schreib grundsätzlich nie neu sondern ungebraucht, noch orginal verpackt.
Es ist für eine Rechtsanwalt aus der Abmahnklicke viel zu unbequem auf Flohmärkte zu gehen. Da finden sie nur ein paar "Sünder". Auch Adressen gibs dort nicht. Lediglich Leute von den Ordnungsämter kontrolieren dort. Also viel zu kompliziert für diese Anwälte auf einen Flohmarkt. Deswegen verkaufen viele Händler dort provesionell aber ohne Gewerbe.
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30.03.2008 20:54 Uhr von Schiebedach
 
+2 | -2
 
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Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt ist doch, wer hat diese Anwälte eigendlich berechtigt bzw. sogar bevollmächtigt, gegen die e-bay-Verkäufer vorzugehen.
Geschädigte im Sinne irgendeines Gesetzes, die einen Anspruch auf Unterlassung haben könnten, sind die auch nicht. Wie wollen diese Vertreter des Rechts denn dann den Streitwert, der Gegenstand der Honorarforderung wäre ermittelt habenUnser Rechtssystem kennt den Begriff der "mißbräuchlichen Rechtsausübung", warum wird der von den Anwälten der "Abgemahnten" nicht geltend gemacht?
Hinzu tritt, daß die Abmahnschreiben erst monate später abgesandt bzw. zugestellt werden; hier könnte sogar das Institut der Verwirkung greifen (Anm.: "Verwirkung" ist nicht mit den Verjährungsfristen gleichzusetzen).

Aber wie sagte mir mal mein Professor: "Neben der Partei- und Offizialmaxime gibt es noch die Prozeßmaxime: soviel und solange klagen, bis der Gegner wegen Geldmangels aufgeben muß".
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30.03.2008 20:57 Uhr von Wackel_Dackel
 
+1 | -0
 
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Ich hab folgenden Text in der Auktion: Für Abmahnanwälte: Sollte sich in dieser Auktion ein Rechtsverstoß befinden, bitte ich Sie um kurze Benachrichtigung. Der Rechtsverstoß entfernt. Ein Mahnverfahrer ist daher nicht notwenig.

Hab irgendwo mal gehört, dass dann die Anwälte - sollte es zu einen Verfahren kommen - schwieriger haben ihre Kosten durchzusetzten. Sie hätten ja die Möglichkeit gehabt mich durch ein eMail zu benachrichtigen.
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30.03.2008 21:52 Uhr von Sharillon
 
+5 | -0
 
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@PortaWestfakuca: Wofür sollte man sich mit kaufmännischen Regeln auseinandersetzen???

Die Privatpersonen, die bei ebay Sachen verkaufen, egal wieviele es sind und sie auch wirklich als Privatperson verkaufen und nicht aus irgendwelchen gewerblichen Motiven, muss sich mit kaufmännischen Regeln u.a. aus dem HGB nicht auseinandersetzen.
Vor Gericht würden SIE das Recht bekommen.
Nirgendswo steht im HGB oder auch im BGB etwas davon drin, dass man so und soviele Sachen verkauft und deshalb nun Kaufmann oder Gewerbebetreiber ist.

Die Anwälte, die wegen sowas abmahnen, nutzen einfach nur die Unwissenheit der normalen Bürger, die kaum mit Jura oder ähnlichem in Kontakt stehen, aus.


Wie schon geschrieben. Man sollte eigentlich an Schulen mal 1 Jahr lang Verbraucherrecht unterrichten und schon weiß man, wie und wann man in verschiedenen Situationen verarscht wird.


Wenn man so nen Brief bekommt, dann würde ich persönlich einfach mal nach einer Anspruchsgrundlage fragen. Wenn sie dir keine liefern, dann sieht man eigentlich schon, dass sie dich nur ausnutzen. Wenn sie dir dann doch eine liefern und diese z.B. im HGB steht, dann sollte man auch skeptisch sein, weil das HGB eigentlich nur die Rechtsgeschäfte für Kaufleute regelt.
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30.03.2008 22:11 Uhr von Hootaru
 
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@schiebedach: Soweit das vor einiger zeit aus einer reportage hevorging, suchen sich die anwälte über dritte händler die kurz vor dem bankrott stehen und schon haste deinen auftraggeber.

Die sache wäre auch nicht so lukrativ, wenn wie in den ländern um uns herum die erste abmahnung nicht berechnet werden dürfte.
Nach der reportage des wdr verlierst man den glauben an das rechtssystem in unserer banabrepublik vollends.

Anwältin ging gegen den abmahnanwalt vor indem sie ihn der anwaltskammer meldete. Dieser abmahnanwalt ging dann zum kollegenanwalt der ihn vertrat und ratet mal wo der sitzt. Richtig, im aufsichtsrat der anwaltskammer.

Wer meint er kann sich da schützen, so wie das hier einige wieder dummschwätzend anbringen, der irrt gewaltig.
Selbst die widerrufrechtsbelehrung der bundesjustizseite wird von einigen gerichten nicht anerkannt.

Als beispiel diente in der rep ein händler der seine angebote durch handwerkskammer und rechtsanwalt hatte prüfen lassen. Hat ihm nix geholfen, abmahnung kam trotzdem durch. Wer bezahlt, verpflichtet sich auch zu der in der abmahnung stehen strafe im wiederholungsfall.
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30.03.2008 22:20 Uhr von Sharillon
 
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@Porta: Dann sollen die doch bitte in Berufung bzw. Revision gehen, je nachdem, was sie wollen.

Und ich kann es mir echt nicht vorstellen, dass ein Richter da überhaupt einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht sehen kann. Vielleicht ist auch die Quelle nicht so ganz genau oder Frau Boschner verschweigt da was.
Weil wenn es wirklich ein reiner Privatverkauft war, dann hat das Wettbewerbsrecht gar nichts damit zu tun.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass dieser Deniz Boschner gezielt nach Computerteilen sucht (wo auch immer) und dann diese zu PCs zusammbaut und dadurch dann nen wenig Geld verdienen will. Ist aber nur ne Vermutung von mir, aber wenn dem so wäre, wäre das nicht verwunderlich, warum er abgemahnt wurde.
Und ich kenne so einige, die auf solchen Wegen sich einige Euros dazuverdienen. Ist ja auch nicht besonders schwer und man hat einen Riesengewinn.


Ich persönlich würde auch gerne wissen, woher der Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, der in der Quelle erwähnt wird, es hat, dass man ab 40 Artikel in 2 Monaten plötzlich gewerblicher Verkäufer gilt. Im BGB steht nichts dazu und auch im HGB finde ich da nichts...
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30.03.2008 22:31 Uhr von Schiebedach
 
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@hootaru: So wie Du es darstellst, ist das leider zutreffend.
In den mehr als 20 Jahren im Justidienst (SozArb. im Knast) habe ich mich auch mehr als einmal über das Wissen der Richter, Staats- und Rechtsanwälte gewundert und habe (erfolgreich) gehofft, nicht mit denen in Berührung zu kommen. Anwälte die wegen ihrer Honorarforderung Angehörige unter Druck setzen, sich mit den Frauen/ Freundinnen ihrer inhaftierten Mandanten einlassen, die Kosten der Verfahren durch unsinnige und zeitverzögernde Anträge hochtreiben und Kollegen die Mandanten abspenztig machen, sind nicht selten.
Andererseits gibt es aber glücklicherweise viele andere, und das sogar in der Merhrheit, die ihre Aufgaben ernst nehmen.

Wer sich aber mal in einem Gerichtsparkhaus die Autos der Mehrheit der Damen und Herren Rechtsanwälte ansieht, weis, womit die ihre Kanzlei vor der Pleite retten.
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30.03.2008 22:50 Uhr von Talknmountain
 
+9 | -0
 
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Ebay interessiert sich einen Dreck für seine Verkäufer. Mann kann sich ja mittlerweile als Verkäufer nicht einmal mehr gegen ne negative Beurteilung wehren. Selbst wenn der Käufer selber eine Mail an Ebay schickt, kommt nix zurück.

Aber denen kann keiner an die Karre pissen, nur der kleine Mann der sich nebenbei durch den Verkauf von Krempel etwas verdient, soll am Besten noch Gewerbesteuer zahlen. Wenn ich nicht 3 Kinder hätte wäre ich weg aus diesem menschenfeindlichen Land.

Hier ist alles erlaubt was dem Deutschen Schaden zufügen könnte...
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30.03.2008 22:56 Uhr von lacrima84
 
+3 | -0
 
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@Sharillon: was der Anwalt dort angibt, ist für mich auch nicht nachvollziehbar.

Die Definition vom gewerblichen Handeln ist leider recht schwammig formuliert. Wiki beschreibt es beispielsweise so:

"In der Rechtsprechung hat sich folgende Definition durchgesetzt: Ein Gewerbe ist jede erlaubte selbständige zum Zwecke der Gewinnerzielung vorgenommene nach außen erkennbare Tätigkeit, die planmäßig und für eine gewisse Dauer ausgeübt wird und kein „freier Beruf“ ist."

selbstständig? Handelt man bei Ebay wohl
Gewinnabsicht? Nunja, sagt keiner nein.
Gewisse Dauer? Da dürfte jeder drunter fallen, der seit Jahren den gleichen Account nutzt.

Ergo: Auslegungssache, zur Freude der Abmahnkönige

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