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Frankreich: Sterbehilfe abgelehnt - Französin nun tot

Die 52-jährige Französin Chantal Sébire ist in ihrem Haus in Plombieres-les-Dijon tot aufgefunden worden, wie ein Sprecher am Mittwochabend bekannt gab. Die Todesursache ist noch unbekannt.

Die dreifache Mutter hatte acht Jahre lang einen großen, bösartigen Tumor im Gesicht, im Fachjargon Esthesioneuroblastom genannt, der ihr Gesicht völlig entstellte und auch zur Erblindung geführt hatte. Chemotherapien konnten diese Wucherung nicht stoppen.

Erst am vergangenen Montag wurde der Antrag der ehemaligen Lehrerin auf aktive Sterbehilfe abgelehnt. Sehr kranke Patienten dürfen seit einer Reform von vor drei Jahren nur lebenserhaltende Maßnahmen verweigern, die Sterbehilfe durch Verabreichen von Schlaf- und Betäubungsmitteln ist jedoch nicht erlaubt.


WebReporter: wrigley
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Frankreich, Franzose, Sterbehilfe
Quelle: de.news.yahoo.com

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2008 10:33 Uhr von whity1
 
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leider: wird man Sie bestimmt jetzt auch noch sezieren um rauszubekommen wie und warum usw. der Krebs entstand.
Glaube ich zumindestens.

Arme Frau so zu Enden. Beileid für die Angehörigen.
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20.03.2008 10:42 Uhr von nettesMädel
 
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@Whity1: Wenn jemand mit Krebs stirbt, wird er nicht obduziert - aber da die Todesursache unbekannt ist (also nicht ausgeschlossen kann, dass es ein Mord war, z. B.), dann wird obduziert um eben genau dies herauszufinden.

Ich vermute aber mal, dass sie jetzt ohne Sterbehilfe ihrem Leben ein Ende gesetzt hat. Leider hat ihr weg zu Gerichten nichts gebracht, aber ich bin froh, dass sie nicht mehr zu leiden hat.

Mein Beileid für die Angehörigen....
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20.03.2008 10:58 Uhr von Hier kommt die M...
 
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klar wird sie: obduziert..ich hoffe, dass dann kein Dritter deswegen Ärger bekommt.
Ich denke, sie hatte bestimmt irgendwo schon heimlich vorgesorgt mit Medikamenten..und das ist auch gut so.

http://afp.google.com/...
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20.03.2008 11:05 Uhr von Bokaj
 
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@ nettesMädel: Wenn der Staatsanwalt vermutet, dass sie durch Medikamente oder Gift und nicht durch den Krebs gestorben ist, wird sie schon obduziert.
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20.03.2008 11:07 Uhr von RENAURUS
 
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Was sich der Staat einbildet: bei solchen Entscheidungen mitreden zu wollen...

Wenn jemand unbedingt gehen will; dann geht er. Egal was man nun für legetim hält.

Jetzt hat Sie hoffentlich ihren Frieden gefunden...
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20.03.2008 11:09 Uhr von nettesMädel
 
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@Bokaj: Auch bei Selbstmord? Also wenn ein Brief gefunden würde?

Ich kenn mich in juristischen Dingen nicht aus, aber ich wollte zum Ausdruck bringen, dass normalweise nicht obduziert wird, wenn anzunehmen ist, dass sie an dem Krebs gestorben ist.

@hostmaster:
Die Aussage von dem Kouchner finde ich irgendwie unverschämt! Hallo, seit wann darf man denn (auch in Frankreich) keinen Selbstmord begehen? Und "wir ihr helfen müssen,..." Äh wie denn? Mit Psychotherapie? Die Frau hat sicherlich unvorstellbar gelitten und der Mann will mit allen Mitteln verhindern, dass sie stirbt? Ich hoffe, dass er niemals in diese Situation kommt.....
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20.03.2008 11:10 Uhr von Bokaj
 
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@ hostmaster: Sie hat nie gesagt, dass sie die tödlichen Medikamente nicht selber nimmt. Aber ohne Arzt kann sie nicht an diese Medikamente kommen. Doch ein Arzt leistet verbotene Sterbehilfe, wenn er ihr diese Medikamente verschreibt. Das ist das traurige. Man kann sich nur durch unsichere Methoden, wie Schlaftabletten, Überdosis Drogen oder durch einen Sturz und etc. selber töten. Ein sicherer Selbstmord ist nicht so leicht, wie hier viele annehmen und seltenst verläuft er würdig.
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20.03.2008 11:28 Uhr von Duncan76
 
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@ hostmaster: warum sie Selbstmord ablehnt...lass sie ne gläubige Christin gewesen sein...durch Selbstmord wird der Einzug ins Paradies verwehrt...

es lebe die Kirche!
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20.03.2008 11:43 Uhr von Duncan76
 
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@ KampfErdbeere: recht hast du...

rest in peace!
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20.03.2008 11:48 Uhr von nettesMädel
 
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@hostmaster: Was ist dann in deinen Augen ein würdiges Ableben - insbesondere da bei einer professionellen Sterbehilfe man "entschläft"?

Erschiessen?
Vor den Zug werfern/von einer Brücke springen?
?

Also ich finde schon, dass das ein würdiges Ableben ist....
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20.03.2008 12:12 Uhr von Praggy
 
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vor allem war sie ja schon blind: da kann man nicht mal einfach so zur nächsten brücke gehen ohne fremde hilfe. ausserdem hat sie wohl auch starke schmerzen gehabt, und war gegen morphium resistent. hab letztens von der ein bild gesehen, sie war völlig entstellt... so hätte sie nicht mal auf die straße gehen können, ohne aufzufallen... die gute hat echt mein vollstes mitgefühl.
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20.03.2008 12:22 Uhr von whity1
 
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@nettesmädel: ich meine auch nicht obduzieren, das kenn ich. nein mann wird sie aufschneiden den tumor untersuchen weil er ja selten ist. gut für die forschung und andere leidende.

aber dennoch nicht zu rechtfertigen weil man sie hat leiden lassen!
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20.03.2008 12:23 Uhr von thegood
 
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Man muß dabei aber, glaube ich auch mal an den Arzte denken der so eine Sterbehilfe verabreichen soll. Das wiederspricht ja eigentlich komplett dem wofür er jahrelang gelernt und studiert hat. Ich möchte so eine Entscheidung nicht treffen sollen. Und vor allem könnte ich so etwas auch nie ausführen. Aber natürlich sollte jeder erwachsene Mensch das Recht haben selber zu entscheiden wann und wie er "gehen" will. Vor allem wen er unheilbar krank ist, unter Schmerzen (die ich mir wahrscheinlich nicht mal vorstellen kann...) leidet und das Leben nur noch ein grausames Warten auf den Tod ist. Das ist einer der Punkte in denen der Staat machtlos ist, in denen man kein "richtiges" Gesetz verabschieden kann. Gerade hier in Deutschland ist das ja mit der Sterbehilfe (Euthanesie) ein schwierige Sache.
Für die Verstorbene kann ich nur wünschen das sie da wo sie jetzt ist, keine Schmerzen mehr hat.
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20.03.2008 12:23 Uhr von LikeCurse
 
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Mein Beileid für die Angehörigen Traurig das man ihr nichtmal den letzten Wille erfüllt hat, im Gegenteil, man hat sie durch den Gerichtsfutzizeugs noch mehr leiden lassen ..

Hoffe ihre Erlösung fand ruhsam statt, und das es keine Angehörigen durch die Obduktion erwsciht.
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20.03.2008 12:59 Uhr von nettesMädel
 
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@Whity1: Also in D ist es - sofern ich mich nicht irre - nur mit einer vorherigen Einverständniserklärung erlaubt, den Verstorbenen zu sezieren.

Nur weil der Tumor selten ist, kann man nicht einfach aufschneiden.

Aber wie gesagt, kann sein, dass ich mich da irre.
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20.03.2008 13:04 Uhr von whity1
 
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@nettesmädel: ich weiss es auch nicht, ich denke es mir nur.
aber man hört so viel über die forschung .

aber hauptsache sie muss nicht mehr leiden
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20.03.2008 13:07 Uhr von Cube90
 
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Schön Schön das die Dame nun von ihrem grausamen Leid erlöst ist.
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20.03.2008 13:11 Uhr von nettesMädel
 
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@whity1: Also ich arbeite auch in der Forschung, allerdings beschäftige ich mich mit Bakterien und ich kenne den bürokratischen Aufwand, den man bei bestimmten Sachen hat....also von daher, denke ich, dass du beruhigt sein kannst.

Ich hoffe halt nur, dass sie wirklich entweder es selbst geschafft hat oder eines "natürlichen" Todes gestorben ist, und nicht jemand drittes beteiligt war und sich ggf. wegen Nächstenliebe strafbar gemacht hat.....
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20.03.2008 13:41 Uhr von whity1
 
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@nettesmädel: das ist bestimmt interessant. muss ja auch sein aber weisst du, all die menschen die so krank sind und leiden, stellt man auch manchmal zur schau und ich vermute es gibt einige forscher die nur darauf aus sind an denen medikamente auszuprobieren, die nicht reell sind und auch nach dem tod halt auch einige bestimmungen umgehen.

ich bin so froh gesund (noch) zu sein und bedaure echt diese frau, das sie so leiden musste.

warten wir mal ab welche todesursache es war.
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20.03.2008 13:49 Uhr von nettesMädel
 
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@Whity1: Klar, schwarze Schafe gibt es überall!
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20.03.2008 14:00 Uhr von floh13o7
 
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Tiere werden erlöst aber Menschen werden bis zum bitteren Ende am Leben erhalten. Ich kann aber auch verstehen, dass die Frau Selbstmord ablehnt und wenn dafür "nur" religiöse Gründe vorliegen. Ihr Glaube hat sie und ihre Familie sicher werdend der Krankheit unterstützt.

Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen
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20.03.2008 15:09 Uhr von antivirus32
 
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hmmm krebs und tumure bzw was sie anrichten kenne ich aus persönlichen umfeld sehr gut habe beide elternteile durch den krebs verloren.die sollten vielleicht nen gesetz rausbringen was alles etwas lockert ich meine bei tieren fragen die doch auch net ob die weiterleben wollen da werden die dann eingschläfert und fertig denken die wenn die denjenigen des verweigern das er sich dann nich an irgend ner anderen stelle abhilfe schafft
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20.03.2008 15:56 Uhr von Fanaticus
 
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@Einen RIESIGEn Respekt für diese Frau,die sich öffentlich so für ihr Recht eingesetzt hat,anstatt sich einfach selbst das Leben zu nehmen...Ihr Kampf wird vielen anderen verzweifelten Menschen neuen Mut und Kraft geben ! Mein Beileid an die Angehörigen
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20.03.2008 17:57 Uhr von Teufelsbotin
 
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Mutig von hier, sich selbst das Leben zu nehmen (wenn ich das richtig verstehe), aber entwürdigend. Ich denke, Sterbehilfe sollen erlaubt werden, wenn man wirklich unheilbar erkrankt ist.
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20.03.2008 18:05 Uhr von delicious
 
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Danke Hr. Sarkozy, eine wirklich edle Tat.

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