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Verunsicherung über die Verkäuflichkeit von Baukredit-Verträgen

Bei vielen Baukreditnehmern kursiert die Frage, inwieweit ihre Verträge mit Banken und Sparkassen an fremde Investoren veräußerbar sind. Viele Darlehensverträge beinhalten von Anfang an bereits Klauseln, über die der Darlehensnehmer seine Einwilligung zu Verkauf gibt.

Es besteht kein Schutz davor. Um dies zu verhindern, muss der Hypothekenvertrag ein explizites Abtretungsverbot beinhalten. Dies betont die Arbeitsgemeinschaft Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltsverein.

Sollte allerdings ein Kreditvertrag seitens des Immobilienbesitzers nicht eingehalten werden können, so läuft er indes dennoch Gefahr, dass sein Vertrag veräußert wird. Schätzungen besagen, dass seit 2003 rund 20 Milliarden Euro an fremde Investoren veräußert wurden.


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WebReporter: christi244
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Sicherheit, Vertrag, Verunsicherung
Quelle: www.handelsblatt.com

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.03.2008 12:25 Uhr von Webmamsel
 
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gab eine doku über ähnliches: die doku hieß "und plötzlich ist das haus weg".

dort wurden kredite verkauft, angeblich nur von in zahlungsverzug geratenen kreditnehmern, was aber falsch war, denn es waren viele betroffen, die immer pünktlich gezahlt hatten.

eine riesen sauerrei :(

also kredit aufnehmen und sich dann gemütlich ins eigene haus setzen, darauf kann man sich nicht mehr verlassen.

gesicherte verhältnisse, wer hat die heute noch?
geld ist auf der bank sicher?

erschreckend :(
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24.03.2008 12:37 Uhr von christi244
 
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Jepp Web: Das stimmt so auch.

Vor allem, aus diesem Umstand hat sich ein neues Geschäft für die Banken ergeben. Die Absicherungen, dass Darlehensverträge nicht veräußert werden können, lassen die sich nämlich separat bezahlen.

Die Klauseln aber sehen so aus, dass bei Nichtbedienung des Darlehens, Dein Vertrag weitergegeben werden kann ... ohne Rückerstattung der Kosten.

Was sich hier abspielt ist letztlich ein Zusammenspiel zwischen Versicherern und Banken.
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24.03.2008 14:06 Uhr von trichter26
 
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@Denkender: …schade das ich nur einmal voten kann. Hier werden Leute absichtlich in Schulden getrieben, die sie nicht ausbaden können - sonst hätten sie ja keinen Kredit aufgenommen.

Die Politik schläft mal wieder oder hält kräftig die Hand auf, sind doch soviele in den Vorständen vertreten. Dreckspack elendes.
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24.03.2008 15:23 Uhr von tutnix
 
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die banker würden ganz schön: blöd gucken, wenn mal ein kreditnehmer erklärt, er hätte seinen kredit an einen mittellosen obdachlosen verhökert und die bude würde ihm rechtmässig gehören ;).
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24.03.2008 15:25 Uhr von The Roadrunner
 
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Dagegen sollte mal jemand klagen: und ich denke, er wuerde sogar recht bekommen; da diese Vertraege (auch wenn vom Kreditnehmer unterschrieben) doch sehr einseitig die Banken von vorne-herein einen Vorteil verschaffen, welches der Kreditnehmer nicht hat;
Oder darf er einfach sein Grund und Boden verkaufen und zur Bank gehen und sagne ´ihr bekommt das Geld jetzt von einen anderen - ich habe den Kredit verkauft´?!

Dieser einseite Vorteil duerfte gegen die ´guten Sitten´ verstossen und damit duerften so einige Vertraege wieder nichtig sein. Aber den Mut zu klagen wird da wohl keiner haben.

Fals jetzt jemand denkt ´aber er hat doch den Vertrag unterschrieben ... blafasel...´ - nicht jeder unterschriebene Vertrag ist auch gueltig. :)
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24.03.2008 15:31 Uhr von christi244
 
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Nein Runner: Eine Klage hätte keine Aussicht auf Erfolg. Genauso, wie Du bei der Aufnahme eines Kredites eine Kreditversicherung - mit sanftem Druck: entweder Du kriegst das Geld nicht oder unterschreibst - abschließt, genauso läuft es dort. Die sind nicht verpflichtet, Dir das Geld zu geben und Du musst es nicht nehmen ... so läuft das!
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24.03.2008 15:34 Uhr von El_kritiko
 
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Kreditaufnahme ist inzwischen sehr riskant geworde: In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Globalisierung etc... ist es inzwischen sehr riskant geworden einen hohen Kredit aufzunehmen. Wer weis denn schon ob er noch in einem halben Jahr, 5 Jahre, 10 Jahre.. seinen Job noch hat? Um solche Kredite zu bezahlen benötigt man für die komplette Laufzeit einen Job. Wenn da nur eine kleine Unterbrechung ist, sei es weil die Firma Jobs verlagert, Pleite geht, Frau krank wird etc.. , dann ist schluss mit dem Häuschen im grünen.
Die Banken sind da ruckzuck dran die Immobilie zu verhökern. Erst vor paar Wochen war doch der Skandal um die Sparkassen welche einfach Kredite verkauft hatten und der neue Eigner plötzlich die Zinsen rasant anhob.

Vor 30 Jahren konnte man noch annehmen das man als Azubi bis zum Rentner in der Firma bleiben konnte. Aber heute, wo sogar Firmen denen es gut geht (z.B. Nokia in Bochum) einfach Jobs verlagern, ist eine hohe Kreditaufnahme ein sehr großes Wagnis. Die Banken gehen keine großen Risiken ein, aber der normale Bürger schon. Irgendwie verantwortungslos oder?

Meine Devise lautet deshalb - kaufe nur das was du dir auch leisten kannst, vermeide Kredite, man kann nicht alles haben im Leben.
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24.03.2008 15:40 Uhr von christi244
 
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Jepp Kritiko: So isses.

Von daher sollte die Werbung für Kredite im TV verboten werden, genauso, wie die für Zigaretten.

Es ist eine Vorspiegelung falscher Tatsachen, denn - wie Du schon sagst - kein Mensch kann mehr garantieren, dass Ding auch zurückzuzahlen.
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24.03.2008 18:44 Uhr von The Roadrunner
 
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"Eine Klage hätte keine Aussicht auf Erfolg.": und wieso nicht? Ich frage, weil du kein Argument bringst, welches eine nicht-nichtigkeit eines Vertrages erklaeren wuerde.
Btw: ich hoffe, du weisst, dass ein Vertrag nicht immer gueltig ist und was Nichtigkeit bedeutet; so kann auch ein Vertrag im nachinein fuer nichtig erklaert werden.

Sieht man ja auch an unserer Regierung, die meint Gesetze beschliessen zu koenne, welche gegen das Grundgesetz verstossen - und das, obwohl sie wirlich Rechtsberater (und andere Personen einsetzen), die eigentlich das Vorhaben der Regierung auf rechtmaessigkeit prueffen sollten/muessten und dann im nachhinein einen Daempfer aus karlsruhe verpasst bekommen.
btw: wenn nicht, waere dies mal ein Punkt, der eingefuehrt werde sollte und sorry fuer das bissel O.T. - wollte es nur mal verdeutlichen. :)
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24.03.2008 18:50 Uhr von christi244
 
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Road: Ich weiß, dass Verträge nicht immer gültig sind, besonders dann nicht, wenn sie gegen die "guten Sitten" verstoßen oder Nepp beinhalten oder unter Zwang zustandegekommen sind.

Der Punkt hier ist, dass nichts unter Zwang zustandekommt und alles im Kleingedruckten klar aufgeführt ist. Oh ja, nichtig wäre der Vertrag auch noch, wenn das Kleingedruckte für einen Laien nicht verständlichen Ausdrucksweise geschrieben wäre, also Fachchinesisch!

Und selbst wenn es noch andere Möglichkeiten gäbe, niemand kann die Bank zwingen, Dir ein Darlehen zu geben.
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24.03.2008 22:50 Uhr von jsbach
 
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Bei meiner großen Sparkasse: wurde das noch mal extra bekannt gegeben, dass sie noch nie notleidenen Hyphotheken weiterverkaufen und dies auch in Zukunft nicht machen werden.
Eine faire Sache aber bei der Hypo etc. da mussten schon einige ihr "Hütte" deswegen verkaufen, von den USA ganz zu schweigen.
Es wird ja nicht der Rest eingeklagt, sondern die eingetragene Grundschuld und da geht es meistens den Bach runter und die kaufen das Haus für nen Appel und nen Ei.... Sauerei.
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24.03.2008 23:39 Uhr von christi244
 
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Denkender: Was für ein Rechtsstaat?

Du meinst doch wohl nicht Deutschland damit? ;-)

Deine Erläuterungen aber treffen auf den Punkt. So sieht es nämlich aus!
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25.03.2008 08:20 Uhr von christi244
 
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Denkender: Irgendwie glaube ich, gehst Du hier am Thema etwas vorbei. ;-)

Hier geht es erstmal darum, dass Verbraucher und Wähler wach werden, wie sie verarscht und abgezockt werden mit staatlicher Hilfe.
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25.03.2008 17:04 Uhr von ArrowTiger
 
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Gewolltes Problem? Das Ganze wurde ja von unseren Politikern erst durch eine Gesetzesänderung ermöglicht bzw. vereinfacht. Ich meine, daß ging sogar auf´s Konto von Steinbrück & Co. Die werden sicher ihre (liechtensteinischen?) Gründe gehabt haben...

Möglich ist dies aufgrund der Übertragung von Darlehen und Grundschuld an den Käufer, was bei einer Absicherung per Hypothek nicht der Fall wäre. Wenn man Pech hat, steht man bei einem solchen Verkauf plötzlich mit deutlich höheren Schulden da, als man eigentlich aufgenommen hatte!

Kann man wohl mit einem (natürlich kostenpflichtigen) Abtretungsverbot (oder ggf. einer eindeutig auf das Haus bezogenen Sicherungszweck-Erklärung) und am besten noch einer ständigen Anpassung des Grundschuldbetrags an die bereits getilgte Summe vermeiden. Oder vielleicht begnügt sich ja auch heute noch die eine oder andere Bank mit einer eigentlich völlig ausreichenden Hypothek als Sicherheit? (Ob das alles auch noch bei bereits bestehenden Krediten möglich ist, weiß ich nicht.)

Hier das Ganze etwas weniger "fuselig" erklärt: http://www.merkur-online.de/...

)B-/
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25.03.2008 17:14 Uhr von christi244
 
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Stimmt Arrow: und das sagt uns jetzt was in Bezug auf die Wählbarkeit unserer Parteien?
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27.03.2008 08:43 Uhr von christi244
 
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Denkender: Dem stimme ich zu. Sieh Dir doch nur an, mit welcher Leichtigkeit und Finesse die Leute in Kredite gelockt werden sollen.
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29.04.2008 11:20 Uhr von thongsala
 
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Das schlimme ist, dass es oft Kreditnehmern nicht: mitgeteilt wird. http://www.finanzxl.de
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29.04.2008 19:12 Uhr von christi244
 
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Das Schlimme ist, dass sich kein Mensch einen Kredit aus Jux und Dollerei nimmt und von daher kaum ein "nein Danke" oft möglich ist.

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