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München: Wegen Hitlergruß wurden Touristin und Lkw-Fahrer verhaftet

Wie die Polizei mitteilte, hat am vergangenen Mittwochabend eine 31-jährige Touristin aus Mexiko ausgerechnet auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus den Hitlergroß gezeigt. Während sie für ein Foto posierte, hat der 33-jährige Ehemann sie bei dem heiklen Gruß fotografiert.

Fußgänger haben die Touristen dabei beobachtet und dann die Behörden verständigt. Daraufhin wurden die beiden mexikanischen Touristen verhaftet und erst nach Hinterlegung von 450 Euro Sicherheitsleistung wieder freigelassen.

Fast zeitgleich wurde auch beim Zeigen des Hitlergrußes ein 45-jähriger Lkw-Fahrer aus der Nähe von München vorübergehend festgenommen. Dieser war mit seinem Lkw gegen eine Betonsäule gekracht. Als Passanten dazukamen, hat er nach Besichtigung des Schadens ebenfalls die rechtswidrige Geste gezeigt.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: München, Fahrer, Adolf Hitler, Tourist, Hitlergruß
Quelle: www.sueddeutsche.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2008 18:25 Uhr von jsbach
 
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München, ansonsten die „Weltstadt mit Herz“, versteht bei diesem rechtswidrigen Gruß offensichtlich keinen Spaß. Ob den Touristen bekannt war, dass sie dadurch einen Rechtsbruch herbeiführten?
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21.03.2008 18:58 Uhr von christi244
 
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und anhand wessen machte man fest, dass sie den Hitlergruß meinte? Hat sie "Heil H" geschrien oder nur die Hand erhoben.

Lächerlich sowas! Ausgerechnet Bayern ... sollen die sich erstmal über ihre rechten Politiker hermachen, die richten mehr Schaden an, als diese Touristin.
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21.03.2008 19:33 Uhr von CyG_Warrior
 
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Kleine Anmerkung: Das ist nicht der "Hitler-Gruß", sondern der sg. "Deutsche Gruß".
Wer´s nicht glaubt, kann sich ja mal das "Kaiser Wilhelm-Denkmal" an der Porta Westfalica ansehen.
Dieses Denkmal wurde übrigens noch nie verhaftet. ;-)

Im übrigen sollte man meiner Meinung nach speziell ausländische Touristen bei sowas nicht einfach nur zur Kasse bitten, sondern aufklären...ein Besuch in Polizeibegleitung in (da in München passiert) Dachau hätte bestimmt mehr Wirkung gezeigt als eine Geldstrafe.

http://www.kz-gedenkstaette-dachau.de
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21.03.2008 19:42 Uhr von Lmax1
 
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Sehr dubios das ganze Warum sollte der Lkw-Fahrer nach Besichtigung des Unfalls ausgerechnet einen Hitlergruß zeigen??? Wo ist da der Zusammenhang?

Und bei den mexikanischen Touristen kann man ja wohl davon ausgehen, dass sie dabei weder nationalsozialistisches Gedankengut im Sinn hatten noch verbreiten wollten, sondern einfach nur einen dämlichen Einfall für "lustige" Urlaubsfotos hatten. Und dass Touristen mit solchen doch sehr landesspezifischen Gesetzen nicht unbedingt vertraut sind, sollte man ihnen schon anrechnen.
Wenn ich mir anschaue, was für grotesker Schindluder in letzter Zeit verstärkt mit diesen Rechtsnormen getrieben wird (beispielsweise auch beim Prozess um die "zerbrochenen" Hakenkreuze), dann halte ich es langsam für an der Zeit, bei den Regelungen für "verfassungswidrige Symbole" allmählich eine Bremse gegen sinnwidrige Auslegung einzubauen. Beispielsweise den Zusatz, dass eine Strafbarkeit nur bei Verwendung in eindeutig politisch gemeinten Kontext gegeben ist.
Andererseits ... Wenn ich mir anschaue, wie in letzter Zeit manche Staatsanwälte schon groteske Auslegungen betrieben haben, dann frage ich mich auch, ob dadurch nicht womöglich sogar eine solche Rechtsänderung bewusst provoziert werden soll. Aber das fiele dann schon wieder in den Bereich von "Verschwörungstheorien", und das kann ich mir dann eigentlich doch weniger vorstellen als blinden Eifer und einfaches Übers-Ziel-Hinausschießen ...
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21.03.2008 20:19 Uhr von Pinky_Gizmo
 
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Lächerlich!!!! Fast zur gleichen Zeit findet in Berlin eine Demo statt wo tausende von Palästinensern den Tod Israels und der Juden fordern.
Ich habe nicht gehört das jemand verhaftet wurde.
Tolle Demokratie!!!
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21.03.2008 20:25 Uhr von nee_oda
 
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Deutschland: ist voller Nazis !!!!!!!!!
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21.03.2008 20:54 Uhr von Schwertträger
 
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450,- EUR Sicherungsleistung sind vielleicht zuviel, aber die Verhaftung finde ich gut.

Alleine schon, um Touristen zu zeigen, dass wir es nicht lustig finden, 60 Jahre nach dem Krieg immer noch mit Hitler identifiziert zu werden. Die werden den Vorfall bestimmt zuhause weitererzählen.

Ausserdem gibt es Infotexte über den Sachverhalt auch in englisch, den auch Mexikaner verstehen dürften. Von daher kann man auch von ausländischen Touristen erwarten, ein wenig Feingefühl an den Tag zu legen.

Wenn ein Deutscher in Amerika in einem Indianerdorf Kriegsgeheul ausgestossen und in Richtung der Indianer "peng, peng" gerufen hätte, hätten wir doch auch (mit Recht) gemosert, wie unsensibel sich die Deutschen im Ausland benehmen bzw. dass man sich ja auch mal vorher schlau machen könnte über Land und Leute.
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21.03.2008 21:06 Uhr von christi244
 
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Schwert: Wenn das so toll war, wieso setzen sich dann die Bayern nicht dafür ein, dass die rechte Brut in der CDU/CSU verschwindet. Das wäre sicherlich sinnvoller, als irgendwas an kleinen Touristen auszutoben, wozu man sich Richtung oben nicht traut.
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21.03.2008 21:11 Uhr von Schwertträger
 
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@christie: Beides halt ! Sicher wäre es wünschenswert, dass die rechte Brut in CDU/CSU verschwindet, aber das wäre ein Ding, dass Wähler und Ortsvereine leisten müßten.

Hier wurde die Polizei gerufen und mußte dann irgendwie tätig werden. Das ist was anderes.

Aber natürlich könnten die Bürger, die die Polizei riefen ,auch aktiv was gegen die inländischen Rechten tun, da hast wohl Recht.
Vielleicht tun sie´s ja, wer weiss?
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21.03.2008 21:40 Uhr von christi244
 
+1 | -1
 
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Schwer: Was hier durchkommt ist für mein Empfinden diese Denutiations-Mentalität.

Zu feige, sich mit oben auseinanderzusetzen und andererseits aber groß aufspielen.

Lies mal, da steht, dass die Bullerei erst durch Passanten drauf gestoßen wurde. Dass die Bullerei eingreifen musste, das war eh klar und denen gilt auch nicht der Vorwurf.
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21.03.2008 21:49 Uhr von Lmax1
 
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Jurastudium vor einer Auslandsreise erwarten? "Ausserdem gibt es Infotexte über den Sachverhalt auch in englisch, den auch Mexikaner verstehen dürften"

Vermutlich gibt es ungefähr 32.000 Dinge, die hier in Deutschland anders sind als in Mexiko, und man kann sicher nicht erwarten, dass jeder Tourist alle Fettnäpfchen kennt. Man kann womöglich erwarten, dass ein Tourist die Bestimmungen kennt, mit denen ein Reisender typischerweise konfrontiert wird - aber der Umgang mit dem "Hitlergruß" gehört sicher nicht dazu.
Es mag eine superpeinliche Idee sein, so für ein Foto zu posieren. Und man sieht es als Deutscher sicher auch nicht gern, wenn jeder Tourist bei "Deutschland" automatisch gleich an Nazis denkt und es daher für eine gute Idee hält, derartige Erinnerungsfotos mit nach Hause zu nehmen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Schutz vor derartigen "Peinlichkeitsgefühlen" bei den Regelungen zu verfassungsfeindlichen Symbolen nicht gerade im Vordergrund stand. Man kann also durchaus von einer Auslegung sprechen, die dem "Sinn" dieser Gesetze nicht entspricht.
Ehrlich gesagt finde ich es, wenn man von jedem Touristen erwartet, dass er mit sämtlichen deutschen Befindlichkeiten vertraut ist, viel bedenklicher als so einen Spökes. Das klingt schon sehr nach "deutschem Wesen für die Welt". Aber andere Staaten haben nun mal andere nationale Traumata und vermutlich wichtigeres zu tun, als für einen einfachen Urlaub erst mal die komplette deutsche Staatsbürgerkunde zu büffeln.

Und andererseits regen deutsche Urlauber sich auf, wenn sie nicht überall oben ohne am Strand liegen dürfen, in manchen Ländern nur mit staatlichem Führer unterwegs sein dürfen etc.
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21.03.2008 21:57 Uhr von christi244
 
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Lmax: Genauso sieht es aus.

Die äußerliche Erziehung im Land scheint zu wirken. Nur mental hinken wohl so einige Deutschländer sehr hinterher und wollen nicht sehen, was sich in ihren Breiten abspielt oder wollen es nicht sehen.

Klar, es ist einfacher, sich auf ein paar Turis zu stürzen, als es den Oberen zu zeigen. Hier passt doch was nicht!
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21.03.2008 21:59 Uhr von christi244
 
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Sunshine: Na so empfindlich können sie nicht sein, denn sie schreien ja noch heute nach CSU/CDU!!!

Von daher ... ;-)
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21.03.2008 22:10 Uhr von Schwertträger
 
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@Lmax u. christie44: Da widerspricht sich aber was. :-)


Vorweg: Sicher kann und soll ein Touri nicht wissen, was hier in Deutschland alles anders ist, als zuhause. Klar.


Aber wenn sie sich schon ein wenig mit dem Land befasst haben und dabei auf Hitler gestossen sind (warum sollten sie sonst mit dem Gruß für´s Foto posieren, sollten sie auch drauf stossen, dass der mittlerweile verboten ist.
Es gibt ein paar Dinge, die relativ allgemein bekannt sind und auch in besseren Reiseführern stehen.

Dass die Polizisten es auch bei einem bösen "Du! Du!" und/oder einer Belehrung hätten belassen können, ist klar, so aber wirkungsvoller.

Auch klar, dass das Gesetz nicht für solche Fälle gedacht ist.



@christie44: Ebenfalls klar, dass genauso gut die Denunzianten selber Rechte waren, denen die ausländischen Gäste nicht passten und denen sie auf diese Weise eins auswischen konnten.

Und sicher, ich sag´s nochmal, sollten dieselben Leute auch oder besser im eigenen Bundesland nach echtem rechten Gesindel suchen.


Das die Denunzianten die Verursacher waren und nicht die Polizei die Schuldige, hatte ich aber in meinem Beitrag bereits geschrieben, das hattest Du in Deiner Antwort übersehen.
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21.03.2008 22:17 Uhr von christi244
 
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Schwert: Es müssen keine Rechten gewesen sein ... lediglich sich aufspielende Deppen, die sich mal so richtig zivilcouragiert fühlen wollten ... wo es nonsens ist.

Nein Schwert, ich wollte nur klarstellen, dass auch ich in diesem Fall die Bullerei nicht für die wesentliche Sache halte, sondern eben diese großkotzigen Deppen.
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22.03.2008 11:28 Uhr von Lmax1
 
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An den Haaren herbeigezogen: "Aber wenn sie sich schon ein wenig mit dem Land befasst haben und dabei auf Hitler gestossen sind ... Es gibt ein paar Dinge, die relativ allgemein bekannt sind und auch in besseren Reiseführern stehen."

Ehrlich gesagt - nein. Auf den Zusammenhang Deutschland/Hitler kommt so ziemlich jeder Hinterwäldler, auch ohne sich speziell mit Deutschland zu beschäftigen. Dazu muss man nicht mal einen Reiseführer gelesen haben, sondern nur mal vom 2. Weltkrieg gehört. Auch in den USA werden ja immer wieder mal Leute "ausgegraben", die nicht mal wissen, dass Hitler schon tot ist - aber von ihm gehört haben sie trotzdem.

Die Kenntnisse der Geschichte bedingen also keinesfalls Kenntnisse der gegenwärtigen Rechtslage, und es gibt viele tausend mal mehr Quellen, aus denen ein Tourist von ersterem gehört haben kann, als solche, in denen zwangsläufig das das eine mit dem anderen verknüpft ist.
Ich sehe also zwischen der Assoziation "Deutschland-Nazis" dieser Touristen und ihrer Unkenntnis der Rechtslage keinen Widerspruch. Eher halte ich es für konstruiert, dazwischen einen Zusammenhang sehen zu wollen.

Um das mal mit einem anderen Beispiel zu illustrieren: Von den Vorgängen auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" in China habe ich schon gehört. Ich wüsste jetzt allerdings nicht, was man dazu sagen/fragen oder sonstwie beachten müsste, wenn man in China ist. Vermutlich würde ich davon ausgehen, dass man an diesem Thema gar nicht rührt, und ich würde bei einem Chinaurlaub krampfhaft alles vermeiden, was auch nur den Anschein eines politischen Kommentars zu diesem Thema erweckt.
Und zwar würde ich das deshalb tun, weil ich China nicht für ein freiheitliches, demonkratisches Land halte. Wenn diese mexikanischen Touristen Deutschland anders eingeschätzt haben, sollte man sie nicht unbedingt eines Besseren belehren. Wirkungsvoll war die Maßnahme womöglich - aber in erster Linie in Bezug auf die Rufschädigung unseres Landes, das dadurch in die Nähe irgendwelcher autokratischer Systeme mit dubioser "Gesinnungsgesetzgebung" gerückt wird.
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22.03.2008 17:07 Uhr von tutnix
 
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@ Pinky_Gizmo: selbst schuld, wenn du den müll glaubst, der bei pi und konsorten verbreitet wird.
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24.03.2008 20:03 Uhr von Schwertträger
 
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@Lmax: Da gehen unsere Ansichten auseinander :-): Ich stimme mit Dir überein, dass Touristen sicher nicht die juristischen Feinheiten in der Bundesrepublik kennen oder kennen müssen. So meinte ich das ja auch nicht.

Was ich sagen wollte, war genau das, was Du jetzt am Beispiel China aufzeigst. Ich erwarte einfach, dass Touristen - eben in Unkenntnis etwaiger Feinheiten - generell mit manchen Themen vorsichtiger umgehen.
Ich hätte beispielsweise als Mexikaner sowas nie gewagt, weil ich nicht gewusst hätte, ob die Deutschen da Spaß verstehen (also ganz unanbhängig von Gesetz und Polizei hätte ich Angst gehabt, den Kopf gewaschen zu bekommen).

Worauf ich hinaus will, ist menschliches Feingefühl, Einfühlungsvermögen, Emphatie, Anstand und Takt.


Du würdest den Platz des himmlischen Friedens ja vielleicht schon deshalb nicht ansprechen, weil Du ja nicht wüsstest, ob Dein Gegenüber dort nicht jemanden verloren, oder durch die geschehnisse dort im Knast gelandet wäre. Mir ginge das jedenfalls so.
Ich würde z.B. in China auch nicht die Internetzensur ansprechen, wenn mein Gegenüber das nicht von sich aus täte, weil ich es unhöflich fände, ihn mit der Nase auf seinen Nachteil zu stossen, zu dem, wo ihm meine Entrüstung über den Umstand der Zensur ja nun überhaupt nichts nützt.

Ich hoffe, ich konnte etwas klarer machen, was ich meine. :-)

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