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Brandenburg: Verzweifelte Hausbesitzerin kletterte aus Protest aufs Dach

Im brandenburgischen Rauen ist ein langjähriger Rechtsstreit zwischen einer Hausbesitzerin und dem für ihre Gemeinde zuständigen Abwasserverband eskaliert. Mitarbeiter des Wasserverbandes wollten sich mit Hilfe der Polizei Zugang zu dem Grundstück verschaffen, um Vermessungsarbeiten durchzuführen.

Die Besitzer betreiben eine genehmigte Kleinkläranlage mit Nutzwasserrückgewinnung, das Grundstück ist abwasserfrei und das Wasser wird wiederverwendet. Nachdem sie bereits gerichtlich durchsetzen konnte, dass keine Zwangsabfuhr des Abwassers erfolgen darf, soll das Grundstück an die Kanalisation.

Als die Leute anrückten, stieg die völlig verzweifelte Hausbesitzerin aufs Hausdach und musste von der Feuerwehr dort wieder heruntergeholt werden.


WebReporter: superhecht
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Brand, Protest, Brandenburg, Dach
Quelle: www.moz.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.03.2008 10:52 Uhr von superhecht
 
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Der völlig sinnlose Anschluss an die Kanalisation ist ein Racheakt des zuvor im Gerichtsstreit unterlegenen Abwasserverbandes. Im Land Brandenburg existiert eine in vielen Punkten bürgerfeindliche Gesetzgebung, welche den Bürger zum Spielball der Behörden werden lässt. Besonders schlimm sind die Brandenburger Baugesetzgebung und die Gesetzgebung um die Wasser/Abwasserwirtschaft.
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19.03.2008 12:17 Uhr von blubbs
 
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abzocke: ich kenn das aus meiner nachbarschaft, wir haben keinen anschluss an eine kanalisation, dennoch werden uns abwassergebühren abverlangt.

können die abwasserbetriebe die leute nicht in ruhe lassen??? schließlich haben diese ein geschlossenes abwassersystem und mit dem abwasserverband nix, aber auch gar nix, zu tun.

ps: es ist ja auch der reinste hohn die bevölkerung zum wassersparen anzuhalten, worauf die wasserwerke mit preiserhöhungen reagieren. aber das ist ein anderes thema...
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19.03.2008 12:39 Uhr von Superhecht
 
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Jampel: ich kann noch eins draufsetzen: mein Heimatdorf wird dieses Jahr dem in der News genannten Fürstenwalder Zweckverband angegliedert. Alle Besitzer von Wasseranschlüssen, die vor 1990 gelegt wurden, erhielten kürzlich eine Rechnung - Spitzenwerte um 25.000 Euro

Der älteste betroffene Anschluß stammt von 1908
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19.03.2008 15:07 Uhr von cep28
 
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Abzocke ueberall Das ist vergleichbar mit der GEZ. Voellig egal ob Du irgendwo angeschlossen bist oder irgendwie irgendetwas garnicht in anspruch nimmst. Es geht darum den Leuten die Euros aus der Tasche zu Luegen. Da geht es schon mal garnicht, dass sich da jemand gegen durchsetzen kann, denn wenn das Schule macht koennten ja noch mehr Buerger auf die Idee kommen sich ab zu nabeln und zukuenftig keine Gebuehren mehr zahlen muessen.
Da hilft ja dann nur, ein Exemple zu statuieren, so dass bloss niemand anders auf die Idee kommt, es gaebe einen Weg die Gebuehren nicht mehr zahlen zu muessen.
Es ist wie ueberall, das Geld ist einfach zu maechtig und es bestimmt alles um uns herum.

gruesse

CEP
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19.03.2008 16:40 Uhr von Superhecht
 
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Ergänzung: Derselbe Zweckverband hat der Familie ein paar Jahre zuvor die Kleinkläranlage genehmigt. Wegen der Bösartigkeit, Arroganz und gekränkten Eitelkeit des im Rechtsstreit unterlegenen Verbandes soll ein für die Betroffenen teures Exempel statuiert werden - getreu nach Mao: Bestrafe einen und erziehe Hundert

So´ne Anlage kostet in Normalausführung etwa 20.000 Euro, in meiner Verwandtschaft hat jemand eine.
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19.03.2008 18:28 Uhr von meisterthomas
 
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Zweckverband: Eigentlich Grund genug für einen Zweckverband betroffener Bürger.

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