22.03.08 17:18 Uhr
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Funkstille seitens des Zentralrat der Juden gegenüber der katholischen Kirche

Durch den Zentralrat der Juden wurde jetzt der Dialog mit der katholischen vorerst beendet. Entweder nimmt die katholische Kirche die Fürbitte hinsichtlich der Erleuchtung der Juden zurück, oder es wird keine Dialoge mehr geben.

Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrat der Juden, zeigte sich sehr enttäuscht hinsichtlich dieses deutschen Papstes, der doch eigentlich die Diskriminierung und Ausgrenzung des Judentums kennen müsste.

Die Formulierung der Fürbitte wird weltweit seitens der jüdischen Verbände als versuchte Missionierung empfunden. Vom deutschen Kurienkardinal, Walter Kasper, hingegen wird die Neufassung der Fürbitte aufrechterhalten, da sie seiner Meinung nach keineswegs eine versuchte Missionierung enthalte.


WebReporter: christi244
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kirche, Jude, Zentral, Zentralrat, Zentralrat der Juden
Quelle: www.spiegel.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2008 16:42 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
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Wie soll man diesen religiösen Pillepipp überhaupt noch ernst nehmen? Na ja, fairerweise muss gesagt werden, dass ja die Juden Jesus nicht anerkennen und irgendwie beschleicht mich auch der Eindruck, dass hier um Akzeptanz des Jesus bei den Juden geworben werden soll. Aber gleich von versuchter Missionierung zu reden, halte ich dann doch für überzogen, denn entweder ich habe mein Credo oder eben nicht.
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22.03.2008 17:39 Uhr von Carry-
 
+12 | -3
 
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und? warum brauchen die überhaupt einen dialog? jede glaubensrichtung soll ihr "ding durchziehen" und nichtmitglieder nicht belästigen.
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22.03.2008 17:49 Uhr von Bokaj
 
+7 | -0
 
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Viele Gläubige behaupten doch, dass ihr Glaube der einzig richtige ist und die anderen an den falschen Gott glauben. Diese Fürbitte ist eine Folge daraus. Aber es ist keine aktive Missionierung. Die Reaktion ist etwas überempfindlich.
Ich finde, der einzelne Mensch entscheidet über seinen Glauben. Einige Moslems reagieren grausam gegenüber Menschen, die vom Islam abfallen. Das Juden auch so eine Angst haben, dass ihre Gäubigen vom Judentum abfallen könnten, verstehe ich nicht.

Fürbitte:
"Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen."

Diese Fürbitte klingt schon so, als ob die Juden nur den Anschluss verpasst haben.

Ach, Religion ist schon ein schwieriges Thema. Vielleicht sollten die Vertreter einer Religion Andersgläubige einfach ihren Glauben gönnen und ganz in Ruhe lassen.
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22.03.2008 17:54 Uhr von SherlockHolmes
 
+11 | -6
 
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Endlich: halten die endlich mal ihr Maul.
Übrigens: Jesus war Jude
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22.03.2008 18:14 Uhr von cheetah181
 
+5 | -8
 
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Gollum, Bokaj, Sherlock: @Gollum: Solche Spinner gibts aber doch in jeder Religion.

@Bokaj: Anscheinend gab es im 15. Jahrhundert schonmal eine ähnliche Fürbitte, die Judenverfolgungen ausgelöst hat. Und Ratzinger gräbt den Mist jetzt halt wieder aus. Definitiv geschmacklos, aber ist man ja von der Kirche gewohnt.

Allgemein zu dem Thema passt wieder dieses Zitat unglaublich gut:
"Out of all of the sects in the world, we notice an uncanny coincidence: the overwhelming majority just happen to choose the one that their parents belong to. Not the sect that has the best evidence in its favour, the best miracles, the best moral code, the best cathedral, the best stained glass, the best music: when it comes to choosing from the smorgasbord of available religions, their potential virtues seem to count for nothing, compared to the matter of heredity. This is an unmistakable fact; nobody could seriously deny it. Yet people with full knowledge of the arbitrary nature of this heredity, somehow manage to go on believing in their religion, often with such fanaticism that they are prepared to murder people who follow a different one." - Richard Dawkins

Man sollte echt für die Erleuchtung des Papstes beten, das Problem ist nur, dass man das Gebet als logisch denkender Mensch ja an niemanden richten kann. :P

@Sherlock: Jesus war Jude und ist, wenn ich mich nicht total irre (man möge mich verbessern), für die heutigen Juden (auf jeden Fall für die Moslems) ein Prophet, zumindest aber ne wichtige Person. Nur eben nicht der Messias. Und eben Sektengründer des Christentums, ob er selbst das so gewollt hat, weiß aber kein Mensch.
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22.03.2008 18:24 Uhr von cheetah181
 
+9 | -3
 
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Chorkrin: Hat mich ehrlich gesagt auch erstaunt, wahrscheinlich ist die sonstige Shortnews-Klientel gerade in der Kirche, wegen Ostern und so.

Aber vielleicht ist deine "Kritik" auch zu vulgär formuliert. Beim nächsten mal am besten statt "Klappe halten" das viele Geld ansprechen, das Deutschland an "die Juden" zahlt. Gute Satzanfänge sind auch "nach 60 Jahren muss doch mal Schluss sein", "Aber in Israel" oder den Begriff "Nazikeule" irgendwo einbauen.
Dann klappts auch mit den +! ;P
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22.03.2008 18:36 Uhr von SiggiSorglos
 
+7 | -1
 
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ich finds lustig: die glauben alle (zusammen mit den Moslems) an den selben Gott.... und trotzdem können die sich auf den Tod nicht ausstehen... einfach immer wieder amüsant.... und hat die Leute immerhin über 2000 Jahre beschäftigt....

wenn ich mir vorstelle, wo wir schon sein könnten, wenn wir nicht durch Religionen gebremst wären... einfach traurig...
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22.03.2008 20:06 Uhr von LoneZealot
 
+4 | -5
 
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Schnell: Wenns antijüdisch ist , sollten einige hier schnellsten Katholisch werden.
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22.03.2008 22:33 Uhr von TequilaFlavor
 
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nicht rassistisch: Das ist keine Diskrinierung.
Die Katholiken glauben, dass alle Juden in die Hölle kommen, weil die den falschen Glauben haben. Insofern ist es doch furchtbar nett um Erleuchtung für die Juden zu bitten.
Antisemitismus(religiös, nicht rassistisch) ist ein Teil des Christentums. Und wir haben hier doch Religionsfreiheit, oder?
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22.03.2008 23:17 Uhr von christi244
 
+4 | -2
 
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Mir scheint doch sehr, dass die katholische Kirche sich nach mittelalterlichen Szenarien der Glaubensverbreitung sehnt. Und ich denke auch, dass hier indirekt ein missionarisches Ansinnen bedacht wurde, denn ganz deutlich verlautbart der gute Bishof Marx aus München, indem er Deutschland zum Missionsland erklärt.

Von daher ist die Kritik von Charlotte Knobloch nicht unberechtigt. Allerdings glaube ich auch, dass Charlotte Knobloch reagieren musste als Vertreterin der Glaubensorganisation ZdJ, denn realistisch betrachtet dürfte auch Frau Knobloch nur zu gut wissen, auf wie wenig Resonanz das Thema Kirche bzw. christlicher Glauben in diesem Land ohnedies stößt, jedenfalls bei denen, die auserkoren sind, missionieren zu sollen, nämlich die Bevölkerung.

Evtl. wird es auch langsam notwendig die entgeltlichen Staatsverträge mit sämtlichen Glaubensorganisationen aufzukündigen, denn scheinbar geht es den Kirchenfürsten zu gut.

Auch eine staatliche Eintreibung der Kirchensteuer sollte dementsprechend aufgehoben werden.
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23.03.2008 01:59 Uhr von Borgir
 
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der zentralrat: sollte das mal lieber öfter machen....einfach mal nix sagen....
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23.03.2008 09:07 Uhr von LoneZealot
 
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@ KampfErdbeere: "...da muss die katholische Kirche doch nichts drum geben."

Richtig. Wieso überhaupt Kontakte?
Wer könnte eigentlich ein ehrliches Interesse haben mit Juden Kontkate zu pflegen, mal von privaten Konatken abgesehen?

"Der Zentralrat hat zuviel Freizeit und meckert öfters, das muss man nicht persönlich nehmen."

Ich bin jetzt mal wirklich böse. Leuten wie Dir wünsche ich die NS-Zeit wieder damit sie mal sehen wie "schön" das Leben damals war. Lernen durch Bücher, Lernen durch Zeitzeugen? Nichts fruchtet, garnichts. Das einzige was hilft ist es beim eigenen Leibe zu erfahren.
Aber selbst DAS bringt nichts.
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23.03.2008 15:36 Uhr von LoneZealot
 
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@ KampfErdbeere: Simpel ausgedrückt , kein Jude darf sich zu irgendwas äussern, selbst wenn es ihn angeht.
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23.03.2008 17:11 Uhr von nettesMädel
 
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ZdJ: Es ist immer interessant wie es der ZdJ schafft einen Bezug zur deutschen Geschichte herzustellen.

Die Missionierung ist nun mal Teil des katholischen Glaubens und in so fern ist vielleicht die Fürbitte etwas unglücklich formuliert (man hätte sich nicht nur auf die Juden beziehen müssen), aber nichts besonderes.

Aber nur weil der aktuelle Papst ein Deutscher ist, wird gleich von Diskriminierung und Ausgrenzung der Juden gesprochen und dass Benedikt das ja "kennen" müsse.

Nun gut...wenn sie meinen.....
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23.03.2008 17:26 Uhr von LoneZealot
 
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@ nettesMädel: "Die Missionierung ist nun mal Teil des katholischen Glaubens und in so fern ist vielleicht die Fürbitte etwas unglücklich formuliert (man hätte sich nicht nur auf die Juden beziehen müssen), aber nichts besonderes."

Unter Karol Woytila gab es dieses Gebet nicht.

"Aber nur weil der aktuelle Papst ein Deutscher ist, wird gleich von Diskriminierung und Ausgrenzung der Juden gesprochen und dass Benedikt das ja "kennen" müsse."

Wäre bei der anderen Nationalität das gleiche gewesen.
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25.03.2008 11:41 Uhr von o-neill
 
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Man: wär des geil, wenn der ZdJ in anderen Angelegenheiten auch mal den "Dialog" (=Gemotze) beenden würde!!!
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25.03.2008 14:20 Uhr von sluebbers
 
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naja: 1. diese fürbitte passt durchaus zur katholischen lehre, auch wenn johannes paul II. darauf verzichtet hat. es zeugt aber nicht gerade von fingerspitzengefühl ratzingers diese wieder zu verwenden.

es ist aber auch nicht überraschend. ratzinger war als kardinal ein so scharfer hund, dass er der chef der kongregation für glaubensfragen wurde. und die ist die nachfolgeinstitution der inquisition. ratzinger war also - bevor er benedikt wurde - quasi großinquisitor.

2. sich über diese fürbitte aufzuregen, passt nun wieder nicht zum jüdischen glauben. das sieht der zentralrat offenbar anders.

manchmal frage ich mich schon mit welchem recht dieser zentralrat für sich in anspruch nimmt für "alle juden in deutschland" zu sprechen. es stimmen nämlich bei weitem nicht alle juden in diesem land mit den positionen des zentralrates überein.
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27.03.2008 22:05 Uhr von jsbach
 
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...sind wir wieder einmal beleidigt: Frau Kobloch oder gehen die Themen aus?

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