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Interview mit Lynndie England, die in Abu Ghraib folterte

Lynndie England gab jetzt nach ihrer Entlassung aus der Haft dem "Stern" ein Interview. Sie beschuldigte darin den ehemaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld: "Ich bin immer noch davon überzeugt, dass auch Rumsfeld alles wusste."

Sie sagt, sie und ihre Kameraden von der Militärpolizei hätten 2003 nur das weiter gemacht, was ihre Vorgänger schon machten. Die Gefangenen waren nackt oder trugen Frauen-Unterwäsche, die Menschen waren auch schon vor ihrer Ankunft Stress ausgesetzt.

"Weil ich tat, was ich tun musste." Das ist Englands Entschuldigung für ihre Taten. Richtig bereuen tut sie es nicht. Heute ist die 25-Jährige arbeitslos und lebt in ihre Heimat Fort Ashby in West Virginia. Sie wird immer noch auf der Straße erkannt, selbst wenn sie sich verkleidet.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: England, Interview
Quelle: www.welt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.03.2008 19:25 Uhr von Silverrush
 
+4 | -1
 
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in dem fall: is den fehler einsehen und sich schämen das einzige und klügste, was die frau machen kann.
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18.03.2008 19:30 Uhr von _wolfi_
 
+4 | -2
 
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wäre es befehlsverweigerung gewesen?? Ich denke auch, dass sie sich mit dem "weil ich tat, was ich tun musste" nicht aus ihrer "lage" herausreden kann.
vielleicht beruhigt sie damit ihr gewissen, aber das wäre dann wahrscheinlich schon alles.

und selbst wenn Rumsfeld alles wusste, hätten sie und ihre kameraden doch selber beurteilen können, dass dies weder der nationalen sicherheit noch dem weltfrieden nützen würde.
sie hätte sich anders entscheiden können und diese taten nicht machen müssen, weil vors kriegsgericht hätte sie wahrscheinlich nicht müssen, nur weil sie einen solchen befehl (falls es diese wirklich von oberster stelle: rumsfeld etc. gegeben hat) nicht befolgt hätte...
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18.03.2008 21:13 Uhr von glade
 
+5 | -4
 
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naja ich will diese frau jetzt nicht in schutz nehmen baer ich glaube im krieg herrschen einfach andere regeln wie in der gesellschaft.

und ich glaube wenn du siehst wie deine kameraden grade eben in fetzen gebombt wurden, dann sieht man solche szenen weniger eng.

alleine schon die ständige todesangst lässt dich durchdrehen....
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18.03.2008 23:10 Uhr von christi244
 
+4 | -3
 
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Glade: genau darum geht es. Im Krieg herrschen andere Regeln ... was letztlich auch über die überaus hohe Selbstmordrate bei der US-Army bewiesen wird.

Hinzu kommen Frustrationen des Alltags, die gerne auf an anderen ausgelassen werden ... dies kann man im Grunde jeden Tag selbst in Friedenszeiten erleben.
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19.03.2008 08:48 Uhr von sluebbers
 
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hmmmm "ich tat was ich tun musste"
"ich habe nur befehle befolgt"

kommt mir irgendwoher bekannt vor...
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19.03.2008 10:04 Uhr von Borgir
 
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weil ich tat was ich tun musste: so eine hirnlose schnalle...sowas darf leben und goethe musste sterben
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19.03.2008 10:52 Uhr von gerndrin
 
+3 | -1
 
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Seltsam: die größten Spacken sind die Nachfolgergeneration derer, die mal eben ein paar Millionen Juden umgebracht hat. Wenn ihr alle im dritten Reich gelebt hättet - wäre Hitler bestimmt nicht passiert - oder so...

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