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USA: Wegen 147 Jahre altem Schuldschein - Frau fordert 22 Mio. Dollar von Tampa

Im Jahr 1861, während des amerikanischen Bürgerkrieges, hat sich die US-Stadt Tampa von Thomas Pugh Kennedy Biddle 229 Dollar und 58 Cent geliehen. Die Stadt gab dem Mann einen Wechsel. Über die Jahre forderte allerdings niemand den Betrag von der Stadt ein.

Joan Kennedy Biddle fordert nun den Betrag, den ihr Urgroßvater verliehen hat, ein. Zudem verlangt sie von der Stadt Zinsen. Sie hat errechnen lassen, dass sich bereits, bei einem Zinssatz von acht Prozent, insgesamt 21.999.701,42 Dollar angesammelt haben.

Die 77-Jährige will nun 22 Millionen Dollar von der Stadt einklagen. Der Anwalt der Stadt, David Smith, argumentiert, dass die Ansprüche verjährt seien. Laut Biddle jedoch, gab es im Jahr 1861 noch keine Verjährungsfrist.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Frau, Jahr, Dollar, Schuld
Quelle: www.krone.at

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41 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.03.2008 09:21 Uhr von Ole-mann
 
+50 | -4
 
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usa Kläger- und Anwaltsparadies
wundert sich da noch wer?
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19.03.2008 09:24 Uhr von Bokaj
 
+21 | -10
 
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Man muss schon ganz schön frech sein, wenn man von seiner Stadt und somit von all seinen Nachbarn eine solche Summe fordert für geliehenes Geld, dass von allen und wahrscheinlich auch von ihr längst vergessen war. Nur ein findiger Anwalt sieht wahrscheinlich schon seine Prozente bei dem Prozess fließen.

Das ist wieder mal typisch Amerika. :-(((
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19.03.2008 09:31 Uhr von LikeCurse
 
+14 | -7
 
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U S A U S A, wo sonst ist soetwas möglich? ^^
Klar das ihr Anwalt da nicht abrät, schließlich sind 2-3 % von 22Mio ne ganze Menge :D

und wer Freut sich nicht über 500T$ für nix xD.
Wobei das mit der Verjährungsfrist.. hmm.. so richtig an ihren Erfolg glaube ich da nicht ^^
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19.03.2008 09:40 Uhr von pcsite
 
+19 | -10
 
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komisch: ich komm nur auf ca 17,5 mio $ :D
...

hoffendlich bekommen die die Kohle :) würde mich freuen
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19.03.2008 09:44 Uhr von patjaselm
 
+13 | -2
 
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und ich komme auf: 18.802 mio $ ... 229.58 * (1.08)hoch147 ...

aaaaaaaber: ist in diesem schuldschein denn die verzinsung überhaupt geregelt? falls nicht - wie ist die normalverzinsung bei darlehen in den usa? wirklich 8%?

des weiteren: können darlehen überhaupt verjähren?
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19.03.2008 09:47 Uhr von patjaselm
 
+3 | -1
 
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@masuren: die usa haben zurzeit einen leitzins von 2.25% ... finde diesen schon relativ hoch ...

wahrscheinlich wurde bei der bestimmung des schuldbetrages die teuerung oder dergleichen berücksichtigt, daher kommen sie wohl auf diese fast 22 mio. ...
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19.03.2008 09:49 Uhr von MannisstderBlond
 
+4 | -1
 
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seltsam: laut Zinsrechner kommt man mit Zinseszinsen nur auf
18.802.955,06
davon Zinsen
18.802.725,48

zum Nachrechnen
http://www.zinsen-berechnen.de/...

mfg
MidB
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19.03.2008 09:52 Uhr von aczidburn
 
+8 | -2
 
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Ich sag nur: Quelle anschauen und wahrheitsgehalt bewerten.
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19.03.2008 10:05 Uhr von 117
 
+3 | -1
 
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3 Prozent: Ich als Stadt würde einen Zinssatz von 3% als gegeben nehmen, dann bekommt die gute Frau knapp 18.000$ das sollte ihr doch wohl reichen.
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19.03.2008 10:11 Uhr von Gierin
 
+3 | -0
 
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"Nur" Verzugszins!? Soviel ich weiss ist ein Wechsel eine Art Wertpapier also nicht viel anderes als ein Geldschein. Auch wurde offenbar ursprünglich kein Zins vereinbart.

Wenn also in den USA auch das Gesetz gilt "Zinseszins auf Verzugszins ist unzulässig", so kann die Stadt im schlimmsten Fall argumentieren, sie müsse nur den Verzugszins ab dem evtl vereinbarten "Rückkauftermin" zahlen.

Wenn man es so ausrechnet, kommt man auf eine Summe für die die Klägerin höchstens einen bescheidenen Gebrauchtwagen kaufen kann. Vermutlich ist der Wechsel als historisches Dokument selber auch soviel Wert.
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19.03.2008 10:15 Uhr von Elvy
 
+10 | -4
 
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Wieso frech? Ich würde das auch machen!!!
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19.03.2008 10:33 Uhr von Power-Fox
 
+4 | -1
 
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sowas sollte mann mal in deutschland versuchen *ironie* würd mich mal intressieren was die merke dazu sagt

aber sowas kann ja nur aus USA Stammen
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19.03.2008 11:10 Uhr von real.stro
 
+7 | -0
 
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Ein schönes Beibspiel: für die Absurdität von "Zinsen".
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19.03.2008 12:07 Uhr von Wolfface
 
+0 | -0
 
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Regelungen: Normalerweise sind bei solchen Faellen doch immer irgendwelche Regelungen vorgesehen, die verhindern, dass sich aus Zinseszinsen etc solche hohen Summen ergeben.
Man kann auch nicht heute 500€ auf einem Konto deponieren, damit in 300 Jahren seine Nachfahren ein paar hundert Millionen Tacken bekommen...
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19.03.2008 12:08 Uhr von Broke_G
 
+1 | -3
 
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@usa: Traumfabrik Wunderland
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19.03.2008 12:16 Uhr von Mobakko
 
+1 | -0
 
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Was vergessen: Man darf nicht die Inflation etc. vergessen. Damals war der Dollar ja noch viel mehr wert. ;)
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19.03.2008 12:55 Uhr von hornissenstich
 
+0 | -0
 
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Also: auf die Idee würde ich nie kommen
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19.03.2008 13:03 Uhr von bemo01
 
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Anwalt müsste man bei der Dame sein. Da ist es völlig egal, ob sie gewinnt oder nicht... Bei einem Streitwert von 22 Mio. und der aktuellen Gebührenordnung ist der eine odere andere Urlaub gesichert :-))
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19.03.2008 13:06 Uhr von Geldbote
 
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Bis die Dame das Geld hat, hat sie vermutlich schon das Zeitliche gesegnet. Aber wenn ich der Erbe wäre, würde ich natürlich versuchen an das Geld zu kommen. Sonst müsste ja jeder Erbe, Darlehensgeber und Testamentprofiteur auf sein Recht verzichten. (Der zeitliche Umfang ist doch davon vollkommen unabhängig.)
Und warum sollte man darauf verzichten? Nur weil es andere vor Neid zerfrisst? Nö! Die Stadt hat sich Geld geliehen und muss dieses gefälligst zurück zahlen - und zwar mit Zinsen und Zinseszinsen.
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19.03.2008 13:12 Uhr von Firesail
 
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nette idee: also an stelle der stadt würde ich ihr genau 229 $ und 58 Cent ausbezahlen.
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19.03.2008 13:18 Uhr von yavuz12
 
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die frau is im recht: schulden werden gemacht um sie wieder zu begleichen! die stadt hat es all die jahre versäumt zurückzubezahlen..ich drücke der alten dame die daumen das sie ihre rente aufbessern kann
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19.03.2008 13:30 Uhr von Wolfface
 
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@yavuz: Nichtd ie Stadt hat es versaeumt das geld zurueckzuzahlen, sondern die Angehoerigen der Frau haben es versaeumt das geld wieder einzufordern.
Wenn die Leihe nun mal unbefristet ist muessen die Leutchen sich selber drum kuemmern.
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19.03.2008 13:43 Uhr von faithleSs-
 
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@Firesail: Nach Inflationsbereinigung wären auch diese 225 US-$ heutzutage schon je nach Berechnung zwischen 33.000 und 500.000 US-Dollar. Also dürfte sich selbst dieses (für die Frau) worst-case-Szenario im Zweifelsfall lohnen.

Ich bin mir aber unabhängig von dem konkreten Fall sicher, dass solche Ansprüche nicht durchzusetzen sind bzw. verjährt sind. Leider erfährt man bei solchen Meldungen nie, wie sich der Sachverhalt entwickelt hat. Wird aber auf jeden Fall irgendwie in den Versenkung verschwinden, den von ihr geforderten Betrag wird die Frau jedoch garantiert nicht erhalten.
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19.03.2008 13:45 Uhr von KingPR
 
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Naja: der Zinssatz ist etwas übertrieben: 8%
Bei 3 oder 4 %, ich geh jetzt mal von 3,5 % aus, käme man bei folgender Rechnung

229,58 $ * 1,035^147 immerhin noch auf 36071,61 $, also kein Wunder das sie lieber von 8 % ausging. Trotzdem ist ein Zinssatz von 3,5 % realistischer, vor allem wenn man bedenkt, dass der Dollar damals noch stabil war und man keine extrem hohen Zinsen brauchte um die Inflation zu decken.
Aber dann müssen die 36071,61 $ auch noch durch die Steuer, aber die USA nehmen ihre Bürger (noch) nicht so sehr aus wie Deutschland.
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19.03.2008 13:51 Uhr von Ben Sisko
 
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Hier in DE wärs wohl verjährt. 3 Jahre ohne Zahlungserinnerung = schuldenfrei. Innerhalb von 3 Jahren = Neuanfang des Verzugs. Was die Zinsen angeht: Leitzinssatz + 5% Verzugszins. Zinseszins gibts hier nicht, dafür gibts ja den Verzugszins, der den Zinseszins und die Inflationrate ausgleichen soll... So hab ichs noch im Kopf; falls ich falsch liege, bitte korrigieren.

Unabhänig von den aus den USA gewohnten Geldsummen, würd ich das halten wie einer meiner Vorredner: Keine Einforderung möglich, da verjährt. Da es aber seinerzeit noch keine Verjährung gab, halte ich es trotzdem für möglich, immerhin sind wir hier in den Staaten :-))

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