30.03.08 10:30 Uhr
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Inflation bei über drei Prozent: Verbraucherpreise steigen immer weiter

Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, stiegen die Verbraucherpreise im März im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent. Sie stiegen damit um 0,2 Prozent mehr an, als von Experten erwartet wurde. Damit ist im März der bisher höchste Stand für dieses Jahr erreicht.

Vor allem bei der Energieversorgung vergrößerten sich die Preise explosionsartig: Seit 2007 stiegen die Preise von Diesel und Benzin um 14,4 Prozent, von Heizöl sogar um 44,3 Prozent. Lebensmittel wurden dagegen im Jahresvergleich "nur" um 9,6 Prozent teurer. Besonders Milchprodukte kosten mehr Geld.

Experten rechnen nicht mit einer raschen Senkung der Preise, sondern mit einem Einbruch des privaten Konsums. Die Europäische Zentralbank kündigte an, im Falle von größeren Preissteigerungen den Leitzins anzuheben.


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WebReporter: Fresh_Dumbledore
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Prozent, Verbraucher, Verbrauch, Inflation, Verbraucherpreis
Quelle: www.stern.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2008 10:48 Uhr von Tong
 
+15 | -0
 
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Ein Witz: Das Statistische Bundesamt sollte sich endlich mal hinsetzen und die Gewichtung der Waren in diesem bescheuerten Warenkorb den Realitäten anzupassen. Besonders Geringverdiener erfahren sicher eine andere Inflationsrate als Menschen mit gutem Einkommen.

Wenn ich diese Preissteigerungen bei den Energiekosten und bei Lebensmitteln sehe sind die 3% Inflation ein Witz. Irgend wie stimmt hier die Gewichtung bei mir auch nicht mehr. Luxusartikel, Fernseher und Computer kaufe ich eher selten.
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30.03.2008 10:54 Uhr von :raven:
 
+4 | -0
 
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Ich persönlich traue diesen offiziellen Angaben schon lange nicht mehr.
Das im Warenkorb zur Berechnung der Inflationsrate Dinge enthalten sind, die sich sowieso nicht alle jedes Jahr leisten können, ist wohl nicht neu.

Zur Inflationsrate kommen noch die gestiegenen Gesundheiskosten, gerade für chronische Kranke, Steuererhöhungen und weiteres hinzu.

Hat zufällig jemand einen Link zu aktuellen Warenkorb zur Berechnung der Inflation?
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30.03.2008 11:10 Uhr von Tong
 
+1 | -0
 
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@raven: Den aktuellen Warenkorb selbst als Tabelle habe ich bisher beim Statistischen Bundesamt nicht gefunden,

Nur das aktuelle Währungsschema:
http://www.destatis.de/...
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30.03.2008 11:27 Uhr von plautze007
 
+4 | -1
 
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alle preise steigen: nur löhne bleiben oder sinken.
vielleicht etwas übertrieben aber irgendwann müssen wir dahin zurück wo wir herkommen,in höhlen und holzbehausungen in wäldern.das währe das einzige was man sich noch leisten kann.mal abwarten
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30.03.2008 12:15 Uhr von Summersunset
 
+4 | -4
 
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gegen die Öl-Preise kann der Staat: schon langsam was unternehmen. Es ist ja absolut ersichtlich, dass ungefähr 80% der Preissteigerung bei Öl und Benzin auf spekulationen zurückzuführen sind.

Mit den anderen Steigerungen ließe es sich noch leben, gerade eine Verteuerung von Milchprodukten war bei dem Preis zu erwarten...
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30.03.2008 12:38 Uhr von Maestro79
 
+4 | -0
 
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Auswirkungen des Leitzinses: Wer sich übrigens dafür interessiert, welche Auswirkungen eine Leitzinserhöhung hat, sollte den folgenden Artikel lesen:

http://www.handelsblatt.com/...

Da in der Zukunft auch weiterhin mit steigenden Energiepreisen zu rechnen ist, wird wohl der Reallohn weiter sinken. Ich denke, dass kann auch nicht durch gute Tarifabschlüsse abgefangen werden.
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30.03.2008 13:56 Uhr von dragoneye
 
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@Tong: Meiner Meinung nach sind die Warenkörbe repräsentativ für die Bevölkerung. Bedenke, daß da alles mitreinkommt, z.B. der Konsum von 33% Geringverdienern, 33% Normalverdiener, 33% Spitzenverdiener und dementsprechend sind dort Waren enthalten, die die Mitglieder aus den jeweils anderen Gruppen gar nicht kennen.

Statistiker sind wirklich Erbsenzähler, die würden in einer Statistik über sich selber auch Negatives reinschreiben; hauptsache die Statistik ist korrekt. Ist der Wert in der vierten Stelle hinter dem Komma nicht korrekt, scheißen die sich in die Hose.
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30.03.2008 14:01 Uhr von MisterTorture
 
+4 | -1
 
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Ja klar Aber wenn man "Wichtigen Leuten" glaubt, wird ja nix teurer....
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30.03.2008 14:03 Uhr von deejay115
 
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Ich als Laie verstehe leider nicht soviel von Zinserhöhung etc. weil ich mich nicht täglich damit befasse. Danke an Maestro für den Link. Bringt wenigstens ein wenig Licht ins Dunkel. Ich für mich persönlich denke, unsere Politiker sollten nur Politik machen und keine anderen Jobs in der Wirtschaft annehmen dürfen. Dadurch wäre ein bisschen Abstand gewonnen zur Industrie und man kann bei deren Forderungen auch mal "Nein" oder "So nicht" sagen. Solange allerdings unsere Politiker nur das Wirtschafts- aber nicht das reale Leben kennen, wird weiterhin alles getan, damit sich die Manager austoben können. Wer von den Politikern muss denn zur Tankstelle? Wer muss den für sein warmes 200qm Büro Heizung bezahlen? Der Steuerzahler - aber nicht der Politiker. Und mal ehrlich - wenn ein anderer mir alles bezahlt - warum soll ich denn dann auf die Kosten achten? Unsere "Volksvertreter" sind mittlerweile so weit weg von der Realität wie die Erde vom Mond.
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30.03.2008 18:04 Uhr von In extremo
 
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@Zipfi: Auf der andern Seite muss man aber auch bei den Fonds sehen die da rumspekulieren, dass sie dass nicht nur aus reiner Schadensfreude machen.
Viele Menschen profitieren von den verschiedenstens Fonds, ob für die Rente oder über irgendwelche Zinsen bei der Bank.

Das Geld das da verdient wird, kommt eben auch vielen zu gute und landet nicht nur in irgendwelche Safes bei Milliardären.

Wobei, einer mit Harz 4 investiert wohl kaum in solche Fonds, er ist der gelackmeierte weil er nur den Schaden trägt,....
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31.03.2008 07:56 Uhr von 3nu6E8CcvW1Up9kJ0ZR
 
+1 | -0
 
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Tatsächliche Inflation: Die meisten Leute geben ihr Geld für Lebensmittel aus. Hier liegt die Inflation aber nicht bei 3% sondern wie in der News steht 9,6% gegenüber dem Vorjahr.
Die Leute die ihr Geld Sparen für die Zukunft sind die Verlierer, andere die kein Geld gespart haben sind die Gewinner.
Man stelle sich vor, jemand investiert in die Riester-Rente, dann bekommt er vom heute einbezahlten Geld nichts mehr zurück denn die Inflation hat es in 8 bis 10 Jahren komplett geschluckt.
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02.04.2008 23:16 Uhr von md2003
 
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rein theoretisch wäre das ja scheiß egal, da aber die lieben Unternehmen nicht mitspielen (d.h. Lohnerhöhung als Inflationsausgleich), wird natürlich das Leben immer teurer und es bleibt immer weniger übrig:-(((

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