20.03.08 17:22 Uhr
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IM stoppt Ausstellung über "Christliches Handeln in der DDR"

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Stasi hat in Sachsen eine Ausstellung über christliches Handeln in der DDR per Gerichtsentscheid verhindert. Der Kläger, der seine Stasimitarbeit nicht bestreitet, sieht in der Ausstellung seine Persönlichkeitsrechte verletzt. Er wurde dort namentlich erwähnt.

Viele Bürger Sachsens äußern jetzt ihren Unmut gegen diesen Beschluss. Martin Böttger, zuständiger Leiter der örtlichen Außenstelle der Stasiunterlagenbehörde, kritisiert das Urteil, weil es die Aufarbeitung der DDR-Geschichte erschwert.

Die Tätigkeit des ehemaligen Spitzels der Stasi hat zur Verhaftung von Bürgern der DDR geführt. Verteidigt wurde der ehemalige IM vor Gericht von einem Anwalt, der für die Linkspartei als Abgeordneter tätig ist. Auch das wird von Bürgern in Sachsen kritisiert.


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WebReporter: Flac
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Ausstellung, Handel, Christ, DDR
Quelle: www.welt.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2008 17:07 Uhr von Flac
 
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Zum besseren Verständnis des Falls empfehle ich die Quelle, da ich hier nicht alle Details des Falls unterbringen konnte.
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20.03.2008 17:27 Uhr von nettesMädel
 
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na toll Da hat sich ein paar Schüler Mühe gegeben mal eine echt sinnvolle Arbeit zu machen und dieser Mann stoppt das Ganze.

Ich würde an Stelle der Schüler einfach den Namen unkenntlich machen und dann trotzdem weiter ausstellen.
Der Mann hat sich damit in die Nesseln gesetzt, denn jeder wird wissen, wer das war....

Schade, um die sicherlich nicht geringe Arbeit, die die Schüler da reingesteckt haben!!!
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20.03.2008 17:57 Uhr von divadrebew
 
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Kleiner aber feiner Fehler in der News: Der Kläger hat lediglich erreicht, daß sein Name in der Schau nicht mehr genannt werden dürfe, was die Aussteller dazu veranlasste, die Schautafeln gänzlich abzubauen - so nach dem Motto: Ganz oder gar nicht. Was ich persönlich schade finde, da doch eh vielen klar sein dürfte, um wen es sích handelt (dessen Namen aber in der Öffentlichkeit nicht in diesem Zusammenhang genannt werden darf), und die Arbeit der Schüler nun nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr zusteht..

Andererseits ist das Persönlichkeitsrecht in Deutschland ein hohes Gut, daß auch das "Recht auf Selbstbestimmung, wie man in der Öffentlichkeit dargestellt werden will" zulässt.

So oder so: der Richter konte nur ein "falsches" Urteil fällen.
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20.03.2008 18:01 Uhr von nettesMädel
 
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@Divadrebew: Oh, danke, das habe ich wohl überlesen....
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20.03.2008 18:05 Uhr von Flocke20
 
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besser wäre wenn die Person so geheim gehalten wird wie in einer Simpsons-Folge:
"Die betreffende Person soll nicht genannt werden, daher nennen wir sie L. Simpson... oder besser Lisa S."
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20.03.2008 18:10 Uhr von Flac
 
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@ divadrebew: Da muss ich dir Recht geben. In der Quelle heoißt es zwar im ersten Satz "In Sachsen hat ein ehemaliger IM eine Ausstellung über die Stasi verbieten lassen.", aber irgend wo steht auch noch im zweiten Absatz das Wort "faktisch".
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20.03.2008 18:43 Uhr von Schiebedach
 
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Erstaunlich, welche Unterschiede unsere Gerichte doch hinsichtlich der DDR-Verbrecher machen.
Wenn einer Steuern hinterzieht, wird er namentlich genannt,
wenn ein Bischof von der Stasi einen Orden erhält, war es kein IM, -gleiches gilt für einen angesehenen Rechtsanwalt und jetzt Abgeordnter der Linken.
Wenn einer IM war und Leute denunziert und vorsätzlich in DDR-Haft gebracht hat, darf er namentlich nicht genannt werden.
Wann sind wir soweit, daß Eichmann im Zusammenhang mit Naziverbrechen unerwähnt zu bleiben hat?
Und wer sind die Veranstalter der Ausstellung, die gleich alles "abgehängt" haben?
Ein Lob den Schülern; ein Pfui zu Richtern und Veranstaltern!
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20.03.2008 19:05 Uhr von Jimyp
 
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"Verteidigt wurde der ehemalige IM vor Gericht von einem Anwalt, der für die Linkspartei als Abgeordneter tätig ist. Auch das wird von Bürgern in Sachsen kritisiert."

Stasi-Freunde helfen sich untereinander. Hätte mich nicht gewundert, wenn Gysi persönlich das Mandat übernommen hätte!
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20.03.2008 19:31 Uhr von Flac
 
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@ Oberlehrer: Ich denke schon das man Namen nennen sollte. Warum sollte ich Betroffenheit über die eigene Vergangenheit in einer Ausstellung heucheln, während die Täter dieser Vergangenheit in der Gegenwart besser dar stehen als die Opfer.
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21.03.2008 13:18 Uhr von artefaktum
 
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flac: "Ich denke schon das man Namen nennen sollte."

Entweder man nennt alle (wofür ich sehr bin, Unterlagen kann man in der Gauckbehörde einsehen) oder man nennt keinen.

"(...) während die Täter dieser Vergangenheit in der Gegenwart besser dar stehen als die Opfer."

Wieso soll das per se so sein? Worauf stützt du diese Aussage?
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21.03.2008 14:26 Uhr von Jimyp
 
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Namen nennen ist wichtig. So wie man die Namen der Verbrecher aus dem 3. Reich genannt hat, genauso sollte man auch die Namen der Verbrecher des DDR Regimes nennen. Jeder einzelne kleine IM ist ein Verbrecher!

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