26.03.08 20:18 Uhr
 25.011
 

Staatsanwaltschaft Wuppertal: Keine Ermittlungen mehr gegen Tauschbörsennutzer

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal lehnt nun alle strafrechtlichen Ermittlungen gegen Tauschbörsennutzer ab.

Die Nutzer von Tauschbörsen verfolgen keine finanziellen Interessen. Aus diesem Grund sind die massenhaften Strafanzeigen durch die Medienindustrie und deren Rechtsanwälte unverhältnismäßig. Der Medienindustrie gehe es nicht um Bestrafung, sondern um nachträgliche Schadenersatzforderungen.

Alleine im Januar dieses Jahres wurden etwa 2.000 IP-Adressen eingereicht, zu denen die Medienindustrie den Anschlussinhaber wissen wollte, um teure Abmahnungen und Schadensersatzforderungen zu versenden. Mit der Entscheidung der Staatsanwaltschaft ist die Medienindustrie äußerst unzufrieden.


WebReporter: chriz82
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Staat, Ermittlung, Staatsanwaltschaft, Staatsanwalt, Wuppertal, Tausch
Quelle: www.heise.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Tesla-Truck: Von 0 auf 100 in fünf Sekunden - US-Brauerei bestellt 40 Stück
Webseite "facebookjailed.com" deckt Sexismus bei Facebook auf
Neues Google-Projekt: Krabben-Streetview

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

68 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.03.2008 20:23 Uhr von christi244
 
+67 | -4
 
ANZEIGEN
Hieße das jetzt, dass wieder heruntergeladen werden kann ohne ruinös in den Selbstmord getrieben zu werden als Eltern?
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:24 Uhr von Raptor667
 
+144 | -5
 
ANZEIGEN
muhaha das muss für die wie ein schlag in die Fresse gewesen sein :D
Guter Staatsanwalt...weiter so *daumen hoch*
sollen die doch die Preise senken dann kaufen die Leute auch wieder CD´s!
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:29 Uhr von christi244
 
+38 | -3
 
ANZEIGEN
Raptor: Freu Dich nicht zu früh, die StAw Wuppertal ist nicht allgemeingültig für den Rest des Landes. Das muss erst allgemeingültig abgelehnt werden, dann passt es!

Ich fürchte nämlich, die lassen das SICHERLICH nicht so stehen. Einzig Wuppertal und Umgebung ist aus dem Schneider.
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:34 Uhr von DasBauM
 
+42 | -2
 
ANZEIGEN
DAs ist endlich mal eine news die mich freut :)
will hoffen das dies auch noch andere staatsawaltschaften zum nachdenken bringt, meinermeinung sind die schäden durchs filesharing wesentlich geringer als das ganze geld das durch gerivhtsverfahren etc verballert wird...
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:35 Uhr von Python44
 
+63 | -2
 
ANZEIGEN
Richtig so: Die Staatsanwaltschaft ist nicht kostenloser Handlanger für die Abmahnanwälte. Wenn jemand z.B. Server betreibt und für Geld tausende von Raubkopien vertreibt, gehört der zu Recht verknackt, aber die sinnlose Verfolgung von Hausfrauen und Schulkindern zur Eintreibung von völlig überzogenen "Schadensersätzen" für eine handvoll läppischer MP3s hat dann velleicht ein Ende !
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:38 Uhr von rudi68
 
+23 | -2
 
ANZEIGEN
Dann sollten wir jetzt alle schnell nach Wuppertal: ziehen!
Ich gehe davon aus, dass es viele Anwälte gibt, die allein von solchen Prozessen leben. Ich selbst nutze die Tauschbörsen nicht. Aber man muss ja heute fast immer Angst haben, dass urplötzlich eine Strafanzeige vorliegt, wenn man im Internet aktiv ist.
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:38 Uhr von Sentinel2150
 
+23 | -1
 
ANZEIGEN
niemand ist aus dem Schneider: denn es kann bei jeder Staatsanwaltschaft in Deutschland in Anspruch genommen werden.
ABER es könnte eine Signalwirkung an andere Staatsanwaltschaften sein, ebenfalls nicht mehr mit der MI da zusammenzuarbeiten
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:40 Uhr von Kreisverkehrsampel
 
+27 | -1
 
ANZEIGEN
Gut so: Mit unserem Steuergeld, so wird ja die Staatsanwaltschaft finanziert sollten lieber Mörder ausfindig gemacht werden, als Privatpersonen, die sich mal ein Lied herunterladen. Ich rede natürlich nicht von Personen, die Geld dafür verlangen.
Kommentar ansehen
26.03.2008 20:41 Uhr von christi244
 
+11 | -2
 
ANZEIGEN
Sentinel: Das denke ich nämlich auch. Bislang ist nur und nur Wupper Valley aus dem Schneider bzw. der Bereich der dortigen StAw. Hoffen wir, dass es Signalwirkung hat.
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:19 Uhr von christi244
 
+13 | -1
 
ANZEIGEN
Porta: Wenn ich mich da nicht ganz täusche, können die aber nur an die Adressen über die StAw kommen, da ja die StAw die Adressen mitteilen muss. Folglich, keine Untersuchung, keine Adressen.

Aber es stimmt schon, solange diese Praxis nicht landesweit durchgeführt wird, gibt es keinen Schutz und das "Saugen" ist mit Vorsicht zu genießen.
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:32 Uhr von Sentinel2150
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
@christi: nein eben nicht, dann werden die Leute aus dem Raum Wuppertal eben zu einer anderen Staatsanwaltschaft gezogen :)
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:41 Uhr von christi244
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
Sentinel: Ich kenne mich jetzt nicht aus ... jau, Du könntest recht haben, und zwar über Amtshilfe, d.h. eine andere StAw bittet um Amtshilfe und schon müssen die aktiv werden. Läuft doch so, oder?

Also hoffen wir auf Signalwirkung.
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:45 Uhr von fruchteis
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
Auf jeden Fall ist erst einmal ein Präzedenzfall geschaffen worden, nach dem sich auch andere Staatsanwaltschaften oder Gerichte richten und worauf sie sich berufen können. Sicherer wäre jedoch eine Grundsatzentscheidung z.B. des Bundesgerichtshofes, die das Saugen von MP3s zum privaten Eigenbedarf straffrei stellt und nur noch diejenigen unter Strafe stellt, die Raubkopien anfertigen und weiterverkaufen.
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:48 Uhr von El Indifferente
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
Das kommt doch aus Karlsruhe: die Staatsanwaltschaften setzten nur das um, was vor einer Woche in Karlsruhe vom Bundesverfassungsgericht beschlossen wurde. Ich denke, dem Beispiel werden alle Staatsanwaltschaften folgen, denn alle Staatanwaltschaften jammern, dass sie teilweise gar nicht mehr dazukommen "ernste" Straftaten entsprechend zu verfolgen, weil sie monatlich hunderte von IP Adressen ermitteln müssen und am Ende doch keine Strafverfolgung rauskommt, weil die Anwälte ja nur Kohle abgreifen wollen.

Die news gabs auch hier aber leider finde ich grad den Link nicht, deshalb halt ein anderer.
http://computer.t-online.de/...
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:51 Uhr von El Indifferente
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
...und sollte eine Staatsanwaltschaft den Benutzer einer IP Adresse ermitteln und weitergeben, weil er Musik oder Videodateien runtergeladen hat, dann kann man dagegen mit Verweis auf dieses Urteil klagen und wird starffrei ausgehen.
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:52 Uhr von Midnight-Sun
 
+8 | -9
 
ANZEIGEN
Naja es könnte aber auch folgendes passieren : Alle Staatsanwaltschaften Deutschlands ermitteln nicht mehr gegen Tauschbörsennutzer. Dafür erlassen unsere Volksvertreter ein Gesetz, daß den Urherberrechtsinhabern erlaubt die Daten gleich und ohne Umwege von den Providern anzufordern. Ein Gesetz ala " Entlastung der Ermittlungsbehörden finanziell wie personell bei gleichzeitiger Wahrung der Rechte der Urheber". Nur so ein Gedanke......und was dann erst blüht...nunja...das brauch ich euch ja net zu sagen. So long...
Kommentar ansehen
26.03.2008 21:57 Uhr von fruchteis
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
@El Indifferente: Na siehste, da brauchts gar keine Entscheidung mehr am BGH, wenn sogar das BVerfG schon entschieden hat.

@Midnight-Sun:
Wenn etwas durch das BVerfG als nicht verfassungsmäßig gekennzeichnet wurde, dann können auch nicht irgendwelche Abgeordneten ein Gesetz beschließen, das dem widerspricht. Also ist das, was du schreibst, Unsinn.
Kommentar ansehen
26.03.2008 22:13 Uhr von Midnight-Sun
 
+6 | -11
 
ANZEIGEN
@fruchteis: Mag sein...aber so wie ich das Urteil verstanden habe, wurde der Spaß nur vorläufig auf Eis gelegt ! Jetzt mal ehrlich....wenn keine Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Filesharer anstrengen würde, hätte die Musik und Filmindustrie ein RIESENPROBLEM. Und ich denke deren Lobby hat mehr Einfluss auf die Politik als unsere Stimme die wir alle 4 Jahre abgeben dürfen.
Kommentar ansehen
26.03.2008 22:35 Uhr von fruchteis
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
@Midnight-Sun: Früher haben wir auch von Platte auf Kassette oder von Radio auf Kassette überspielt, um uns die Originalausgaben nicht kaufen zu müssen, und damals ist die Musikindustrie auch nicht zugrunde gegangen. Ein Problem hat sie nicht mit denen, die sich für zu Hause ein bissel Musik auf die Festplatte zaubern, sondern mit denen, die ein Geschäft draus machen und ein paar Tausend Kopien auf dem Schwarzmarkt verklingeln.
Kommentar ansehen
26.03.2008 22:37 Uhr von LongDong
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
BvG machts möglich: Laut der neuen Entscheidung dürfen die anschlüsse zu den IP ADressen eh nicht mehr auf grund von Urheberechtsverletzungen heraus gegeben werden, was eine ermittlung nahe zu unmöglich macht
Kommentar ansehen
26.03.2008 22:39 Uhr von DirkKa
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
Was soll man denn heutzutage noch saugen ???

Gute Filme gibt es schon lange nicht mehr (die es Wert wären dafür ein "Verbrechen" zu begehen), gute Musik eigentlich auch nicht.

Und wenn ich mir Musik ziehen will bediene ich mich diverser Internetradiosaugprogramme, da gibt es inzwischen so viele gute Lösungen, dass ich Musik in guter Qualität ohne Radiogelaber aus sämtlichen Musikrichtungen LEGAL auf die Platte bekomme.

Ich habe früher viel gesaugt (Anmerkung des Autors : Bei mir gibts nichts illegales mehr, ist alles in der Mikrowelle gelandet (klappt prima;)).

Aber inzwischen gibts weder gute Filme noch Musik die es Wert wären, dafür eine Strafe zu zahlen. (Ok, ich wiederhole mich ^^).
Kommentar ansehen
26.03.2008 22:42 Uhr von Schiebedach
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Richtig so! Diese Entscheidung, nämlich die Herausgabe von Adressen von Usern an Privatpersonen -dazu gehört auch die Musikindustrie- wurde mit der Eil-Entscheidung des BVerfGe zur Vorratsdatenspeicherung (vorerst _!_) für rechtswidrig erklärt.
Daran hat sich diese StA strikt gehalten.
Inwieweit auch andere Staatsanwaltschaften das ebenso handhaben werden, bleibt abzuwarten.
Kommentar ansehen
26.03.2008 22:43 Uhr von El Indifferente
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
@Midnight-Sun: Wenn es ein solches Gesetz gäbe, dass die Anwälte ihre Datensätze gleich beim Provider abgleichen lassen können, dann denke ich, dass das auch vom BVerfG kassiert wird. Das verstösst sicher gegen das Datenschutzgesetz. Obwohl ich mir bei unseren Politikern so was schon vorstellen könnte. Oder das einfach erklärt wird, dass Copyrightverletzumngen eine schwere Sttraftat sind. Aber auch das würde das BVerfG kassieren denke ich.

So wie jetzt kann es nicht weitergehen. Da sind sich alle einig (ausser die Musikindustrie und die Abmahnanwälte). Die Ermittlung einer IP-Adress kostet je nach Provider bis zu 50€. Wenn man das auf die ermittelten IP-Adressen umrechnet macht das alleine für die Staatsanwaltschaften in Essen, Düsseldorf und Wuppertal in diesem Jahr 2,1 Millionen € für die Ermittlung von IP Adressen (da sind die Personalkosten der Staatsanwaltschaft noch nicht dabei). Das zahlt der Steuerzahler. Es kann ja nicht sein, dass wir alle zusammen Millionenbeträge hinblättern, damit sich ein paar Anwälte bereichern können.
Kommentar ansehen
26.03.2008 22:47 Uhr von El Indifferente
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Wenn es darum ginge Kinderpornoringe zu sprengen würde ich auch persönlich die 50€ hinlegen aber weil einer ein Lied oder einen Film gesaugt hat nicht. Das steht in keiner Relation. Jemand "klaut" was, was 2€ wert ist und um ihn zu bekommen muss man 50€ zahlen.
Kommentar ansehen
26.03.2008 23:00 Uhr von Baststar
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@DirkKa: es gibt schon noch gute Musik, aber ich möchte sie lieber halbwegs persönlich bezahlen und nicht über die MI ;)

Refresh |<-- <-   1-25/68   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Robert Habeck möchte Grünen-Chef werden
Sizilien: Pfarrer segnet Smartphones für "positiven Gebrauch"
YouTube-Star bei Mutprobe fast erstickt: Kopf in Mikrowelle einbetoniert


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?