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25 Prozent aller Studenten des Lehramts empfinden ihr Studium als Notlösung

Lehramtsstudenten bekommen nach einer Studie eine schlechte Benotung. Eine große Zahl an Studenten betrachtet ihr Studium lediglich als Notlösung, da Alternativen fehlen.

Befragt wurden nach dem Zufallsprinzip 1.100 Studenten in Baden-Württemberg. Die Studie läuft seit 1995.

Eine Befragung nach vier Berufsjahren stimmte zwischen dem Typ und dem Ausmaß der berufseigenen Belastungen überein. Ein Fazit der Studie: Diejenigen Lehrer, die sich besonders beklagten, sind wahrscheinlich diejenigen, die sich in ihrem Job niemals wirklich engagiert haben.


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WebReporter: christi244
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Prozent, Student, Studium
Quelle: www.rp-online.de

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39 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2008 22:10 Uhr von christi244
 
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Na bravo ... wen also wundert es, dass es nur noch bergab gehen kann im Bildungssystem. Jetzt haben wir nicht nur Idioten in Nadelstreifen, nein, auch noch in Lehrergestalt.
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21.03.2008 09:45 Uhr von Iokaste
 
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naja eine Studie, die nur das zu Tage fördert, was den meisten Schülern schon bewusst war, aber es gibt immer zwei Seiten, viele Lehrer verlieren ihre Motivation auch mit den Jahren, je nachdem an welcher Schule sie eingesetzt sind und wie sich die Schüler dort verhalten.

Ansonsten wollen zwei meiner Freundinnen Lehrerin werden...bei denen fehlt nicht die Motivation :))
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21.03.2008 10:21 Uhr von Duke82
 
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ich nehme an dass die meisten Lehramt studieren weil sie da am ehesten eine Arbeit bekommen. Auch wenn es nicht ihr Traum ist, Lehrer zu werden. Ich denke da z.B. an die Kunst-, Geschichts- und D/GB/F-Lehrer. Diese Fächer sind teilweise auch schön überfüllt im Studium.
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21.03.2008 10:22 Uhr von Der Erleuchter
 
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Nur weil sie das Studium als Notlösung: ansehen, heißt das ja noch lange nicht, dass sie später ihren Job schlecht machen. Aus der Not das Beste machen, heißt es doch so schön.
Ist schon toll welche Fazits man in einer Studie ziehen darf, ohne stichhaltigen Beweis.

Was bringts denn wenn die Lehrer motiviert sind, die Schüler aber dumm und faul? Wie hoch ist wohl der Prozentsatz an motivierten Schülern in einer Klasse - 5%??? Das sind dann die Streber.
So zieht sich das halt durch das ganze Leben...
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21.03.2008 10:42 Uhr von 2buckZ
 
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"Eine Befragung nach vier Berufsjahren stimmte zwischen dem Typ und dem Ausmaß der berufseigenen Belastungen überein."

um den satz auch nur ansatzweise deuten zu können, musste ich erstmal in die quelle reingucken. das sollte man vielleicht nochmal neu formulieren...
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21.03.2008 10:47 Uhr von lossplasheros
 
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@Duke82 - job: sei dir da aber mal nicht so sicher
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21.03.2008 10:59 Uhr von Katatonia
 
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@Der Erleuchter: Es gibt in der pädagogischen Arbeit keine "dummen" und "faulen" Schüler. Mit guter und individueller pädagogischer Arbeit erreicht man jeden Schüler. Wenn ein Schüler nicht motiviert, dann muss man ihn motivieren. Deine Vorurteile halte ich höchstens für dumm, weil du davon ausgehst, ein Mensch sei per se schlecht. Das ist aber Unsinn! Unmotivation hat seine Ursprünge. Man ist eben nicht per se unmotiviert, sondern wird dazu gemacht. Anreize müssen her.

Und was ich ganz bedenklich halte, wenn es bei dir nicht möglich sei "Dumme" zu fördern, was ist dann mit geistig behinderten Mensch? Sind die jetzt auch schuld an ihrer Behinderung und sollten nicht gefördert werden? Entschuldige, aber deine Schlussfolgerungen sind einfach nur unüberlegt.

Der Schüler ist da. Die pädagogische Arbeit formt den Menschen, nicht der Mensch die pädagogische Arbeit. Und das ist bezogen aufs Gesamte - mir ist schon klar, dass pädagogische Konzepte von einzelnen Menschen ausgearbeitet wurden.

Wenn wir also Problemkids haben, bringt es überhaupt nichts mit dem ´Finger drauf zu zeigen und zu sagen, du bist zu "dumm" und zu "faul", deswegen bist du an deiner Situation selbst schuld und stellen die weitere Bildung für dich ein.

Übrigens: Was aus der Not das Beste machen, sieht man live an deutschen Schulen - eine einzige Katastrophe für den Bildungsstandort Deutschland.

Was schließen wir aus deinem Beitrag? Entweder hast du mit dem sozialen und pädagogischen Berufsfeld nichts zutun oder du warst verkatert, als du den Beitrag geschrieben hast.
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21.03.2008 11:29 Uhr von fasti_1
 
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ich seh das anders "Eine große Zahl an Studenten betrachtet ihr Studium lediglich als Notlösung, da Alternativen fehlen."

ich glaube an alternativen mangelt es im moment nicht bzw. hat es noch nie und wird es auch in zukunft nicht mangeln.

es sieht wohl mehr danach aus, dass die die angehenden lehrer für alternativen einfach unbrauchbar sind. wenn ich mir manchen aktiven lehrer in der freien wirtschaft vorstellen müsste, wäre das durchaus von spass gezeichnet :P
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21.03.2008 11:42 Uhr von fckbuck
 
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Meinung des Autors Absoulut blöde Meinung des Autors!!!! Was soll das?? Idioten in der Lehreranstalt. Ist eine Frechheit!!!
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21.03.2008 12:50 Uhr von Ru5hh0ur
 
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hatten: wir die nachricht vor 6-8 wochen nicht schonmal hier?


ich mache bald mein abitur und kann aus erfahrung sagen, dass 70% aller lehrer für den beruf lehrer nciht geeignet sind
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21.03.2008 13:13 Uhr von Summersunset
 
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ja und?! 25% der Juristen sehen ihr Studium nur als Notlösung, 25% der BWLer...letztens habe ich ein Mädchen getroffen, was allen ernstes meinte, sie würde Forstwissenschaften nur studieren, weil sie keine Ahnung hatte, was sie studieren sollte ;-)

Ich will gar nicht wissen, wieviele Eheleute ihre Partner als Notlösung ansehen ^^

Die unmotivierten Lehrer in der Schule haben weniger mit dem Studium, sondern eher mit dem System zu tun. Der Beamtenapparat ist viel zu starr als dass sich Motivation lohnen würde. Wenn man sich in der Schule und zuhause bei Vorbereitungen den A**** aufreißt, wird man genauso bezahlt und befördert als wenn man aus einem Buch abliest und zuhause nur seinen Hobbys nachgeht.
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21.03.2008 14:20 Uhr von eimma
 
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ist doch ned wirklich viel: 25% bedeutet immerhin das es 75% aller wirklich WOLLEN
wenn man dann noch bedenkt wie viele eh durchfallen (ka wie das beim lehramt ist bei meinem studiengang sind es aber mal lockere 66% druchfallquoten)

da kommen dann wohl die die das eh nur aus not machen meist eh nicht weit
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21.03.2008 15:09 Uhr von Sharillon
 
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Kennt wer das noch? Man kriegt gerade nen frischen neuen Referendar, der dann schon bald Lehrer an der Schule wird. Er ist die ersten 2-3 Jahre ein super Lehrer, immer für die Schüler da, er ist motiviert und hilft jeden Schüler und sein Privatleben ist auch nicht Tabu.

Und dann nach etwa 2-3 Jahren merkt man, dass er genug hat. Schüler sind für ihn eine Last, er scheint keinen Spaß mehr am Unterricht zu haben, er geht seinen Stoff durch ohne große "Innovationen" in der Lehrmethodik etc.


Sowas musste ich fast bei jedem neuen Referendar bzw. Lehrer erleben. Gab auch nen paar, die geblieben sind, wie sie anfangs waren, aber das war die Ausnahme ;)
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21.03.2008 16:08 Uhr von nurichweißbescheid
 
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Unter Lehramt: erhoffen sich nunmal viele ein einfaches Studium mit guten Jobchancen und schönen Randbedingungen (Ferien, vermeintlich nur halbtags arbeiten etc.). Wer stellt sich da schon die Frage, ob er als Pädagoge geeignet ist? Das findet man auch nicht im Studium heraus, frühestens wenn man zum ersten mal in einem Praktikum oder spätestens als Referendar vor einer Klasse steht. Und wer schmeisst dann schon sein bisheriges Studium um.
Lehramt gehört meiner Meinung nach zu den einfachsten Studiengängen, aber ein guter Lehrer zu sein, ist trotzdem ein sehr harter Job.
@Katatonia: Leider ist es keinem Lehrer mehr möglich, individuell auf jeden Schüler einzugehen und so sein pädagogisches Potential und seine didaktischen Fähigkeiten auszuschöpfen. ein voller Lehrplan muss durchgeballert werden, nimmt der Lehrer auf die langsameren Schüler Rücksicht, verbaut er dem Rest die Chancen auf vertiefendes Wissen und gute Noten (im späteren Studium). Ein Lehrer muß heute einfach Frontalunterricht geben und kann nicht auf sein "Publikum" reagieren. Also gibt es sehr wohl dumme und faule Schüler, auch aus pädagogischer Sicht. Wer nicht einsieht, das er bei dem Tempo nicht mithalten kann, und daraus nicht den Schluß zieht, etwas mehr zu lernen (wozu man mit dem Abitur nach 12 Jahren ja ohnehin gezwungen ist) sondern den Schluß zieht, die anderen zu stören, der kann auch nicht von einem noch so guten Lehrer motiviert werden. Dieser Schüler ist nichts anderes als dumm und faul, nur in der Pädagogik nennt man das dann einfach freundlicher, was nichts daran ändert.
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21.03.2008 16:13 Uhr von NetCrack
 
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Das dürfte nicht nur auf Lehramt zutreffen. Würde mich mal interessieren wie viele BWL Stundenten ihren Studiengang auch nur gewählt haben weil sie nichts besseres gefunden haben oder dort nicht reingekommen sind. Man spricht sogar davon das 36% aller erstmals Studierenden ihr Studium abbrechen - für die kann die Studiengangwahl ja dann auch nicht die optimale Lösung gewesen sein.
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21.03.2008 16:19 Uhr von Der Erleuchter
 
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@Katatonia: Gut geraten - lass mich raten, Frau Dipl.-Sozialpädagogin? Obwohl ein Diplom ja kein Anredetitel ist. Zudem müssen Sozialpädagogen häufig während ihrer Studienzeit nicht eine einzige Prüfung machen, sondern sich mit ein paar Hausarbeiten ihr Diplom schwöööör erarbeiten müssen.... Für die theoretischen Weltverbesserer :
Doch es gibt dumme und faule Schüler, nur der weltfremde Pädagoge glaubt, dass unendlich viel Zeit für einen einzigen Schüler aufgewendet werden kann ohne ~25 andere Schüler zu vernachlässigen. Man kann eben nicht 5 Betreuer in eine Klasse setzten, da gibts kein Geld für. Motivation kommt nicht von pädagogischem Zureden, sie ist eine individuelle Entscheidung. Nun dumm ist zugegebenermaßen eine harte Beschreibung - sagen wir besser - nicht geeignet, auch wenn es die Eltern (und mancher Sozialpädagoge ohne Lehrerfahrung) oft nicht wahrhaben wollen, dass sie ein genetisch mangelhaftes Produkt (nein nicht geistig behindert, nur nicht Klein-Einstein) hervorgebracht haben. Jetzt mit dem Argument von geistig Behinderten zu kommen ist doch ein bisschen mager. Es ist durchaus möglich Menschen zu fördern und auch sinnvoll, wenn Zeit und Kosten in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Wenn ein Behinderter dadurch sein Leben alleine in den Griff bekommt, bitteschön, hat keiner was dagegen. Aber man braucht auch gute Handwerker und Hilfsarbeiter. Man muss nicht jeden zum Uni-Studium fördern. Das deutsche Bildungssystem bietet zudem sehr viele Chancen und gute Ausbilder und Lehrer. Es gibt kaum ein Land in man auf so viele verschiedene Arten seinen Hochschulzugang bekommt ohne Abitur gemacht zu haben und außer in ein paar skandinavischen Ländern wird kaum irgendwo sonst so intensiv die Sprachentwicklung von Zugewanderten gefördert oder Förderschulen und Fördermassnahmen finanziert.

Die Eltern sollten sich nicht so häufig einmischen, dass ist ein augenfälliges Problem heutzutage. Die Kinder werden statt von daheim angetrieben zu werden, doch nur noch mit dem sprichwörtlichen Zuckerbrot gefüttert. Es sind halt immer die bösen, bösen Lehrer...
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21.03.2008 16:40 Uhr von Onkeld
 
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allein wenn: ich nur daran denke, daß bei uns die referendaren die klasse mit süßkram versprechung während ihrer "prüfung" ruhiggestellt haben, bekomme ich das kotzen....

da wundert mich die studie auch nicht, bzw sagt sie mir auch nichts was ich nicht wusste...

traurig aber wahr.
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21.03.2008 18:04 Uhr von Katatonia
 
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@Der Erleuchter: Nein, da hast du vollkommen daneben geraten. Und um Defizite beim Pädagogik-Studium oder einer Ausbildung im sozialen Sektor geht es hier nicht. Denn dann könnte ich dir ebenfalls noch viele andere Berufssparten und Studiengänge nennen, wo es vorne und hinten nicht hinhaut. Natürlich läuft da einiges schief, da sind wir doch einer Meinung.

Aber es war zu erwarten, dass du noch Ausreden jappst und nichts zu begreifen scheinst. Am dreistesten wird es dann noch, wenn du mit deinem Unwissen mir und uns etwas erklären willst. Das ist in etwa so, als würde mir ein Bäcker ein Anzug nähen wollen.

Aber ersteinmal zu deinen vielen Punkten:

1. ein einziger Pädagoge kann sich natürlich nicht individuell um 25 Kinder kümmern. Genau deswegen gibt es hier auch ein größeren Betreuungsschlüssel aus verschiedenen Arten von Pädagogen.
2. Natürlich ist für einen größeren Betreuungsschlüssel das Geld da und es muss auch da sein. Bist du Bildungspolitiker? Nein! Wenn wir am Betreuungsschlüssel nichts ändern, ändert sich auch nicht viel am Wissen der Kinder und Jugendlichen.
3. du hast noch immer überhaupt nicht begriffen, wieso es absolut dümmlich ist, Menschen als "dumm" und "faul" per se hinzustellen.
4. Menschen sind nicht von Geburt an "dumm" und "faul", sondern in ihrem Leistungsvermögen individuell. Deine Stigmatisierung ist natürlich einfach und schnell, aber sie dient wahrlich nicht der intelligenten Betrachtung. Ich möchte mich nichteinmal trauen, geistige behinderte Menschen als "dumm" und "faul" hinzustellen, weil es einfach nicht der Wahrheit entspricht. Oder nehmen wir einen Autisten, ist er "faul", weil er schlechter mit seiner Außenwelt kommunizieren kann und damit weniger Leistungsfähig ist?
5. mit einem guten pädagogischem Konzept, bedarf es keiner unendlich langen Zeit für ein Schüler. Jeder kann lernen, eben aber auf seinem natürlichen und individuellen Niveau. Pädagogik ist dazu da, dieses Niveau zu analysieren und damit zu arbeiten. Das ist die simple Idee hinter einer individuellen Förderung.
6. andere Länder machen gute Erfahrung. Nur leider gibt das dein Wissensstand anscheinend nicht her.
7. Motivation definiert sich auch nicht nur über ein pädagogisches Zureden, sondern pädagogische Arbeit ist bei weitem mehr als nur Zureden. Insofern hast du hier nicht weit genug gedacht.
8. Wenn du Motivation auf eine Entscheidung allein begrenzen willst, muss ich dir sagen, Motivation entsteht immer erst durch Reize, sprich der sozialen Umwelt und den Lebensumständen! Ein Ball rollt auch nicht von alleine. In deiner Logik jedoch schon. Wie soll das gehen?
9. Es wird nicht jeder zum Studium gefördert. Deutschland besitzt eines der schlechtesten Abitur- und Studienabschlussquoten Europa- und Weltweit. Daher sind deine Überlegungen fern jeglicher Realität.
10. Ich konnte ehrlich gesagt, bis jetzt noch keine guten Ausbilder und Lehrer im deutschen Bildungssystem kennenlernen. Es ist für jeden Einzelnen ja auch nunmal eingeschränkt, logisch.
11. Du scheinst dich noch nicht mit vielen Bildungssystem anderer Länder beschäftigt zu haben. Es ist doch logisch, dass man in anderen Ländern weniger Arten besitzt, zur Hochschule zugelassen zu werden, weil man dort schlichtweg eine einheitlichere Bildung hat, als hier. Was soll denn an dem Flickenteppisch und den vielen Arten positiv sein? Nix! Trotzdem besitzen sämtliche Länder Europas, ausser zwei Ausnahmen, eindeutig bessere Abitur- und Studienabschlussquoten. Und nein, nicht weil alles einfach ist.
10. Die Sprachförderung für Zugewanderte ist nach meiner Ansicht noch immer mehr schlecht, als recht. Das haben auch sämtliche Bildungstests wieder eindeutig ergeben. Und Volkshochschulen sind nun keine Erfindung der Deutschen, es gibt sie in sovielen Ländern. Sie haben also nicht viel qualitativen Backround.

>>Es ist durchaus möglich Menschen zu fördern und auch sinnvoll, wenn Zeit und Kosten in einem sinnvollen Verhältnis stehen.<<

Es ist erschreckend zu sehen, wie du Leben auf Kosten/Nutzen/Zeit beschränkst. Ein schwerst-mehrfach behinderte Mensch mit Spastiken, etc. wird sicherlich nicht deinem Bilde entsprechen, er wird nie ein eigenständiges Leben führen können. Hat er also seinen Anspruch auf Förderung verwirkt? Ich glaube eher, du hast überhaupt keinen Blickfeld für das breite Spektrum von Konzepten zur Förderung und der Förderung selbst. Wie sollte das auch mit der Ansicht zum Leben funktionieren...

Dein letzter Absatz ist mir zu schwammig. Bei was sollten sie sich denn nicht so häufig einmischen? Aber du hast recht, es läuft viel fehl, auf beiden Seiten. Ich werfe Lehrern im Grunde auch nicht viel Negatives vor, denn es ist das Bildungssystem, was so derart viele schlechte Pädagogen hervorbringt, wovon viele nichteinmal als Pädagogen tauben. Dazu wurde gerade erst wieder etwas auf Spiegel.de und der SZ.de veröffentlicht.

Schonmal im sozialen Bereich gearbeitet? Würde mich wundern... ;)
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21.03.2008 18:51 Uhr von Summersunset
 
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@Katatonia: Nur eine Sache kurz; Studium ist nicht gleich Studium und Abitur ist nicht gleich Abitur in Europa. In Schweden zum Beispiel zählt fast jede Ausbildung als "Studium", obwohl praktisch kein Unterschied zu einer deutschen Ausbildung besteht. Wenn wir hier in Deutschland jede Ausbildung, bei der man auch die Berufsschule besuchen muss, nun als Studium-light o.ä. ummünzen, kommen wir auch auf sagenhafte 80% Studienquote wie im hohen Norden.

Allein schon die Vorstellung, dass wirklich 80% einen "richtigen" Hochschulabschluss erwerben würden, ist doch lächerlich. So viele Studierte brauchen wir nun wirklich nicht. Ein Arzt braucht gut und gern 4 oder mehr Arzthelferinnen, ein Jurist braucht mehrere Rechtsfachangestellte und wer soll dir die Haare schneiden, dein Haus bauen, dir Sachen verkaufen und die Post bringen, wenn dafür nur noch 20% übrig wären.
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21.03.2008 18:59 Uhr von Nehalem
 
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Unsere Deutschlehrerin ist (mMn) das beste Beispiel für eine gute Pädagogin. Wenn wir aufmerksam sind und uns anstrengen belohnt sie uns. Für mich ist das keine Bestechung sondern schlichte Motivation.

Bspw. haben wir nach ihrer Lehrprobe einen Film (zum Thema) geschaut und nebenher Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Jeder Schüler unserer Klasse freut sich auf den Deutschunterricht, niemand murrt wenn unsere Lehrerin hereinkommt.

Für mich ist das perfekte Pädagogik, unser Notenschnitt ist um eine glatte Note nach oben gerutscht. Einfach toll ;)

Grüße
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21.03.2008 19:20 Uhr von Katatonia
 
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@Summersunset: Mir ist bewusst, dass das duale Ausbildungssystem europaweit in Deutschland und Österreich mit Abstand einen hohen prozentualen Stand hat und weniger z.b als in Schweden.

Das duale System aber als Studium light zu verkaufen und damit indirekt einen Vergleich zu machen, halte ich für weniger gut.

Ansonsten ist ein Vergleich generell schlecht anzustellen. Das eine sind Hochschulen und Universitäten, das andere Berufsschulen. Während das deutsche Abitur zwar einheitlicher wird, dennoch das Zentralabitur sehr unausgegoren und kritisch zu sehen ist, wird das schwedische Zentralabitur landesweit und einheitlich bewährt durchgeführt. Es machen über 80% der Schüler ein einheitliches Abitur. Das ist hierzulande nicht der Fall. Egal ob du es dir nun vorstellen kannst oder nicht, es ist so. Aber eben typisch deutsche Denkweise: Was er nicht kennt, darf eben nicht sein.

Ob wir soviel Studierte brauchen, kannst du sicherlich nicht beurteilen, weil du ein ganz anderes Bild vom Studierten hast. Du kennst das Bild des elitären Studierten. Das ist in vielen anderen Ländern aber nicht der Fall. Dort wird das Studium als wichtig für jeden und dem Staat angesehen. Eine ganz andere Denkweise dazu. Hinzu kommt nochmal das deutsche Bild einer Hochschule. Wir alle wissen, wie ineffizient deutsche Universitäten zum größten Teil sind. Schlechte Lehrpläne, zu wenig Praxis, miserable Pädagogen und und und. Das ist in anderen Ländern und Univsersitäten ganz anders. Ich will ja nichts im Einzelnen schlecht machen, Leuchttürme gibt es zum Glück, aber im Grunde ist nunmal vieles schlecht im deutschen Bildungssektor. Ja leider. Wäre schön, wenn es nicht so wäre.

Und am Ende tust du so, als gebe es in Schweden keine Friseure, Postler, Arzthelferinnen oder Rechtsfachangestellte. Also überleg doch mal selbst! ;)
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21.03.2008 19:28 Uhr von Katatonia
 
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Noch etwas: Es wird nicht einfach eine Ausbildung zum Studium umdeklariert, sondern auf Fachhochschul oder Universitätsniveau angepasst. So sollte es zumindest sein, was ein wichtiger Punkt ist, weil viele sicherlich denken, dass dem reel vorallem in Deutschland, nicht der Fall ist.

Beispiel Erzieher: Während der Beruf damals auch von Hauptschulabsolventen begonnen werden konnte, wird heutzutage ein Fachabitur, Abitur oder eine bereits gemachte Ausbildung vorrausgesetzt und an Fachschulen gelehrt. Mir ist das für unsere Kinder noch nicht genug, dennoch sind die Ausbildungsinhalte niveautechnisch gestiegen, um eine bessere Qualität bei der Erziehung zu erreichen.
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21.03.2008 19:42 Uhr von Summersunset
 
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@katatonia: Jep, die gibt es da und zwar weil sie es gelernt haben ;-) und zwar sicher genügend und von denen wird niemand eine klassische Hochschulausbildung absolviert haben. Was ja auch gar nicht schlimm ist, Gott bewahre.

Was gegen den elitären Studenten einzuwenden ist, versteh ich noch nicht ;-) mMn begründet ein Hochschulstudium nun mal eine akademische Laufbahn und da werden andere Schwerpunkte gesetzt. Wer Praxisbezug will, soll Praktika machen oder ein duales Studium absoliveren oder an die FH gehen. Die Möglichkeiten sind alle gegeben, nur würde ich es schlecht finden, wenn die Uni dadurch verwässert würde.
Genauso bin ich sehr sehr glücklich darüber, dass endlich Inhalt über Pädagogik gestellt wird. Der Prof bringt es vielleicht schlecht rüber aber das was er erzählt ist hochinteressant. In der Schule war es ja gerne andersrum. Die Lehrer haben sich Mühe gegeben den Stoff möglichst schön zu präsentieren, nur war der Stoff flach wie eine Pfütze im Vergleich zum Meer der Universität.

Ich sehe die deutsche Uni nicht schlecht, sondern es herrscht ein simples Bewertungsproblem. Die Uni soll Akademiker herausbringen, die FH Praktiker. Beides ist gut und beides wird gebraucht. Wieso immer dieser Zwang aufkommt alles miteinander vermischen zu wollen,verstehe ich nicht. Am Ende kommt nämlich nichts bei raus. Die Lehrpläne werden nur flacher und die Uni-Praktika sind auf Grund der zu vermittelnden Masse an Studenten auch nicht wirklich nützlich.

Klar, es gibt auch ein paar Probleme an der Uni aber Probleme gibt es überall.
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21.03.2008 19:54 Uhr von Summersunset
 
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aber Katatonia: Dein Beispiel zeigt sehr gut das falsche Denken. Wieso muss ein Erzieher ein Abitur haben und an die FH gehen?
Meinen Kindern soll im Kindergarten keine Matrizenrechnungen beigebracht werden oder irgendwelche komplexen Sozialmodelle. Was ich will ist eine Erzieherin, die ihre Kinder liebt und die den Job macht, weil sie einen Draht zu den Kindern hat. Ob sie da schonmal etwas von Gattungspoetik gehört hat oder nicht, ist mir herzlich egal. Von mir aus, darf die Erzieherin auch einen Hauptschulabschluss haben, wenn sie zeigt, dass sie verantwortungsbewusst ist und mit Kindern umgehen kann. In ihrer Ausbildung lernt sie dann, wie sie mit Konflikten umgehen muss und was für die Erziehung eines Kindes wichtig ist (und damit weiß sie dann wahrscheinlich schon mehr über Erziehung als etliche Eltern ^^).

Eine "Abschluss-Geilheit" bringt uns doch nicht weiter. Denn durch solche Wünsche wie deine, wird für Haupt- und Realschüler ein Arbeitsleben immer schwerer. Glaub mir, du würdest lieber eine kinderbegeisterte Hauptschülerin als Kindergärtnerin haben als mich mit meinem 1er Abitur ;-)
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21.03.2008 20:21 Uhr von Katatonia
 
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@Summersunset: >>Was gegen den elitären Studenten einzuwenden ist, versteh ich noch nicht<<

Das Ganze ist in der breiten Fläche einfach zu teuer, ineffizient, unflexibel und qualitativ schwach. Wozu werden Leute an Universitäten ausgebildet? Unter Anderem, um Arbeitsplätze zu schaffen und das Wissen voranzuschreiten kann. Schon heute fehlen viel zu viele Facharbeitskräfte.

Was hat man davon, wenn nur wenige einen hohen Bildungsstand erreichen können? Nicht viel. Deswegen stehen wir nun da, wo wir jetzt stehen - im Bildungsdebakel. Oder möchtest du behaupten, die deutsche Universität hat einen hohen qualitativen Stand?

>>mMn begründet ein Hochschulstudium nun mal eine akademische Laufbahn und da werden andere Schwerpunkte gesetzt. Wer Praxisbezug will, soll Praktika machen oder ein duales Studium absoliveren oder an die FH gehen.<<

Du bist viel zu sehr versteift auf das System, worin du groß geworden bist. Ich versteh dich, aber du merkst gerade selbst, das dich dieses System nicht gerade dazu getrieben hat, mal über den Tellerrand zu schauen. ;)

Eine FH und duale Studiengänge gibt es übrigens in Finnland auch. Und Praktika sind immer Bestandteil einer Ausbildung, sei es an einer Hochschule oder einer anderen Schulform.

>>Genauso bin ich sehr sehr glücklich darüber, dass endlich Inhalt über Pädagogik gestellt wird.<<

Dem kann ich nun überhaupt nicht zustimmen, weil es bei mir und meinem Umfeld auch nie so war, wie bei dir. Weder in meiner Schulzeit, noch in meiner weiterführenden Ausbildungszeit hatte ich kompetente Pädagogen. Es war immer der Inhalt wichtiger als die Pädagogik.

Aber genau das ist das Dilemma des deutschen Bildungssystems. Es ist nutzt kein Inhalt etwas, der nicht pädagogisch wertvoll vermittelt wird. Denn Inhalt behält man nur, wenn es einem kompetent und im richtigen Maße vermittelt wird. Die deutsche Devise ist jedoch, möglichst viel Inhalt in die Köpfe zu bekommen. Das funktioniert aber nicht, da das menschliche Gehirn nicht so aufnahmefähig ist. Es filtert einfach zuviel. Die Informationen müssen vom Hirn richtig verarbeitet werden, um sie später auch wieder abrufen zu können. Dies geht jedoch nur über pädagogische Konzepte, Phasen oder Mittel. Wichtige didaktische Grundprinzipien werden dann benötigt, um Lerninhalte wertvoll zu vermitteln.

>>Die Uni soll Akademiker herausbringen, die FH Praktiker.<<

Du hast mich nicht verstanden. Das ist ja auch alles gut, würde es in diesem Land funktionieren. ABER: Es funktioniert eben in diesem Lande nicht! Es machen nur bis zu 20% aller Studierenden einen Abschluss!!
Das sind die Zahlen. Viel zu wenig! Die Zahlen müssten auch hier mindestens bei 60-80% liegen.
Wie ich schon sagte, auch Finnland besitzt FHs und FUs, sowie HUs, dennoch ist die Qualität eine ganz Andere, wie auch die Abschlussquote dort eine viel Höhere ist. Deutschland ist nunmal mit Schlusslicht. Und das Alles hat nichtmal was mit der Vermischung von ehemaligen Ausbildungsberufen im dualen System zutun. Schon ohne diese Vermischung schneidet das deutsche Hochschulsystem mit mieserabel ab. Wie soll es dann erst werden, wenn weitere Berufe zu einem Studium werden?

Zu deinem letzten Punkt: Natürlich müssen die Lehrpläne flacher werden, weil soviel unwichtiges Zeug zu völlig unbefriedigenden Ergebnissen und Abbruchquoten fühlt. Beschäftige dich ein wenig mit dem Hirn und der Psychologie, dann wirst du merken, dass du ein wenig auf dem Holzweg wandelst, was das Thema überfrachteter Inhalt angeht. ;)

Du solltest weniger von dir aus schließen, eigentlich niemals, sondern immer von der Masse, vom Durchschnitt. Aber das erklär ich den Leuten andauernd. Wahrscheinlich ein weiteres Defizit des Bildungssystems. So in den Köpfen drin, dass es nichtmehr wegzudenken ist.

Am Ende glaube ich ehrlich gesagt nicht an Einsicht, denn der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Wie soll man etwas verbessern, wenn man nicht weiß, was man verbessern kann? Die Kindheit ist prägend, ein Teufelskreis.

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